Zitat von Mia83333: Lässt sie dich denn zumindest in ruhe bezüglich der ex und der beziehungsebene?
Ja, da ab ich seit Wochen nichts mehr drüber geredet mit ihr.
Zitat von Mia83333: Es ist toll wenn die Enkel ihre oma und Opa sehen, ich habe mir nur von vorne rein gesagt, ich bin nicht zuständig das Kontakt besteht, kümmern die sich nicht selber dann eben nicht.
Ich feier nicht mit der Familie von meinem ex zusammen Kindergeburtstag, dafür hat mein Kind zwei Geburtstagsfeiern. Alles im leben hat so seine vor und Nachteile
So kann man das sicherlich in Zukunft auch machen, damit das Kind doppelt profitiert, sollte die Kleine das irgendwann so wünschen.
Zitat von Jane_1: Bke- Elternberatung
Habe ich selber vor Ewigkeiten mal genutzt. Da arbeiten u.a. auch Psychologen und Pädagogen und du kannst online und anonym Auskunft erhalten.
Ich hab mir das mal angeschaut, das werde ich auf jeden Fall nutzen, da kann ich heute noch eine Mail hinschreiben - nehm ich dann eine anonyme Mail-Adresse?
Zitat von Jane_1: Bevor du das Jugendamt involvierst, würde ich mich schlau machen, was man noch machen kann. Das wäre sonst ein Schritt, den du nicht mehr rückgängig machen kannst.
Das ist so ein wenig die Sorge, die ich habe, dass ich was lostrete, dessen Konsequenzen ich gar nicht absehen kann.
Zitat von Jane_1: ist es doch zu 100% deine Verantwortung, wenn du dich dazu entschließt, dem zu folgen.
Natürlich, ich wollte meine eigene Verantwortung damit nicht abschieben.
Zitat von Nalf: Mir scheint es, dass ihr beide sehr zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit hin und her schwankt und sich das zumindest bei Deiner Ex auch im Verhalten der Oma widerspiegelt.
Ja das stimmt schon, Drama gab und gibt es immer viel. Ex neigt da generell sehr zu.
Als Beispiel: Sie ist mal durch eine Baustelle gefahren und hat einen Blitz gesehen - da war aber kein Blitzer und sie war in einer Kolonne an Fahrzeugen und ist sogar nur 30 gefahren, wie vorgeschrieben. Statt dann einfach zu sagen "Okay, kein Blitzer, also auch kein Problem" suchte sie den ganzen Tag im Internet, ob es versteckte Blitzer gibt, was das sonst sein soll, weinte, dass sie ja nur noch 2 Monate vom Ende der Probezeit weg wäre usw. Es kam natürlich nie was.
So war es bei sehr vielen Dingen, sie ging immer vom negativsten Extrem aus.
Zitat von Nalf: Aber auch Du schwankst ja zwischen "SchwiMu vom Bahnhof abholen" und "Jugendamt einschalten" und bei Dir wird das vermutlich auch eher eine Prägung aus der Herkunftsfamilie oder eine Charaktereigenschaft sein als eine Hormonschwankung.
Ich bin ein Mensch, der generell gerne hilft, da bin ich meinen Eltern recht ähnlich. Aber ich hab auch oft genug gesehen, wie es ist, wenn aus Hilfe geben ausnutzen wird. Das ganze Thema Jugendamt einschalten ist etwas, was bei mir vor allem daher kommt, dass ich eben damals in meiner Straße (damals in einer anderen Stadt) den Fall eines zu T*de gekommenen Kindes hatte. Ich hab die Leute sogar öfter vorher gesehen, nie gedacht, dass es da Gewalt oder so geben könnte.
Das prägt massiv.
Zitat von Nalf: Wenn ihr alle so volatil seid, ist es natürlich schwierig, da mal Ruhe und Routine reinzubringen und nicht vor Überforderung zu flüchten.
In Gedanken sind wir das vielleicht, aber das bin ich vor allem hier. Hier kann ich einfach mal über alles reden. Ex gegenüber bin ich einfach nur Vater des Kindes, zeige wenig Interesse an ihr, regle aber gerne mit ihr alles organisatorische.
Zitat von Nalf: Also haben Vater und Stiefvater der Ex sie kontrolliert und Du trackst ja auch, wenn Du kannst, fleißig ihre ChatGPT Protokolle und Onlinezeiten.
Die Grenze zwischen Fürsorge und Kontrolle finde ich bei euch schwierig.
