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11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

C
Zitat von PapaInWarteschl:
Sie war auch nie eiskalt oder herablassend oder so mir gegenüber in den Jahren.


Zitat von PapaInWarteschl:
Das ist ja der Kern des Pudels, dass sie so ein anderer Mensch geworden ist - oder sie sich 11,5 Jahre verstellt hat, was auch immer statistisch wahrscheinlicher ist.


Oft werden Menschen komplett anders, sobald sie mal ein "Nein" hören.

Du hast ihr Probleme vom Hals. gehalten.

Vermutlich wirst du irgendwann, sobald sich alles mehr beruhigt hat, in der Rückschau selber drauf kommen, wann es gekippt ist. Es wird zwar oft gesagt, dass es unerwartet war, aber bei näherer Prüfung entpuppt sich das oft als haltlos.

Zitat von PapaInWarteschl:
Das ist es, was ich einfach nur einmal verstanden wissen möchte. Ja, das was sie gemacht hat ist falsch und was auch immer das Karma ihr dafür bringt, ist verdient. Aber ich erlaube nicht, dass man jetzt 11,5 Jahre herunterbricht auf die letzten paar Monate, alles als toxisch beschreibt und sie als Teufel verflucht. Denn das ist nicht gerecht.


Hast du dich diese 11,5 Jahre denn wohl gefühlt? Oder oft wie ein Hamster im Laufrad? Etwas überanstrengt davon, ihr alles recht machen zu müssen? Wenn du dir diese Fragen schonungslos ehrlich beantworten kannst, wärst du schon mal einen Schritt weiter.

#2431


alleswirdbesser
Zitat von Casey:
Hast du dich diese 11,5 Jahre denn wohl gefühlt? Oder oft wie ein Hamster im Laufrad? Etwas überanstrengt davon, ihr alles recht machen zu müssen? Wenn du dir diese Fragen schonungslos ehrlich beantworten kannst, wärst du schon mal einen Schritt weiter.

Oder anders gefragt - war das geben und nehmen bei euch ausgeglichen und hat sich das Verhältnis nur während der Schwangerschaft verschoben?

x 4 #2432


A


11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

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Stella31
Zitat von alleswirdbesser:
Ihr Problem scheint die Wahl der neuen Liebe zu sein, die nicht für sie da ist im realen Leben. Also wird der TE weiter bequatscht.

So sieht's wohl aus.
Da ist eben niemand, der im Alltag an ihrer Seite ist.
Sie hat weder Freunde noch Familie in der Nähe.
Und der Online Freund ist nun mal nicht so richtig echt. Außerdem will der vermutlich nichts davon hören, wenn sie erbricht oder das Baby schreit.
Da muss ja momentan die Fassade bleiben, damit er überhaupt irgendwann zu ihr kommt.
Nicht mal daran kann ich glauben.

x 4 #2433


PapaInWarteschl
Zitat von alleswirdbesser:
Treibt sie etwa schon Sport oder was erhofft sie sich von dem Zeug?

Sie geht so eine halbe Stunde auf dem Laufband und dazu Beckenbodenübungen und paar Armübungen, soweit ich weiß.

Zitat von Stella31:
Du warst auch in der ganzen Zeit nicht von ihr getrennt!
Das ist aber der springende Punkt.
Mit der Trennung verändert sich alles. Keine Nähe, keine Unbeschwertheit, keine Intimität.

Bedeutet also: Im Kern war sie immer so und durch den Esten kam das hervor? Weil ich ihr Partner war, war sie also anders zu mir und das jetzt ist ihr Gesicht, was andere bekommen? Bzw. nur jene, die sie nicht mehr braucht als Partner, andere wie Kollegen behandelt sie ja stets sehr gut.

Zitat von alleswirdbesser:
Ihr Problem scheint die Wahl der neuen Liebe zu sein, die nicht für sie da ist im realen Leben. Also wird der TE weiter bequatscht.

Sehe ich exakt genau so. Sie hat keine Freunde, ihre Familie ist gegen das, was sie aktuell macht und der Este ist nur im Internet da, aber nicht vor Ort. Ergo macht sie das, was sie über 11,5 Jahre kannte: Sie kommt zu mir, weil das ihr erster Impuls ist, wenn sie "überschwappt" und reden möchte.

Zitat von GreenTara:
Wenn man sich trennt, lernt man sich kennen.

