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wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

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10 Minuten unter 4 Augen - bitte um Tipps

K
Zitat von Malena3:
@Kaetzchen

Genau das meine ich. Ich weigere mich nicht hartnäckig. Ich habe nur wirklich keine Ahnung. Was meinst du? Was genau soll denn unter dieser Oberfläche sein?


Schau mal, Du behauptest hartnäckig, es sei alles toll und in Ordnung in Deinem Leben. Und im gleichen Atemzug sagst Du, dass Du seit 1,5 Jahren wegen einer narzisstischen Kränkung einem Mann gedanklich und emotional nachhängst, der Dir einen Korb gegeben hat. Nun ist Deine (oberflächliche) Lösung des Konflikts - ich bring ihn dazu, sich doch noch für mich zu interessieren, dann löst sich die narzisstische Kränkung und mein Liebeskummer und alles wird wieder gut.

Und genau das wird eben leider nicht passieren, egal ob der Doc sich nun von seiner Frau trennt oder nicht, denn wenn Du "die Eine" für ihn wärest, dann hätte er sich ganz anders verhalten in der Zeit. Es wird also Dein (vordergründiges) Problem nicht lösen, wenn Du ihn jetzt doch noch irgendwie rumkriegst, es wird es nur drastisch verschlimmern. Das haben hier einige versucht, Dir zu erklären, aber Du wolltest es nicht sehen. Weil Du Dich weigerst die tatsächlichen Gründe für Deine Besessenheit anzuschauen. Die Erkenntnis könnte Dir aber helfen, von der fixen Idee abzulassen und wieder klar zu werden. Auch ohne den Doc. Und dann irgendwann auch wieder andere Männer attraktiv und anziehend zu finden, selbst wenn Dir das bisher selten passiert ist im Leben (auch das hat ja Gründe, die herauszufinden spannend ist und sich lohnen kann).

Und ich hab noch einen Buchtipp für Dich: "Die Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann" zwinkern

x 3 #3091


M
@Gretchen

An Baustellen ist nichts prinzipiell schlimm. Aber für mich haben hier einige die schlimmsten Prognose. Hat mich einfach neugierig gemacht.

Ich weiß übrigens ziemlich gut, woher meine Einstellungen so kommen. Liegt teils an dem, was ich in meiner Herkunfsfamilie erlebt habe, teils an der Literatur, die ich in jungen Jahren gelesen habe, teils an den Erlebnissen. Sicher wie bei vielen anderen. Das hat mich halt so gemacht, wie ich bin. Eben mit paar Baustellen, die ich erkenne und an denen ich arbeite. Hier haben einige aber noch viel größere Baustellen entdeckt. Ich wollte nur nachfragen, welche das sind.

#3092


A


10 Minuten unter 4 Augen - bitte um Tipps

x 3


M
Zitat von Pinie:

Wenn dir eine Freundin das so sagen würde, eine Frau, die du objektiv gesehen als attraktiv bezeichnen würdest...
Würdest du ihr eine gesunde erwachsene Selbstwahrnehmung attestieren?
Würdest du ihr sagen, ja, der Doc ist die Rettung?


Für sie in dem Moment vielleicht ja. Ich würde auch nicht sagen, dass der Doc nun "die Rettung" sei, aber in dem Moment hat er mir dieses Bewusstsein gegeben, dass ich nicht mehr hatte.

#3093


M
Zitat von Kaetzchen:
Schau mal, Du behauptest hartnäckig, es sei alles toll und in Ordnung in Deinem Leben. Und im gleichen Atemzug sagst Du, dass Du seit 1,5 Jahren wegen einer narzisstischen Kränkung einem Mann gedanklich und emotional nachhängst, der Dir einen Korb gegeben hat.


Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum das Gespräch nicht klappt. Ich habe das an keiner Stelle geschrieben. Du interpretierst nur das, was ich geschrieben habe so.

Ich hänge diesem Mann nicht wegen der narzisstischen Kränkung nach. Es gibt sicher noch viele, viele Millionen Männer, die mir einen Korb geben würden, weil ich nicht ihr Typ bin. Damit habe ich kein Problem. Und hätte mir der Doc damals gesagt: "Äh, sorry, da müssen wir uns arg missverstanden haben, du bist leider nicht mein Typ/ich liebe meine Frau über alles/du hast sie nicht mehr alle", wäre die Sache für mich damit gegessen gewesen.

Ich hänge ihm nach, weil ich das was ich mit ihm erlebt habe (in den ersten 1,5 Jahren) mit keinem anderen erlebt habe. Und auch weil er mir immer wieder Signale gab, die ich als Interesse interpretierte und so weiter hoffte. Als Beispiel: Als er mir nach den 10 Minuten die SMS schrieb, war ich nicht die einzige hier, die dachte, dass das was zu bedeuten hat, nicht? Und dann - wieder Funkstille.


Danke für den Lesetipp zwinkern

#3094


P
kurzer Textauszug vom Verband freier Psychotherapeuten zum Verständnis
Thema : narzisstische-kraenkung-bei-machtverlust

In Abgrenzung zur narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist die narzisstische Kränkung eine normale Reaktion auf eine als unnormal erlebte Situation. Problematisch ist nicht das Kränkungserleben an sich, sondern die oft inadäquaten Bewältigungsmechanismen im Anschluss. Hier greifen nämlich in aller Regel Reaktionsweisen, die durch den narzisstischen Anteil in uns gespeist werden. Dieser Teil wird vorübergehend zum Hauptdarsteller auf der inneren Bühne und macht großes Theater. Warum? Dafür müssen wir tiefer in die Wirk-Kiste des Narzissmus einsteigen.

Jeder Mensch hat das tiefe Bedürfnis nach Anerkennung, Gesehen werden, Aufmerksamkeit und Autonomie. Das sind ganz normale soziale Bedürfnisse und deren Erfüllung oder Nichterfüllung leisten einen entscheidenden Beitrag zum Selbstbild. Unser Ich braucht ein Mindestmaß an Achtung und Wertschätzung, damit wir uns selbst bejahen und lieben können. Wird ihm dieses Mindestmaß vorenthalten, in aller Regel durch enge Bezugspersonen, können daraus starke Akzentuierungen der Persönlichkeit entstehen, von der depressiven bis zur narzisstischen Persönlichkeit. Insofern gibt es durchaus einen gesunden Grad an Narzissmus, der für unser Selbstbewusstsein sorgt und uns innerlich stark macht. Funktionale narzisstische Reaktionen können damit einen wichtigen Beitrag zur Resilienz leisten.

