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11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

PapaInWarteschl
Zitat von Dudo:
sie wahrscheinlich naiv und er die Zunge bis zu den Knien, an Hand vom Aussehen

Das könnte sehr gut sein. Vor allem, sollte sie noch weitere Fotos von sich gezeigt haben, die auch mal etwas tiefer als ihre Schultern zeigen.
Zitat von unbel-Leberwurst:
Du machst dich doch völlig bekloppt, wenn du das Internet nach allen möglichen Varianten durchforstest, wie eine Schwangere eventuell aber reagieren könnte.
Darüber hinaus scheinst du ja dann auch noch gewisse Wahrscheinlichkeiten daraus ableiten zu wollen..
Das bringt dich nicht weiter, im Gegenteil.

Da hast du vollkommen recht, das war aber nicht nur im Zuge dessen, sondern ich habe auch vorher viel gelesen, weil ich gut vorbereitet sein wollte, auf die Schwangerschaft, auf die Geburt usw.
Zitat von unbel-Leberwurst:
Die Zeit bis zur Geburt würde ich wahrscheinlich auch noch abwarten und schauen, ob sie sich dann vielleicht wieder fängt.

Das wäre so auch in etwa mein "Fahrplan".

Zitat von unbel-Leberwurst:
Gleichzeitig würde ich den Kontakt und sonstige Kommunikation aber auf absolute Sparflamme setzen und mir zB weder trotz Krankheit keine Gemüsebrühe machen lassen noch irgendetwas für sie machen, was sie ansatzweise selber machen kann

Habe ich nicht so kritisch gesehen, daher danke für das Feedback, ich werde mich da zurückfahren.

Zitat von unbel-Leberwurst:
Wie stellst du dir das nach der Geburt vor?
Wird sie stillen?

Also ihr Ziel ist es, alles so natürlich wie möglich zu machen, also normale Geburt (kein KS) und stillen. Sollte das stillen nicht klappen, dann abpumpen. Sollte das auch nicht klappen, dann erst würden wir zum Pulver greifen.
Ich stelle mir es erstmal anstrengend vor, aber uns wurde geraten, trotz der Trennung gemeinsam im Bett beim Kind zu sein. Weil das Kind nur Mama kennt und mich in ihrer Gegenwart kennenlernen soll. Dass das Bonding gut klappt.

#241


unbel-Leberwurst
Zitat von PapaInWarteschl:
aber uns wurde geraten, trotz der Trennung gemeinsam im Bett beim Kind zu sein. Weil das Kind nur Mama kennt und mich in ihrer Gegenwart kennenlernen soll. Dass das Bonding gut klappt.

Puh, ist so was echt nötig?
Man kann auch alles übertreiben

x 3 #242


A


11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

x 3


PapaInWarteschl
Zitat von unbel-Leberwurst:
Puh, ist so was echt nötig? Man kann auch alles übertreiben

Ich hätte das auch gern etwas anders, also klar, Kind auf meiner *beep* Brust, versteh ich, das ist eben die beste Art, wie Bindung aufgebaut werden kann. Und dass die Mutter, die einzige Konstante, die das Kind kennt, anfangs irgendwie dabei sein sollte, versteh ich alles noch.
Aber ich würde das gern schnell trennen. Mein eigenes Zimmer, mein eigenes Bett - und so schnell es geht, wenn das Kind es verträgt, Mama und/oder Papa mal Stunden oder vielleicht auch mal einen Tag nicht zu sehen, ausziehen.

Ich habe heute einen recht klaren, realistischen Tag und da sehe ich ganz klar: Es kann kein Zurück mehr geben. Sie hat sich viel zu tief da reingeschaufelt, das wird auch nach der Geburt nicht anders werden. Es ist einfach unwahrscheinlich - statistisch sowieso.
Stellt sich also mir die Frage: Wie moderiere ich das, was nach der Geburt kommt:
A) Sie ist auch weiter voll bei dem Esten und glaubt fest an eine Zukunft (die soll sie dann meinetwegen auch bekommen). Rede ich darüber oder mache ich einfach weiter, aber noch distanzierter, aber noch mehr aufs Kind fokussiert?

B) Sie wird plötzlich zu ihrem "alten Ich" und erkennt ihre Verfehlungen. Wie reagiere ich, wenn ich nicht sicher sagen kann, dass ich ihr jemals wieder vertrauen kann? Ich kann es nicht zu 100% ausschließen, dass es nicht ein "Comeback" geben kann, wenn sie wirklich zeigt, dass sie sich selbst verändern will und alle Kontakte und Spiele komplett für immer löscht.
Aber was, wenn ich merke, ich will sie nicht mehr zurück? Wie moderiere ich das, ohne dass sie in ein komplettes Loch fällt, darunter meine Tochter und subsequent auch ich leide?

EDIT: Und ihr Vater mag mich durchaus sehr gerne. Würde ich dem auch mal Danke sagen, für alles, was er für uns getan hat, wenn es definitiv vorbei ist?

x 2 #243


unbel-Leberwurst
Zitat von PapaInWarteschl:
Wie reagiere ich, wenn ich nicht sicher sagen kann, dass ich ihr jemals wieder vertrauen kann?

