PapaInWarteschl
Mitglied
- Beiträge:
- 738
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 1514
- Mitglied seit:
Unter dem Verlust ihrer Zeit, den sie jetzt erst wahrnimmt, leidet sie extrem. Ihr war das alles nicht bewusst, ebenso wenig wie ihr sie jemals ein schlechtes Gewissen hatte. Alles in ihrem Leben, was nicht aus Estland kam, war non-existent. Jetzt langsam sieht sie die Scherben ihres Lebens, dass sie sich und uns um die schöne Zeit der Vorfreude auf ein Kind gebracht hat, dass sie alles was sie immer wollte aufgegeben hat, weil sie reingefallen ist.
Sie steht am Anfang eines langen, harten und schmerzhaften Weges und ich kann nur hoffen, dass sie ihn geht um am Ende nicht von der Schuld gefressen zu werden, sondern endlich in der Realität zu leben.
Ansonsten, es gibt die von dir genannte Beziehung nicht. Wir sind gemeinsame Eltern, manchmal auch leider. Ich hätte dieses Kind auch lieber mit einer Frau, die nicht so ist wie sie. Aber ich muss nun das Beste daraus machen.
Ihr Schmerz wird real sein, ich selbst hatte das Gefühl, sie sieht zum ersten Mal ihr Kind richtig klar. Zum ersten Mal war es so, dass sie nicht durch Einkaufen von Kindersachen Liebe gezeigt hat, sondern durch echtes kümmern. Durch echten Kontakt mit dem Kind, ohne alles andere. Keine Displays.
Wie gesagt, ihr Weg ist weit, einsam und traurig - aber das Kind am Ende ist es wert.
Und für mich? Ich werde weiter genau beobachten und bei einem Rückfall schnell reagieren.