Sehr interessanter Satz. Zeigt dann auch, dass ich sie eigentlich nie kannte, was mich gerade umso mehr die gesamte Beziehung und meine Zeit, die ich dadurch quasi verloren habe, hinterfragen lässt. Ich merke, wenn ich dem Gedanken weiter nachgehe, stürz ich mich selbst noch in eine "existenzielle Krise". Ich sollte das nicht weiter verfolgen, denke ich.
Einfach im Kopf Ex = Teufel setzen und die anderen Gedanken ignorieren.

Zitat von alleswirdbesser:
Oder anders gefragt - war das geben und nehmen bei euch ausgeglichen und hat sich das Verhältnis nur während der Schwangerschaft verschoben?

Also es gab Phasen, in denen ich mehr gegeben habe und Phasen, in denen sie mehr gegeben hat. Ich habe - würde ich so einschätzen - im Alltag mehr gegeben, hab mehr die Probleme angepackt und die kleinen Dinge alle erledigt (administrativ, Essen kochen usw.) und sie war eher die Person, die größere Dinge besser angegangen ist und dazu hat sie deutlich mehr im (restlichen) Haushalt gemacht, also Putzen, Staubsaugen, Wäsche machen und Bügeln.
Emotional gesehen war es recht ausgeglichen, sie hat etwas mehr geklammert als ich und mehr Nähe gesucht, ich hab die aber auch gegeben.
S*xuell gesehen habe ich mehr gegeben als genommen, aber ich hab immer schon mehr Spaß darin verspürt als im reinen nehmen (das war auch vor ihr so). Und die "Statistik" ist da etwas blöd, weil ich durch den Tumor im Kopf etwa ein 3/4 Jahr starke Kopfschmerzen bekam, wenn ich selber "unten rum voll beteiligt war" und dann ging es nicht mehr.

Also, wenn ich alles so überblicke, würde ich sagen: Im Alltag war es ca. 55-60 von mir, 40-45 von ihr. Emotional eher umgekehrt. S*xuell 40-45 habe ich genommen, 55-60 sie (wenn man das 3/4 Jahr mit einberechnet).
Ich bin da auch die vergangenen Wochen sehr stark in mich gegangen und habe alles bewertet und für mich auseinander genommen. Ich war immer der Meinung, ich habe extrem viel gegeben, habe aber alles, was sie gemacht hat, im Kopf klein gemacht (wie eben Wäsche, Bügeln, Aufräumen usw.)
Und zum Schluss, wenn es um kleine und große Überraschungen für den jeweils anderen geht, da war sie mir etwas voraus, vielleicht 60 zu 40. Oft genug kam ich nach Hause und auf einmal stand da meine frisch gemachten Lieblingspfannkuchen oder sowas.
Dafür habe ich oft zugehört, wenn sie im Nebensatz mal einen Wunsch hatte und versucht, beim nächsten Mal daran zu denken (z.B. Einkauf).

In der Schwangerschaft war es dann in der Zeit, in der sie nur mit Übelkeit und gesundheitlichen Problemen im Bett lag ein 90 zu 10 von mir. Als es ihr besser ging, ein 60 zu 40, wobei sie s*xuell plötzlich extrem wild und gierig geworden ist, aber immer beide das komplette Programm bekamen - sie hat sich sonst sogar beschwert. Da war es min. 50 zu 50, eher ein 60 sie gibt und 40 sie nimmt.

Zitat von Stella31:
Und der Online Freund ist nun mal nicht so richtig echt. Außerdem will der vermutlich nichts davon hören, wenn sie erbricht oder das Baby schreit.

Sie hat nur einmal generell was gesagt, was dazu passt. Das war, als ich wissen wollte, warum sie mir mit ihren Problemen auf den Keks geht und nicht mit ihm redet.
"Er weiß nichts von meinen Problemen, über sowas rede ich mit ihm nicht. Ich kenne ihn ja gar nicht gut genug dafür. Er weiß auch nichts über meine Vergangenheit oder Kindheit".
(Ja, dafür kennt sie ihn nicht gut genug, für alles andere schon - ich weiß, ich musste auch lachen)
Das war aber schon so Mitte Februar, keine Ahnung wie es jetzt aussieht.

#2434


Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
Bedeutet also: Im Kern war sie immer so und durch den Esten kam das hervor? Weil ich ihr Partner war, war sie also anders zu mir und das jetzt ist ihr Gesicht, was andere bekommen?

