desperanto
Gast
ich weiß nicht mehr wie ich das noch aushalten soll. Es vergeht kein Tag an dem es nicht schmerzt. Kein Tag an dem ich wirklich atmen kann. Kein Tag an dem ich wirklich essen kann. Kein Tag an dem ich nicht mit Tränen ins Bet gehe. Kein Tag an dem ich nicht mit Tränen aufwache. Kein Tag der mir Freude macht. 5 Monate schon und kein Ende in Sicht.
Das war jetzt nicht ganz ehrlich. Es gibt schon Momente, Stunden und vielleicht auch manchmal sogar einen ganzen Tag, an denen ich tatsächlich "lebe". Aber umso tiefer stürze ich, wenn diese Momente vorbei sind. Sich als Trugschlüsse erweisen. Und dann ist es, als ob das Leben schreit: Du nicht! Für dich gibt es nichts!
Mittlerweile habe ich keine Kraft mehr zu protestieren. Keine Kraft mehr mich aufzubäumen. Ich tue es zwar doch, aber ich tue es ohne Hoffnung. Ohne Freude. Ohne Sinn.
Es heißt: Irgendwann scheint wieder die Sonne! Ich fürchte, das gilt nicht für alle Menschen.
Ich sollte mich nicht beschweren, da ich doch (wahrscheinlich) Gesund bin, eine Arbeit (die mir sogar Spaß macht) habe und in Frieden lebe doch... doch ich bin am Ende. Nein bin ich nicht. Ich falle jeden Tag weiter. Falle, bis nichts mehr von mir übrig ist, außer ein Schatten. Leer und ohne Leben.
Es gibt so viele Menschen, denen es viel schlechter geht. Doch fühl ich mich deshalb nicht besser. Ich hatte nie vor, mit jemanden hierfür ein Wettkampf zu führen.
Doch ist es ja nicht falsch. Ich bin undankbar. Und ich bin nicht stolz auf mich, dass ich so versage.
Egal was ich tue: Es reicht nicht. Ist nicht genug. Ich bin nicht genug
Vermutlich habe ich die Sonne einfach nicht verdient