Zitat von HierDerNameNEU: Du verstehst so viele Dinge grundlegend überhaupt nicht und suhlst dich in deinen Ausreden und Rechtfertigungen. Und das ist okay, denn du wirst noch an einen Punkt kommen wo du dich fragen wirst wie kacken dämlich du dich verhalten hast.
Und dennoch hast du es bisher nicht geschafft, mal inhaltlich klar und konkret auf meine Aussagen einzugehen, sondern suhlst dich in populistischen Aussagen, die sich eher anfühlen, als richten sie sich gegen deine eigene Erfahrung anstatt an mich.
Zitat von HierDerNameNEU: Sie ist ja die Mama. Damit hat das gar nix zu tun, egal wie, du bist für diesen Menschen nicht verantwortlich. Und kein Kind wird dich fragen wieso du da nicht geholfen hast.
Richtig, verantwortlich ist sie am Ende als einzige für sich, ich aber habe meinem Kind und mir als Mensch gegenüber eine Verantwortung. Ich habe schon Leute verloren, bei denen ich dachte, ich helfe genug und sie wären auf dem Weg nach oben - war dann leider nicht so.
Zitat von HierDerNameNEU: Die Frage wäre eher warum Mama so abgestürzt ist. Und das ist nicht deine Baustelle.
Damit hast du vollkommen recht, mir geht es auch nicht darum, sie zu therapieren oder irgendwas, das kann a) nur ein professionell ausgebildeter Fachmensch, b) nur bei eigener Einsicht etwas bringen. Ich kann aber versuchen, die Auswirkungen, die das auf unschuldige, abhängige Dritte (namentlich v.a. meine Tochter) hat, einzudämmen, sofern möglich.
Zitat von HierDerNameNEU: Du, mein Lieber, bist noch voller Hoffnung auf eine Reunion egal wie sehr du hier große Reden schwingst und auf alles eine super Antwort hast.
Es ist nicht das erste Mal, dass du das Thema "große Reden", "super Antwort" o.ä. kritisierst und anführst, ist das etwas, was dich in irgendeiner Weise triggert? Und bei der Reunion solltest du nicht immer von dir auf andere schließen, du wirkst selbst jetzt noch alles andere als geerdet und im Reinen mit dir.
Für mich ist das Thema Beziehung mit dieser Frau ein vergangenes, was nicht bedeutet, dass wir nicht als Eltern immer irgendwie das Leben ein Stück weit teilen - zumindest, wenn wir als gute, kommunikative, gemeinsam agierende Eltern vorangehen wollen. Trennung als Paar heißt nicht immer Krieg als Eltern. Das nicht zu erkennen, zeugt eher davon, dass man eine Reunion, Gefühle und Hoffnungen nie ablegen konnte.
Zitat von GreenTara: Was hätte ich tun können, damit mein Kind nicht in dieser Situation leben muss.
Das ist vollkommen richtig, die Frage würde ich mir immer stellen, sollte ihr was passieren.
Zitat von GreenTara: Es wird nämlich nicht besser.
Das ist jetzt schwer zu sagen, also zumindest rein objektiv betrachtet wissen wir es ja nicht.
Zitat von GreenTara: Papa, schau hin, was in der anderen Hälfte der Familie deines Kindes passiert, damit du zeitnah eingreifen kannst.
Auf jeden Fall, ich schaue immer hin, jetzt noch stärker als zuvor.
Zitat von Ameise_78: Du bist ein toller Mensch! Meinen absoluten Respekt und meine Hochachtung!
Du hast absolut verstanden worauf es im Leben ankommt, was man leider nicht von jedem sagen kann. Die Liebe deiner Tochter wird dich für ALLES entschädigen.
Vielen Dank, das sind wirklich sehr tolle und herzerwärmende Worte.
😊 Zitat von HierDerNameNEU: Er hat es sich zur Mission gemacht sie zu retten. Und das ist nie gut.
Meine "Mission" ist ein gutes Leben meiner Tochter zu sichern. Wobei Mission ein falsches Wort ist, das sollte die innerste Motivation eines jeden Elternteils sein.
Zitat von Sternenguckerin: Abgrenzung, Selbstschutz und Fokus auf das eigene Vorankommen ist das eine, aber das muss noch lange nicht in unterlassene Hilfeleistung ausarten, wenn die Mutter des eigenen Kindes völlig kaputtgeht und sich zugrunde richtet.
Ich bin mir da auch meiner Rolle durchaus bewusst, da ich sie jetzt klar sehe. Im Kern gab es diese selbstzerstörerischen Tendenzen bei ihr schon länger, ihre eigene Wahrnehmung war immer verzerrt. Ich war aber der "Einbremser", die rationale Stimme, die das in Bahnen gelenkt hat. Wir haben beide in der Beziehung in den ersten Jahren massiv zugenommen und beide auch wieder gesund abgenommen, langfristig und sehr erfolgreich. Jetzt will sie es mit Extremen über's Knie brechen.
