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11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

aequum
Ruhe und Gelassenheit, wenn auch nur gespielt, erzielen eine wesentlich größere Wirkung bei solch mental ungefestigten Menschen als zu drohen oder gar gegenanzustreiten.

Selbstverständlich kann man in einer extremen Situation in der sie verbal komplett austickt, ruhig aber bestimmt eine Ansage machen, wie z.B.: "So sprichst du nicht mit mir" und dann einfach gehen.

Die Wirkung wäre ein vielfaches höher als wenn man sich auf eine lautstarke Konfrontation einlassen würde.

Viel wichtiger ist jedoch, dass @PapaInWarteschl nichtsmehr für sie und ihre persönlichen Anliegen macht, sondern ausschließlich nur noch dann, wenn es im direkten Zusammenhang mit dem gemeinsamen Kind steht.

x 8 #1861


Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
Genau das habe ich ja gemacht, wird aber kritisiert.

Du wirst im Forum nie nur eine Meinung finden.
Letztendlich musst du selbst eine Form finden, die für dich passt.
Also mach dich doch nicht so abhängig von allen Meinungen.

x 5 #1862


A


11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

x 3


PapaInWarteschl
Zitat von GreenTara:
Und was ist dann passiert?

Sie hat mir hinterhergerufen "Ja, hau doch ab. Was anderes kannst du eh nicht, sieht man ja" und am nächsten Tag war es, als ob nichts gewesen wäre.
Heute war ich mehrere Stunden da und sie war wieder vollkommen nett. Meinte plötzlich mal wieder "Wir brauchen kein Jugendamt oder Anwälte, wir schaffen das auch ohne, ich weiß das. Wie wäre es mit einem Vertrag zwischen uns, dass alles, was ich ggf. im Haus machen könnte, nur noch von mir als Hafterin getragen wird?" usw.

Viel über das Kind geredet, einiges organisatorisches, z.B. kommt ja morgen das Sofa auf meinen Namen, ob ich dann da bin oder nicht - das fällt in die Zeit, in der ich eh für das Kind komme, passt also.
Dann fragte sie, ob ich auf das Kind aufpassen kann, weil sie die Tage zum Arzt wollte wegen ihrer Stimmung und den Problemen.
Auch, ob sie duschen darf, während ich da bin und ob sie aufräumen kann.
Also plötzlich rücksichtsvoll und nett, quasi als ob nie was gewesen wäre.

Genau dieses Verhalten ist es, was mich halt immer so mitnimmt - diese extremen Wechsel. Da macht man sich Sorgen, ob sie dem Kind gegenüber auch so ist usw.
Zitat von aequum:
Selbstverständlich kann man in einer extremen Situation in der sie verbal komplett austickt, ruhig aber bestimmt eine Ansage machen, wie z.B.: "So sprichst du nicht mit mir" und dann einfach gehen.

Genau meine Taktik. Ich habe einmal klar gesagt, dass, wenn sie auf dem Niveau reden möchte, das Gespräch beendet ist. Sie kann sich dann gerne schriftlich mit ihrem Anliegen melden, aber nicht vor dem Kind.

Was sie mir heute noch erzählt hat - auch als ich meinte, das geht mich nichts an - was ihre Mutter mit ihr gesprochen hat. Das erste Mal seit gefühlt mehr als einem Jahrzehnt hat sie der Ex gegenüber Einblick in ihr Seelenleben gegeben, hat über Depressionen in der Familie gesprochen usw.
Auch, dass Ex ihr Leben nicht wegwerfen soll aus der Situation heraus usw.

Scheinbar ist durch die erste Enkelin auch da etwas ins Rollen geraten - und vermutlich hat mein Besuch ebenfalls dazu beigetragen.
Ich hoffe einfach, dass alle diese Faktoren dazu führen, dass wir für uns einen guten Weg finden, damit einem tollen Leben unserer Tochter nichts im Weg steht. Wenn sie glücklich ist, bin ich das auch.

x 5 #1863


GreenTara
Zitat von PapaInWarteschl:
Wir brauchen kein Jugendamt oder Anwälte,

Meiner Ansicht nach kannst du ihr schon mitteilen, dass du alles gerne dingfest haben möchtest, und du dich nicht auf ihre momentanen Stimmungen und Launen verlässt. Heute gut, und morgen doch nicht, wäre für dich kein Konzept.
Sonst lässt du dich auf die Schwankungen einer psychisch instabilen Frau ein.