Das meine ich damit nicht.
Aber wenn man bisher in einer langjährigen, intimen Beziehung war und sich nun alles gedreht hat, muss ja irgendwie eine Abgrenzung erfolgen.
Und sie ist alles andere als stabil, fair und berechenbar.
Sie lebt in einem, mittlerweile monatelang andauernden, Ausnahmezustand.
Sie weiß wahrscheinlich selbst nicht, wie sie sich dir ggü verhalten soll.

x 2 #2435


Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
Also, wenn ich alles so überblicke, würde ich sagen: Im Alltag war es ca. 55-60 von mir, 40-45 von ihr. Emotional eher umgekehrt. S*xuell 40-45 habe ich genommen, 55-60 sie (wenn man das 3/4 Jahr

Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, meine Beziehungen so auseinander zu pflücken und genau zu errechnen, wer was und wie viel mit welchem prozentualen Anteil gemacht hat 🤔

x 1 #2436


PapaInWarteschl
Zitat von Casey:
Vermutlich wirst du irgendwann, sobald sich alles mehr beruhigt hat, in der Rückschau selber drauf kommen, wann es gekippt ist. Es wird zwar oft gesagt, dass es unerwartet war, aber bei näherer Prüfung entpuppt sich das oft als haltlos.

Sorry, ich hatte deinen Beitrag übersehen.
Also ich bin mir recht sicher, dass ich weiß, wann es gekippt ist. Ihr war durch die Schwangerschaft extrem langweilig, viele Dinge konnte sie nicht machen, bei manchen war sie unsicher (und ich habe dann blöderweise geraten, es dann alles zu lassen) und ich habe sie zusätzlich in Watte gepackt.
Das hat sie nur noch dahin gehen lassen können, wo sie im Leben immer hin geflohen ist: Ins Internet. Und dort dann recht schnell ins MMORPG. Ab dem Punkt ist sie mir extrem schnell entglitten, auch weil ich 8 Stunden arbeiten musste und so nicht immer aufpassen konnte, dass sie nicht wieder 10, 12, 14 Stunden zockt. Ist aber passiert.
Wäre ich mehr für sie da gewesen oder hätte ich mehr Dinge gefunden, die sie (und wir gemeinsam) hätte(n) mache(n) können, wäre es vielleicht anders gelaufen.

Zitat von Casey:
Hast du dich diese 11,5 Jahre denn wohl gefühlt? Oder oft wie ein Hamster im Laufrad? Etwas überanstrengt davon, ihr alles recht machen zu müssen? Wenn du dir diese Fragen schonungslos ehrlich beantworten kannst, wärst du schon mal einen Schritt weiter.

Es gab Phasen, in denen ich mich nicht wohlgefühlt habe, z.B. als sie eine Ausbildung gesucht hat, ich aber einfach viel schneller war mit Bewerbungen schreiben. Sie hat also Stellen rausgesucht (am Ende knapp über 120) und ich sollte die alle anschreiben, quasi in meinem Feierabend und Wochenende. Da war sie dann auch mal "not amused", wenn ich nur 5-6 geschafft habe. Aber ich habe ihr auch angemerkt, wie groß die Angst war, nichts zu bekommen und noch ein Jahr zu verlieren.
Und nochmal die Phase, als ich 4 Monate arbeitslos war. Jeden Tag habe ich gesucht, mich beworben, viele Gespräche geführt, Termine gehabt und wenn ich mal einen Tag einfach nichts gemacht habe, war sie enttäuscht. Nicht wütend oder laut, nur einfach enttäuscht. Das und die generelle Suche hat mich schon arg mitgenommen - ich hab nur nie was gesagt, mache ich noch nie gerne.

Zitat von Stella31:
Aber wenn man bisher in einer langjährigen, intimen Beziehung war und sich nun alles gedreht hat, muss ja irgendwie eine Abgrenzung erfolgen.

Achso, ja, jetzt verstehe ich es. Danke für die Erklärung.

Zitat von Stella31:
Und sie ist alles andere als stabil, fair und berechenbar.
Sie lebt in einem, mittlerweile monatelang andauernden, Ausnahmezustand.
Sie weiß wahrscheinlich selbst nicht, wie sie sich dir ggü verhalten soll.

So wirkt sie auch. Einerseits stößt sie mich (teils aggressiv) weg. Bisher, wenn es passiert ist, war es immer abends.
Andererseits will sie mit mir über alles reden. Das aber eher Morgens bis früher Nachmittag.
Und dann gibt's noch mich als Vater, den sie immer sehr lobt und oft sagt, wie "süß wir zusammen sind".

