Zitat von Malena3:
Und ginge es ihm darum, dass mein Interesse sein Ego streichelt, hätte er doch vermutlich gerne mehr davon?
Ich habe das Gefühl, dass er sich immer wieder aus dem Moment heraus zu irgendwas hinreißen lässt, es dann später in ruhiger Minute bereut oder entscheidet, dass das nicht sein sollte, und dann beim nächsten Kontakt zurückrudert. So als wäre nichts gewesen. Und dann kommt wieder so ein Moment und er lässt sich wieder hinreißen und das über Jahre.
Es hilft nichts. Was ich auch mache, ich lande wieder (zumindest gedanklich) bei ihm.
Nein. Es kann durchaus sein, dass dein eindeutiges Interesse als solches ihm genügt als Ego-Kick. Er weiß, er könnte dich haben. Möglich, dass ihm das reicht.
Du beschreibst das klassisch-ambivalente Verhalten eines Affären-Mannes. Nur, dass er dieses Verhalten bereits zeigt, bevor die Affäre begonnen hat.
DU wiederum scheinst zu glauben, dass diese für dich verständlicherweise unerträgliche Ambivalenz besser wird, sobald er die magische Grenze (S3x mit dir) überschritten hat.
Du willst den Erfahrungsberichten der Leute hier einfach nicht glauben.
Es wird jedoch höchstwahrscheinlich so sein: Seine Ambivalenz wird NICHT besser. Und dann beginnt dein Leiden erst so richtig, wenn du viel körperliche Nähe zu ihm hattest und er sein Rückzugsspielchen dann erneut spielt.
Die emotionale Einbindung ist doch jetzt schon katastrophal verteilt. Du kommst seit Jahren gedanklich nicht von ihm los. Auf Biegen und Brechen nicht. Obwohl noch gar nicht viel lief.
Pinies 70/30 Verteilung der emotionalen Einbindung können wir also in dem Fall mal locker zu 90/10 zu deinen Ungunsten korrigieren. Und das BEVOR die Affäre überhaupt losging. BEVOR du Gelegenheit hattest, dein Oxytozin auszustoßen.
Warum willst du einfach nicht verstehen, dass du in der Nummer in deinem Zustand nur verlieren kannst?
Du hängst doch jetzt schon viel zu tief drin (im Vergleich zu ihm).
Und statt zu rennen, so weit und schnell du kannst, siehst du dein Heil darin, dich noch tiefer in den Sumpf zu begeben.
In der kindlich-magischen Hoffnung, dann würde alles gut werden.
Du willst das nicht sehen oder du kannst das nicht sehen.
Dein Pech und großes Dilemma ist, dass du deinen Plan, vollends in den Sumpf zu rennen, auch nicht ausführen kannst, weil er da nicht mitspielt.
Du hast dich also komplett ausgeliefert. Alle Trümpfe sind bei ihm. Du hast keinen einzigen. Du bist zum Leiden, Hoffen, Sehnen und zur Untätigkeit verdammt. Du hängst gnadenlos fest. Machst du dir das zumindest klar?