Im Falle einer narzisstischen Kränkung wird der narzisstische Persönlichkeitsanteil vorübergehend überbetont und somit zum Samurai. Die hilfreichen narzisstischen Wirkungen gehen verloren. Was sich stattdessen äußert, sind die charakteristischen und problematischen Eigenschaften des Narzissmus, die keine Begrenzung mehr erfahren: Aus der Selbstliebe wird die Unfähigkeit, sich selbst oder andere zu lieben. Daraus resultiert ein erheblicher Empathiemangel. Die Selbstakzeptanz mutiert zur Abhängigkeit von der Bestätigung durch andere. Die Abhängigkeit von Bewunderung und Aufmerksamkeit, der Anspruch auf die eigene Makellosigkeit löst Verhaltensweisen aus, die in Teilen tatsächlich den Entzugserscheinungen bei Substanzabhängigkeiten nahekommen. Statt zu deeskalieren wird aufgerüstet: Drohungen, Erniedrigungen oder Kontaktabbruch können die Folge sein. Die Überbetonung der narzisstischen Bedürfnisse führt dauerhaft zu Beziehungsstörungen, nicht selten enden sie in Stellungskriegen.

x 3 #3095


M
@PhönixFlamme
Ok. Und im Klartext auf mich bezogen?

Wenn ich mich durch was gekränkt fühle, dann ist es nicht der Korb an sich. Eher dadurch wie einiges gelaufen ist. Aber selbst da. . . Ich denke letztlich nicht, dass das in der Absicht passierte, mir zu schaden. Davon hätte er schlichtweg nichts. Daher besteht da kein Grund zum Gekränktsein.

Und im Übrigen: die Mobber habe ich nach dem Abi nie wieder gesehen. Meinen Ex sehe ich schon oft, aber weder will ich mich an ihm "rächen", noch es ihm "irgendwie zeigen". Warum ist es undenkbar, dass ich an dem Mann hänge, weil ich mir ihm schlichtweg was erlebt habe, was ich sonst nicht kannte, und nicht weil ich gekränkt bin?

Prinzipiell ist das ein interessanter Text. Wobei ich mich frage, wo man da die Grenze ziehen will?

"Jeder Mensch hat das tiefe Bedürfnis nach Anerkennung, Gesehen werden, Aufmerksamkeit und Autonomie." vs. "Die Selbstakzeptanz mutiert zur Abhängigkeit von der Bestätigung durch andere."

Also wenn jeder Mensch das tiefe Bedürfnis nach Anerkennung hat, dann ist das keine Selbstakzeptanz, sondern eben Bedürfnis nach Anerkennung durch andere. Wie grenzt man das von "Abhängigkeit von der Bestätigung durch andere" ab?

#3096


Pinie
Zitat von Malena3:
@Pinie

Weißt du, ich taktiere schon so viel im Berufsleben, da möchte ich das im Privaten auf ein Minimum beschränken. Es ist schon anstrengend genug sich für Dr. Fox irgendwelche Strategien zu überlegen, da möchte ich das in einem anonymen Forum erst Recht nicht. Wozu denn? Wem will ich hier was beweisen? Das ist nicht mein Lebensinhalt. Und ja, ich war hier wirklich authentisch.

Und natürlich gibt es Gründe, warum meine Ehe gescheitert ist. Viele unterschiedliche Gründe. Wie bei allen anderen, deren Ehen/Beziehungen scheitern. Und natürlich liegen dem auch Muster (meine und nicht meine) zugrunde, die mir teils bewusst sind. Sofern möglich ändere ich sie. .


Ein Stück weit ist richtig, offene Flanken werden Schwachstellen bleiben. Diese können zumindest erkannt und besser geschützt werden.

Zu den verdammten Elogen auf "Authentizität", da bist du ja kein Spezialfall, das führen ganz viele Menschen wie ein Glaubensbekenntnis vor sich her, Therapiegläubigkeit ist das nächste.
Ganz ehrliche Meinung: Das ist übelster *beep*.
Mit einem bisschen weniger gefühlsschwangerer Authentizität und etwas mehr gesunder Integration meiner linken Hirnhälfte ins Geschehen wäre mir nicht nur Ex-Am, sondern einiges andere erspart geblieben im Liebesleben.

Was nun ist das schlimme daran, eine Strategie zu fahren?
Ahja, es ist unauthentisch, also Teufelswerk. Warum eigentlich, weil dich deine (meine, Kaetzchens etc) Authentizität so richtig weit nach vorn brachten auf den Schlachtfeldern der Liebe. Oh, wait.
Wo sind wir hier nochmal unterwegs? Ahja.

Eine halbwegs gelungene Verhaltenstherapie wird einen stets dazu anhalten, neues Verhalten mit einem gestärkten Ich zu erproben.
Leider kommt dieser Teil häufig zu kurz, bzw. Depressive bekommen den Tipp sich zu bewegen und werden ermutigt "Nein lass mal" zu wagen.
Das ist recht weit weg von der Basis zwischenmenschlicher Kommunikation.
Deshalb habe ich -etwas übergriffig, aber wie sonst tun?- deine Behauptungsstrategien in der Kommunukation hier im Forum unter die Lupe genommen.
Du magst es für trivial halten, doch mit der -pardon- fehlgehenden Idee, der Doc müsse deine Selbstwahrnehmung durch finale Errettung stärken nimmst du für jeden der sehen kann (sowie jeden der eigene große Baustellen hat zumindest unbewusst wahrnehmbar) eine ziemlich wackelige Position im Gefüge ein. Hier im Forum und 2 Mal in dem anderen Forum wurdest du dafür mal sachlich, mal wenig freundlich auseinandergenommen.

Dann kann man erkennen, wie du mit unterschiedlichen Verteidigungsstrategien dich immer weiter in die unterste Position bringst. Antipathien sammelst und vielfach auf Leute anziehend wirkst, die dich noch weiter runterbringen wollen, aus Selbstzweck.

Also bist du mit Authentizität jetzt wie weit gekommen?
1 beknackte Ehe mit einem Voll.a.r.s.c.h, 1 gescheiterter Affärenversuch, abgesagt wurde dir auf den letzten Drücker, 3 Mal im Forum auf Grundeis bei drei.

Es wird, liebe Malena, niemand dir je einen Blumenpott vermachen für deine Authentizität, sofern du darauf beharrst, weiter diesen untauglichen Kommunikationsstil zu fahren.
Im Job smusst du dich strategisch verhalten und hast Erfolge damit. Kannst du dich über diese freuen? Fällt dir so eine Strategie zunehmend leichter, hast du dann das Gefühl, das wird jetzt mehr "meins"?
So ist es dir auch ergangen, als du mit dem Doc die 1o Minuten hattest. Ja, das ist erstmal alles anstrengend und nein, die alte, für _dich_ liebenswerte und -mit Verlaub- bissel verrückte Malena wird nie ausgelöscht werden.
Sie lernt halt ein paar Dinge nach. Beispielsweise, wie man sich gegenüber geschützter einem Mann gegenüber verhält, der schon vorab ein Warnschild am Ringfinger trägt, was potzblitz auf diesen attraktiver wirkt.
Malena, die weibliche Zurückhaltung, das ist ein Bio-Programm, das bei dir (mir, kaetzchen (?) anderen hier) teilweise wohl Defekte erlitten hat auf dem Lebensweg.
Andernfalls ist zumindest unerklärlich, wie man eines Tages mit stalkendem (?) Kindsvater dasteht. (Übrigens, dein Exmann ist kein Massstab für Verhaltensänderung, kurzfristig bündelt der sicher sehr schnell Macht in seinen Beziehungen, davon wird er nie lassen, egal ob mittelfristig alles an die Wand geht).
Was also bedeutet "authentisch"?
Ich erinnere mich an deinen Satz über den Doc "Ihn muss man wohl jagen lassen". Alle Männer musst du jagen lassen, deinen Selbstwert schützen, das hält deinen Wert auch in ihren Augen hoch.
Diese Behauptung des eigenen Platzes, des eigenen Ranges in einer Gruppe, gegenüber einem Mann, das ist in jedem Menschen angelegt. Bei manchen wird es durch untaugliche Bezugspersonen im Kindesalter überschrieben mit irgendeinem S.hit, der sich im weiteren Leben als völlig untauglich erweist.
"Sei lieb und du wirst geliebt werden" ist z.B. definitiv für die Tonne. "Glaube an liebe Worte" kann mit in den Müll.
Über Nähe/Distanz und Bedürftigkeit regeln sich zwischenmenschliche Beziehungen.