Das ist ein Grundsatzproblem eines jeden Betrogenen und viele bekamen es doch wieder hin.

Ich sehe nicht, was bei euch da jetzt soooo außergewöhnlich sein soll.

Natürlich würde es dauern, bis das Vertrauen wieder ein gutes Niveau erreicht. Das läge dann aber in erster Linie auf ihrer Seite

x 2 #244


PapaInWarteschl
Zitat von unbel-Leberwurst:
Ich sehe nicht, was bei euch da jetzt soooo außergewöhnlich sein soll.

Es ist auch nichts außergewöhnliches verglichen mit der Allgemeinheit, aber außergewöhnlich für mich in dem Sinne, dass ich nie so behandelt wurde. Ich wollte mich jetzt nicht als wichtig oder sonstiges darstellen.

x 2 #245


GreenTara
@PapaInWarteschl
Zitat von PapaInWarteschl:
Sie wird plötzlich zu ihrem "alten Ich"

Das "alte Ich" hat sich gewandelt. Und du auch.
Zitat von PapaInWarteschl:
Ich kann es nicht zu 100% ausschließen, dass es nicht ein "Comeback" geben kann, wenn sie wirklich zeigt, .....

Darüber lässt sich doch nur mutmaßen und spekulieren. Wenn die Seifenblase platzt, ist nicht gesagt, dass sie automatisch Gefühle für dich hätte. Und falls doch: Wie würde sie das an dich herausbringen? Tränen und Reueschwüre? Es dann um dich, oder um ihre Sicherheit? Da müssten doch schon Argumente und Überzeugungsarbeit geleistet werden. Und das ist nicht abschätzbar.
Sie hatte auch in der Vergangenheit psychische Probleme, könntest du nochmal vertrauen, trotz ihrer Instabilität?
An deiner Stelle würde ich versuchen, das Ende zu akzeptieren.
Wenn und falls eine Annäherung stattfinden sollte, wäre das kein Comeback, sondern ein Neubeginn.
Das ist alles weit weg, und direkt vor deiner Nase gibt es mehr als genug zu stemmen für dich.

x 2 #246


PapaInWarteschl
@GreenTara
Danke für die Einordnung und auch die Erdung.
Insgesamt versuche ich auch nach und nach immer mehr, das, was mich immer zu ihr hinzieht, kleinzureden, meine Gefühle als temporäres Konstrukt zu begreifen, welches jetzt kein Existenzrecht mehr besitzt.
Ich sehe da auf meiner Seite durchaus Verbesserungen über die Wochen und doch, irgendwo in mir sitzt ein kleines Stück Ego, welches sich leichter damit täte, sie zu verlassen, ohne, dass sie einen Neuen direkt am Start hat.
Das klingt lächerlich, dessen bin ich mir bewusst, aber man ist am Ende auch nur ein humanes Wesen.

Aber damit sind zumindest die Fragen beantwortet: Egal, was kommt, ich zeige ihr die kalte Schulter. Sollte ich an ihr einen Rückfall in depressives Verhalten bemerken, benenne ich das bei der Hebamme und schütze mein Kind. Am Ende sind es diese zwei Leben (meins und das des Kindes), die wichtig sind, nicht ihres.

x 2 #247


GreenTara
@PapaInWarteschl
Zitat von PapaInWarteschl:
Das klingt lächerlich, dessen bin ich mir bewusst, aber man ist am Ende auch nur ein humanes Wesen.

Ich finde es keineswegs lächerlich, Hoffnung zu haben, und unser Ego gehört zum Menschsein dazu. Ich kenne keinen Menschen, der in der Lage ist, sich ohne wenn und aber der Realität zu stellen. Du siehst es ja: Liebe und Bindung, Verantwortung, Trauer, Ängste, Verletzungen sprechen ihr eigenes Wort mit, wenn es darum geht, Entscheidungen zu fällen. Wir sind nicht KI.

x 2 #248


PapaInWarteschl
@GreenTara
Das stimmt absolut, es sind diese ganzen Emotionen, die uns zum Menschen machen, zum Individuum und doch war es früher immer mein Bestreben, so frei es nur ging, von Emotionen zu sein. Natürlich konnte ich das nie zu 100% umsetzen, aber ich ließ mein Leben großteils auf Schienen laufen und wenn ich doch mal davon abkam, habe ich mich einfach mit Alk. betäubt und zurück auf die Gleise gestellt.
Parallel habe ich allen Freunden geholfen, Jobs, Liebe und Glück zu finden. Phasen, in denen ich so etwas hatte, waren selten von langer Dauer, natürlich auch wegen mir.
Und jetzt, nach 11,5 Jahren fühle ich mich darin bestätigt, dass der Weg der "Schienen" der bessere gewesen wäre. Dann würd ich nicht hier schreiben. Was nicht bedeuten soll, dass ich irgendetwas bereue, aber ich bin nicht sicher, ob ich nochmal den Weg gehen würde.

