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11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
Ihr Leben sollte mich nichts mehr angehen, ich sollte mir keine Sorgen um sie machen müssen, andere sollten sich um sie kümmern, ihr sagen, was sie falsch macht und sie wieder ins Leben zurückbringen. Nicht ich,

Das stimmt aber so nun auch nicht!
Sicher bist du grundsätzlich nicht für ihr Leben verantwortlich, aber sie sollte dir wegen deinem Kind schon nicht egal sein.
Wenn sie in einem derart besorgniserregendem Zustand ist, ist es richtig und wichtig ihr mal Klipp und klar zu sagen, was sie sich und damit auch eurem Kind irgendwie antut.

Sie ist ja gar nicht so richtig in der Lage, sich um das Baby zu kümmern.
Treibt Raubbau an ihrem Körper.
Kann deswegen nicht stillen.
Das sind alles Auswirkungen nicht nur auf sie.

Zitat von PapaInWarteschl:
dass sie mich nicht mehr im Leben haben wollte, ich lerne danach zu leben und dann mach ich doch so einen großen Schritt auf sie zu. Falls das Sinn ergibt.

Das ergibt keinen Sinn!
Du verkettest immer wieder Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.
Es geht nicht darum, wie ein eiskalter Roboter auf sie zu reagieren und genauso wenig sollst du jetzt ihr ständiger Tröster sein
Aber es ist doch kein Schwarz oder Weiß!
Wenn vor dir ein fremder Mensch liegen würde, da würdest du auch nicht dran vorbeigehen und ihn ignorieren.
Also bleib menschlich und trotzdem klar.

x 5 #2566


PapaInWarteschl
Zitat von Stella31:
Wenn sie in einem derart besorgniserregendem Zustand ist, ist es richtig und wichtig ihr mal Klipp und klar zu sagen, was sie sich und damit auch eurem Kind irgendwie antut.

Du hast schon sehr recht, was das angeht.

Zitat von Stella31:
Es geht nicht darum, wie ein eiskalter Roboter auf sie zu reagieren und genauso wenig sollst du jetzt ihr ständiger Tröster sein
Aber es ist doch kein Schwarz oder Weiß!
Wenn vor dir ein fremder Mensch liegen würde, da würdest du auch nicht dran vorbeigehen und ihn ignorieren.
Also bleib menschlich und trotzdem klar.

Stimmt schon, ich hab das ganze "Tu nichts mehr für sie", "Du brauchst ihr gar nicht mehr helfen" usw. vielleicht etwas zu wortgenau genommen.

Sie hat sich hinterher nochmal bedankt per WhatsApp. Auch so, hat noch nach was gefragt, was ich mal eingescannt und nur auf meinem PC gespeichert habe. Hab ihr das per Mail zukommen lassen und wieder mehrfach danke. Auch mit Smileys und so. Völlig anders als die Wochen zuvor. Auch so Dinge wie "Gute Nacht auch von [Name der Tochter] Lachendes Gesicht" usw.
Vielleicht geht es ihr wirklich so dreckig und sie ist wirklich dankbar für Hilfe und es sind keine Psychospielchen...!?

x 2 #2567


A


11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

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Stella31
Zitat von PapaInWarteschl:
Vielleicht geht es ihr wirklich so dreckig und sie ist wirklich dankbar für Hilfe und es sind keine Psychospielchen...!?

Wie kommst du auf sowas?
Du siehst doch seit Wochen selbst, wie sie aussieht.
Was soll das denn mit Psychospielchen zu tun haben?
Hast du gar kein Gespür für diese Unterschiede?
ich verstehe dich da einfach nicht.

x 2 #2568


Löwenzeh
Zitat von PapaInWarteschl:
Warum zum Teufel habe ich mich auf das eingelassen?

Auf was?
Du hast ihr deine Meinung gesagt.
Gut so! Dabei die Menschlichkeit erhalten, weil du nunmal ein netter Mensch bist.
Du hast doch super die Grenze gewährt!
Ihr geholfen UND sie auf die Elternebene geholt.
Ganz ehrlich, was ich da von dir gelesen habe, ist die bestmögliche Variante, was du hättest tun können.
Klar, ehrlich, fokussiert (aufs Kind).

Zitat von PapaInWarteschl:
Dabei hab ich mich die letzten Tage so viel besser gefühlt.

Und das ist vorbei, weil ihr kurz gesprochen habt darüber, was sie mit ihrer Ernährung anstellt?
Fühl dich weiterhin gut!
Sie wird deinen Rat hoffentlich umsetzen, dadurch belastbarer für das Kind sein und das ist mal wieder allein dein Verdienst.
Hartes Los, aber du machst es gut.