Ja, die Onlinezeiten hab ich anfangs kontrolliert, als mein Anwalt meinte, dass Aussagen wenig bringen, wenn wir keine Belege haben. Aber irgendwann hat mich das mehr gekostet als dass es gebracht hat, mental gesehen. ChatGPT kam ja auf Aufforderung der Ex, dass ich die Updates gesehen habe, lag dann eher daran, dass ich das meinem Anwalt zeigen wollte. Seitdem hab ich nicht mehr nachgeschaut, gleicher Grund wie bei den Spielzeiten, als ich diese getrackt habe - es bringt nicht viel, kostet aber mentale Gesundheit.
Zitat von Nalf: dass man den Blick für die kleinen und anstrengenden Schritte, die man tatsächlich unternehmen kann, um Probleme zu lösen
Davon haben wir ja durchaus einige unternommen, in verschiedenen Bereichen, sei es Schneiden von Hecken, Rasenmähen, Anbringen der Lampe zumindest im Kinderzimmer, Gespräche mit der Vermieterin, Beginn der Klärung einer gemeinsamen, rechtlichen Angelegenheit usw.
Dazu gehört auch, anzusprechen, dass sowas wie der Maxicosi nicht dauerhaft geeignet ist.
Zitat von Nalf: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Deine Ex nicht eingewiesen werden, so dass Du ohne jeden Kampf zu Deiner Tochter ins Haus ziehen kannst.
Dessen bin ich mir bewusst, das ist auch keine Option, die ich bewusst anpeile, sondern eher einfach nur ein Aussprechen von dem, was leichter wäre. Danach zu handeln wäre aber blöd.
Zitat von Nalf: mit ihr die Möbel fürs Kind aufzubauen und die Verpackungen zum Recyclinghof zu bringen. Am besten hast Du dann zufällig auch schon Steckdosen- und Fenstersicherungen und Kabelclips dabei.
Glaub wir, würde ich das machen und hier noch kundtun, hätte ich gleich diverse digitale Messer an meiner Kehle. Diese Art von Hilfe wurde mir gegenüber eindeutig von diversen Seiten als absolut falsch dargestellt. Ex lernt sonst nie, Dinge selbst zu machen.
Aber ja, vermutlich wird es sowieso darauf hinauslaufen bzgl. Auszug.
Zitat von Ameise_78: Er macht absolut nicht den Anschein als wolle er der Mutter das Kind wegnehmen, er ist lediglich bemüht potenziellen Schaden von seinem Kind abzuwenden - was angesichts der Situation mehr als verständlich ist!
Da nochmal anknüpfend: Ich habe absolut nichts gegen meine Ex, ich will ihr Leben nicht zerstören (das macht sie selbst), ich will ihr auch nicht das Kind wegnehmen (und ebenso wenig dem Kind die Mutter), ich möchte einfach nur, dass es die für alle seinen beste und gesündeste Zukunft gibt.
Zitat von Stella31: Bei allen Fortschritten, die Papa auf der einen Seite gemacht hat, fällt auch mir auf, dass eine unglaubliche Unsicherheit besteht sowie die ständige Nachfrage in den Foren
Das ist so ein wenig eine sich selbst wiederholende Sache. Ich mache etwas, berichte darüber, werde kritisiert, handle beim nächsten Mal angepasst, werde kritisiert, suche dann Rat und wieder alles von vorne. Ich merke, dass es besser ist, seitdem ich nicht immer erst nach allem frage, sondern einfach nach meinem Bauchgefühl handle und dann berichte.
Bzgl. Kind: Na klar, das ist mein erstes Kind, mein erster Kontakt mit so einem Extrem (also die gesamte Situation), da bin ich teils unsicher. Ich habe verdammte Angst, dass ICH am Ende etwas mache, was meinem Kind nachhaltig schadet.
Zitat von Stella31: Schon ohne Kind würde es mir nicht am A... vorbei gehen, wenn sich ein Mensch, mit dem ich so viele Jahre mein Leben geteilt hatte und ihn geliebt habe, sich auf derartige Weise zum Negativen verändern würde.
Ja, aber was soll ich den machen? Ich hab ihr mehrere Monate lang jeden Tag jegliche Hilfe gegeben, angeboten, mich klein gemacht vor ihr, während ich selbst gelitten habe. Es hat sie doch einen absoluten sche*ß interessiert, wie es mir mit ihrer digitalen Fremdgeherei geht. Und was ist passiert? Sie ist nur noch mehr und mehr und mehr in den Sumpf rein, weil es für sie ja keine Konsequenzen gab. Ich Depp hab ja weiterhin alles gemacht.
Zitat von Stella31: Aber wenn ich mit diesem Menschen ein Baby habe und sehe, dass mein eigenes Kind unter den Gesamtumständen nicht gut aufwächst und evtl. sogar auch in Gefahr gerät, weil die Mutter entweder abgelenkt, erschöpft oder ohnmächtig ist, ist es meine verdammte Pflicht mich umgehend darum zu kümmern, diese Umstände zu verändern.