#249


GreenTara
@PapaInWarteschl
Zitat von PapaInWarteschl:
aber ich bin nicht sicher, ob ich nochmal den Weg gehen würde.

Selbst jetzt, wo dein Weg die größten Herausforderungen an dich stellt, bist du dir trotzdem nicht sicher. Das lässt mich für dich hoffen, dass du Mensch bleibst und Höhen und Tiefen überwindest anstatt es dir auf der Schiene scheinbar bequem machst. Und das Leben verpasst.
Warte mal ab, es kommen auch wieder Freude in dein Leben.

x 4 #250


E
@PapaInWarteschl

Es ist alles mehr als super frisch. Du steckst mitten im emotionalen Chaos. Und damit nicht nur in deinem eigenen, sondern auch ihrem.

Gib dir Zeit. Versuch irgendwie bis zur Geburt über die Runden zu komnen und schau dann wies weitergeht. Bei ihr wird einiges umgewürfelt werden. Bei dir evtl auch.

x 3 #251


Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
Und jetzt, nach 11,5 Jahren fühle ich mich darin bestätigt, dass der Weg der "Schienen" der bessere gewesen wäre.

Auf gar keinen Fall ist das besser!

Jeder von uns hat Emotionen und Gefühle.
Sie bestimmen sogar unser tägliches Leben enorm.

Der Trugschluss vieler Menschen (und besonders vieler Männer) ist nur, zu glauben, man könne mit der größtmöglichen Selbstbeherrschung und einer rein sachlichen Ebene alles weg moderieren, was da so an Emotionen und Gefühlen in einem hochkommt.
Das funktioniert nur nicht dauerhaft. Wie du ja bestens selbst festgestellt hast.
Dann hast du eben zur Flasche gegriffen, wenn es zu sehr weh getan hat.

Aber Betäubung hat noch nie wirklich geholfen.
Nur weil Generationen von Männern mit den dummen Sprüchen wie "Indianer kennt keinen Schmerz" oder "stell dich nicht so an" und noch viel mehr psychologischem Unsinn groß geworden sind, haben wir doch diese massiven Probleme, viele Depressionen, Abhängigkeiten und vieles mehr.

Ich habe zig verzweifelte Männer in psychosomatischen Kliniken erlebt, die kaum bis gar nicht an ihre Gefühle herangekommen sind und tieftraurig mit größten Problemen vor mir saßen und gerne wenigstens nur einmal weinen wollten.

Was soll da besser dran sein?
Die Gesellschaft hat sich selbst von ihren Gefühlen abgespalten.
Aber das geht nur zeitweise gut.
Irgendwas folgt, irgendwann platzt es heraus.
Entweder unkontrolliert oder im besten Fall mit einem gesunden Zugang zu allen Gefühlen, die in einem schlummern.

Und die Befreiung von jemandem, der endlich seinen eigenen Knoten im Herzen gesund lösen kann, ist so groß und tut gut. I
ch habe viele veränderte Gesichter gesehen, die einen ganz neuen Glanz hatten.

x 4 #252


A
Zitat von PapaInWarteschl:
Es ist auch nichts außergewöhnliches verglichen mit der Allgemeinheit, aber außergewöhnlich für mich in dem Sinne, dass ich nie so behandelt wurde. Ich wollte mich jetzt nicht als wichtig oder sonstiges darstellen.

Hm, vielleicht täusche ich mich ja, aber ich finde diese Geschichte hier schon außergewöhnlich. Das ist doch Beziehung 2.0 - Betrug gabs ja schon oder?

Und dazu den ganzen anderen unaufgearbeiteten Krampf der mit diversen Süchten gedeckelt wird. Dazu jetzt on Top noch ein Kind.

#253


PapaInWarteschl
@Stella31
Du hast vollkommen recht und allen anderen gegenüber würde ich jederzeit ebenso argumentieren, ja sogar darauf beharren, sich mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen, denn das Verständnis dafür sorgt für Erkenntnis und daraus entsteht Chance und Wachstum.

Man merkt nur, dass das schwieriger wird, wenn man selbst erstmal "drin steckt" und nach langer Zeit wieder die negative Seite der Emotionalität kennenlernt.

@Akelei76
Für mich ist es das, im großen Kontext der Allgemeinheit vermutlich eher weniger. Betrug im Sinne einer emotionalen Affäre gab es definitiv.

#254


unbel-Leberwurst
Zitat von PapaInWarteschl:
Es ist auch nichts außergewöhnliches verglichen mit der Allgemeinheit, aber außergewöhnlich für mich in dem Sinne, dass ich nie so behandelt ...

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will deine durchlebte Situation nicht abwerten.
Ich wollte nur sagen, dass es andere nach einem Betrug auch wieder geschafft haben, sich zusammenzuraufen, mitunter war es hinterher sogar besser als zuvor.

Bei Dir ist es ja sogar die Ironie des Schicksals, dass sie durch die gemeinsame Entscheidung für ein Kind überhaupt erst auf Abwege geraten ist.
Nur weil sie in der Schwangerschaft Langeweile hatte, ist sie ja erst wieder angefangen zu zocken und konnte ihn so kennenlernen.

#255


A


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