@Gast2000
Danke erstmal für deinen ausführlichen Beitrag, das ist sehr freundlich.
Also ich selbst suche nach dem Puzzleteil und finde es nicht. Manchmal frage ich, ob es eine Kombination ist:
Sie durfte nicht mehr arbeiten, war also sehr frustriert, dazu war sie am Anfang der Schwangerschaft extrem mitgenommen durch die Begleiterscheinungen.
Dann, als es ihr besser ging, hat sie wieder angefangen zu zocken, ich habe eine zeitlang mitgemacht, aber gemerkt, dass es einfach nicht mehr so Spaß macht und bei dem Spiel in meinem Kopf immer mitschwingt, dass es wieder zu einem Exzess und Sucht kommen könnte.
Mein Spielen wurde also weniger, ich habe mehr Zeit für die Arbeit verwendet, weil ich da auch in einem neuen Projekt war und viel Engagement nötig war. Vielleicht haben wir uns in der Zeit distanziert und ich habe es nicht gemerkt. Vielleicht war sie auch zu sehr im Spiel wieder drin. Und dann kam ja quasi irgendwann der Andere und dann war es komplett vorbei. Die Tage vorher hat sie schon recht wenig mit mir gesprochen, weil sie voll "im Game" war.
Im Nachhinein frage ich mich, ob ich sie da schon verloren habe, weil ich mehr auf meine Arbeit geachtet habe. Aber das waren vielleicht 2-4 Wochen in diesen ganzen Jahren. Zumal ich mich davor, als es ihr permanent schlecht ging, immer sehr um sie gekümmert habe.
Ich glaube schon, dass der andere Mann real ist, ich habe ja gesehen, dass sie einen Tab mit ihm offen hat in Discord und herausfinden können, dass dahinter jemand aus Estland steckt. Ich kenne seinen Char in dem Spiel, in dem sie sich kennengelernt haben.
Einen anderen schließe ich aus, weil wir da ja noch zusammenwaren und unseren Alltag auch gemeinsam verbracht haben. Es könnte also nur auf der Arbeit passiert sein.
Das mit dem Anwalt habe ich auch schon mehrfach überlegt, auch wenn ich das geteilte Sorgerecht und die Vaterschaft habe bereits beim Jugendamt beurkunden lassen, damit sie mich nicht aus dem Leben kriegen kann. Das hat sie ja auch mitgemacht, weil sie "der Kleinen niemals den Vater nehmen würde. Ich weiß ja wie das ist, wenn die eigene Mutter Gründe erfindet, warum der Vater einen nicht sehen will".
Ansonsten hast du recht, ich will auch getrennte Wege gehen, aber alle Beratungen, die ich bekommen habe, mahnen immer zur Vorsicht, dass ich sonst gerade in den ersten Wochen nur mein Kind werde sehen können, wenn ich meine Ex besuche, denn in der Zeit wird das Kind kaum von ihr zu trennen sein. Das kann sich 2-3 Monate ziehen und ich will ehrlich sein:
Ich kann ohne sie leben, aber ich kann nicht 3 Monate auf mein Kind verzichten, das sind prägende Monate. Die Vorstellung alleine macht mich unendlich traurig. Dann würde ich mein Leben lieber vor dem nächsten Zug wegwerfen.
Zitat von GreenTara: Es kommt mir fast schon so vor, als wolle sie die Geburt selbst aufschieben.
Also indirekt macht sie das, sie sagt schon öfter, die Kleine kann sich gerne Zeit lassen. Immerhin hört sie von selbst ein Hörbuch zum Thema Baby/Neugeborenes, das ist wohl etwas positives.
Ansonsten habe ich vorhin einmal klar gesagt, dass ich darüber reden will, noch diese Woche. Dass ich nicht länger akzeptiere, dass sie immer alles von sich schiebt.
Siehe da: Heute Abend will sie noch darüber reden.