Zitat von PapaInWarteschl:
Dann fragte sie, ob ich auf das Kind aufpassen kann, weil sie die Tage zum Arzt wollte wegen ihrer Stimmung und den Problemen

Selbstverständlich. Aber näheres sollte sie mit dem Arzt und nicht mit dir besprechen.

Zitat von PapaInWarteschl:
Was sie mir heute noch erzählt hat - auch als ich meinte, das geht mich nichts an

Und dann hast du dir doch alles angehört. Hat sie vergessen, dass du auf ihren Wunsch hin nicht mehr ihr Partner bist? Diese Grenze würde ich deutlich betonen.

x 10 #1864


alleswirdbesser
Zitat von GreenTara:
Meiner Ansicht nach kannst du ihr schon mitteilen, dass du alles gerne dingfest haben möchtest, und du dich nicht auf ihre momentanen Stimmungen und ...

Sehe ich auch so, dingfeste Regelung über Dritte Instanz wäre der richtige Weg, um das hin und her je nach Laune zu vermeiden. Auch würde ich ihr kein Gehör mehr schenken, wenn es um ihre Angelegenheiten geht, auch gesundheitliche Dinge oder jetzt der Autounfall. Sie soll merken, dass sie damit alleine dasteht, wenn sie dem Esten nichts anvertraut und du als Partner weg bist. Stoppe sie sanft, sobald sie damit beginnt, weise sie darauf hin, dass du deine Antaisepessiva nicht umsonst nimmst und nicht mit fremden Problemen noch mehr belastet werden möchtest. Der einzige Mensch, der noch dein vollstes Gehör hat, ist dein Kind. Erkläre ihr das ganz sachlich und wenn es sein muss mehrmals.

Ich musste nach der Trennung vom Exmann auch erst lernen, dass ich von dem Augenblick komplett auf mich allein angewiesen bin. Das war hart, aber jedes Nein von ihm hat mich weitergebracht. Leider bezog sich das auch auf die Kinder, er fiel als Ansprechpartner weg, half mir nicht mehr im Alltag, nahm nur seine Pflichtwochenenden wahr, wenn er nicht arbeiten musste. Es hat gedauert bis ich es „gefressen“ habe, spätestens mit seinem Wegzug saß es, wenn auch schmerzhaft.

x 5 #1865


A
Zitat von PapaInWarteschl:
Ich wage zu behaupten, dass ein Auszug und sie mit allem alleine lassen durchaus Konsequenzen sind, vor allem welche unter denen sie leidet. Grenzen habe ich gesetzt, nur was soll ich machen wenn sie weiter so redet? Mitmachen? Den Rohrstock raus und auf die Finger? Die Grenzen immer wieder betonen? Bringt doch alles ...

Es geht nicht darum, dass sie leiden soll.
Frauen sind verbale Wesen: Hast du ihr hinterher in Ruhe gesagt, dass es jetzt reicht mit ihrer Gossensprache?

#1866


aequum
Zitat von PapaInWarteschl:
Genau dieses Verhalten ist es, was mich halt immer so mitnimmt - diese extremen Wechsel. Da macht man sich Sorgen, ob sie dem Kind gegenüber auch so ist usw.

Deshalb solltest du wirklich zusehen, alles zwischen euch schriftlich zu regeln. Allerdings würde ich an deiner Stelle jedes von euch verfasste Dokument anwaltlich prüfen lassen bevor ich es unterschreiben würde.

Natürlich werden ihre Stimmungsschwankungen auch nicht vor eurem Kind halt machen. Das würde ich als gesichert gegeben bewerten.
Sie hat kaum Gesprächspartner und wenn, dann nur online. Das wird oder kann ebenfalls zu einem depressiv aggressiven Verhalten führen.
Zitat von PapaInWarteschl:
Ich habe einmal klar gesagt, dass, wenn sie auf dem Niveau reden möchte, das Gespräch beendet ist. Sie kann sich dann gerne schriftlich mit ihrem Anliegen melden, aber nicht vor dem Kind.

Sie kann sich schriftlich mit ihrem Anliegen melden, allerdings vernünftig und ohne Agression und Beleidigungen formuliert.