Diese Rolle des Einbremsers möchte ich nicht mehr einnehmen, das ist die für einen verantwortungsvollen Partner. Aber ich kann durchaus mahnend an die Verantwortung für das Kind erinnern.
Zitat von Mia83333: Wenn mein Ex meinen würde an den nächsten Baum zu fahren bitte schön es ist sein leben nicht meins.
Das steht dir auch vollkommen zu, das so zu sehen, weil es angesichts deiner Lebensrealität für dich das richtige Gefühl ist. Das macht es aber natürlich nicht zum Generalschlüssel für die Lebensrealität anderer Menschen.
Zitat von Stella31: Aber wenn ein Expartner sich mit allem, was er tut, zerstört, vor einem in Ohnmacht fällt und dabei ein Säugling direkt auf Gedeih und Verderb auf diesen Menschen angewiesen ist, ist es wohl eine ganz andere Sache.
Richtig. Ich frage mich, was hier los wäre, wenn das alles ohne mein Wissen bei ihr Zuhause passiert wäre, eine Stunde nachdem ich gegangen bin und ich am nächsten Tag einen Tag hätte, an dem ich zeitlich zu stark eingebunden bin und nicht kommen kann. Dann wäre ich vermutlich der (Mit-)Schuldige, weil ich nicht alle paar Stunden nachgefragt habe.
Zitat von Jane_1: Und auch wenn ich weder oder seine TE kenne. MIR würde es leid tun, wenn ihr was passieren würde.
Ich denke, das geht den meisten so. Wenn ich das ganze mal versuche, aus der Rolle eines Unbeteiligten zu betrachten, dann sehe ich bei ihr eine psychisch extrem angeschlagene, durch Medien und falsche Gedanken und Vorbilder fehlgeleitete Frau, die Hilfe braucht und nicht das Narrativ des Ex-Monsters, welches gerne geschrieben wird.
Zitat von Lilli2: Ich finde du machst das im Moment richtig gut Papa. Hoffentlich findest du bald eine passende Wohnung. Das wäre noch ein ganz wichtiger Schritt. Ich würde (leider) auch nicht ausschließen, dass deine Ex sich irgendwann (eine Zeitlang?) nicht mehr voll um die Kleine kümmern kann.
Danke dir vielmals. Ich hoffe auch, dass sich da etwas tut, auch wenn es ab Juni in Vollzeit natürlich nicht leicht sein dürfte, sich dann voll um das Kind zu kümmern, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, sollte es notwendig sein.
Zitat von Ameise_78: komplett zu verteufeln und als Menschen aus seinem Herzen zu verbannen..?
Das geht ja alleine schon nicht, weil sie mir das schönste Geschenk des Lebens gemacht hat. Ob ich will oder nicht, sie wird immer ein Bestandteil meines Lebens sein, zum Guten oder zum Schlechten.
Zitat von alleswirdbesser: Aber die Kinder. Und es würde sie treffen. Wie hätte es mir egal sein sollen? Ebenso hoffe ich, dass er sich wenigstens dann um die Kinder kümmert, wenn ich das krankheitsbedingt nicht mehr könnte. Als Eltern sollte man sich auf dieser Ebene nicht vollends egal sein und sich gegenseitig unterstützen, wenn es nötig ist.
Ich denke, als verantwortungsvolle Eltern sollte man immer bereit sein, auch mal einen Schritt mehr zu machen. Nicht für den Ex-Partner, sondern eben für die Kinder. Liebe kann zu Hass werden, aber leiden sollten niemals die Kinder für die Probleme der Eltern.
Zitat von aequum: Gehe deinen Weg unbeirrt weiter, denn du machst es mMn richtig gut. Zwar nicht perfekt aber wer ist das schon.
Danke auch dir für deine lieben Worte. Wohin das Streben nach falscher Perfektion führt, ist ja quasi gerade Gegenstand der Diskussion
😉 Zitat von aequum: Sehr gut finde ich, dass du dir immer zuerst anderer Menschen Meinungen und Ratschläge einholst bevor du dich final entscheidest, wie du weiter vorgehen willst.
Mir ist das auch wichtig, zu reflektieren und zu hinterfragen sowie Meinungen zuzulassen. Hast und Eile sind keine guten Berater, außer es geht nicht anders. Und wir reden hier nicht von einem Flohmarkt-Kauf, sondern von potenziell schädlichen und gar lebensgefährlichen Umständen.