Zitat von Ameise_78:@PapaInWarteschl Du machst das großartig. Hut ab, wirklich. Und eins garantiere ich dir: deine Tochter WIRD es dir danken. Mit bedingungsloser Liebe, du wirst ihr Papa, ihr Held sein. Und das ist kostbarer als alles andere. Zum Verhalten deiner Frau... ohne Worte... das Erwachen wird irgendwann sehr hart werden und ...
Danke dir vielmals, es tut gut, das zu lesen.
Die Tage vergehen einerseits sehr schnell, weil man eben viel mit dem Kind beschäftigt ist und auch noch andere Aufgaben hat, aber das heißt nicht, dass es nicht mal Momente der Erschöpfung gibt, aber ein Blick in die Augen meiner Kleinen sagt mir auf Millionen Wegen, dass es das wert ist.
Zitat von Dudo: ich hoffe nur das sie dich nicht Ausnützt und wenn du nicht mehr Gebraucht wirst man dich Entsorgt, mit einem dezenten Hinweis das Next über das WE...
Ich denke schon, dass es über kurz oder lang so kommen könnte, aber es wird kein Treffen hier sein, sondern eher woanders. Aber dazu schreibe ich weiter unten unter UPDATE noch etwas.
Zitat von unbel-Leberwurst:Du musst solche Gespräche mit ihr nicht führen. Kannst ihr auch klar machen, dass Du das nicht möchtest.
Danke, ich dachte, ich mache mich angreifbarer, wenn ich das machen würde - gut zu wissen, dass ich anders handeln kann. Es ist nicht, dass ich mich damit unwohl fühle, sondern eher, dass ich ihre Intentionen hinterfrage - oder ob es vielleicht nicht mal welche gibt.
UPDATE:
In den letzten 1-2 Tagen gab es einige Situationen, die ich als anstrengend empfand. Aber erstmal das wichtigste: Ich liebe es, Papa zu sein, egal wie müde ich teilweise bin. Ich kann nicht alle Aufgaben erledigen und erwarte auch nicht, dass das Kind mir vertraut wie ihrer Mama, aber ich bin froh, beitragen zu können. Selbst Windeln wechseln macht mir nichts aus, im Gegenteil, es ist eine schöne Routine mit ihr. Ich rede dabei viel mit der Kleinen und das tut einfach gut.
Vorgestern Abend (war es glaube ich, die Tage verschwimmen zusehend) haben wir versucht, dass die Kleine mal etwas Zeit mit mir alleine im Büro verbringt, damit Ex Zeit für sich hat (und damit für ihren PC). Das hat ungefähr 30 Minuten geklappt, danach wollte sie nicht mehr und nur Mama konnte sie beruhigen - keine 10s bei ihr auf dem Arm und die Welt war wieder gut. Also hat sie die Kleine übernommen.
Später habe ich zu ihr gesagt: "Es ist schon beeindruckend, wie sehr sie an dir hängt und wie sehr sie dich zum Leben braucht" und plötzlich fängt Ex völlig an zu weinen. Dass es rührend ist, dass es schön ist, so wichtig für sie zu sein und dass es einfach emotional packend ist.
Ich war in dem Moment nicht sicher, ob sie eher darum weinte, dass ihre Tochter sie als so wichtig erachtet (Wie hieß das im Silent Hill Film? "Eine Mutter ist Gott in den Augen eines Kindes") oder dass sie nicht die Freiheit, die sie wünscht, so schnell haben wird.
Auch das Thema Hauttherapie möchte sie so schnell es geht vorantreiben, dafür wird unsere Tochter Anfang April 2 Stunden mit mir alleine sein müssen.
Aber auch als die Hebamme meinte, sie wird durch die Geburtsverletzungen noch längere Zeit zu kämpfen und viel zu tun haben, wenn sie nicht dem Risiko einer frühen Inkontinenz ausgeliefert sein will, da war sie erstmal sehr "auf den Boden geholt worden".
Vielleicht kämpfen da jetzt eben der Wille, gesund zu sein, sich um das Kind zu kümmern und der Wunsch nach Freiheit und dem Esten in ihrem Kopf (und/oder Herz).
Ansonsten hat sie versucht, mir noch einmal ein Thema aufzudrücken, es ging irgendwie um etwas im TV, dass Männer teils bei schwangeren Frauen wegrennen und irgendwann, wenn das Kind da ist, erst wiederkommen, weil sie merken, dass ihre Entscheidung falsch war. Dass das wohl viele Männer machen. Ich habe mit der Schulter gezuckt.
Sie meinte dann: "Hattest du nie den Wunsch, wegzulaufen in der Schwangerschaft?" und ich habe mir gedacht, jetzt wird es Zeit, auch mal klare Kante zu zeigen und antwortete:
"Den Wunsch habe ich durch dich schon länger, keiner lebt gerne in einer Zweck-WG für ein Kind, wartend, dass man endlich gehen kann."
Sie war erst sprachlos und meinte dann nach einigen Minuten
"Jaaaa ich hab verstanden, was ich gemacht habe, du kannst es auch noch tausend Mal wiederholen. Irgendwann reicht es aber auch. Und dann erwähnst du das immer ausgerechnet dann, wenn ich am Handy oder PC bin."
Ich meinte dann nur: "Dann sollte dir das mal zu denken geben, wie oft du dran bist, da ich das kaum angesprochen habe" und dann hab ich mich auf den Weg zum Einkaufen gemacht.