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3 1/2 Jahre und kein Ende

Copperhead

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Liebe Tatiana,
ich fühl mich auch ganz und garnicht so alt. Aber ich hab mir von diversen Headhuntern sagen lassen müssen, dass es trotz meiner tollen Berufserfahrung mit 57 echt schwierig auf dem Arbeitsmarkt wird. Und das ist auch die Erfahrung nach zig Absagen.
Und ohne Job kein tolles neues Leben.
Mit 88 wärs einfacher, da braucht man keine großen Perspektiven mehr.
LG
Copperhead

02.01.2021 00:16 • #121


Hoffnungsvoll20

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Zitat von Tatiana:
Lustig, habe mich gefragt, vor ein paar Stunden, ob du deinen eigenen Rat annimmst und selber dem glaubst, was du so nett gesagt hast Aber so sind wir irgendwie alle, oder? Rat kann man gut geben, aber befolgen ist ne andere Sache...


Ist es nicht immer leichter, anderen Tipps zu geben?

Mit trüben Gedanken fällt es nunmal schwer in Veränderungen, die wir uns nicht ausgesucht haben auch noch Chancen für eine eigene Weiterentwicklung zu erkennen und diese zu nutzen. Bewegung und Handeln heißt für mich z.B. mich auf ein Ziel hin zu orientieren. Und dieses Ziel in unseren schwierigen Lebenssituationen, die man uns einfach so aufbürdet, zu erkennen, ist eben sehr schwer.
Welcher Sinn sollte in einer Veränderung bestehen, wennn mein Kopf und Verstand mir doch täglich zuhaucht, dass das alles Unsinn und Ungerecht ist und ich doch eigentlich nur mein altes Leben zurück möchte?

Je nach Typ kann der Eine das Aushalten bis zu dem Punkt, an dem ihm wie Wicki der Wikinger, der einfach seine Stubsnase reibt und mit dem Finger schnipst ein Licht aufgeht und er mit strahlendem Gesicht verkündet : "Ich hab's!"
Andere wiederrum - und dazu zähle ich mich auch - brauchen einfach eine Art Sicherheit in dem Wissen wohin der Weg gehen wird, vielleicht etwas zum Festhalten um den nächsten schweren Schritt gehen zu können. Das könnte durchaus eine neue Partnerschaft sein. Etwas, was einen den Grund aufzeigt, wofür sich das schwere Kämpfen noch lohnt, wenn man denn sonst keinen Grund mehr sehen kann.

Ich vertage mittlerweile persönliche Entscheidungen auf einen Zeitpunkt, an dem sie tatsächlich zur Entscheidung anstehen. Das ständige Grübeln und Suchen nach einem Ausweg um dem zu entkommen, habe ich mir abgewöhnt. Vieles wird nun einfach mal entschieden und an dem Entscheidungsprozess bin ich gar nicht beteiligt auch wenn es mich persönlich betrifft. Ich muss aus dem Rest dann das Beste rausholen!
Meine Vergangenheit hat mir aber auch gezeigt, dass in jedem Übel etwas Gutes zu finden ist. Meist sehe ich es leider erst im Nachhinein aber ich glaube fest daran

Am Ende ist alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es eben noch nicht das Ende.

