Ich habe hier jetzt noch einmal ein paar Seiten gelesen (bei weitem nicht alles), nachdem ich vor vielen Seiten ausgestiegen bin und möchte Dir noch einmal etwas mit auf den Weg geben, von dem ich nicht weiß, ob es schon geschrieben wurde oder Dich überhaupt erreicht.
Es geht um die mehrfach von Dir aufgeworfene Frage, was an Dir so fruchtbar sein soll, dass Dir z.T. in besagter unschöner Weise (ich habe mich dazu schon geäußert) oder auch ziemlich vernichtend begegnet wurde. Furchtbar ist für die meisten Menschen dabei zuzusehen, wie ein Mensch sich so sehr und beharrlich in sich selbst verlaufen kann, wie Du es tust.
Warum ist das so?
Weil Du klug bist und dieser extreme Irrweg nicht nötig wäre, wenn Du Dir helfen lassen würdest. Das setzt eine Offenheit voraus, sich wirklich einzulassen und nicht nur gerade mal eben auf einem Niveau, das dazu geeignet ist, sich nicht vorwerfen lassen zu können oder selber vorzuwerfen zu können, man hätte es nicht versucht.
Andererseits berührt es, weil einigen (vermutlich den meisten) von uns dieser Irrweg schon selber passiert ist. Wir sind z.T. sehr offen damit umgegangen. Wir wissen, was das bedeutet und wie schwer es ist, da wieder heraus zu finden. Mit jedem Deiner Argumente dafür, warum es nun ausgerechnet eine Affäre mit dem Doktor sein soll, verfestigst Du Deinen Irrlauf.
Ich habe gelesen von Usern, die von eigenen Anpassungsstörungen berichteten (und habe das selber auch, falls ich mich richtig erinnere). Da werden höchst persönliche Erfahrungen mit Dir geteilt und ich habe nicht die Wahrnehmung, dass Du das honorierst.
Mich persönlich triggert hier neben anderen Punkten, die ich schon schrieb, etwas, was mir beim heutigen Lesen erneut extrem aufgefallen ist:
Du forderst von den Usern Empathie und das Ernstnehmen Deiner Gefühle. Letzteres kannst Du zu Recht fordern, denn es steht niemandem zu, anderen seine Gefühle abzusprechen. Empathie gibt jeder so viel, wie er kann oder will.
Was Du selber aber anscheinend für andere User in keiner Weise aufzubringen scheinst, ist Mitgefühl, Verständnis und auch Anerkennung.
Viele haben versucht, Dir anhand von Beispielen aus dem eigenen Leben ihre Argumente verständlich zu machen, Parallelen zu ziehen, Analogien herzustellen, doch Du scheinst jedoch keinerlei Anerkennung für das Bemühen oder Empathie für die erlittenen Schicksale zu haben. Es scheint Dich in keiner Weise zu berühren, dass die Menschen, die Dir helfen wollen, auch durch harte Zeiten gegangen sind.
Stattdessen scheinst Du unverdrossen auf Deiner Anspruchshaltung zu thronen, die von Dir gebetsmühlenartig dargestellt wird als "ich will, dass meine Gefühle ernst genommen werden und ich will, dass ich ausschließlich zu dem Hilfestellung bekomme, was ich mir in den Kopf gesetzt habe. Alles andere interessiert mich nicht." Auch wenn Du es nicht schreibst, schwingt dabei immer mit "Eure Erfahrungen, Eure Wunden, Euer Erleben, Euer Wissen, Euer Schicksal interessieren mich in keiner Weise, aber ich habe die Erwartung, dass Ihr mir bei Lösen meiner Probleme helft".
Das ist ein eklakanter Unterschied zwischen den Menschen, die Dir hier zu helfen versuchen und Dir, die Du nur um Dich selbst und Deinen Doktor zu kreisen scheinst. Und das, Malena, empfinde ich als ausgesprochen arrogant und undankbar.
Zu mir hat mal vor vielen Jahren ein Typ, den ich nicht wollte, gesagt "Du bist kälter aus Speiseeis."
Genau das ist es, was Du hier vermittelst. Du vermittelst, dass Du die Mehrzahl der Vorschläge von intelligenten und erfahrenen Menschen nicht willst. Das sind Menschen, die sich Mühe geben. Ja, das tun sie freiwillig. Sie tun es sogar immer noch - nach über 220 Seiten. Sie geben nicht auf. Sie geben ihr Wissen, ihre Erfahrung und nicht zuletzt ihre Zeit. Du dagegen nimmst lediglich in Anspruch, ohne etwas zu geben (jedenfalls wenn man von dem Unterhaltungswert absieht, den das für den einen oder anderen hier zeitweilig hatte).
Aber die User kommen in erster Linie hierher zurück, weil sie helfen wollen und nicht (immer noch), weil sie sich daran ergötzen wollen, wie Du Dich schlägst. Ich kann Dir sagen, ich bewundere diese Menschen, denn mein Geduldsfaden ist längst gerissen.
Nun ist mir schon klar, dass Dich das einerseits nicht interessiert bzw. Du vorgibst, dass es Dich nicht interessiert, aber dennoch ist jeder, der sich hier bemüht und auch jeder, der sich nicht mehr bemüht, ein Mensch mit Gefühlen, also genau dem, was Du für Dich ja auch in Anspruch nimmst.
Wie wäre es mal mit "Danke, dass Ihr immer noch da seid. Es ist ja nicht einfach hier mit und bei mir." oder "Ich schätze wirklich jeden Beitrag." denn diese kommen von Menschen, die sich - jeder mit seinem Stil - um Dein Thema bemühen. Du musst mit den Inhalten nicht konform gehen, aber das Bemühen solltest Du dennoch anerkennen. Stattdessen vermittelst Du "Ich mag die Beiträge von x und y, aber die Beiträge von a bis w und z blende ich aus, denn die nützen mir nichts."
Hast Du Dich selber in einem Forum mal so für andere Menschen engagiert, wie manche es hier für Dich tun? Ich will die Antwort gar nicht wissen. Es reicht, wenn Du darüber nachdenkst.