Zitat von Stella31:
Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, meine Beziehungen so auseinander zu pflücken und genau zu errechnen, wer was und wie viel mit welchem prozentualen Anteil gemacht hat

Sorry, ich wusste einfach nicht, wie ich wirklich antworten sollte, also habe ich das irgendwie als statistisch-mathematische Sache aufgefasst - auch wenn ich beides hasse. Vermutlich kommt da der ehem. Kaufmann in mir noch durch.
Ist mir dann grad schon unangenehm.

x 1 #2437


C
Zitat von PapaInWarteschl:
weil ich durch den Tumor im Kopf etwa ein 3/4 Jahr starke Kopfschmerzen bekam


Könnte, aber muss nicht ein Knackpunkt gewesen sein.

Es wird dir aber selten jemand sagen, dass er Angst wegen Krankheit/Verlust hat und sich deshalb neu orientiert.

Falls da allerdings eure erste, größer Krise ober Herausforderung war und kurz danach ist sie weg, weißt du Bescheid.

Dann muss sie fies sein, um das vor sich selber zu rechtfertigen.



Schlussendlich kann sie auch einfach dem Esten verfallen sein. Sie hat ja nicht so viele Erfahrungen.

Mehr Möglichkeiten sehe ich nicht.


Deine Genauigkeit beim Aufrechnen ist bemerkenswert. Hast du zusätzlich ein fotografisches Gedächnis?

#2438


Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
auch weil ich 8 Stunden arbeiten musste und so nicht immer aufpassen konnte, dass sie nicht wieder 10, 12, 14 Stunden zockt.

und da liegt schon ein gravierender Fehler!
Du musst auf niemanden aufpassen, der erwachsen ist!
Wenn sie offensichtlich ein Suchtproblem hat, dann sollte sie sich längst schon in Therapie begeben haben.
Du hattest ja lange Zeit genau dasselbe Problem, aber konntest es überwinden.
Sie nur eine Zeit lang.
Du bist nicht für ihr Zocken verantwortlich!
Unterstützend hättest du sie vielleicht drauf hinweisen können und frühzeitig sagen, dass es dir nicht gefällt, wenn sie so viel Zeit dort verbringt.
Aber sie ist dafür verantwortlich, es zu tun oder zu lassen.
Du kannst aber deine Konsequenzen draus ziehen.
Leider hast du das lange nicht gemacht und sie hat sich drauf verlassen, dass du ihr erhalten bleibst.

x 2 #2439


GreenTara
@PapaInWarteschl
Zitat von PapaInWarteschl:
Zeigt dann auch, dass ich sie eigentlich nie kannte

Ich denke, der Mensch hat nun einmal verschiedene Rollen in seinem Leben. Jetzt legt deine Ex die partnerschaftliche ab, und das neue Gesicht ist halt eine weitere Facette.

x 1 #2440


C
Zitat von PapaInWarteschl:
Sorry, ich hatte deinen Beitrag übersehen.
Also ich bin mir recht sicher, dass ich weiß, wann es gekippt ist. Ihr war durch die Schwangerschaft extrem langweilig, viele Dinge konnte sie nicht machen, bei manchen war sie unsicher (und ich habe dann blöderweise geraten, es dann alles zu lassen) und ich habe sie zusätzlich in Watte gepackt.
Das hat sie nur noch dahin gehen lassen können, wo sie im Leben immer hin geflohen ist: Ins Internet. Und dort dann recht schnell ins MMORPG. Ab dem Punkt ist sie mir extrem schnell entglitten, auch weil ich 8 Stunden arbeiten musste und so nicht immer aufpassen konnte, dass sie nicht wieder 10, 12, 14 Stunden zockt. Ist aber passiert.


Hat sich mit dem Antworten was überschnitten.

Bleibt also die Erklärung, dass sie dem Esten verfallen ist.

Ja, kann schon ein starker Sog sein solche Internetblasen.

Wenn es sie regelrecht auszehrt, kann man ja sehen, was das für eine Wirkung hat.

Dann haben wir ja erstmal einiges durch und die Fragezeichen im Kopf haben sich vielleicht mehr aufgelöst.

Du hattest keine Chance.

x 1 #2441


PapaInWarteschl
Zitat von Casey:
Könnte, aber muss nicht ein Knackpunkt gewesen sein.