Ist dem nicht so, würde ich diese Mails oder Posts ignorieren.

x 4 #1867


GreenTara
@aequum
Zitat von aequum:
Ist dem nicht so, würde ich diese Mails oder Posts ignorieren

Ach, die würde ich schon in einem separaten Ordner aufbewahren.

x 5 #1868


aequum
Zitat von alleswirdbesser:
auch gesundheitliche Dinge

Das sehe ich etwas anders, denn gerade das Thema ihres wankelmütigen Verhaltens, würde doch im Falle einer professionellen Behandlung auch dem Kind zu Gute kommen.

Deshalb würde ich ihr unterstützend dazu raten und es absolut befürworten.

x 5 #1869


Ameise_78
Zitat von aequum:
Natürlich werden ihre Stimmungsschwankungen auch nicht vor eurem Kind halt machen. Das würde ich als gesichert gegeben bewerten.

Ich auch... das ist ja nichts, was sie bewusst und absichtlich so macht sondern weil sie nicht anders kann.

x 4 #1870


aequum
Zitat von GreenTara:
@aequum Ach, die würde ich schon in einem separaten Ordner aufbewahren.

Aber klar, natürlich alles sicher abspeichern und aufbewahren.

x 3 #1871


PapaInWarteschl
Zitat von GreenTara:
Meiner Ansicht nach kannst du ihr schon mitteilen, dass du alles gerne dingfest haben möchtest, und du dich nicht auf ihre momentanen Stimmungen und Launen verlässt. Heute gut, und morgen doch nicht, wäre für dich kein Konzept.
Sonst lässt du dich auf die Schwankungen einer psychisch instabilen Frau ein.

Genau das war meine Antwort, dass das schon zu oft gesagt und wieder eingerissen wurde.
Dass ich gerne mit ihr gemeinsam das JA aufsuchen möchte, um klare Regeln zu schaffen. Das gilt auch für einen Vertrag über das finanzielle.
Aber dass uns beiden dann wichtig ist, dem JA gegenüber geschlossen als verantwortungsvolle Eltern aufzutreten.
Fand sie dann erstmal gut.

Zitat von GreenTara:
Selbstverständlich. Aber näheres sollte sie mit dem Arzt und nicht mit dir besprechen.

Hab ich ihr auch gesagt. Ich nehme das Kind gerne, alles weitere macht sie für sich - da sie auch über mögliche Nebenwirkungen sprechen wollte und unsicher war, ob sie dann mehr Hilfe mit der Kleinen braucht usw.
Ich hab nur gesagt: Das Kind bekommt alle Unterstützung, die möglich ist.

Zitat von GreenTara:
Und dann hast du dir doch alles angehört. Hat sie vergessen, dass du auf ihren Wunsch hin nicht mehr ihr Partner bist? Diese Grenze würde ich deutlich betonen.

Mir war es dann das tatsächlich nicht wert, deswegen aufzustehen und zu gehen. Oder die Kleine in strömenden Regen zu nehmen, wo sie doch gerade erst sich beruhigt hatte. Ich wollte aber noch etwas beim Kind bleiben.
Ich habe aber dann die Grenze gezogen, als sie noch über ihre Halbschwester reden wollte.
Zugegeben: Bei der Mutter hat mich echt interessiert, was sie gesagt hatte, weil ich ja da war. War nicht so 100% richtig, geb ich zu.

Zitat von alleswirdbesser:
weise sie darauf hin, dass du deine Antaisepessiva nicht umsonst nimmst und nicht mit fremden Problemen noch mehr belastet werden möchtest.

Die Begründung finde ich richtig gut, besser als das reine "Du wolltest mich nicht mehr, also kriegst du auch kein Gehör mehr", weil das immer passiv-aggressiv wirkt.

Zitat von alleswirdbesser:
Das war hart, aber jedes Nein von ihm hat mich weitergebracht. Leider bezog sich das auch auf die Kinder, er fiel als Ansprechpartner weg, half mir nicht mehr im Alltag, nahm nur seine Pflichtwochenenden wahr, wenn er nicht arbeiten musste.

Danke für den Einblick, das ist natürlich wichtig, das auch mal zu verstehen, wie es beim anderen wirkt.
Was glaubst du, wie wäre es für dich gewesen, wenn er aber volles Interesse an allem, was das Kind betrifft, gezeigt hätte?
Also für mich ist es so, ich frage immer:
- Wie war die Nacht?
- Hat sie gut getrunken?
- Hat sie gut ausgeschieden?
- Irgendwelche Besonderheiten?

Das immer mindestens.

Zitat von Akelei76:
Hast du ihr hinterher in Ruhe gesagt, dass es jetzt reicht mit ihrer Gossensprache?