Ich wünsche dir wirklich, ein paar neue Kommunikationstools zu erproben und zu deinen eigenen zu machen, danach steht man psychisch etwas gesünder als vorher da. Wenig mehr kann so ein Forum einem hier bringen neben abstrakten Einsichten, spfern man diese an sich heran lassen kann. ja oder noch ein paar Runden irgendwo mit deiner Problematik wie ne Flipperkugel rein, überall mal andengeln und wie ne Flipperkugel wieder raus.

Es ist eine Wahl.

x 2 #3097


Ricky
Zitat von Malena3:
Ich habe mir jetzt doch echt nochmal die Mühe gemacht, mich zu registierten, weil man hier als Gast nicht mitschreiben kann. Ich habe nicht mehr vor hier über die 10 Minuten oder Dr. Fox zu schreiben. Ich möchte aber gern etwas klarstellen bzw. noch einige Sachen genauer wissen.
Abgemeldet habe ich mich, weil alles, was ich hier geschrieben habe ständig von verschiedenen Leuten auseinandergepfückt wurde, sodass kein Gespräch möglich war.


Es war aber auch u.a. kein Gespräch möglich, weil Du jedweden Versuch, der in eine Richtung ging (und das nicht mal von mir, sondern von diversen NutzerInnen hier), die Dir nicht gefiel, sofort mit absolutem Negieren und Abschmettern behandelt wurde.

Zitat:
1. Ich habe vor paar Wochen tatsächlich mit Ricky geschrieben und habe diese Unterhaltung beendet, weil ich ihn in der Tat nicht verstehe. Mein Eindruck (übrigens auch ausgehend von den anderen Threads) ist, dass er überall die gleichen Parolen zum besten gibt. Überall wird über "Gören" geschimpft oder über Leute, die "wie Kinder" mit dem Fuß stampfen. Und am schlimmsten sind die "starken Frauen". Sei's drum. Ich habe keine Ahnung, welche "Baustellen" er meint. Das einzige, was ich ihm geschrieben habe, was damals nicht im Forum war, war die Sache mit dem Mobbing.


In dem Punkt, dass Du mich nicht versteht, gehen wir mittlerweile d'accord. Offenbar hast Du aber auch Probleme damit diverse Andere hier nicht zu verstehen. Dass ich überall dieselben "Parolen" von mir geben würde, stimmt sicherlich nur bedingt, aber leider liegt es in einem Trennungsforum nunmal in der Natur der Sache, dass die Egos erstmal angegriffen sind. Und klar - und witzigerweise bin ich da nicht alleine - bescheinige ich dann denjenigen, die der Meinung sind, "aber er/sie muss mich doch lieben" erstmal die "bockige Kleinkindhaltung", weil sie das ja auch ist. Wenn die Leute das erstmal realisieren, dann ist es viel leichter über die Nummer hinweg zu kommen. Das haben viele Menschen und auch ich hatte die mal in meinem Leben. Wer da nie durchgegangen ist, ist vermutlich Jesus oder sowas... Ich weiß nicht, ob ich das Wort "Baustelle" irgendwo benutzt habe, ich sprach eher von "Problem". Du siehst Deine Situation nicht als Problem, findest all das was Du tust, wie Du Dich gibst vollkommen normal? Gut, dann "Okay", ist in Ordnung... aber verlang doch bitte nicht, dass alle das auch so sehen müssen.

Zitat:
2. Meine angebliche "Schuld" am Mobbing: Ich war 13, neu auf dem Gymnasium, völlig überfordert. Es kam zum Mobbing, weil mich der Klassenlehrer vor der Elternversammlung gelobt hatte ("kann kaum Deutsch, aber ist gut in Mathe und Französisch"). Einige Eltern, die mit den Leistungen ihrer Kinder unzufrieden waren, trugen das wohl nach Hause weiter. Es begann damit, dass zwei Mädchen das Gerücht verbreiteten, ich hätte Läuse. Eine davon sagte es ihren Elten, die schrieben einen Brief an die Klassenlehrerin, man möge mich bloß weit weg setzten. Ich ging am gleichen Tag zum Arzt und hatte keine Läuse. Mein Attest interessierte meine Mitschüler und die 3 anderen Parallelklassen, die ebenfalls informiert wurden, nicht. Ich versuchte mit den "Anführern" zu reden. Sie zu fragen, was los war, was ich getan hätte. Es kam: "Was sagst du da? Oh, schade, wir hätten gern mit dir gesprochen. Leider verstehen wird dein Deutsch nicht." Voilà.
Ach ja, und es war in den 90er Jahren in Ostdeutschland, wo Glatzköpfe mehr oder weniger zum Stadtbild gehörten und nicht wenige ihr Gedankengut teilten.


Deine "Schuld", die Du jetzt hier proklamierst, hat niemand als solche benannt. Es schickt sich einfach nur nicht, die Leute hier im Forum mit diesen gleichzusetzen, weil es Dich offenbar triggert, wenn Personen Dir entweder die Meinung sagen oder mal Dinge ansprechen, die Dir offenbar nicht passen. Niemand hat Dich hier aufgefordert: Erzähl uns bitte alles, v.a. wenn es für Dich zu persönlich ist. Totaler Quatsch ist das. Es geht darum, wie Du Dich HIER in DIESEM FORUM gebärdest, nicht bei Dir zu Hause, nicht auf Deiner Arbeit und nicht in Deiner ehemaligen Schule... NUR HIER. Und genau DAS wurde auch bewertet. Nicht mehr und nicht weniger. Es gab diverse Personen hier, die Dich darauf hingewiesen haben. Und anstatt dass Du es nochmal nachliest, evtl. mal einlenkst und erkennst: "Okay, vielleicht ist das ein Vergleich gewesen der hinkt", gehst Du theatralisch mit einem "Ich bin die Böse", "Ich verstehe euch alle nicht" usw. und meldest Dich ab... und jetzt offenbar wieder an, weil... das weißt wohl nur Du selbst.