Es wird dir aber selten jemand sagen, dass er Angst wegen Krankheit/Verlust hat und sich deshalb neu orientiert.

Falls da allerdings eure erste, größer Krise ober Herausforderung war und kurz danach ist sie weg, weißt du Bescheid.

Dann muss sie fies sein, um das vor sich selber zu rechtfertigen.

Wir hatten vorher schon andere Krisen.
Bei ihr an der Schilddrüse wurden gleich 6 Knoten entdeckt und durch die Art der Knoten war bis zur OP nicht sicher, ob diese maligne Tumore sind. Durch div. Krebs-Vorgeschichten in der Familie war es natürlich bei ihr dann schon mit extremer Angst verbunden.
Durch eine Verletzung der Stimmbänder bei der OP konnte sie mehrere Monate nicht mehr richtig sprechen, klang immer extrem heiser und musste zum Logopäden - auch da habe ich die Übungen für Zuhause mit ihr zusammen gemacht, damit sie da einfach meinen Rückhalt spürt.
Vorletztes Jahr wurde dann ein Knoten in ihrer Brust gefunden (u.a. ihre Oma hatte Brustkrebs), auch das haben wir gemeinsam durchgestanden.
Mein Tumor war dann sozusagen nur Nummer 3.

Zitat von Casey:
Deine Genauigkeit beim Aufrechnen ist bemerkenswert. Hast du zusätzlich ein fotografisches Gedächnis?

Bin jetzt nicht sicher, ob das vorwurfsvoll oder ernst gemeint ist, daher antworte ich trotzdem:
Wurde nie diagnostiziert, aber ja, ich kann mich an extrem viele Situationen sehr genau erinnern, auch an vollkommen kleine Details wie z.B. was im TV lief bei einem Gespräch oder wo genau die Katzen waren oder oder oder.
Das hab ich im Leben schon immer irgendwie.

Zitat von Stella31:
Du musst auf niemanden aufpassen, der erwachsen ist!
Wenn sie offensichtlich ein Suchtproblem hat, dann sollte sie sich längst schon in Therapie begeben haben.
Du hattest ja lange Zeit genau dasselbe Problem, aber konntest es überwinden.

Weißt du was? Du hast recht. Irgendwie bemerke ich gerade, dass mir eine Last abfällt, wenn du das so sagst.

Zitat von Stella31:
Unterstützend hättest du sie vielleicht drauf hinweisen können und frühzeitig sagen, dass es dir nicht gefällt, wenn sie so viel Zeit dort verbringt.

Ja, das habe ich zu spät. Erst als der Este schon da war und sie schon komplett anders war. Dann konnte sie immer sagen "Du bist nur eifersüchtig!".
Nur einmal hat sie mich richtig angeschrien (ich spare mit mal Capslock) "Dann sag mir was ich sonst machen soll! Ich darf nicht arbeiten, ich darf so viele Sachen nicht machen weil es Komplikationen gibt und bin hier gefangen!"
Eine wirkliche Antwort konnte ich ihr nicht geben - weshalb ich mir heute noch eine Schuld gebe.
(Zur Info: Ja, es gab während der Schwangerschaft Komplikationen, aber da war sie schon mit dem Esten zugange)

Zitat von Stella31:
Du kannst aber deine Konsequenzen draus ziehen.
Leider hast du das lange nicht gemacht und sie hat sich drauf verlassen, dass du ihr erhalten bleibst.

Richtig, deshalb trage ich eine Mitschuld, dass sie wieder einer Sucht verfallen ist. Selbst wenn sie nicht mehr so viel zockt (sagt sie), so hat sie mit ihm und TikTok noch andere Süchte.

Zitat von GreenTara:
Ich denke, der Mensch hat nun einmal verschiedene Rollen in seinem Leben. Jetzt legt deine Ex die partnerschaftliche ab, und das neue Gesicht ist halt eine weitere Facette.

Ich finde du hast immer sehr interessante Ansichten, die mich viel zum Nachdenken anregen. Es ist nicht so rein nur in der real-menschlichen Ebene, sondern irgendwie auch auf der Meta-Ebene. Danke dafür, mal so gesagt.

Zitat von Casey:
Bleibt also die Erklärung, dass sie dem Esten verfallen ist.

Ja, kann schon ein starker Sog sein solche Internetblasen.

