Hey Leute,
hab die Nacht tatsächlich überstanden. Ich lese gerade nochmal eure Einträge durch. Es ist wirklich schön, sich mit Leuten unterhalten zu können, die einem Nachfühlen können. Man fühlt sich bei sowas irgendwie verstanden.
Jeder von euch weiß, was dieses Gefühl der Aussichtslosigkeit mit einem anstellt. Ich danke euch dafür, dass ihr mir beisteht. Ich habe langsam Angst, meinen Freunden zu sehr auf die Nerven zu gehen.
Akzeptieren ist wirklich nicht leicht. Ich verstehe, dass es unumgänglich ist. Ich weiß auch, dass ein selbstbestimmtes Leben die Voraussetzung für glückliches Leben ist. Ich hatte auch schon einige Gespräche mit Freunden und Leuten, die diese Phase (ich meine jetzt die Phase, die alle Kummer der Liebe die vorher waren, in den Schatten stellt) selber schon mal durchgemacht haben. Viele meinten, dass es letztlich vorbei gehen wird. Es dauert aber eben solange, wie es dauert. Doch bei manchen, sie waren ehrlich, ging dies niemals vorbei.
Man trifft manchmal im Leben auf diesen einen Menschen, der etwas auslöst, was andere niemals taten oder werden. Dann spielen auch diese Hochrechnungen, welche die Dauer der Beziehung * 1 Monat als Richtwert für die anschließende Leidenszeit hernehmen, keine Rolle mehr. Sicherlich ist es auch eine Frage des "Charakters". Der Willensstärke und auch ein wenig Glück. Glück deshalb, weil wir vieles haben und genießen dürfen, was wir uns eben nicht selber erarbeitet haben.
Ich darf sie nicht als "meins" ansehen. Ich will es auch nicht. Das wäre ja auch keine Liebe mehr. Ihre Freiheit und ihr Glück sollten mir wichtig sein. Aber ist es wirklich nur Verlustangst und verletzter Stolz, wenn mir alles wehtut, bei dem Gedanken an ihr "neues Glück"? Ich fühle mich so machtlos. Nicht mehr Herr meiner selbst. Gefühle sind und dürfen sein, aber sie beherrschen mich einfach.
Kennt ihr das? Hier habt Ziele und Ansätze die ihr euch vor nehmt. Ein neues Hobby ausprobieren wollt. Ein Auflammen von Hoffnung und dann steht ihr wieder da und fühlt darin nur noch Sinnlosigkeit. Es bringt nichts. Dieses Gefühl, doch nur zu scheitern. Im Sinne von nicht Vorwärts kommen und ja doch nur sich im Kreise zu drehen. Der Gedanke an diese eine Person geht nicht weg. Anfangs vielleicht, doch dann kommt er doch. Und plötzlich wieder diese Leere.
Ich kann gerade nicht mal mehr Lesen. Ich schreibe es deshalb, weil mir das mit am wichtigsten ist. Ich las so unheimlich gerne. Jetzt... mmh. Ich liebe Geschichten und kann nicht genug davon bekommen. Jetzt rächt sich das alles in Form von Kopfkino.
Ich fürchte mich vor dem Gedanken, einen Psychologen auf zu suchen. Nicht weil ich mich deshalb schämen würde, sondern weil ich mir beweisen will, dass ich es schaffen kann. Habe genug Ärzte und Pädagogen in meinem Umfeld. Medis will ich nicht. Ich weiß, was sie mit einem anstellen. Momentan spiele ich mit dem Gedanken, es mal mit Hypnose zu versuchen. Hat da jemand von euch Erfahrung damit gemacht?
@Mara72
Es fühlt sich turbofalsch an, mit "Ihr Schluss zu machen" dennoch muss es sein. Das weiß ich. Aber ich habe weder die Kraft sie gehen zu lassen noch es zu ertragen sie zu sehen. Ich knicke immer wieder ein. Nicht wirklich männlich, oder?
Mal wieder ein langer Text von mir. Doch schreiben hilft. Es hilft wirklich. Es geht mir gerade echt ein Stückchen besser. Das wird jetzt meine neue Therapiesitzung
Würde mich gerne weiter mit euch austauschen.
Danke für eure Zeit