Das habe ich und zumindest seit 2 Tagen kam in der Richtung jetzt nichts mehr.
Aber leider schreibt sie dafür wieder mehr bei WhatsApp. Also halt so "casual talk"

Zitat von aequum:
Natürlich werden ihre Stimmungsschwankungen auch nicht vor eurem Kind halt machen. Das würde ich als gesichert gegeben bewerten.

Die Sätze macht mir natürlich heftige Sorgen. Da muss ich einen Weg finden, mehr Sicherheit zu schaffen.

Zitat von aequum:
Sie kann sich schriftlich mit ihrem Anliegen melden, allerdings vernünftig und ohne Agression und Beleidigungen formuliert.

Ist dem nicht so, würde ich diese Mails oder Posts ignorieren.

Das handhabe ich genau so und seitdem ist sie am nächsten Tag auch ruhig. Zugegebenermaßen ist das aber auch erst gestern und heute, vorgestern Abend war ja ihr "Ausbruch".

Zitat von aequum:
Deshalb würde ich ihr unterstützend dazu raten und es absolut befürworten.

Ich habe ihr da auch bzgl. Kindesbetreuung, wie geschrieben, meine Unterstützung zugesagt. Am Ende hilft es allen, wenn sie in eine bessere, stabilere Verfassung kommt. Auch da verstehe ich ihre Angst, dass das Jugendamt ihr sofort das Kind wegnehmen will, weil sie eben mit der Art, wie sie Google nutzt, nur die Extremfälle findet. Da überliest sie dann aber auch z.B., dass nicht nur die Mutter schwer depressiv war, sondern der Vater Alk. usw.

x 3 #1872


alleswirdbesser
Zitat von aequum:
Das sehe ich etwas anders, denn gerade das Thema ihres wankelmütigen Verhaltens, würde doch im Falle einer professionellen Behandlung auch dem Kind ...

Aber nicht als Zuhörer dienen, das meine ich.

#1873


Ameise_78
Zitat von PapaInWarteschl:
da sie auch über mögliche Nebenwirkungen sprechen wollte und unsicher war, ob sie dann mehr Hilfe mit der Kleinen braucht usw.
Ich hab nur gesagt: Das Kind bekommt alle Unterstützung, die möglich ist.

Völlig richtig und fair👍 So nimmst du ihr eine wichtige Sorge ab ohne sie persönlich zu päppeln. Letztendlich geht es ja um euer Kind.


Zitat von PapaInWarteschl:
Zugegeben: Bei der Mutter hat mich echt interessiert, was sie gesagt hatte, weil ich ja da war. War nicht so 100% richtig, geb ich zu.

Finde ich nach 12 Jahren legitim! Du wirst mit dieser Familie verbunden bleiben... es handelt sich schließlich um eine Familienseite deiner Tochter. Warum sollte dir da plötzlich alles egal sein.


Zitat von PapaInWarteschl:
besser als das reine "Du wolltest mich nicht mehr, also kriegst du auch kein Gehör mehr", weil das immer passiv-aggressiv wirkt.

Das finde ich so in Extremform auch nicht gut. Und, richtig, wie du sagst... tatsächlich etwas passiv-aggressiv.

Finde deine Einstellung insgesamt sehr gut.👍

x 5 #1874


alleswirdbesser
Zitat von PapaInWarteschl:
Was glaubst du, wie wäre es für dich gewesen, wenn er aber volles Interesse an allem, was das Kind betrifft, gezeigt hätte?

Schwer zu sagen, ich hätte zumindest das Gefühl, dass ich nicht komplett alleine dastehe und die Kinder auf ihn zählen können. Ich denke ich wäre allein schon dank diesem Gefühl etwas entspannter. Als er wegzog, war das eher kein Thema mehr aufgrund der Entfernung. Damals waren es knapp 300 km, ab jetzt 900. Die Kinder sind aber schon groß, die Umgangsregelung hätte sich wahrscheinlich so oder so in der nächsten Zeit erledigt. Mit einem Baby ist eure Situation eine völlig andere. Wenn du deiner Ex immer deutlich sagst und zeigst, dass du für das Kind zu 100% da bist, wird ihr das hoffentlich auch ein gutes Gefühl geben, Gefühl der Sicherheit, da ist noch jemand, der sich zuständig fühlt, Sachen übernimmt, hilft… Ich hoffe sie lernt es zu schätzen.

x 4 #1875


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