Wenn es sie regelrecht auszehrt, kann man ja sehen, was das für eine Wirkung hat.

Dann haben wir ja erstmal einiges durch und die Fragezeichen im Kopf haben sich vielleicht mehr aufgelöst.

Du hattest keine Chance.

Das ist das, was meine Psychologin meint. Gerade, weil in der Schwangerschaft Dopamin wohl Mangelware ist, ist jede Anerkennung und Aufmerksamkeit von außen etwas von immenser Wirkung, gerade bei jemandem, der sich selbst klein und schlecht redet.
Das ähnelt dann stark anderen bekannten Süchten wie Alk., Dr*genmissbrauch, Spielsucht usw.
Und aus dieser krankhaften Limerenz kommt man nur schwer raus, selbst Gesprächstherapien können da das Gegenteil bewirken, weil es das "Ich und Er gegen den Rest der Welt"-Narrativ noch verstärken kann.
Meist kommt irgendwann der Clash von Idealisierung durch Limerenz und Realität, was einen ersten Schritt heraus bedeuten kann.

x 2 #2442


Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
Weißt du was? Du hast recht. Irgendwie bemerke ich gerade, dass mir eine Last abfällt, wenn du das so sagst.

Und genau da ist dein Ansatz!
Es geht nicht darum, was sie tut oder nicht. Was sie sagt oder nicht.
Genaue Rechnungen über Anteile von Aufgaben.
Es geht darum, dass du DEINEN Anteil am Scheitern erkennst.
Weshalb du so hyper sensibel mit ihr umgegangen bist. Weshalb du ständig irgendwelche Erklärungen suchst. Und weshalb du so lange nicht spürst, dass da gewaltig etwas in Schieflage war,du aber weiterhin ausgehalten hast.
Deine alten Muster!
Erkennen und verändern!
Aber nicht so radikal, dass dabei die Menschlichkeit drauf geht.

x 3 #2443


C
Zitat von PapaInWarteschl:
Bin jetzt nicht sicher, ob das vorwurfsvoll oder ernst gemeint ist, daher antworte ich trotzdem:
Wurde nie diagnostiziert, aber ja, ich kann mich an extrem viele Situationen sehr genau erinnern, auch an vollkommen kleine Details wie z.B. was im TV lief bei einem Gespräch oder wo genau die Katzen waren oder oder oder.
Das hab ich im Leben schon immer irgendwie.


War ernsthaft interessiert gemeint. Ich habe das ähnlich. Was die mathematische Aufstellung angeht. Sowas hätte auch von mir kommen können. Lustiges Gesicht

Bin nur gerade wegen Krankheit diesbzgl. eingeschränkt. Was ansich mal ganz angehnehm ist. Etwas mehr Ruhe im Kopf. War vielleicht mal nötig. Wer weiß.

Desweiteren, und das meine ich positiv, so viele Antworten teils und du kriegst die alle sortiert.

In anderen Threads kommen die TE (verständlicherweise) irgendwann gar nicht mehr so hinterher.

Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass du eine außergewöhnlichere, weiträumigere Auffassungsgabe zu haben scheinst.

Kann Segen und Fluch zugleich sein.

Doch ich will nicht weiter ablenken. Momentan hast du andere Themen.

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IvanDrago
Zitat von PapaInWarteschl:
Das ist das, was meine Psychologin meint. Gerade, weil in der Schwangerschaft Dopamin wohl Mangelware ist, ist jede Anerkennung und Aufmerksamkeit...

Ich bin etwas verwundert, dass deine Psychologin mit dir via Ferndiagnose an möglichen Unzulänglichkeiten deiner ehemaligen Partnerin diagnostiziert.

Du hast einige Baustellen, auf die es zu schauen sinnvoll wäre, um ein erfüllteres Leben führen zu können.(Suizidgedanken, Aggression, die Tatsache, dass du dich in einer "Vaterrolle" für sie verantwortlich fühlst, Suchtpotenzial...)

Oder wirkt es nur aufgrund deiner Berichterstattung so?

Ist die Dame Psychologin, oder Psychotherapeutin?

Ps. Die von dir damals erwähnte Tatsache, dass sie deine Ex ebenfalls zu Therapiegesprächen eingeladen hätte, ist auf dieser Ebene eigentlich ein No-Go. Da bin ich stark verwundert.

Ansonsten scheinst du aber mittlerweile den richtigen Pfad betreten zu haben. Viel Glück weiterhin!

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