Hallo Papamensch,
wenn ich lese, was du schreibst, dann denke ich, mein alter Ego hat sich hier im Forum angemeldet.
Auch meine Ex hatte
- Panikattacken (an denen ich ja irgendwie schuld war)
- ich habe 50+ Stunden gearbeitet und musste mich noch um Dinge kümmern. Und wehe, ich hatte was verpennt
- "sie würde es niemals zulassen, dass ich die Kinder nehme".... Alarmstufe
ROT- ich habe immer nachgegeben, zugegeben, weil es sonst in ewige Streitereien gemündet hätte und am Ende sie doch ihren Willen bekommen hat
Ich will dir nicht den worst case vormachen aber meine jetzige Situation ist:
- über 20 Jahre im Berufsleben, finanziell bin ich aber schlechter gestellt als vor der Ehe, wohne in einer Dachgeschossbude und spare für die nächsten Anwaltsrechnungen
- Kinder weg (ich bin ausgezogen und wurde dann entfremdet)
- Krieg um Unterhalt, Haus, Hausrat (auch alles weg, weil ich ausgezogen bin, jetzt ist das meiste von Wert "verschwunden")
- Panikattacken? Sie? jetzt überhaupt nicht mehr (vielleicht war ich ja doch schuld

)
Den Rat, zu einem Fachanwalt zu gehen, hast du ja schon bekommen, ich nötige dich hiermit, diesen Termin unverzüglich (noch heute!) zu vereinbaren.
Danach:
- Unterlagen sicherstellen (ganz wichtig!), ich habe hier ein simples Schreiben von vor 18 Jahren, das war im Zugewinn 40tsd Euro wert
- nein, NICHT ausziehen, keinen Schlüssel abgeben, Kontenvollmachten widerrufen. Es ist richtig, wenn sie eine Wohnungszuweisungsklage anstrebt, dann bist du zu 80% raus aus dem Haus, aber nicht freiwillig vorher
- unterbinde sofort jegliche Einflussnahme auf die Kinder (ich hatte selbst Home Office, habe am Leben meiner Kinder teilgenommen, jetzt zeigen sie mir den Stinkefinger, weil Mutti sie ständig mit Lügen gefüttert hat und sie keine Wahl mehr haben), wenn du sagst, du könntest die Kinder auch nehmen, zieh das von Anfang an durch
- überhaupt: lasst die Kinder da raus, kein Streit vor den Kindern, keine Gemütsverfassungen, keine Einzelgespräche über die Situation. Mach deiner Frau klar, dass ihr bezüglich der Kinder an einem Strang ziehen müsst
- im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass sie nur einen Vorwand gesucht hat, mich zum Sündenbock zu machen (und den auch gefunden hat), schon längst hatte sie sich in jemand anderen verguckt, was sie in der Beziehung vehement geleugnet hat (auch hier: es gab Streit und ich wurde beschuldigt, grundlos eifersüchtig zu sein und damit die Beziehung kaputt zu machen)
Ich weiß, du bist emotional überfordert im Moment, denkst, das kann nicht wahr sein, Welt bricht zusammen, wie soll es weitergehen, wartest auf die 180 Grad Kehrtwende, zögerst.
Zögere nicht, HANDELE, sonst liegst du ruckzuck abgeschlagen wie Schalke am Tabellenende.