Zitat von Gast2000: Das gehört zu dir und ist Teil des erlebten Lebens. Versuche das in positive Gefühle mit Dank-
barkeit für die gemeinsame auch sicher schöne Zeit mit deiner Ex umzuwandeln.
Ich bin wirklich für die schöne Zeit dankbar und irgendwie glaube ich, dass es die Zeit war, in der ihre psychischen Probleme "im Griff" waren. Daher glaube ich das folgende nur teilweise, ich glaube nicht, dass es der Charakter ist, sondern das, was daraus wird, wenn ihre psychischen Probleme durchschlagen:
Zitat von Gast2000: Ihr wahrer Charakter wurde sichtbar und damit hat sie dir die Trennung
und Loslösung unbewusst erleichtert.
Mittlerweile bin ich auch durch Therapie sehr sicher, dass bei ihr der feste Glaube "Der Papa wird mich verlassen, sobald das Kind da ist, das passiert so vielen auf TikTok" + "Ich bin als schwangere hässlich, auch mein Partner wird mich hässlich finden, das passiert so vielen auf TikTok" + "Die Geburt wird laut Internet das schlimmste werden, was ich je erleben werde" zu einem Eskapismus geführt hat. Die Schwangerschaft bietet eine hohe hormonelle Vulnerabilität sowie ein Nachlassen an Dopamin im Körper. Das er dann kam, ihr Komplimente gemacht und und sogar von seinem "Schwanger = Red Flag" abgewichen ist, ist ein Emotional Hijacking. Diese Dopamin-Kicks durch ihn führte zu einer Sucht und konsequenterweise auch zu einer kognitiven Dissonanz. Sie lebt in einer Welt, die sie nicht mehr wirklich wahrnimmt, ihre Realität existiert innerhalb dieser Suchtblase.
Dazu kam, dass ich durch mein Handeln, sie in Watte zu packen und sie noch stärker zu behüten, ihr noch mehr das Gefühl gegeben habe, dass ich sie gerade nicht als attraktive Frau sehe, sondern als Mutter. Also war alles, was von außerhalb an Aufmerksamkeit kam, nochmal stärker. Da es aus dem Internet kommt, ist es auch quasi immer emotional verfügbar.
Nein, ich schreibe das nicht, weil ich wieder über sie nachdenke, sondern weil das mittlerweile mein Kenntnisstand ist und etwas, was mir sehr geholfen hat, einen guten Schritt weg von ihr zu machen.
Zitat von Gast2000: Auf der Gefühlsebene hat deine Ex wohl nach und nach Gefühle von dir hin zum Esten abgezogen.
Jedoch alles ausschließlich Online und damit in einer Blase, die in der Realität wohl eher keinen
Bestand haben wird. Sie ist und bleibt jedoch die Mutter deiner Tochter. Da bleibt es wichtig, dass
sie stabil bleibt und du ihr, auf die Elternebene beschränkt, benötigte Hilfe nicht verwehrst..
Genau das passt sehr gut dazu. Tatsächlich, so habe ich gelernt, kann man auf unterschiedlichen Ebenen "lieben", einmal auf einer tiefen, emotionalen, bindenden Ebene und andererseits auf der Dopamin-Kick-Ebene. Sie wird vermutlich beides gewissermaßen durchmachen, das zeigt auch ihr Schwanken und die ab und an mal durchkommenden klaren Gedanken. Ich wurde da auch gefragt, ob ich ein zeitliches Muster erkenne und tatsächlich: Morgens bis Mittags ist sie meist eher klarer, näher an der Realität, ihr tun Dinge leid, sie spricht von selbst davon, nicht sicher zu sein, was sie will und macht.
Abends wiederum waren eher ihre aggressiven Phasen - was beides vollkommen Sinn ergibt, denn abends war sie immer in starkem Kontakt mit ihm, ihr Dopamin-Level durch ihn und das Zocken hoch und sie war in ihrer Bubble. Sie sah die Realität und mich als Problem und Störquelle, wollte das durchsetzen, was ihr nach ihrem Verstehen zustand.
Wenn er nicht da ist, eine harte Nacht alleine hinter ihr ist, dann sinkt das Dopamin-Level und sie muss sich kurzfristig der Realität stellen. Aber wenn man dann gegen ihre Bubble redet, zieht sie sich dahin zurück.
Das sind dann so kleine "Ausblicke" auf das, was kommen könnte, wenn
Zitat von Gast2000: Was man aber sagen kann, das Aufschlagen auf dem Boden der tatsächlichen
Realität, wird ihr wohl noch bevorstehen.
Wobei nichts davon das hier erreichen soll:
Zitat von Gast2000: Was auch immer vorgefallen ist, ihr
schlechtes Verhalten ist, nach jetzigem Informationsstand, durch nichts zu rechtfertigen.
Zitat von Gast2000: Deine gesunde Tochter ist das Wichtigste und Wertvollste was du hast. Sie braucht dich als ihren
Vater viele, viele Jahre bis sie im Leben auf eigene Füße stehen kann. Und ja, auch darüber hinaus,
wenn alles normal verläuft.
Ich habe jetzt schon so viele Vorstellungen, Ideen und Dinge, die ich mit der Kleinen machen möchte. Ich stelle mir schon vor, wie sie vielleicht irgendwann mal heiraten könnte oder selbst Mutter wird und mich zum Opa macht. Wenn ich auf meine Tochter blicke, freue ich mich sehr auf das Leben, weil sie darin eine sehr große Rolle einnimmt, vermutlich die größte.
Zitat von Gast2000: Das solltest du, viel zu lange hinausgezögert, konsequent, mit Ausnahme der Elternebene, anwenden.
Du bist, auch für mich, auf dem richtigen Weg.
Danke dir, ich fühle mich auch einfach besser. Es tut gut, was für sich zu tun, ich bin sehr aktiv. Ich erlaube mir auch mal was, mein Körper fühlt sich besser und besser an.
Vor 8 Monaten habe ich einen normalen, kleinen Einbaukühlschrank nur zu zweit tragen können, heute morgen habe ich den bei meinem Cousin alleine durchs Treppenhaus getragen.
Ich bin noch lange nicht am Ziel, aber die Entwicklung gefällt mir. Ich gefalle mir. Ich habe auch angefangen, mich nicht mehr zu verstecken. Lange habe ich sehr weite Kleidung getragen, auch nach über 20kg abnehmen, weil ich gefangen war in meinem Bild von früher.
Jetzt trage ich 1-2 Kleidergrößen weniger und fühle mich gut, egal ob man mich anschaut oder nicht.
Und zu wissen, dass ich Ende des Jahres nochmal viel weiter sein kann, macht es gut.