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11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

HierDerNameNEU
@PapaInWarteschl

Naja aber @Brightness2 hat auf jeden Fall recht wenn sie sagt, oder hofft, dass du alsbald bei dir ankommst.

So wie du hier schreibst und was jeder lesen kann macht es mehr als nur den Anschein das du viel zu sehr bei ihr bist, nicht bei dir.

Und das wäre mal sinnvoll. Den Grund warum du es nicht bist kennen hier auch viele.

Im Übrigen finde ich das letzte Post von @casev sehr gut. Du solltest dieses Drama(Dreieck) dringend verlassen. Aber auch das hat wieder mit dem obigen Part zu tun, dass du bei dir sein solltest. Und das wiederum alles am Ende mit der Tatsache, dass du noch Hoffnung hast, meiner Meinung nach.

Du sagst Hoffnung das ihr euch auf Elternebene normal begegnet. Aber das kaufe ich dir persönlich null ab.

#2746


PapaInWarteschl
@HierDerNameNEU

Es ist vollkommen okay, wenn du mir das nicht abkaufst, ich verstehe dich und ich versuche mich auch manchmal objektiv zu betrachten, da würde ich den gleichen Eindruck bekommen. Ich habe gerade noch auf Casey geantwortet, da kannst du denke ich auch einiges meiner Seelenwelt mitnehmen.

Außerdem habe ich mich selbst - auch mit Methoden, die ich von der Therapie habe - gerade seit dem "Crash" am Samstag stark reflektiert. Ich verstehe mich besser, ich kann mir jetzt auch besser ins Gesicht schauen.

Als ich ausgezogen bin, dachte ich, dass sie damit schnell auf dem Boden der Tatsachen ankommt, es mit ihm beendet und zu mir zurückkommt. Und dass ich ihr dann die "Regeln diktieren" könnte, also "keinen Kontakt mit dem" usw. Aber über die Zeit habe ich gemerkt, dass das, was mein Herz schwer macht, nicht mehr ist, sie anzuschauen und sie zurückzuwollen, sondern vielmehr, dass ich lernen musste, das Bild von ihr abzulegen und die Wahrheit zu sehen.
Dazu kommt dieser Druck, irgendwie zu funktionieren, Vater zu sein, egal was sie versucht mir entgegenzuwerfen usw.
Anfangs glaubte ich, damit wir gute Eltern sein können, muss ich trotzdem ihr bester Freund sein - das ist aber falsch.
Jetzt weiß ich, dass ich oft falsch gehandelt habe, weil ich immer dachte, alles müsste perfekt sein. Nicht nur für mich oder das Kind, sondern auch für sie, für ihre Eltern, für meine Eltern.
Ich habe mir Druck aufgeladen, den ich gar nicht haben sollte, einfach weil ich immer schon viel für andere gegeben habe. Egal ob als Freund, Partner, Verwandter, Klassen- oder Schülersprecher.

Nur so brenne ich extrem schnell aus - vor allem, weil das, was mein Herz am liebsten manchmal entgegen meines Verstandes noch jagen wollte, nicht mehr existiert: Die Frau, mit der ich glücklich war, als wir unsere Dämonen im Griff oder besiegt hatten.
Dass der Typ über sie so eine Macht hat, war für mich ein extremer Weckruf, aber auch eine klare Botschaft für mein Herz: Erkenn endlich, dass sie ein völlig anderes Wesen ist. Das, was mein Kopf schon lange weiß.
Ich liebe nicht mehr sie, sondern in mir sind noch die Reste der Liebe für eine verblassende Erinnerung.

x 3 #2747


A


11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

x 3


HierDerNameNEU
Naja aus Erfahrung kann ich dir sagen dass das, was du gerade als Reste der Liebe für eine verblassende Erinnerung bezeichnest, auch keine Liebe ist.

Das ist noch der Teil der emotionalen Abhängig von dir zu ihr, der eben noch total rein kickt. Du warst es jahrelang gewohnt wie es bei euch gelaufen ist und das ist auf einmal nicht mehr so. Dass eure Beziehung wirklich total toxisch und krank war, statt liebevoll und erfüllend, ist dabei völlig egal. Es war die Gewohnheit bzw. die emotionale Abhängigkeit.

Aber es is sehr gut dass das verblasst, wie du sagst. Ohne schei., gib dir noch paar Wochen und Monate und das Verblasste wird so grau das du dich fragen wirst, was war das überhaupt?

Hab mir auch lange nicht eingestehen wollen das die 8 Jahre allesamt totaler Müll waren. Warum auch, dann hätte ich mir ja eingestehen müssen 8 Jahre meines Lebens auf die Mülldeponie geworfen zu haben. Das wollte ich erst einfach nicht. Da ist es doch viel angenehmer und schöner zu sagen jaaaa, das war nicht alles kacke. Nur so, 7/8 davon. Oder so. Aber nö war es nicht, es war einfach im Keim eine kranke und völlig gestörte Kacke von Beziehung. Punkt.