02.01.2021 07:27 • x 2 #122



3 1/2 Jahre und kein Ende

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Copperhead

Copperhead


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Liebe Tieftraurig,
vielen Dank, dass was Du schreibst kann ich gut nachvollziehen.
Ich bin leider auch kein Wicki-Typ sondern brauche ein sinnstiftendes Ziel, für das es zu kämpfen lohnt. Bei meiner letzten Bewerbung hab ich 2 Wochen Vorbereitung investiert, bin früher aufgestanden, habe echt gebüffelt und wie ich glaube im Vorstellungsgespräch gut abgeschnitten. Hat trotzdem nicht funktioniert (haben einen jüngeren genommen) aber die 2 Wochen war ich voller Hoffnung und das Arbeiten und Lernen hat mir gut getan. Da hab ich gesehen, das ich leistungsfähig sein kann, wenn ich muss. Ich konnte mir auch eine Zukunft in dieser Firma vorstellen, hab zur Motivation schon nach Wohnungen in der Gegend geschaut.
Nun bin ich wieder orientierungslos, weil das einzige was ansteht die Scheidung unter ihren grotesken Vorgaben ist. Das ist kein wirkliches Ziel, sowas überstehen zu wollen, zumal die Folgerungen für mich fatal sein können.
Eine neue Beziehung wäre sehr schön, aber unter diesen Voraussetzungen will ich mich nicht auf die Suche begeben. Das kann nur schief gehen. Der Gedanke, dass es noch ewig dauern kann, bis ich mich wieder verlieben darf, tut schon weh.
Das mit dem Entscheidungen vertagen kenne ich, habe bei dieser Taktik aber das Gefühl, dass andere über mein Leben bestimmen, wenn ich es nicht selber tue. Daher zwinge ich mich auch in die unangenehmen Themen, mache aber oft nur das Nötigste.
Daran muss ich unbedingt arbeiten, denn wenn man nur das Nötigste macht, kanns nicht wirklich gut werden.
Was in dem ganzen Übel Gutes zu finden sein soll, kann ich beim besten Willen nicht sehen. Es ist das ganze Gegenteil von all dem Guten, dass ich so lange genossen habe. Meine Freunde sagen, das Gute ist, dass ich die Frau in Kürze loswerde. Sie meinen die neue, gemeine und geldgeile Frau in die sich die Liebe meines Lebens verwandelt hat. Und ich denke immer noch wenn ich sie sehe an die tolle Frau, die ich 28 Jahre an meiner Seite hatte. Ja ich bin manchmal völlig realitätsfern und kann nicht loslassen.
Es ist sicher nicht das Ende, da nichts gut ist. Ich befürchte nur, dass es noch schlimmer wird, bevor ich wieder durchstarten kann.
LG
Copperhead

02.01.2021 17:56 • x 1 #123


Elfe11


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Zitat von Copperhead:
Nun bin ich wieder orientierungslos, weil das einzige was ansteht die Scheidung unter ihren grotesken Vorgaben ist. Das ist kein wirkliches Ziel, sowas überstehen zu wollen, zumal die Folgerungen für mich fatal sein können.


Du bist frei dir deine Ziele selbst zu setzen. Das meinte ich mit Prioritäten setzen. Wie wäre es denn mit dem neuen Thema Ernährung oder Kinder oder Jogging für das nächste Quartal?
Oder Entspannung und Achtsamkeit?

Ich habe einen Gerichtsprozess am Laufen. Wenn ich mir den als, Ziel setzen würde, könntest du mich einliefern lassen... Dein neues Ziel soll positiv und lebensbejahend sein.

02.01.2021 19:09 • x 1 #124


Copperhead

Copperhead


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Liebe Elfe,
Du hast Recht, ich brauche was Positives, von dem ich träumen kann. Was erreichbar und realistisch ist. Was mich aus der Isolation rausführt. Was mich wieder stolz auf mich selbst sein lässt.
Was mich wieder richtig am Leben teilnehmen lässt.
All das verbinde ich mit einer neuen Aufgabe, bestenfalls einem neuen Job.
Das ist mein Ziel für die nächsten 3 Monate. Drück mir die Daumen.
LG
Copperhead

02.01.2021 23:11 • #125


Tatiana

Tatiana


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Zitat von Copperhead:
Liebe Elfe,
Du hast Recht, ich brauche was Positives, von dem ich träumen kann. Was erreichbar und realistisch ist. Was mich aus der Isolation rausführt. Was mich wieder stolz auf mich selbst sein lässt.
Was mich wieder richtig am Leben teilnehmen lässt.
All das verbinde ich mit einer neuen Aufgabe, bestenfalls einem neuen Job.
Das ist mein Ziel für die nächsten 3 Monate. Drück mir die Daumen.
LG
Copperhead


Liegt dann nicht der ganze Druck und deine ganze Hoffnung auf etwas, das du nicht wirklich richtig kontrollieren kannst? Dann ist dein Glück irgendwie vom Jobmarkt abhängig. Was würde denn gegen ein bisschen online dating sprechen (Ich weiß, du sagst, du willst warten), einen online Kurs mit anderen machen, Eventbrite, YahooMeetUp online events/Gruppen oder so was.