Zitat:
3. Wie kommt man (z. B. @ema) auf die Idee, ich sei derart sozial inkompetent, dass ich das Forum hier nutzen könnte/sollte, um Sozialkontakte zu üben? Ja, wie so viele wurde ich in der Kindheit gemobbt und hatte eben eine unglückliche Ehe. So what? Ich habe eine großen Freundeskreis (mit dem ich eben nicht für das Dr. Fox-Thema reden will, weil es zu intim ist) und einen Job, in dem es maßgeblich auf Sozialkompetenz ankommt. Mir schlägt nicht überall kalter Wind entgegen. Nur behalte ich die Dr. Fox-Sache natürlich für mich und bin auch sonst angepasster.


Mir wäre hier nicht aufgefallen, dass sie das so gesagt hätte, aber zumindest in einigen Bereichen, gerade was Beziehungen angeht, bist Du sehr wahrscheinlich und laut DEINER EIGENEN Aussage nicht wirklich fit in diesen Dingen. Du ziehst daraus zwar Trugschlüsse, aber das wäre erstmal irrelevant, weil man auch daraus lernen kann/könnte. Du ziehst den Trugschluss, dass wenn Du Dich vor Verehrern wie andere Damen hier Dich nicht retten konntest, strahlst Du wohl nichts aus. Nachdem Dir das widerlegt wurde, keine Ahnung, ob das jetzt @Kaetzchen war oder wer auch immer, das u.a. dein Ehering oder Deine Ehe per se abschreckend gewesen sein könnten (Als Tipp: Es gibt da, auch wenn man es anhand dieses Forums nicht glauben mag - das hier ist ein Labor, das so ziemlich viele emotional verletzte Personen beherbergt - genug Männer und Frauen, die das total abschreckt und die auch keinen Fuß auf den "heiligen Boden der Ehe" legen. Wie gesagt, hier wird gern andere postuliert.), kam wieder eher das: "Versteh ich nicht".

Zitat:
4. So, und die Frage die ich eigentlich habe ist die: Wenn man einige hier liest, könnte man meinen, ich sei nicht lebensfähig, hätte fürchterliche Baustellen, wäre besonders gefährdert, Suizid zu begehen, falls mit Dr. Fox nun doch was liefe. Mit meinem "Immunsystem" stimme was nicht etc. Könntet ihr bitte Klartext reden? Ich bin einfach neugierig.
Ich bin kein Einsiedler, habe einen Job, in dem mir einiges zugetraut wird, mein Kind erziehe ich wohl auch nicht so schlecht (wenn ich es mir so ansehe), ich bin von keinen Sozialleistungen abhängig und habe ein Netzwerk auf das ich zurückreifen kann, wenn ich Hilfe brauche. Habe sehr wenige gute Freunde und viele Bekannte. Und ich war vor einer Weile bei einer Psychiaterin, weil ich eine "Anpassungsstörung" hatte, die im Zusammehang mit der Dr. Fox-Sache stand und natürlich auch meiner Scheidung und weil ich mich überarbeitet hatte. Passiert. Es war sehr schwierig, einen Termin zu bekommen, so überlaufen ist da alles. Es gab eine Gesprächstherapie, eine Mini-Dosis eines Medikaments für paar Monate und die Diagnose: Anpassungsstörung, sonst nichts.



Wer Dir hier einen baldigen Suizid unterstellt hat, weiß ich nicht, habe ich bei 3.100 Posts eventuell überlesen. Man möge es mir nachsehen. Ich sprach von einem Nervenzusammenbruch, weil Du Dir selbst damit zu viel Stress machen könntest. Würde es Dich nicht wirklich beschäftigen, wärst Du vermutlich gar nicht hier, schon gar nicht so getriggert, dass Du Dich wieder anmelden musstest.
Es geht schlicht und ergreifend darum, dass Du bereits eine "Anpassungsstörung" hattest. "Anpassungsstörungen" gehen meist von Stressoren aus, weshalb es jetzt nicht so weit hergeholt ist, dass Du irgendwann in exakt derselben Misere stecken könntest, in der Du bereits gesteckt hast. Wenn also Dr. Fox ein "mitauslösendes Moment" dieser "Anpassungsstörung" ist, wäre es eventuell sinniger ihn direkt zu meiden. Das tust Du aber nicht. Stattdessen gibst Du Dich Momenten hin, die auf - ja, auf eben Küssen, einem abgesagten Date und Deinem Hang zu Erfolg fußen. Warum Du den Erfolgsdruck hast? Das wäre in einer Therapie halt erörterbar. Deshalb riet ich schon mehrfach dazu. Hier können die Leute bestenfalls vermuten, werden dann von anderen Nutzern als "Hobbypsychologen" benannt und sagen halt ihre Meinung. vielleicht hast Du diesen Druck ja aus Deiner Kindheit, weil der Erfolg in Dingen, Dir eben die Sicherheit gab, die Du sonst in sozialer Interaktion nicht bekommen hast, ob nun aufgrund von hohlen Glatzköpfen oder wem auch immer, sei mal dahingestellt. Ich befürchte manchmal, dass sich das ein wenig bei Dir verselbstständigt hat, deshalb siehst Du in so vielen Dingen sofort einen Angriff, sobald es nicht nach Deinem Gusto geht. Sagt Dir also jemand, dass Du das mal lieber sein lassen solltest, Dir nicht wegen ein paar Knutschereien und einem abgesagten Sex-Date (ist halt auch ne recht klare Aussage des Kerls) so heftig nen Kopf machen solltest, sodass Dich diese Spielerei anderthalb oder noch mehr Jahre verfolgt (welcher Mensch ist denn dieses Gedankenwirrwarr und diesen Schmerz Wert? Zumal da offensichtlich das Bild des "heiligen Petrus Fox" sowieso schon arg bröckelt), entgegnest Du diesen, es sei halt wie es sei, Du würdest nur durch ihn so empfinden und generell sollten alle Dich dafür nicht verurteilen. Als ich besagte, vor etlichen Seiten, dass es sich offenbar um einen "fe." handle, da war dann erstmal alles gut. Du hast mit einigen Nutzerinnen rumgefeixt, dass sie sich auch nur Sex mit einem erfolgreicheren Mann vorstellen könnten. Der Einwurf anderer - meist weiblicher - Nutzer, man sollte nicht daran einen Menschen messen, habe ich dann, so wie Du auch, schleifen lassen, weil... you don't mess with s.ual fetish. Whatever gets your clock ticking... DOCH dann hat sich eben aufgetan, dass es darum scheinbar doch gar nicht geht, sondern eher darum, dass da - was auch immer - aus Deiner Vergangenheit immer noch Dinge in Dein heutiges Selbst hinein spielen. Und da sind wir dann beim Punkt "wie viel freie Entscheidung hat ein Mensch, wenn er so und so sozialisiert wurde"? Da hat dann @Gretchen mal angefragt, ob Du stets zu Deinem Vater aufsiehst oder was Dich daran eigentlich so reizt. Die Antwort darauf kennst Du offenbar selbst nicht. NIEMAND hat da verlangt: Erklär es uns Malena, sondern lediglich gesagt: versuch das doch mal zu analysieren. Keine Ahnung, warum Du das dann so ätzend findest? vielleicht weil Du es Dir nicht selbst erarbeitet hast? Weil es Dich nervt, wenn andere Dich auf Etwas hinweisen und es Dich ärgert, dass Du das nicht selbst erkennst? Ich hab keine Ahnung, warum es Dich so auffrisst. Stattdessen kommst Du dann wieder mit Deinem Errungenschaften (mehr als nur einmal): Ich hab die beste Note. Den Glatzen eins ausgewischt. Ich hab meine Kiddies gut erzogen. Ich hab viele Bekannte, wenige Freunde (hat übrigens jeder, weil Freundschaften immer zeitintensiv sind und deshalb nur ein gewisses Kontingent an Freundschaften überhaupt - allein zeitlich - machbar sind) und und und... das ist doch schön für Dich. Niemand spricht Dir das ab. Warum auch? Und nieman hat hier gesagt:

