Zitat von Gretchen1:Du, das ist kein Gaffen. Ich als Betrogene, die komplett alles verloren habe, z.b. verfolge, warum und mit welcher Empathielosigkeit man/Frau in eine Ehe einbrechen will. Und nein, da klatsche ich keinen Applaus und mein Mitleid hält sich in Grenzen und finde es äußerst respektlos zu sagen, die Ehefrau wäre egal.
Man man, Eure Probleme hätte ich gerne

@gretchen, deine Geschichte habe ich gelesen. Kann dich sehr gut verstehen. Ich habe Ähnliches erlebt, sogar einen Zacken extremer würde ich mal sagen. Die Geschichten sind ziemlich typisch. Und auch die Einstellung bei/Bedürfnisse hinsichtlich S. Denke, dass es sehr vielen Frauen so geht und auch dass sehr viele Männer das nicht nachvollziehen können.
Ich habe mich da auch als armes, betrogenes Opfer gefühlt, wobei meine Enttäuschung sich auf meinen Mann bezog und nicht die Frau(en). Die schulden mir doch rein gar nichts.
Mit etwas Abstand sehe ich meine Rolle am Ganzen aber differenzierter. Die Ehe ist nicht am Fremdgehen gescheitert. Vielleicht hätte sie ohne länger gehalten, aber sie wäre dennoch gescheitert gewesen und wäre am Ende auch zerbrochen oder wäre sehr unglücklich gewesen.
Damals hatten wir auch diverse "Neuanfänge". S. wollte ich oft nicht, denn er war für mich nicht schön, weil ich mich nicht (mehr) fallen lassen konnte, mich dabei schlecht fühlte. Sicherlich auch, weil die ganze Situation schwierig war. Ich hatte damals die Hoffnung, alles würde sich beruhigen, besser werden. Und ich hatte auch die Hoffnung, dass mein Mann irgendwas ändert, dass ich mehr Lust auf ihn habe, vielleicht mehr so wird so wie am Anfang. Auch wir haben es mit Abstand versucht, damit ,mehr schöne Dinge zusammen zu erleben, mehr auszugehen. . . Das half nur sehr kurzfristig, die Probleme (v.a. seine aber auch unsere gemeinsamen) holten uns ein. Und im nachhinein (sowie im Vergleich zu dem, was ich jetzt für Dr. Fox empfinde) kann ich mit Sicherheit sagen, dass er machtlos war. Er hätte die Ehe schon retten können, in dem Sinne, dass sie weitergegangen wäre. Aber ein echtes Liebespaar wären wir nie wieder geworden. Mir war das damals nicht klar (vielleicht habe ich es auch verdrängt), aber ich wollte ihn s. nicht mehr (selbst wenn ich den S. ab und an über mich ergehen liess). Und deswegen ist er fremdgegangen. Ich nehme es ihm nicht mehr übel.