02.01.2021 23:20 • x 1 #126


Copperhead

Copperhead


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Liebe Tatiana,
hab heute zwar kurz auf die hiesige Partnerbörse geschaut (hab da noch ein Profil, was aber nicht mehr so zu mir passt), aber so richtig will ich nicht. Nehmen wir mal an, ich verabrede mich da. Was soll ich denn da erzählen. Bei den Dramen meines Lebens rennen die doch alle weg. Würde ich wohl auch. Und in Corona-Zeiten ist das mit den Events so ne Sache.
Vielleicht melde ich mich nochmal bei der hiesigen Tafel, bei der ich schon 1 Jahr im Fund Raising gearbeitet habe. Ehrenamtlich geht immer, bringt soziale Kontakte und ein gutes Gefühl.
LG
Copperhead

02.01.2021 23:37 • #127


Tatiana

Tatiana


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Genau, so werde ich es auch machen. Ehrenamtliches machen und ich hab vor, einen online Kurs zu machen.
Bei YahooMeetUp ist es gerade jetzt die richtige Zeit, weil du auch gut mal eins der events da in Glasgow oder New York mitmachen kannst, da ja alles online läuft. Gibt also schon fast zu viel ANgebot.

Wegen dating- Ich würde einfach sagen, dass du gerade durch eine Scheidung gehts und das nicht so leicht ist, aber du ernsthaft gerne unabhängig davon wieder jemanden kennenlernen würdest; gerne auch ruhig angehen lassen. Und wenn dann wer mehr nachfragt, würde ich das Minimum sagen und drum beten, dass wir erstmal nicht drüber reden, aber dann gerne in ein paar Wochen, wenn alles durch ist. Kann man schon irgendwie hinbiegen. Es werden sicher viele hinter sich haben, die auf solchen Seiten unterwegs sind, und es daher verstehen.

02.01.2021 23:49 • x 1 #128


Hoffnungsvoll20

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Zitat von Tatiana:
Liegt dann nicht der ganze Druck und deine ganze Hoffnung auf etwas, das du nicht wirklich richtig kontrollieren kannst? Dann ist dein Glück irgendwie vom Jobmarkt abhängig. Was würde denn gegen ein bisschen online dating sprechen (Ich weiß, du sagst, du willst warten),


Ist denn eine Partnerschaftssuche über eine Partnerbörse nicht mindestens genauso unkontollierbar umsetzbar wie eine Jobsuche?

Mein Ex ist ja nun seit Mitte letzten Jahres auf Parship zu finden. Vorher waren es dann wohl andere Seiten. Bisher hatte er ein paar nette Bettgeschichten, that´s all. Nichts, was er hätte in sein Leben lassen wollen. Ich denke, dass sich seine Vorstellungen von neuer Partnerschaft über Onlineportale auch deutlich relativiert haben. Er hat mir ja vor einigen Wochen sein Profil "geschenkt" und ist nunmehr nur noch zahlendes Mitglied.
Außerdem ist dieses Forum voll von Geschichten rund um Onlinedating. Leider habe ich bisher keine gelesen die zu einer langfristigen guten Partnerschaft geführt hat.

Bitte nicht falsch verstehen. Das ist ein Ansatz und jeder soll schauen ob es ihm irgendetwas bringt. Aber ob es tatsächlich realistischer ist, kurzfristig eine gute Partnerschaft über Onlinedating eingehen zu können oder mit weiteren Bemühungen einen Job zu realisieren, wage ich ehrlich gesagt anzuzweifeln.