Zitat:
Was ist nun an mir so fürchterlich instabil, krankhaft etc.? Ich wüsste es gerne. Bitte verratet es mir @ema, @phönixflamme, @Ricky und alle anderen, die sich da berufen fühlen.


Du wärst instabiler als andere Nutzer im Forum. So besonders bist Du nicht. Sorry... ich sage das auch Kerlen hier, die geschieden sind und ihren Frauen alles in die Schuhe schieben wollen, aber dafür die Kinder instrumentalisieren. Ich sage das auch Mädels, die glauben sie hätten ein Anrecht auf ihren Affärenmann. Ich sage das auch den Mädels und Jungs, die sich in eine Liebschaft von 5 Monaten verrennen und glauben es sei irgendeine komisch geartete Form von "Schicksal". Du kannst mich gerne sch. finden, mich als "Satan" zu Deinem Gott sehen oder sonst nen Firlefang, meinetwegen der nervige kleine Glitsch in Deinem Ohr, aber BITTE tu nicht so, als wäre ich das für andere nicht. Der einzige Punkt, den ich bei Dir als anstrengender finde als bei anderen, ist, dass Du so tust, als hättest Du alle Bälle in der Luft... und das hast Du offenbar nicht. DU WÄRST SONST NICHT HIER!

Und genau deshalb sagen eben diverse, es sei unauthentisch, es funktioniert so nicht. Wenn Dir hier jetzt also andere Mädels raten in bester New Kids on the Block Manier "Step by Step", Du dann an Deine Affäre kommst und dann wieder (nach bereits gestellter inkl. medikamentös begleitetet Diagnose "Anpassungsstörung") in eben diese Problematik reinrutschst, in der Du dann wieder nur "funktionierst" um Deiner Kinder Willen, dann sorry, bin ich einfach nicht der Auffassung man sollte Dir hier Tips dafür geben, wie Du da hin kommst, denn die Gefahr (und ich bin kein Freund von Bewahrpädagogik, jedoch ist es hier ja schon so weit gewesen) ist dabei einfach zu groß. DESHALB spreche ich von Ursachenbekämpfung und nicht Bekämpfung von Symptomen. Und wenn Du der Meinung bist, dass Du das jetzt alles nicht mehr brauchst, weil das hast Du alles hinter Dir, dann nochmal: Warum schreibst Du dann überhaupt hier? Dir sind peinliche Situationen vor ihm zuwider. Das schreibst Du in Deinem Ausgangsposting, das zeigt in dem Moment doch wo Dein Problem liegt, in einer Form von - Sorry - "Arroganz", dass Du nicht damit umgehen kannst, wenn jemand in einer stärkeren Position sitzt. Das trifft Dich. Ärgert Dich vielleicht sogar. vielleicht findest Du es sogar toll, dass der Mann, der vorher in der starken Position war, jetzt langsam absinkt. Und genau diese Dinge, sind so "Red Flags", die einfach ungesund sind.

Und dass Du Dich jetzt wieder angemeldet hast, spricht doch auch eindeutig dafür, dass Du die Dinge eben nicht so stehen lassen kannst, weil es Dich nämlich triggert, ärgert usw. Und DAS wäre doch mal ein Punkt, an dem Du ansetzen könntest. Mal analysieren, warum dem so ist. Aber jetzt hab ich Dich ja darauf gestoßen, also geht das vermutlich nicht... oder so...

x 3 #3098


Ricky
Zitat von Malena3:
@PhönixFlamme
Ok. Und im Klartext auf mich bezogen?

Wenn ich mich durch was gekränkt fühle, dann ist es nicht der Korb an sich. Eher dadurch wie einiges gelaufen ist. Aber selbst da. . . Ich denke letztlich nicht, dass das in der Absicht passierte, mir zu schaden. Davon hätte er schlichtweg nichts. Daher besteht da kein Grund zum Gekränktsein.


Und dennoch fühlst Du Dich gekränkt, weil Du es als eine Form von "Versagen" ansiehst.

Zitat:
Und im Übrigen: die Mobber habe ich nach dem Abi nie wieder gesehen. Meinen Ex sehe ich schon oft, aber weder will ich mich an ihm "rächen", noch es ihm "irgendwie zeigen". Warum ist es undenkbar, dass ich an dem Mann hänge, weil ich mir ihm schlichtweg was erlebt habe, was ich sonst nicht kannte, und nicht weil ich gekränkt bin?


Da gibt es auch keinen Grund mehr. Die Mobber sind 1. weg, 2. hast Du denen laut eigener Aussage bereits "eins ausgewischt".
An deinem Ex musst Du Dich nicht rächen, weil Du den in keiner Weise mehr auf Deiner Ebene siehst. Den siehst Du als Verlierer aus eurer Geschichte. Du stellst Dich klar über ihn. Warum also es jemandem "zeigen", den man längst überholt hat?
Ich hatte zu Deiner Romanze ja bereits eine ganz andere Sichtweise aufgebrochen, dass es eher darum ging, durch ihn beflügelt worden zu sein. Dennoch hat er Dich verletzt, indem er nicht auf Dich eingegangen ist. Jetzt bricht er auseinander und das scheinst Du gar nicht so schlecht zu finden, er wird jetzt ja erreichbarer und sitzt nicht mehr auf dem Gottesthron. Willst Du den Gottesthron?

Zitat:
Prinzipiell ist das ein interessanter Text. Wobei ich mich frage, wo man da die Grenze ziehen will?

"Jeder Mensch hat das tiefe Bedürfnis nach Anerkennung, Gesehen werden, Aufmerksamkeit und Autonomie." vs. "Die Selbstakzeptanz mutiert zur Abhängigkeit von der Bestätigung durch andere."

Also wenn jeder Mensch das tiefe Bedürfnis nach Anerkennung hat, dann ist das keine Selbstakzeptanz, sondern eben Bedürfnis nach Anerkennung durch andere. Wie grenzt man das von "Abhängigkeit von der Bestätigung durch andere" ab?


