@Stella31
Danke für deine netten Worte, das tut gut zu lesen! Am Morgen gehts mir auch (mental) immer besser, auch weil ich - wie jetzt - schon 4 Stunden Arbeit hinter mir habe.
@Nephilim
Das ist teilweise so, teilweise nicht so. Ich hätte gern den Menschen zurück, der sie 11,5 Jahre war und nicht das, was sie geworden ist. Es ist ein wenig wie im Umgang mit Alk., man hasst nicht den Menschen an sich, sondern das, was aus dem Menschen geworden ist bzw. zu was er gemacht wurde.
@unbel-leberwurs.
Da hast du natürlich vollkommen recht, sie hat da keine Entscheidungsgewalt
@AjnosXX
Danke erstmal! Und ja, Homeoffice macht vieles leichter, auch wenn ich hoffe, irgendwann eine Wohnung in der Nähe der Kindertagespflege bzw. Kita (liegt alles nah beieinander) zu bekommen, sollte ich dann ausziehen.
@DieSeherin
Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Wir haben uns damals, sie war 18 und ich ein paar Monate vor meinem 25. Geburtstag in einem Onlinespiel kennengelernt (lustigerweise im gleichen, in dem sie ihn kennengelernt hat - manchmal zeigt das Schicksal einem ordentlich den Mittelfinger). Wir waren beide recht neu, haben immer mal gechattet, es ging dann außerhalb des Spiels weiter. Irgendwann haben wir uns getroffen (bei ca. 200km Entfernung ging das), dann noch ein paar Mal und gemerkt, dass wir zusammengehören. Ein paar Monate später sind wir zusammengezogen, das passte bei beiden, da ich ein Studium begonnen habe und sie noch eine zweijährige schulische Ausbildung ca. 40km entfernt von ihrer Heimat absolvieren wollte.
Erst war alles gut, wir haben auch gemeinsam dann immer mal das Spiel gespielt. Ich bin zur FH und sie blieb zuhause. Das war lange Thema, aber es stellte sich heraus, dass sie die schulische Ausbildung nie machen wollte, sondern von ihrer Mutter gezwungen wurde. Da sie aber nicht mehr in ihren Fängen war, war sie freier.
Da wir finanziell keine Probleme hatten, war das erstmal für mich in Ordnung, sie wollte herausfinden, was sie wirklich machen möchte usw. Aber stattdessen versackte sie mehr im Onlinespiel und auch ich habe mich davon anstecken lassen. Eine Zeit lang bestimmte das Spiel die 16 Stunden des Tages, an denen wir wach waren. Irgendwann habe ich es geschafft, zu erkennen, dass ich nicht glücklich bin, habe mich rausgezogen (was schwer und hart war) und sie ist mit Verzögerung auch nachgekommen. Parallel dazu gab es diverse Probleme mit ihrer Mutter - Drohanrufe, Beleidigungen, Beschattungen, Aufhetzung bei unseren Nachbarn, Anrufe bei meiner Familie usw.
Wir haben unser Leben neu aufgebaut, sind in meine Heimat gezogen und haben beide Jobs gesucht. Sie hat eine Ausbildung gemacht und wir stehen eigentlich voll im Leben.
Und bei ihr kam es durch die Schwangerschaft, dass sie wieder ein wenig spielen wollte - das war okay, ich hab mitgemacht, es waren meist auch nur so 2-4 Stunden am Tag. Sie selbst hat das Zocken ja die letzten 1-2 Jahre verachtet und nur selten mal ausgewählte Dinge gespielt.
Als er dann kam, war sie wieder voll drin. Hat mit ihm auch Dinge im Spiel gemacht, die sie mit mir nie machen wollte. Dann sind sie in ein anderes Spiel gewechselt (welches sie auch mit mir nie testen wollte). Wie oft sie jetzt zockt? Keine Ahnung.
Was ich aber sagen kann: Wir beide waren damals in einer Sucht, absolut. Alles andere stand hinten an.
Jetzt spielt sie zwar weniger, da viel im Haus zu tun ist (wir renovieren, wohnten zwischendrin in einer "geliehenen" Wohnung, sind jetzt vor kurzem aber wieder zurück gekommen, weil die großen Sachen fertig sind), viele Kleinigkeiten.
Vorher aber saß sie wirklich von morgens bis abends am PC.
@Igelfisch
Das ist eine Angst, die ich auch in mir habe und wegen der ich alles geben will, dass das Kind von mir viel Liebe erfährt. Dass meine Ex vielleicht sieht, wie sehr ich mich kümmere und ihr das Impulse gibt, auch so zu sein.
Mit der Wohnung ist es bei ihr ambivalent.
Am Anfang, als das mit dem Typen rauskam, meinte ich, dass ich, dass ich dann zeitnah ausziehen werde, weil sie ja einen anderen will. Das wollte sie nicht, da meinte sie "Lass uns erstmal abwarten, ich habe mich ja noch nicht entschieden".
Ich habe das Thema aber trotzdem immer wieder aufgegriffen, auch weil ich ihr damit zeigen wollte, dass sie am Ende alleine sein wird - und davor hat sie Angst.
Irgendwann meinte sie "Kannst du damit endlich mal aufhören? Es ist nichts entschieden". Also habe ich irgendwann aufgehört, auch weil man mir sagte, ich würde damit nur ihre falsche Weltsicht bestätigen und das könnte gefährlich sein.
Jetzt sagt sie manchmal Dinge wie "Wenn dann mal jemand von uns auszieht, dann x." und ich moderiere das mit einem "Mal sehen" weg.
Manchmal will sie dann aber, wenn ich was dazu sage, es nicht hören oder meint "Wir schauen mal".
Zu dem "Dann such dir eine neue Wohnung" muss ich sagen, das war im Streit - zumindest war sie sehr streitlustig. Hinterher meinte sie, das wäre nicht so gemeint, wir wollen ja zusammen für das Kind da sein und sie möchte niemals, dass die Kleine ihren Papa nicht hat, weil sie selbst ihren kaum sehen durfte wegen der Mutter usw.
Also sie wechselt da immer massiv hin und her.
@Dudo
Es wird schwer bis unmöglich, da gebe ich dir recht. Aber so wirklich sagen kann ich das erst, wenn das Kind da ist und ich sehe, wie sich das Leben verändert. Da gebe ich @Sonnenschein85 vollkommen recht.