Hier ist ja tatsächlich etwas passiert.
@malena
Ich hatte heute Morgen keine Zeit mehr, aber ich wollte Dir noch schreiben, was mich die ganze Zeit umgetrieben hat.
Es geht um meine Annahme, dass Du überhaupt keinen gesunden Zugang zu Deinen Gefühlen zu haben scheinst. Das hat meistens länger zurück liegende Gründe. Krisensituationen können wir oft nur bewältigen, wenn wir uns von unseren Gefühlen abscheiden. Ich habe das so lange gemacht, bis ich im Burnout gelandet bin und heute nehme ich an, dass es begann, als ich als Kind missbraucht wurde. Bei Dir hat es vielleicht in der Ehe begonnen. Allerdings liegt es möglicherweise aus länger zurück, denn ich fand auch Deine Schilderungen von Deiner Jugend und Deinen ersten Erfahrungen schon recht "klinisch". Ich bin infolgedessen Gefühlen meist mit (vermeintlicher) Logik begegnet. Auf jede Frage oder Kritik hatte ich eine logische und vom Verstand gefasste Antwort parat.
Wie? Ich fühle mich schlecht? Da darf man sich nicht so anstellen, da muss man durch. Das war mein Weg. Was man angefangen hat, bringt man auch zuende, egal wie sinnentleert es zu sein scheint. Auch das war mein Weg. Vernunft beherrscht Gefühle. Da ging mein Weg entlang. Usw usw.
Ich habe, auch familiär geprägt, viele, viele Gefühle nicht ernst genommen und sie schon kaum gezeigt und bin ihnen mit Introvertiertheit, Arbeit oder anderen Dingen begegnet.
Für mich spricht Deine Besessenheit für einen Mann, dem Du mental mal nahe gekommen bist und der anschließend vor langer Zeit mal erklärt hat, dass er keine Affäre oder etwas anderes mit Dir möchte, dafür, dass Du mit dem Gefühl der Ablehnung überhaupt nicht umgehen oder es bewältigen kannst. Du lässt es nicht zu und akzeptierst es nicht. Dein Verstand sucht verzweifelt einen Weg, wie du ihn manipulieren und zu einer Affäre zu bewegen kannst. Das hat überhaupt nichts mit dem Mann an sich zu tun sondern mit Deinem Unvermögen, das Gefühl und die Situation zu akzeptieren, dass Du abgelehnt worden bist.
Nun gut, das wurde schon 100x geschrieben und darum walze ich das nicht weiter aus. Was mich aber nebenbei umtreibt:
Du bist aufgrund Deiner Art nicht mit Samthandschuhen angefasst worden. Du wurdest provoziert, beleidigt und klein geredet. Beim Großteil der User hier gehe ich davon aus, dass sie meistens die wahre Malena herauslocken wollten. Den nur denen, die ihren Kern zeigen, kann auch gut geholfen werden. Du wirkst nicht authentisch. Du wirkst wie eine Hülle, die mit irgendwelchen Weisheiten um sich haut und darüber hinaus keine Gefühle zulässt. Selbst wenn Du über Liebe schreibst, klingt es wie einstudiert.
Ab irgendeinem Punkt beginnt es auch Spaß zu machen, jemanden zu provozieren oder argumentativ zu schlagen, der sich so betont selbstsicher, unanfechtbar und von oben herab gibt. Du warst Dir stets selbst der Mittelpunkt, Niemals hast Du Anteil an anderen oder Beispielen genommen, es sei denn, es ging um Tipps dazu, wie man Männer herum bekommt.Das musst Du auch nicht. Wie Du mit dem Dir geschriebenen umgehst, ist Deine freie Wahl, aber sympathisch wirkt Deine Ich-Bezogenheit nicht. Bei vielen Usern war zu beobachten, dass sie in Deiner Haltung zu Dir schwankten, denn Du verstehst den Bogen zu überspannen und keinerlei Empathie für andere, die sich hier um Dich bemühen, erkennen zu lassen.
Dein Umgang mit den Beleidigungen und Anfeindungen ist für mich der ausschlaggebende Punkt, der mich in meiner Theorie bestätigt. Jemand, der Zugang zu seinen Gefühlen, zu seiner Wut, seiner Trauer usw. hat, hätte das nicht so stoisch über sich ergehen lassen und scheinbar ignorieren können. Doch Du bist Deiner Art treu geblieben und auf Provokationen im Wesentlichen nicht eingegangen.
Erst jetzt fällt die Maske, weil es eben dann vielleicht doch zu viel war (und vermutlich, weil Du merkst, dass Dir die Aufmerksamkeitsfelle weg schwimmen, denn diese scheinen Dir auch immens wichtig zu sein).
Ich denke nicht, dass Deine Anpassungsstörung erfolgreich behandelt wurde, denn das würde bedeuten, dass Du akzeptieren würdest, dass der Doktor Euch nicht als Paar sieht und "nein" gesagt hat. Oft entstehen Therapieerfolge aber auch erst nach Zeitablauf, doch auch das setzt, wie so vieles, voraus, dass man offen ist dafür, es auf sich wirken zu lassen (Antworte jetzt nicht: "Wer sagt, dass ich meine Therapie nicht Revue passieren lasse?"). Du solltest die ganze Thematik rund um einen gesunden Umgang mit Deinen Gefühlen (dazu gehört, sie zu erkennen und benennen zu können) unbedingt noch einmal aufrollen, wenn Du nicht ernsthaft in Depressionen landen möchtest. Tu es für Dich.