Zitat von unbel-Leberwurst:Puh, ist so was echt nötig? Man kann auch alles übertreiben
Ich hätte das auch gern etwas anders, also klar, Kind auf meiner *beep* Brust, versteh ich, das ist eben die beste Art, wie Bindung aufgebaut werden kann. Und dass die Mutter, die einzige Konstante, die das Kind kennt, anfangs irgendwie dabei sein sollte, versteh ich alles noch.
Aber ich würde das gern schnell trennen. Mein eigenes Zimmer, mein eigenes Bett - und so schnell es geht, wenn das Kind es verträgt, Mama und/oder Papa mal Stunden oder vielleicht auch mal einen Tag nicht zu sehen, ausziehen.
Ich habe heute einen recht klaren, realistischen Tag und da sehe ich ganz klar: Es kann kein Zurück mehr geben. Sie hat sich viel zu tief da reingeschaufelt, das wird auch nach der Geburt nicht anders werden. Es ist einfach unwahrscheinlich - statistisch sowieso.
Stellt sich also mir die Frage: Wie moderiere ich das, was nach der Geburt kommt:
A) Sie ist auch weiter voll bei dem Esten und glaubt fest an eine Zukunft (die soll sie dann meinetwegen auch bekommen). Rede ich darüber oder mache ich einfach weiter, aber noch distanzierter, aber noch mehr aufs Kind fokussiert?
B) Sie wird plötzlich zu ihrem "alten Ich" und erkennt ihre Verfehlungen. Wie reagiere ich, wenn ich nicht sicher sagen kann, dass ich ihr jemals wieder vertrauen kann? Ich kann es nicht zu 100% ausschließen, dass es nicht ein "Comeback" geben kann, wenn sie wirklich zeigt, dass sie sich selbst verändern will und alle Kontakte und Spiele komplett für immer löscht.
Aber was, wenn ich merke, ich will sie nicht mehr zurück? Wie moderiere ich das, ohne dass sie in ein komplettes Loch fällt, darunter meine Tochter und subsequent auch ich leide?
EDIT: Und ihr Vater mag mich durchaus sehr gerne. Würde ich dem auch mal Danke sagen, für alles, was er für uns getan hat, wenn es definitiv vorbei ist?