Zitat von alleswirdbesser: Treibt sie etwa schon Sport oder was erhofft sie sich von dem Zeug?
Sie geht so eine halbe Stunde auf dem Laufband und dazu Beckenbodenübungen und paar Armübungen, soweit ich weiß.
Zitat von Stella31: Du warst auch in der ganzen Zeit nicht von ihr getrennt!
Das ist aber der springende Punkt.
Mit der Trennung verändert sich alles. Keine Nähe, keine Unbeschwertheit, keine Intimität.
Bedeutet also: Im Kern war sie immer so und durch den Esten kam das hervor? Weil ich ihr Partner war, war sie also anders zu mir und das jetzt ist ihr Gesicht, was andere bekommen? Bzw. nur jene, die sie nicht mehr braucht als Partner, andere wie Kollegen behandelt sie ja stets sehr gut.
Zitat von alleswirdbesser: Ihr Problem scheint die Wahl der neuen Liebe zu sein, die nicht für sie da ist im realen Leben. Also wird der TE weiter bequatscht.
Sehe ich exakt genau so. Sie hat keine Freunde, ihre Familie ist gegen das, was sie aktuell macht und der Este ist nur im Internet da, aber nicht vor Ort. Ergo macht sie das, was sie über 11,5 Jahre kannte: Sie kommt zu mir, weil das ihr erster Impuls ist, wenn sie "überschwappt" und reden möchte.
Zitat von GreenTara: Wenn man sich trennt, lernt man sich kennen.
Sehr interessanter Satz. Zeigt dann auch, dass ich sie eigentlich nie kannte, was mich gerade umso mehr die gesamte Beziehung und meine Zeit, die ich dadurch quasi verloren habe, hinterfragen lässt. Ich merke, wenn ich dem Gedanken weiter nachgehe, stürz ich mich selbst noch in eine "existenzielle Krise". Ich sollte das nicht weiter verfolgen, denke ich.
Einfach im Kopf Ex = Teufel setzen und die anderen Gedanken ignorieren.
Zitat von alleswirdbesser: Oder anders gefragt - war das geben und nehmen bei euch ausgeglichen und hat sich das Verhältnis nur während der Schwangerschaft verschoben?
Also es gab Phasen, in denen ich mehr gegeben habe und Phasen, in denen sie mehr gegeben hat. Ich habe - würde ich so einschätzen - im Alltag mehr gegeben, hab mehr die Probleme angepackt und die kleinen Dinge alle erledigt (administrativ, Essen kochen usw.) und sie war eher die Person, die größere Dinge besser angegangen ist und dazu hat sie deutlich mehr im (restlichen) Haushalt gemacht, also Putzen, Staubsaugen, Wäsche machen und Bügeln.
Emotional gesehen war es recht ausgeglichen, sie hat etwas mehr geklammert als ich und mehr Nähe gesucht, ich hab die aber auch gegeben.
S*xuell gesehen habe ich mehr gegeben als genommen, aber ich hab immer schon mehr Spaß darin verspürt als im reinen nehmen (das war auch vor ihr so). Und die "Statistik" ist da etwas blöd, weil ich durch den Tumor im Kopf etwa ein 3/4 Jahr starke Kopfschmerzen bekam, wenn ich selber "unten rum voll beteiligt war" und dann ging es nicht mehr.
Also, wenn ich alles so überblicke, würde ich sagen: Im Alltag war es ca. 55-60 von mir, 40-45 von ihr. Emotional eher umgekehrt. S*xuell 40-45 habe ich genommen, 55-60 sie (wenn man das 3/4 Jahr mit einberechnet).
Ich bin da auch die vergangenen Wochen sehr stark in mich gegangen und habe alles bewertet und für mich auseinander genommen. Ich war immer der Meinung, ich habe extrem viel gegeben, habe aber alles, was sie gemacht hat, im Kopf klein gemacht (wie eben Wäsche, Bügeln, Aufräumen usw.)
Und zum Schluss, wenn es um kleine und große Überraschungen für den jeweils anderen geht, da war sie mir etwas voraus, vielleicht 60 zu 40. Oft genug kam ich nach Hause und auf einmal stand da meine frisch gemachten Lieblingspfannkuchen oder sowas.
Dafür habe ich oft zugehört, wenn sie im Nebensatz mal einen Wunsch hatte und versucht, beim nächsten Mal daran zu denken (z.B. Einkauf).
In der Schwangerschaft war es dann in der Zeit, in der sie nur mit Übelkeit und gesundheitlichen Problemen im Bett lag ein 90 zu 10 von mir. Als es ihr besser ging, ein 60 zu 40, wobei sie s*xuell plötzlich extrem wild und gierig geworden ist, aber immer beide das komplette Programm bekamen - sie hat sich sonst sogar beschwert. Da war es min. 50 zu 50, eher ein 60 sie gibt und 40 sie nimmt.
Zitat von Stella31: Und der Online Freund ist nun mal nicht so richtig echt. Außerdem will der vermutlich nichts davon hören, wenn sie erbricht oder das Baby schreit.
Sie hat nur einmal generell was gesagt, was dazu passt. Das war, als ich wissen wollte, warum sie mir mit ihren Problemen auf den Keks geht und nicht mit ihm redet.
"Er weiß nichts von meinen Problemen, über sowas rede ich mit ihm nicht. Ich kenne ihn ja gar nicht gut genug dafür. Er weiß auch nichts über meine Vergangenheit oder Kindheit".
(Ja, dafür kennt sie ihn nicht gut genug, für alles andere schon - ich weiß, ich musste auch lachen)
Das war aber schon so Mitte Februar, keine Ahnung wie es jetzt aussieht.