Dafür gibt es seit Jahren evaluierte Tests, in denen man recht ordentlich (natürlich gibt es Validierungsfehler) ausmachen kann, wann der Erfolg nur noch davon abhängig ist, ob man von anderen Applaus gespendet bekommt. Da gehören halt auch Punkte wie "Kritikfähigkeit" mit hinein etc.

x 1 #3099


P
Zitat:
Malena3 @PhönixFlamme
Ok. Und im Klartext auf mich bezogen?


Malena, ich könnte Dir jetzt wieder lang und breit Erklärungen liefern. Nur dann fühlst Du Dich eventuell auch wieder zu sehr analysiert.

Versuch den Text mal sacken zu lassen. Lies Ihn Dir eventuell noch öfter mal durch und hinterfrage Dich selber kritisch. Für Dich ganz allein. Du brauchst mir da auch keine Antwort liefern.

Auch die Textstellen, die Du NICHT zitiert hast.

Und achte dabei auf die Thematik Macht, denn das war und ist eine Deiner noch vorhandenen Thematiken.

Abhängigkeit, wo man Etwas zu sehr "braucht" langfristig.

Ich grenze das für mich so ab, weil ich nicht davon abhängig sein möchte.
Daher kam Auch die Thematik potentieller "Suchtfaktor" bereits auf im Thread.


Es gab mehrere Stellen im Thread, wo Du anderes selber geschrieben hast. Das jetzt im Detail rauszusuchen auf 200 Seiten, wäre ziemlich aufwändig. Die Zeit und Energie habe ich ehrlich gesagt nicht über und auch keine Lust dazu.

Stimmt es besteht kein Grund, dennoch warst Du gekränkt, so hast Du es sogar selber mal geschrieben, bist es eventuell sogar noch.

Wie Einiges gelaufen ist... sicher tut das weh.
Man hat allerdings nie einen Anspruch auf Liebe, Aufmerksamkeit, Bestätigung etc, egal wie sehr sich ein Mensch mal bemüht hat ( Vergangenheit ).
Mit Ablehnung müssen alle Menschen umgehen lernen.

x 3 #3100


M
Ok. Was ich soweit verstanden habe:

1. Es schickt sich in diesem Forum nicht, konkrete Antworten auf eine konkrete Frage zu wünschen, weshalb mein "Danke, aber ich habe schon viele Affärengeschichten gelesen" oder "Danke, ich war schon in Psychotherapie" als Beleidigung aufgefasst wurden. Das war mir so nicht bewusst.

2. Sind sich hier sehr viele sicher, dass ich unreflektiert bin. Dass ich mir nicht überlegt habe, warum ich denn Erfolg will oder warum mir Dr. Fox so gefällt. Es wird gar nicht die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass ich das sehr wohl habe. Nein, es liegt nicht an der Immigration und auch nicht an meinem Vater (zu dem ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis habe). Ich will auch nicht den Gottesthron. Ich habe mich schlicht und ergreifend verliebt. Und weil ich es nicht ausleben konnte, letztendlich vieles auch nur in der Fantasie stattfinden konnte, haben die Gefühle eben die Zeit überdauert. Das löst sie aber nicht auf.
Und Erfolg hängt nicht vom Applaus ab. Mir ist der Weg dahin einfach wichtig. Ich brauche Ziele, weil sie allem etwas Struktur und Richtung geben.

3. Wird mir eine Instabilität unterstellt, weil ich diese "Anpassungsstörung" hatte. Und ja, ich kann sowas wieder bekommen. Z.B. weil ich eine Affäre eingehe und damit nicht klarkomme, oder eine Beziehung und damit nicht klarkomme, oder nichts davon und mit der Einsamkeit nicht klarkomme oder mein Kind in die Pubertät kommt und mir den letzten Nerv raubt und und und
Ich müsste meinem Leben ein Ende setzten, um dieses Risiko auszuschließen.

4. Ich habe nicht das Mobbing, das ich damals erlebt habe mit dem Forum verglichen. Völlig andere Situationen. Was aber tatsächlich sehr belastend ist, ist wenn man eh schon angeschlagen ist (ich bin das nicht permanent, aber ich habe schon meine Tage), eben offen von sich schreibt und dann das Ganze einfach in den Dreck gezogen wird, wie das hier zeitweilig der Fall war. Und es ist schwierig, wenn Aussagen aus dem Kontext gerissen und dann in einem völlig anderen Zusammenhang auseinandergenommen werden. Oder wenn man sogar derart . . . tja, ich weiß gar nicht welches Wort ich da nehmen soll . . . gestalkt wird, dass hier Links zu anderen Foren gesetzt werden.
Und das ist so eine Sache, die ich hier heftig finde. Im Grunde sind wir hier alle anonym. Wir kennen uns nur vom Schreiben. Wir sehen uns nicht. Wir sehen nicht, wer gerade weint, während er hier irgendetwas Tippt. Und wenn man sich ganz allgemein die Thematik des Forums ansieht und die Gründe, die Leute hierher führen, frage ich mich schon, wie leichtfertig hier manche mit ihren Worten umgehen. Auch Worte können töten.
Und ich spreche hier nicht von Kritik, eher davon wie sie geäußert wird.

Was die "Kränkung" angeht und das Gefühl des "Versagens". Ich habe über beides lange nachgedacht.
Wie gesagt, gekränkt war ich nicht wegen der Ablehnung, sondern nur in Bezug auf Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, dass er mich ins Messer laufen liess. Also nach dem Motto (das ist nicht passiert, nur als Beispiel): "Wir treffen und morgen um 20.00 im Restaurant so und so." Und dann sitzt man in eben diesem Restaurant allein, weil niemand kommt und niemand absagt. Aber selbst da - ich weiß nicht was die Gründe waren. Genauso das Gefühl des "Versagens". Klar, wenn ich wüßte, dass es daran lag, dass ich mich irgendwie "falsch" verhalten habe etc. Ja, dann hätte ich das Gefühl versagt zu haben. Aber auch hier - ich weiß es nicht.

#3101


Ricky
Zitat von Malena3:
Ok. Was ich soweit verstanden habe:

1. Es schickt sich in diesem Forum nicht, konkrete Antworten auf eine konkrete Frage zu wünschen, weshalb mein "Danke, aber ich habe schon viele Affärengeschichten gelesen" oder "Danke, ich war schon in Psychotherapie" als Beleidigung aufgefasst wurden. Das war mir so nicht bewusst.


Falsch. Sollte das hier unterschwelliger Sarkasmus sein, dann solltest Du den üben. Wenn das in der Tat Ernst gemeint ist, dann verstehst Du offenbar nicht worauf ich hinaus wollte. Es schickt sich nunmal nicht Antworten zu verlangen, die Du dann bekommst, offenbar etlichen Leuten hier klar sind, die das dann auch mit einem "Danke" versehen etc. und Du dann darauf reagierst als habe man Dir soeben körperliche Gewalt angetan. Vergleiche zu Deiner Schulzeit sind hier einfach nicht angebracht, weil Dich hier niemand gemobbt hat. Und warum Du das so empfindest, ist mir halt ein Rätsel, zumal der Begriff "Mobbing" da auch anders definiert ist. Du hast ne Menge konkreter Antworten bekommen, pickst Dir dann aber Einzelsätze ohne Kontext heraus oder übergehst die offenbar schlicht, manche scheinst Du sogar (absichtlich?) falsch zu interpretieren. Und wenn dem so ist, dann ist die Frage nach Deinem emotionalen Kostüm umso mehr angebracht.

