Zitat von paulaner: Und das bedeutet: die beiden müssen miteinander REDEN.
Tja, das stimmt allerdings. Die beide müssen mehr als. Die beiden müssen jetzt letztenendes verhandeln und miteinander Ringen. Egal in welche Richtung.
Einen Hinweis hätte ich noch, lieber Papamensch:
Stelle Dir die Frage, was Dir gut tut. Ich stand auch mal an einem Scheideweg. Ich musste mich entscheiden, ob ich die Frau, die ich liebe, freigeben muss und einsehe, dass eine Fortführung unserer Ehe unter den laufenden Umständen nicht mehr funktioniert, ohne dass ich vor die Hunde gehe. Oder ob sich echt etwas tiefgreifend ändert.
Als mir das klar wurde, war mir plötzlich klar, dass ich zu einem großen Teil von Verlustangst getrieben gehandelt hatte. Und plötzlich war diese zwar nicht verschwunden, aber mir wurde klar, dass ich ein Risiko eingehen musste. Aber ich war ja auch nicht ohne Trümpfe. Diese Trümpfe hatte nur nie als groß genug eingeschätzt, sie in die Waagschale zu werfen. Doch sind sie. Auch bei Dir, da bin ich mir sicher. Vor diesem Punkt dachte ich, ja, Du musst sie unter allen Umständen halten- ein Zucken der Augenbraue bedeutete Panik, eine MiniChance habe ich nur, versau sie nicht.
Und das war, aus heutiger Perspektive falsch. Ganz falsch. Es kam zu einem Showdown. Bei uns war es dann so, dass ich meinen gesammelten und geschluckten Frust und Ärger auf einmal ins Gesicht föhnte und sie, nachdem ich ausgezogen war endlich ins Denken kam und sich selber ein paar Fragen beantwortete: Die wichtigste war: Kann ich mit Bernhard eine Beziehung führen oder nicht. Sie entschied sich und musste eine Riesenkröte schlucken. Das war der Preis, den sie bezahlen musste. Heute ist sie froh, sie geschluckt zu haben, denn sie ist selbst als Mensch, Frau, Partnerin massiv gereift, was wiederum ihr, uns und mir gut tut.
Mein Risiko bestand darin, dass sie sich gegen mich entscheiden hätte können. Ja, das war harig und damals hatte ich gewaltig schiss. Aber egal was, ich habe endlich weder in deinen Spiegel schauen können. Entweder an der Ehe 2.1 arbeitend oder eine Trennung durchlaufen. Und ich war dann sicher, dass ich auch eine Trennung überstehen könnte.
Der Punkt ist, Papamensch- ich kann Deine Gemütslage nachfühlen und möchte Dir einfach Mut machen, sei endlich ein Mann.