Hola15
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Zitat von Gwenwhyfar:Doch, ich erlaube mir das mal. Weil ich in meiner Ehe viel erlebt habe. Von gröberen Schummeleien bis zum plötzlichen Schocktod. (Er meldete sich nicht mehr). Das ist nicht wirklich besser als ein realer Tod.
Ich habe beides nicht erlebt, aber ich stelle es mir für den Selbstwert deutlich schädigender vor, als wenn der Partner stirbt. Auf der anderen Seite steht, dass man dann sagen kann "der war’s eh nicht wert".
Zitat von Gwenwhyfar:Und da waren Dinge dabei, die ich gern früher gewusst hätte, um mich anders zu verhalten (Fernbeziehung).
Du hättest die Dinge gern früher gewusst um dich anders verhalten zu können. Das versteh ich komplett. Das Problem hier ist ja nur, dass sich die Mutter nicht mehr verhalten kann. Sie kann ihn nicht mehr konfrontieren, sie kann ihn nicht mehr verlassen, sie kann nichts mehr mit ihm klären. Das ist alles Vergangenheit. Sie kann sich höchstens grämen, dass sie es nicht zu seinen Lebzeiten schon wusste.
Zitat von Gwenwhyfar:Ich muss ja nun gerade in Trauer nicht ein Podest anbeten, wenn ich eben doch nur mit einem mittelprächtigen Menschen liiert war.
Das verstehe ich allerdings sehr gut! Ich glaube es kommt ein bisschen drauf an. Idealisiert sie ihn nun für alle Zeit und wendet sich nicht mehr dem Leben zu oder kann sie es als "gute Erfahrung" nehmen und sich optimistisch und voller Vertrauen in die Zukunft und evtl. auch mal eine neue Beziehung begeben?
Wir wissen es nicht.