Zitat von KBR:Stattdessen könntest Du ja auch bei jeder Begegnung wehmütig denken "Hachja, finde ich den toll. Schade, dass es mit uns damals nichts geworden ist." und es damit auf sich beruhen lassen.
Die Entscheidung, ihn vergessen zu wollen, traf ich als wir länger gar keinen Kontakt hatten, und es selbst beruflich keine Überschneidungen gab.
Aber das mit dem "wehmütigen Denken" ist nicht meins. Wenn ich diesen Ansatz hätte, hätte ich es im Leben zu überhaupt gar nichts gebracht. So verdammt vieles hat beim ersten Anlauf nicht geklappt. Wenn ich eines nicht will, dann über was auch immer wehmütig zu denken. Ich kann zum Beispiel jetzt sagen, dass es überhaupt nichts gibt, was ich bereue oder was ich besser nicht gemacht hätte, und das obwohl ich oft hingefallen bin.
Interessanterweise merkt man mir das sogar an. So gut wie alle, mit denen ich mal gearbeitet haben, buchen mich wieder. Mir wurde gesagt, dass ich diese Zuversicht, dass man es irgendwie schaffen wird, ausstrahle.
Natürlich gibt es auch ausweglose Situationen. Also angenommen, er würde hier alles hinschmeißen und zur EF ins Ausland ziehen. Dann würde ich ihn zwar auch nicht mit Gewalt vergessen können. Es würde sich eher langsam ausschleichen...
Aber so wie es jetzt ist, wäre es geradezu idiotisch, zu versuchen in den "wehmütigen Modus" zu schalten. Dass es in seiner Ehe nicht so optimal läuft, weiß ich schon lange. Und was sein Interesse an mir angeht: Vielleicht haben die Frauen hier an jedem Finger 10 attraktive Männer, die ihnen die Welt zu Füßen legen und die Sterne vom Himmel holen und in die sie sich auch noch verlieben könnten. Bei mir ist es nicht so. Und sein Verhalten mir gegenüber war von Anfang an sehr anders als ich es sonst kenne. So sind in dem Kontext z.B. Umarmungen absolut nicht Usus.
Und es gibt auch nicht so viele Männer, die mir offen gesagt haben, dass sie sich vorgestellt hätten, wie eine Affäre mit mir wäre. Ich habe zudem keine männlichen Bekannten, die so ziemlich bei jedem Treffen (außer beim letzten) irgendwelche S.-Themen auf den Tisch bringen etc.
Zitat:Die TE stellt fest, dass er gar nicht soooo toll ist und fragt sich, woran sie drei Jahre ihrer Lebenszeit verschwendet hat.
Warum sollte ich diese drei Jahre meiner Lebenszeit als verschwendet ansehen? Es waren alles in allem 3 nicht einfache, aber doch schöne Jahre. Die Scheidung ist in diese Zeit gefallen und viel Stress mit dem Ex. Aber auch viele tolle Erlebnisse (paar davon mit Dr. Fox), viele neue Freundschaften, mehrere schöne Urlaube, berufliche Erfolge und Niederlagen. Also was ist da bitte verschwendet?