Und das was du über deine ehemalige Beziehung schreibst ist genau der selbe Müll. Egal wie viele Jahre es waren, wen juckt es. Jetzt geht es weiter und … es ist sicher für etwas gut. So wie ich heute nicht da wäre wo ich bin. Irgendwie war das alles für etwas gut.

Aber ja, wichtig ist sich selbst einzugestehen das emotionale Abhängigkeit keine Liebe ist und das man lieber 100% ehrlich zu selbst ist. Denn dann kannst du das auch abhaken und weiter machen.

#2748


S
@PapaInWarteschl
Es ist wirklich toll, dass du so stark reflektierst und anfängst die Tatsachen anzunehmen. Ich habe sehr viel Achtung davor, dass du jetzt auch deine Mängel hier zeigst. Ich glaube, dass du auf einem guten Weg bist.

x 2 #2749


PapaInWarteschl
Zitat von HierDerNameNEU:
Naja aus Erfahrung kann ich dir sagen dass das, was du gerade als Reste der Liebe für eine verblassende Erinnerung bezeichnest, auch keine Liebe ist.

Das ist noch der Teil der emotionalen Abhängig von dir zu ihr, der eben noch total rein kickt. Du warst es jahrelang gewohnt wie es bei euch gelaufen ist und das ist auf einmal nicht mehr so. Dass eure Beziehung wirklich total toxisch und krank war, statt liebevoll und erfüllend, ist dabei völlig egal. Es war die Gewohnheit bzw. die emotionale Abhängigkeit.

Das mag absolut so sein, ja. Mit mehr Abstand werde ich das vielleicht als etwas anderes sehen und nicht mehr als Liebe.

Zitat von HierDerNameNEU:
Hab mir auch lange nicht eingestehen wollen das die 8 Jahre allesamt totaler Müll waren. Warum auch, dann hätte ich mir ja eingestehen müssen 8 Jahre meines Lebens auf die Mülldeponie geworfen zu haben. Das wollte ich erst einfach nicht. Da ist es doch viel angenehmer und schöner zu sagen jaaaa, das war nicht alles kacke. Nur so, 7/8 davon. Oder so. Aber nö war es nicht, es war einfach im Keim eine kranke und völlig gestörte Kacke von Beziehung. Punkt.

Aber da muss ich echt mal nachhaken: Gibt es denn wirklich nur die Möglichkeit von Schwarz und Weiß?
Also ich meine, ich habe einige Dinge mit meiner Ex erlebt, die ich heute immer noch als super toll, spannend und wertvoll erachte - und da habe ich noch nicht mal angefangen, unsere Tochter mit reinzurechnen.
Was ich meine: Muss ich an einen Punkt kommen, an dem ich sage "Wirklich alles mit ihr war einfach nur sch*iße" und nur dann bin ich geheilt? Was mache ich dann mit den Highlights der Zeit?

Zitat von HierDerNameNEU:
Jetzt geht es weiter und … es ist sicher für etwas gut. So wie ich heute nicht da wäre wo ich bin. Irgendwie war das alles für etwas gut.

Natürlich ist immer alles für etwas gut, das sowieso. Und sei es nur, damit man eine Motivation hat, weiterzumachen.

Zitat von HierDerNameNEU:
Aber ja, wichtig ist sich selbst einzugestehen das emotionale Abhängigkeit keine Liebe ist und das man lieber 100% ehrlich zu selbst ist. Denn dann kannst du das auch abhaken und weiter machen.

Ich finde es schwer, irgendwas statistisch einzuschätzen, vor allem wenn es um Gefühle und Gedanken geht, aber ich schätze, ich bin zumindest auf meinem Weg.

Zitat von Sincerite:
Es ist wirklich toll, dass du so stark reflektierst und anfängst die Tatsachen anzunehmen. Ich habe sehr viel Achtung davor, dass du jetzt auch deine Mängel hier zeigst. Ich glaube, dass du auf einem guten Weg bist.

Ich habe eigentlich nie meine Mängel verbergen wollen, ich war aber ein Stück weit blind.

x 3 #2750


aequum
Zitat von PapaInWarteschl:
Aber da muss ich echt mal nachhaken: Gibt es denn wirklich nur die Möglichkeit von Schwarz und Weiß?
Also ich meine, ich habe einige Dinge mit meiner Ex erlebt, die ich heute immer noch als super toll, spannend und wertvoll erachte - und da habe ich noch nicht mal angefangen, unsere Tochter mit reinzurechnen.

NEIN! Natürlich gibt es nicht nur Schwarz und Weiß.
Deine Erinnerungen auch an die guten Momente und Erlebnisse bleiben dir erhalten. Nur wenn Du wirklich aus purem Hass darauf schaust, wird es dir als absolut negativ erscheinen, bzw. als durchgängig schlecht.

Wie du was bewertest, empfindest und fühlst, ist einzig deine Sache. Letztendlich kann doch nicht alles schlecht gewesen sein, denn ansonsten hättet ihr nicht Beide gemeinsam ein wunderschönes Kind gezeugt und in die Welt gestzt.

Nur wer sich aus einem abgrundtiefen Hass heraus erinnert, wird alles als absolut schlecht bewerten und sehen.

#2751