Daher ja auch die Gespräche mit ihr, mein Einknicken beim Licht im Kinderzimmer, meine Hilfe beim Einkaufen usw.
Zitat von Stella31: Über die Art wie, sollte man natürlich gut nachdenken.
Aber seit Wochen steht im Raum, ob es besser ist, andere Stellen einzubinden, mit der Ex klar und deutlich zu reden oder was auch sonst zu tun.
Die Gespräche mit der Kindsmutter haben ja bislang zumindest teilweise zu Erfolgen geführt.
Zitat von Stella31: Dennoch habe ich gewisse Zweifel daran, ob der TE in all den wichtigen und notwendigen Punkten wirklich alles gibt, um sie endlich zu regeln und sein so geliebtes Kind wirklich in weit bessere Umstände bringt.
Ich kann leider auch nicht den Vermietern den Kopf waschen oder Star Wars-artig mit der Macht beeinflussen. Noch dazu ist der Radius recht beschränkt, da ich nicht 30km vom Kind entfernt wohnen möchte. Nicht wegen mangelndem Führerschein, ich kann auch mit dem E-Bike solche Strecken easy fahren, sondern weil es vieles natürlich verkomplizieren würde.
Zitat von Stella31: Wenn es darum geht, wirklich das Beste fürs Kind zu tun und dieses nun mal bis auf weiteres bei der Mutter ist, sollte man auf die Zähne beißen, sein eigenes Ego heruntersetzen und die Dinge erledigen, die dem Kind! verbesserte Umstände gewährleisten.
Ich hab nebenbei auch noch eine Arbeit, um die ich mich kümmern muss, gerade ist da sehr viel los und ich mache schon jetzt deutlich mehr als die 24 Stunden Teilzeit, das geht teils eher Richtung Vollzeit, aber ist halt nun mal so. Mein Ego ist da komplett egal, ich bin JEDERZEIT bereit, alles für das Kind zu machen, aber ich kann auch nicht weiter als bis dahin, wo meine Ex im Weg steht. SIE ist doch diejenige, die alles blockiert und alles immer ablehnt. Da kannst du nicht mal mehrere Stunden im Haus alles fertig machen, nach einer Stunde fragt sie dich schon, wann du wieder fährst.
Zitat von Ameise_78: Der TE bietet der Ex alle Hilfe an - aber er kann ihr nicht sagen wie sie ihren Alltag zu gestalten hat- bezüglich Diät, Zocken, Maxi Cosi, Baby vor den TV etc.
Naja, ich kann alles auch drei mal ansprechen, aber wenn Ex abblockt, hab ich keine Chance. Kann sie ja schlecht fesseln und knebeln und dann aufräumen
😅 Zitat von Nalf: Oder er selbst träumt davon, mit dem Kind zu Hause zu sein, während seine Ex arbeitet, bzw. das Kind auch viel von den Großeltern großziehen zu lassen.
Ich glaube, da liest du etwas zu viel. Natürlich ist es eine Option, dass meine Eltern die Kleine nehmen, selbst wenn ich arbeiten bin (im gleichen Haus, so dass ich immer mal zum Kind gehen kann) und so gedacht, dass sie z.B., wenn ich um 14:30 Uhr Schluss mache, schon um 12:30 die Kleine holen, dann haben sie was davon, ich hab nach der Arbeit was davon und Ex hat Zeit, "aufzuräumen".
Als es um das Thema ging, dass Ex vielleicht momentan nicht in der Lage ist, sich dauerhaft um das Kind zu kümmern oder wir in ein Wechselmodell gehen könnten (das sie anfangs selbst unbedingt wollte), habe ich klar gesagt, dass ich das Kind durch Arbeit leider selbst gar nicht nehmen könnte - es sei denn, ich kann es mit der Arbeit so einrichten, dass ich den kompletten Zeitraum der Gleitzeit ausnutzen kann und immer mal Pausen für das Kind mache. Aber ob man das auf Dauer schafft, ist fraglich.
Und ich habe ebenso klar gesagt, dass Ex das Kind dann plötzlich aber gar nicht mehr abgeben möchte, sie hat selbst gesagt, dass sie vielleicht kein Wechselmodell möchte, sondern die Kleine immer bei sich haben möchte. Ebenso sagte sie: "Wenn die Kleine mal sagt, sie will nur bei Mama leben, dann darfst du nicht sauer sein ne".
Ich selbst hab von Anfang ausgeschlossen, lange in Elternzeit zu gehen und halte da auch weiterhin dran fest. Ich versuche nur, über alle möglichen Lösungen zu reden, während man zumindest die kleinen Dinge angeht.