Zitat:
2. Sind sich hier sehr viele sicher, dass ich unreflektiert bin. Dass ich mir nicht überlegt habe, warum ich denn Erfolg will oder warum mir Dr. Fox so gefällt. Es wird gar nicht die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass ich das sehr wohl habe. Nein, es liegt nicht an der Immigration und auch nicht an meinem Vater (zu dem ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis habe). Ich will auch nicht den Gottesthron. Ich habe mich schlicht und ergreifend verliebt. Und weil ich es nicht ausleben konnte, letztendlich vieles auch nur in der Fantasie stattfinden konnte, haben die Gefühle eben die Zeit überdauert. Das löst sie aber nicht auf.
Und Erfolg hängt nicht vom Applaus ab. Mir ist der Weg dahin einfach wichtig. Ich brauche Ziele, weil sie allem etwas Struktur und Richtung geben.


Ja, das "verliebt" kannst Du als solches interpretieren, wird aber von anderen hier dann mit einem Augenrollen aufgegriffen. Auch damit musst Du dann klarkommen. Dass Du sehr wohl gewisse Dinge nicht durchdacht hast, zeigt sich ja anhand Deiner Ausführungen und den teils naiven Fragen, die dazu aufkommen. Das wäre alles ja auch überhaupt kein Problem, wenn Du dann eben nicht zwischenzeitlich diese arrogante Art an Dir hättest, hier User als "Leute mit zu viel Zeit" oder "Frustrierte Hausfrauen" zu benennen. Das sind nämlich so Dinge, die dann eher mild lachend von Leuten aufgenommen werden, die durchaus n festes Selbstvertrauen haben. Aber gut, Du hast Dich "Verliebt" und das geht jetzt seit 3 Jahren so und dann... kommt... was auch immer.
Auch hier nochmal: Es wird nur das was Du schreibst als Grundlage genommen. Und wenn Du schon im Ausgangsposting schreibst, Du wärst nicht gefasst gewesen, Dir war die Situation unangenehm und und und... dann hast Du doch offensichtlich eben nicht alle Möglichkeiten in Betracht gezogen. Und einige NutzerInnen hier machen sich eben auch Gedanken darüber, ob Du Dir der Konsequenzen für Deine Psyche tatsächlich bewusst bist oder eben nur glaubst, dass Du es wärst. Und dass die sich darüber Sorgen machen, das spricht ja total gegen sie weil... ist ja Dein Leben.

Zitat:
3. Wird mir eine Instabilität unterstellt, weil ich diese "Anpassungsstörung" hatte. Und ja, ich kann sowas wieder bekommen. Z.B. weil ich eine Affäre eingehe und damit nicht klarkomme, oder eine Beziehung und damit nicht klarkomme, oder nichts davon und mit der Einsamkeit nicht klarkomme oder mein Kind in die Pubertät kommt und mir den letzten Nerv raubt und und und
Ich müsste meinem Leben ein Ende setzten, um dieses Risiko auszuschließen.


Blödsinn. Du hast selbst geschrieben, dass diese "Anpassungsstörung" auch wegen der Sache zu ihm kam. Demzufolge ist er ein größerer Risikofaktor als andere neue, ungebundene Beziehungen. Aber Du willst das nicht sehen, weil... Du eben der Meinung bist das dieser Mann Dich im Leben beflügelt und beflügeln muss, weil er in Dir etwas auslöst, was sonst keiner schafft und und und. Ich halte das für Unfug, weil das auslösende Moment eben auch in Dir liegt. Und deshalb wäre es halt auch gut, mehr über Dich zu erfahren, um dem mal zuvor zu kommen. Das willst Du nicht oder kannst Du nicht oder was auch immer... und damit ist es das dann schon. Ich kenne etliche Menschen, die irgendwann mal nach ihren Beziehungs-Schemata "ich kann keine Jüngere/Ältere lieben" gelebt haben, und es änderte sich alles irgendwann. Aber immer erst dann, wenn diese Leute mal mehr in sich hinein gesehen haben.

Zitat:
Was die "Kränkung" angeht und das Gefühl des "Versagens". Ich habe über beides lange nachgedacht.
Wie gesagt, gekränkt war ich nicht wegen der Ablehnung, sondern nur in Bezug auf Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, dass er mich ins Messer laufen liess. Also nach dem Motto (das ist nicht passiert, nur als Beispiel): "Wir treffen und morgen um 20.00 im Restaurant so und so." Und dann sitzt man in eben diesem Restaurant allein, weil niemand kommt und niemand absagt. Aber selbst da - ich weiß nicht was die Gründe waren.


Ja, weil da Dein Ego angegriffen wird, nämlich der Teil von Dir, der sagt: "Ich bin doch liebenswert." Und der hängt dann in dem Moment von eben der Person (ihm) ab. Und viele hätten dann gesagt: "Okay, wenn jetzt kein guter Grund kommt wie: Sorry, ich hatte nen Unfall... dann war's das.", weil sowas eben geringe Wertschätzung zeigt. Sich mit jemandem verabreden, insbesondere in ner amourösen Situation, und dann schlichtweg nicht erscheinen (ins Messer laufen) ist halt ne Form von Respektlosigkeit. Und das greift gern das Ego an. Kann man aber ändern, indem man sich mit solchen Menschen eben nicht mehr trifft.

Zitat:
Genauso das Gefühl des "Versagens". Klar, wenn ich wüßte, dass es daran lag, dass ich mich irgendwie "falsch" verhalten habe etc. Ja, dann hätte ich das Gefühl versagt zu haben. Aber auch hier - ich weiß es nicht.


Zumindest war es in soweit ein "Versagen", als dass er eben nicht auf die "letzte Stufe" eingegangen ist. Ob Du Dir dafür nun die Schuld zuschustern musst oder ihm oder der Situation - keine Ahnung. Es ist manchmal einfach wie es ist. Und auch das muss man eben akzeptieren und sich selbst verzeihen.

x 2 #3102


Sabine
Schön, @Malena3 das du wieder da bist knuddel

ich würde vorschlagen, dass man in diesem Thread mit weniger Text in einem Beitrag arbeitet und Melena die Möglichkeit gibt, langsam an die Inhalte heranzutasten. Viel Text, viel Interpretation.

Wenig Text, klare Fragen und Antworten.Wenn wir ihr helfen wollen, sollten wir selbst irgenwie einen Cut hinbekommen als uns selbstbewusste User, oder?

