Zitat von Malena3:Ich übrigens auch. Aber läuft es nicht immer so? Selbst in einer Ehe?
Weiß ich nicht. Es gibt sie ja, die langjährigen Ehen, wo noch Feuer drin ist. Ich denke aber nicht, dass sie jahrzehntelang so ein Spielchenverhalten (Unsicherheit schüren, Überlegenheit-Unterlegenheit beibehalten) an den Tag legen, das kann man ja gar nicht so lange aufrechterhalten. Da kommt es dann wohl mehr auf die Charaktere an, die gut zusammenpassen.
Und wenn man schon am Anfang soviel unterdrücken muss, seine Gefühle nicht offenlegen mag, überlegen muss, wie man sich möglichst interessant macht, wie soll das denn dann mit euch weitergehen?
Angenommen, du knackst ihn, weil du die Variante "unsicher" spielst, er lässt sich auf eine Affäre ein und ihr habt ein paar schöne S.-Dates: Was kommt dann? Du verliebst dich so gut wie nie, du bist heiß auf ihn, du schmachtest Jahre nach ihm. Und dann knackst du ihn endlich, nachdem dir hier jetzt klar geworden ist, wie du die 10-Minuten-Treffen gestalten willst. Er entscheidet sich eine Affäre mit dir einzugehen, weil ihn die unsichere Variante triggert. Aber dann wird er doch nach einiger Zeit sicher werden. Weil: Wie willst du die Unsicherheit bei ihm aufrecht erhalten? Kannst du sooo gut schauspielern?
Du willst "heil" werden. Wieviele Treffen brauchst du dazu, um von deiner Wunde heil zu werden? Ich gehe mal davon aus, dass du eine längerfristige Affäre anstrebst.
Die andere Variante - - mit Bewunderung sein Ego zu pushen und ihn damit "einzufangen" - - wäre wahrscheinlich die leichtere. Aber willst du einen selbstverliebten Egomanen pushen, um deine Verliebtheit auszuleben? Das turnt doch ab, oder nicht? Also, das fände ich ziemlich enttäuschend, wenn er darauf anspringt.
Das nächste Treffen wird ausschlaggebend. Wenn er sich da oder danach nicht rührt, dann würde ich an deiner Stelle aufgeben oder zum Frontalangriff übergehen, weil dann hast du doch sowieso nichts mehr zu verlieren. Und vielleicht wäre das genau das, was er braucht, um loszulegen.