Brightness2
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ich finde, ihr Kinder seid allein eurer trauernden Mama gegenüber verpflichtet. Sie jetzt mitten in ihrer frischen Trauer mit dem Betrug ihres Partners zu konfrontieren, würde ich vermutlich nicht machen. Es sei denn, sie ahnte schon etwas und der plötzliche Tod lässt sie nicht nur mit Trauer sondern auch mit vielen offenen, quälenden Fragen zurück. Das könnt ihr als Kinder sicher besser einschätzen, in welcher Verfassung eure Mama ist. Den Schmerz würde ich ihr momentan einfach nicht zumuten, wenn es vermeidbar ist. Der Mann, mit dem sie 15 Jahre lang ihr Leben verbracht hat, ist plötzlich nicht mehr da. Da muss nicht zusätzlich noch der Holzhammer auf ihren Kopf niedersausen.
Was lest ihr denn aus dem Schriftverkehr, wie innig die Zweitbeziehung war, seht ihr eine reele Gefahr, dass die AF plötzlich vor eurer Tür steht? Sollte das der Fall sein, würde ich sie tatsächlich anrufen, um sie von dem Tod ihres Affairenmannes zu informieren. Würde sie aber gleichzeitig darum bitten, eure Familie -insbesondere die Mama- in Ruhe zu lassen, ihr mitteilen, dass sie ihre eigene Trauer bitte so lebt, wie auch die Beziehung gelebt wurde. Heimlich. Auch aus Respekt vor dem Verstorbenen, der zwei Jahre lang alle Vorkehrungen getroffen hat, dass die Zweitbeziehung nicht ans Licht der Öffentlichkeit kommt. Aus welchem Grund solltet ihr -die ihr weder zur Affaire noch zu dem Verstorbenen eine innige Verbindung habt- das jetzt ans Tageslicht zerren? Ich sehe keinen Grund, eure Mama jetzt damit zu behelligen. Ihr habt keinen Vertrag mit der AF, eure Mama schon gar nicht. Allerdings würde ich warten, was @Butterblume63 dazu erzählt, wenn ich das richtig verstanden habe, hat ihre Mutter ein ähnliches Szenario heftig umgeworfen (sorry, falls ich das falsch in Erinnerung habe!).
Zitat von DieSeherin:warte auf alle fälle den beitrag von mal ab, weil die ganz konkret erzählen kann, wie es ihrer mutter damals ging... das ist eine sehr vergleichbare geschichte.
👍
Zitat von Iunderstand:Ihr die Chance zu geben unerkannt auf der Beerdigung Abschied nehmen zu können, wäre dann noch die Königslösung an Empathie.
Das wäre tatsächlich die wohl beste Lösung für alle. Ich wäre hier aber tatsächlich skeptisch, es hängt sehr von den Umständen ab. Denn wenn die Mutter in ihrem Schmerz plötzlich einer in Tränen aufgelösten Unbekannten gegenüber steht und sich eins und eins zusammenreimt, bricht das Kartenhaus zusammen. Mir wäre hier meine eigene Mutter eindeutig näher als eine unbekannte Fremde.