Was mich ärgert, ist, daß ich im besten Falle u. das in meinem vorangeschrittenem Alter von 46, im Idealfalle die Rolle der Geliebten zugeschrieben bekomme.
Es ist völlig frustrierend, für manche Männer lediglich nur eine Abwechslung zu sein, ich signalisiere natürlich sehr deutlich, daß ich daran kein Interesse habe.
In meinem Alter wünscht man sich eine tragfähige Partnerschaft, die Rolle der Geliebten ist unwürdig.
Mir ist noch in guter Erinnerung, daß ich an der FH immer die Angebote von Profs hatte, als Geliebte zu fungieren, darauf hatte ich mich niemals eingelassen.
Damals war ich mit 30 noch sehr jung.
Man möchte doch irgendwo innerlich ankommen u. eine innere Heimat finden.
Angesichts der Schwere meiner OP von vor 1 1/2 Wochen ist mir die Endlichkeit des Lebens bewußt geworden u.daß ich keine Zeit mehr verlieren möchte u. froh sein kann, daß es noch eine gutartige Diagnose war.
Ich hatte auch noch Wut auf meinen Expartner.Schwierig finde ich auch die Tatsache, daß ich jetzt endgültig kinderlos bleiben werde.
Die alten Gefühle wg. des Expartners kamen noch hoch u. daß er mich im April 2011 nichtmal nach der ersten OP von der Klinik abgeholt hatte.
Ich hatte mich so schäbig gefühlt.
Mein Prof ist ja ganz lieb, der soll sich aber bloß nichts einbilden, ist auch nicht mehr der Jüngste.
U. postpubertäres Anhimmeln gibt es in meinem Alter nicht mehr, das ist unreif.
Aber ein Kind von Traurigkeit wird der wohl auch nicht gewesen sein, an mich traute der sich damals nicht heran, weil ich ja mit 30 schon Lebenserfahrung hatte.
Trotzdem würde ich ihn trösten, wenn die Frau versterben würde, dafür kennen wir uns schon viel zu lange.