Zitat von PapaInWarteschl:
Es ärgert mich gerade so extrem.

Ärger dich nicht.
Worüber genau eigentlich?
Bist du jetzt gedanklich wieder mehr bei ihr?
Ich finde, du machst das richtig klasse.

Halt durch.

x 7 #2569


A
Zitat von PapaInWarteschl:
Plötzlich setzt sie sich auf den Boden, atmet ganz komisch ein und fängt völlig aufgelöst an, wie schlimm die Kleine gestern Nachmittag, Abends und in der Nacht war, dann fing sie an zu weinen, dass momentan einfach alles sche*ße im Leben ist, dass ihre Stirnbehandlung nicht zu klappen scheint, ihr Magen ihr echt Angst macht, dass sie irgendwann umkippt, sie isst nur noch 300-500 kcal am Tag und versucht es, aber mehr geht nicht. Sie hat Angst, zu sterben und nicht mehr zu sehen, wie die Kleine groß wird und was für ein toller Papa ich sein werde usw.
Ich saß einfach da, völlig perplex im Inneren, nach außen kalte Miene.

Gewöhne dir an, sowas in einem kleinem Heft oder am PC mit Datum etc zu dokumentieren und zwar aus vielerlei Gründen:

Es wird so eine Art Tagebuch, du vergisst nichts und wenn, kannst du nachlesen und du kannst Zyklen erkennen und Zusammenhänge herstellen.

Ich finde auch, dass du gut reagiert hast. Aber ich würde ihr das so wegen des Kindes nicht mehr lange durchgehen lassen.

x 2 #2570


GreenTara
@PapaInWarteschl
Du bist noch nicht ganz aus der alten Rolle raus, und sie scheinbar auch nicht:
Dass sie sich in ihrer (von dir geförderten) Hilflosigkeit an dich wendet, wenn etwas ist. Das war eure Paarkonstellation. Das es nicht mehr gilt, war ihre "Entscheidung". Es ist legitim, dass du sie auf ihre Eigenverantwortung hinweist, und dass sie sich anderweitig Unterstützung suchen soll: Der neue Partner, Eltern, Hebamme, Ärzte, etc. Die Rolle des Therapeuten musst du dir nicht geben lassen, aber das kannst du ohne Härte ablehnen. Du hast es gut gemacht, nach außen. Jetzt muss sich dein Inneres noch mit der neuen Rolle zurechtfinden.

x 5 #2571


E
Ich finde du hast richtig gehandelt, denn du hast menschlich gehandelt. Wenn ihr das nicht mehr "zusteht" dann ist es vorbei mit der Elternebene und dem gegenseitigen Grundrespekt.

Du hast sie nicht in den Arm genommen, ihr leckeres Essen gekocht und ihr liebevoll gesagt, dass es dir leid tut, dass sie sich so elend fühlst aber für sie da bist und immer da sein wirst.

Mit deinen eher strengen Worten hast du eine gewisse Distanz geschaffen, du hast zudem an ihre Rolle als Mutter erinnert. Daran zu appellieren, dass sie ihre Rolle nur dann gut meistern kann, wenn sie vernünftig isst finde ich völlig richtig. Auch ihre Frage zu den Proteinen zu beantworten finde ich richtig. Es war einfach menschlich.

Dass dich deine eigene Reaktion im Nachhinein so negativ beschäftigt empfinde ich als schwierig.

x 3 #2572


PapaInWarteschl
Zitat von EineMitleserin:
Dass dich deine eigene Reaktion im Nachhinein so negativ beschäftigt empfinde ich als schwierig.

Heute mit etwas Abstand sehe ich das anders, muss ich sagen. Ich war gestern der festen Meinung, ich habe etwas von der geschaffenen Distanz eingerissen und ich habe ihr gleichermaßen mit meinen Worten (die ja durchaus Hilfe beinhalten) ermöglicht, weiter in ihrer eigenen Welt zu leben, in der Hilfe von außen kommt, sie selbst aber weiter in ihrer Welt (die ja quasi nur aus ihrem Schlafzimmer besteht) verbleiben kann.

Heute denke ich mir: Es war richtig, denn ewig kann sie es sich nicht erlauben, kaputt zu sein, sie ist Mutter. Heute vorm Kinderarzt (man muss vom Parkplatz einige Meter laufen) meinte sie plötzlich "Nochmal danke für gestern. Ich hab was nur mit Weizen gegessen und es vertragen. Wenn die Kleine später bei dir ist, fahr ich einkaufen und hole mir Weißbrot, Marmelade und sowas. Ich denke, du hast recht gehabt. Daher habe ich auch den Arzttermin (sie hatte ja heute eigentlich einen zum Magen-Ultraschall) auf Montag verschoben."

