Papamensch
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das ich mal in die Situation komme in einem Forum über Trennungsschmerzen & Liebeskummer hätte ich mir auch niemals gedacht. Aber leider hält das Leben doch Überraschungen für uns bereit auf die man nicht eingestellt ist.
Ich bin 42 Jahre, seit 15 Jahren mit meiner Partnerin zusammen, davon 13 Jahre verheiratet. Wir haben 2 tolle Jungs (12 & 8 Jahre) die ich, und die auch mich über alles Lieben. Eigentlich war meine Welt vollkommen in Ordnung. Ich hatte eine tolle Familie, wir haben vor 10 Jahren ein Haus gebaut (ich habe mein Elternhaus verkauft welches mir alleine gehörte nach dem Tod meiner Eltern und den Erlös in unser Nest gesteckt), die Arbeit läuft super. Die schöne heile Welt.
Natürlich war in den Jahren nicht immer alles eitel Sonnenschein, wer könnte das behaupten? Wir haben uns aber nie betrogen, geschlagen, beschimpft oder was auch immer. Es ist viel passiert, wir waren frisch zusammen als mein Vater an Krebs erkrankte, sind also gleich mit einer richtig sch. Lebenssituation gestartet aber haben es gemeinsam gemeistert. Wir sind durch Dick & Dünn gemeinsam gegangen.
Ich weiß das ich mit Sicherheit nicht immer alles richtig gemacht habe, ich habe mich selber in manche Situationen gebracht die nicht nötig gewesen wären. Auch habe ich manchmal die Wahrheit vielleicht etwas überstrapaziert. Das allerdings niemals bei schwerwiegenden Dingen. Aber ja, das sind leider alles Tropfen gewesen die langsam anfangen ein Fass zu füllen. Und zu lügen ist niemals richtig. Das zerstört leider nur Vertrauen, was ich jetzt doppelt und dreifach zurück bekomme.
In Zeiten von Corona wurde immer öfter das Handy abends auf dem Sofa zur Ablenkung wenn die Kinder im Bett waren statt sich Zeit für den Partner zu nehmen. Das ging leider von uns beiden, Instagram (guck mal was die alle tolles machen und für schöne Stories posten
Wir hatten letzten Montag unseren 13. Hochzeitstag, dieser ist leider komplett anders gelaufen als ich mir das erhofft habe. Mein Geschenk welches ich mir überlegt hatte, hat so richtig eingeschlagen (nicht). Statt einen schönen Tag zusammen zu haben herrschte Eisstille. Und vorgestern hat mich meine Frau gebeten auszuziehen, mir eine Wohnung zu suchen, sie braucht Abstand und möchte zur Ruhe kommen. Auf die Frage wie sich das vorstellt (ich bin noch immer zu perplex), kam die Antwort: Dann müssen wir halt das Haus verkaufen. Echt jetzt? Ich verstehe die Welt und meine Frau nicht mehr. Mit Sicherheit hat es Anzeichen gegeben, aber sowas? Wenn ich nach hause komme fängt mich mein Kleiner an der Tür ab, Papa wir müssen dies und jenes machen. Meine Welt zerbricht und ich bin machtlos. Ich habe keine Ahnung wie ich oder wir das den Kindern sagen sollen. Ich will ja keine Trennung, ich will die Welt der Kinder nicht zerstören. Genauso wenig möchte ich ausziehen. In dem Haus steckt alles was ich bin und habe. Ich will mit meiner Frau und meinen Kindern zusammen sein.
Ich erkenn Sie nicht mehr. Letzte Woche noch alles "gut" nach meinem empfinden und heute ein andere Mensch. Egal was ich sage und tue.
Und da wir ja noch zusammen wohnen, wie kann ich Ihr den Raum und Platz schaffen um "zur Ruhe" zu kommen? Ich bin Alleinverdiener, das haben wir bewusst so entschieden, ich verdiene gut aber nicht das eine Hausfinanzierung, Unterhalt (soll ich am besten ab sofort zahlen), eine Mietswohnung machbar wäre.
Und unabhängig davon will ich das alles ja gar nicht. Ich bin durch und durch ein Familienmensch, ich möchte meinen Kindern beim Großwerden zusehen können, ich räume die Spülmaschine aus, bringe den Müll raus, massiere Ihr den Rücken wenn Sie verspannt ist (gerade letzteres letzte Woche noch gemacht) und jetzt ist auf einmal alles doof? Ich verstehe es nicht.
Ich / Sie / Wir kann und können doch nicht jetzt auf einmal unser komplettes Leben wegwerfen?
Ich warte auf Guide Krantz und versteckte Kamera die mich aus diesem Alptraum holen, aber es passiert nicht.