Hier helfen keinem mit gegenseitigen Schuldzuweisungen oder auseinander pflücken von Texten und extremen Druck, weil das Jeden in den Selbstverteidiungsmodus umschlagen lässt in dem man sich dann auch noch zu erklären versucht. Wenn wir helfen wollen, dann darf sich jeder etwas erden. durcheinander

Sie ist wieder hergekommen, weil sie etwas berührt hat oder sie einige Aussagen beschäftigen. Und das finde ich erst einmal toll. daumen hoch

An @Malena3

Selektiere für dich erst einmal, wer wirklich für dich hier wichtig ist. Nutze ggf. auf Ignorierfunktion auf den Profilen der User. Diese kannst du jederzeit wieder rückgängig machen. Konzentriere dich auf zwei oder drei User. Es nimmt etwas Drall aus dich heraus. Sei dann doch so lieb, und schreibe es hier vielleicht auch hinein, wenn du jemanden nicht hier schreiben oder lesen möchtest. Es ist okay, auch wenn sie deinen Wunsch nicht respektieren müssen.

Es hat nichts damit zu tun, dich ihnen nicht stellen zu wollen. Es hat etwas damit zu tun, dass du dich hier nicht mehr verteidigen musst oder rechtfertigen.

So gute Nacht gähnen schlafen

x 2 #3103


P
Zitat:
Im Grunde sind wir hier alle anonym. Wir kennen uns nur vom Schreiben. Wir sehen uns nicht. Wir sehen nicht, wer gerade weint, während er hier irgendetwas Tippt. Und wenn man sich ganz allgemein die Thematik des Forums ansieht und die Gründe, die Leute hierher führen, frage ich mich schon, wie leichtfertig hier manche mit ihren Worten umgehen. Auch Worte können töten.
Und ich spreche hier nicht von Kritik, eher davon wie sie geäußert wird.


Beispiel :
Ich bin in 2 Threads mal recht persönlich beschimpft worden, weil ich einfach nur deutlichen "Klartext" geschrieben habe. Einer der Beiden TE hat mich später im Chat kennen gelernt. Anfangs hab ich Ihn nur höflich begrüßt und ansonsten ignoriert. Er suchte das Gespräch mit mir. Worauf Ich Ihm deutlich zu verstehen gab, daß ich da aufgrund seines Verhaltens mir gegenüber kein wirkliches Interesse daran hätte. Er hat sich bei mir entschuldigt, weil Er inzwischen verstanden hatte, daß Er mich falsch eingeschätzt hatte. Hab ich akzeptiert, die Entschuldigung angenommen und das Thema war gegessen. Das funktioniert aber nur, wenn man dann die Vergangenheit auch mal abhakt und zwar von Beiden Seiten.


Du hast jetzt die Möglichkeit einen Neustart zu versuchen und gib nicht gleich auf, wenn da mal User quer rein grätschen. Wenn Du in einem Zustand bist, wo es Dir zu viel wird, nimm Dir eine Auszeit.
Wir können Dich eben nicht sehen, sondern nur das, was Du hier schreibst und wie du Dich hier verhältst.

Und wenn es Dir wirklich so schlecht geht und völlig verzweifelst bist, bringt es Dich hier auch nicht weiter, wenn Du Dich nach Außen selbstsicher und teils arrogant /provokant zeigst.
Dann ist vermutlich sogar ein Anruf bei der Telefonseelsorge die bessere Wahl als in einem öffentlichen Forum zu schreiben.

Bedenke bitte auch das Forum heißt Trennungsschmerzen und nicht PUA, wurde bereits mehrfach angesprochen. Logischerweise ist da ein Thread wie Deiner am Anfang schon eher insgesamt recht provokativ. Denn hier im Forum sind auch eine Menge Menschen, denen es ebenfalls ziemlich schlecht geht. Deutlich schlechter als Dir bzw. wie Du es eine ganze Weile wechselhaft dargestellt hast.

Abgrenzen solltest Du Dich nicht über schnelle Antworten mit Abwehr, Provokation, Maske etc,
sondern über kurzzeitigen Rückzug und indem Du Dich wieder regulierst und in eine Balance findest.
Das ist nicht immer leicht, ist Übungssache.

x 1 #3104


M
Danke erstmal für die Antworten und vor allem an die, die mir per PN geschrieben haben!

Ein Problem ist, dass zwar viele zu allem eine Meinung haben, aber nicht alles lesen. @Ricky bzgl. "Danke, die Frage war anders..." habe ich mich auf das bezogen, was Ema schrieb. Sie sah genau das als Grund dafür, dass ich so anecke. Was ich mit Mobbing meinte, habe ich weiter oben geschrieben. Teilweise ist es hier extrem abwertend zugegangen. Wie könnt ihr so sicher sein, dass das nicht mal jemanden in den Suizid treibt (bzw. den letzten Anstoss dazu gibt)? Ich meine damit nicht die kritische Auseinandersetzung mit was auch immer, sondern die von einigen kontinierlich vorgetragene Häme. Nur als Beispiel, ein Herr hat hier längere Zeit von "Fürzen" geschrieben, quasi als Metapher für meine Geschichte und das was ich empfinde. Einer hat es geschrieben, mehrere haben es geliked und niemand hat sich daran gestört (zumindes irgendwie bemerkbar).

Zitat von Ricky:
Das wäre alles ja auch überhaupt kein Problem, wenn Du dann eben nicht zwischenzeitlich diese arrogante Art an Dir hättest, hier User als "Leute mit zu viel Zeit" oder "Frustrierte Hausfrauen" zu benennen.


Dafür hätte ich gerne ein Zitat, denn das habe ich nirgends geschrieben.

Zitat von Ricky:
Aber gut, Du hast Dich "Verliebt" und das geht jetzt seit 3 Jahren so und dann... kommt... was auch immer.


Ja, was soll denn kommen? Gibt es ein festgelegtes Ziel, das alle zu verfolgen haben?

Zitat von Ricky:
Du eben der Meinung bist das dieser Mann Dich im Leben beflügelt und beflügeln muss, weil er in Dir etwas auslöst, was sonst keiner schafft und und und. Ich halte das für Unfug, weil das auslösende Moment eben auch in Dir liegt. Und deshalb wäre es halt auch gut, mehr über Dich zu erfahren, um dem mal zuvor zu kommen. Das willst Du nicht oder kannst Du nicht oder was auch immer... und damit ist es das dann schon.


Ich weiß genau, warum mich dieser Mann beflügelt hat. Habe ich auch mehrfach geschrieben.

Zitat von Ricky:
Ja, weil da Dein Ego angegriffen wird, nämlich der Teil von Dir, der sagt: "Ich bin doch liebenswert." Und der hängt dann in dem Moment von eben der Person (ihm) ab.


Auch das. . . wie kommst du nur darauf?

@PhönixFlamme

Ich habe die "10 Minuten"-Frage hier reingestellt, weil in etlichen anderen Threads Unterhaltungen liefen, die in die Richtung dessen gingen, was mich interessierte. Das war alles. Ich bin jetzt nur da, weil ich doch neugierig geworden bin, was an mir so fürchterlich besorgniserregend ist. Denn einige Beiträge lasen sich so.

x 2 #3105


A


x 4