Da habe ich gemerkt: Wow, es kommt echt mal ein Danke. Ein echtes Danke, es fühlte sich zumindest so an. Die ganzen letzten Monate fühlte ich mich immer irgendwie "vera*scht", jetzt aber scheint es ihr ehrlich zu sein. Das ist eine Ebene, auf der wir glaube ich aufbauen und gute, zusammenarbeitende Eltern werden können.

x 5 #2573


aequum
@PapaInWarteschl
Ich bin ja absolut davon überzeugt, dass man sich nicht verbiegen oder etwas vorspielen sollte was man nicht ist.
Man sollte immer das aus- oder ansprechen dürfen was man denkt und für richtig hält.
Der Ton und die Wortwahl machen den Unterschied.

So halte ich es sowohl privat als auch geschäftlich und ich fahre sehr gut damit.
Wichtig ist natürlich ebenfalls, dass man nicht die Fassung verliert oder sogar austickt. Dann sollte man besser die Situation verlassen, um sich erstmal zu beruhigen, bzw., um wieder runter zu kommen.

x 5 #2574


PapaInWarteschl
@aequum
Das gestern war quasi genau das, was du gerade beschreibst. Ich habe einfach gehandelt, wie ich handeln wollte, wie ich irgendwie auch musste.
Also Gray Rock und Distanz ist wichtig für mich und tut mir ehrlich gut, aber angesichts dieses Raubbaus am eigenen Körper, wodurch am Ende auch ein Elternteil meiner Tochter auf dem Spiel steht, musste ich handeln.

x 2 #2575


D
@PapaInWarteschl

so nah kann das Verhältnis mit Next nicht sein, ich hatte nie eine Online Beziehung, aber wenn würde ich schon einmal Alarm Schreien, wenn sie mir das Erzählen würde und auf Klärung hoffen

#2576


PapaInWarteschl
@Dudo
Wie genau meinst du das, also woran machst du das fest?
Eine wirkliche Online-Beziehung hatte ich auch nicht, also ich hab sie ja nach ca. 2 Monaten das erste mal getroffen und nach 2,5 Monaten waren wir zusammen, haben zusammen kurz danach Urlaub (in ihrer Nähe) gemacht usw.
Da kam das "Richtige" halt schnell durch die Realität.

#2577


aequum
Ich weiß nicht ob es gut ist, immer gleich alles analysieren und klären zu wollen, denn das kann einen teils ganzschön runter ziehen.
Oftmals ist es besser, das Gesagte als gegeben abzuspeichern, oder sich das halt später nochmals kurz durch den Kopf gehen zu lassen. Mit etwas Distanz sieht die Sachlage ganz anders aus. Nicht als derart kritisch wie man es im ersten Moment aufgefasst oder wahrgenommen hat.

So wird es einem besser gehen und besser schlafen können.

Mit einem klaren Kopf lässt es sich besser entscheiden und handeln.

x 4 #2578


D
@PapaInWarteschl

naja wenn sie in einer Beziehung lebt mit ihm, wird er sich doch sicher Sorgen machen bzw. Ratschläge geben, ich würde es machen

x 2 #2579


PapaInWarteschl
@aequum
Da gebe ich dir recht, ich hab gestern tatsächlich nicht mal analysiert, sondern war im ersten Moment einfach sauer auf mich, habe aber nicht verstanden, warum. Der Abstand hat dann geholfen, gebe ich dir vollkommen recht. Der ist eben wichtig.

@Dudo
Da kommt der springende Punkt: Wenn es immer noch so ist wie vor 1 Monat oder auch 2 Monaten, dann weiß er nichts von ihren Problemen. Sie sagte mir ja mehrfach, sie redet mit ihm nicht über ihre Probleme, die gehen ihn ja nichts an, da sie ihn ja gar nicht genug kennt. Auch über ihre problematische Kindheit bzw. eher gesagt Jugend weiß er (oder wusste?) nichts, Begründung ist die selbe. Aber sie kennt ihn gleichzeitig gut genug, um ihr Leben für ihn komplett umzukrempeln - macht Sinn, oder? 😉
Ich hab mal einen interessanten Satz gehört, der passt vermutlich gut: "Limerenz ist biochemisch gesehen eine Form von temporärem Wahnsinn."

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A


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