03.01.2021 05:59 • x 3 #129


Hoffnungsvoll20

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Zitat von Copperhead:
hab heute zwar kurz auf die hiesige Partnerbörse geschaut (hab da noch ein Profil, was aber nicht mehr so zu mir passt), aber so richtig will ich nicht. Nehmen wir mal an, ich verabrede mich da. Was soll ich denn da erzählen. Bei den Dramen meines Lebens rennen die doch alle weg. Würde ich wohl auch.


Auf Partnerbörsen macht man leider diese scheußliche Erfahrung, dass es bei der Partnersuche nur um ein hübsches Aussehen und Profilangaben über guten Job, Haus und Hof geht.
Eigentlich kannst du froh sein, dass du diesen "Makel" der Scheidung mit den Folgen daraus mit dir rumschleppen musst. Denn eins ist sicher, wer sich jetzt für dich interessiert, interessiert sich für dich als MENSCH. Da werden deine derzeitigen Empfindlichkeiten zur kleinsten Nebensache der Welt.

Eigentlich reicht es doch schon aus, dass du dir einen Freund schnappst und in deiner Stadt in ein angesagtes Lokal gehst um einen Capuccino oder so zu trinken. Lache, scherze (egal wie es in dir aussieht) und schau wie du auf andere wirkst. Halte Blickkontakt - ich bin mir sicher, du erkennst deinen wahren Wert. Dann brauchst du auch kein Profil welches etwas aussagt, was du heute nicht mehr bist und brauchst keine Entschuldigungserklärungen für Damen, die lieber dein altes Ich statt DICH daten wollten.

Und falls du dich datest - versuch doch mal den Fokus auf "Spaß" zu legen und nicht auf "Partnerschaft". Da ich eine Frau bin meinte ich das jetzt natülich nicht sechsuell. Joggen bringt auch zu Zweit weitaus mehr Spaß als alleine und die Gespräche sind dann meist fernab von "ich bin, ich hab, ich tu". Probier´s mal.

03.01.2021 06:22 • x 2 #130


NochEine

NochEine


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Einen schönen guten Morgen

Ich habe mich nun durch den ganzen Thread gelesen, eigentlich sollte ich mich ja weiterhin auf morgen vorbereiten.

Ich verstehe Dein hadern mit Deinem jetzigen Leben, was mir beim lesen auffällt ist das Du Deinen Fokus, neben der Jobsuche, sehr auf eine neue Beziehung legst und dabei doch unterschwellig erkennst das es nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist. Und das ist richtig, es ist erst dann der richtige Zeitpunkt wenn Du wieder mit Dir im reinen bist. Ich selbst war auch sehr lange auf Jobsuche, weiß wie schwierig es ist, etwas zu finden, zu bekommen wenn man gesundheitlich etwas angeschossen ist und nicht mehr ganz so jung ist.

Ich bin in meinem Leben alleine unterwegs, bis auf ein paar sehr wenige Menschen in meinem Leben und selbst diese wohnen sehr weit von mir. Ich habe mir ab einem gewissen Punkt endlich die Frage an mich selbst gestellt was wirklich wichtig für mich ist und ganz wichtig, ich habe gelernt los zulassen.

Ich habe sogar Jobangebote abgelehnt, weil sie nicht in mein Leben passten, ich meine Seele nicht verkaufe, denn diese ist mir geblieben mit meiner Würde. Beziehung habe ich abgewählt, bin nicht auf der Suche oder hoffen das da jemand in mein Leben kommt und was soll ich sagen es fühlt sich gut an, denn ich habe gelernt das ich sehr gut mit mir leben kann. Wenn es sein soll, ja dann kommt jemand nochmal und wenn nicht dann ist dies auch nicht der Weltuntergang.

Das mit den Absagen kenne ich auch, hatte mich auch Bundesweit beworben, was mir jedoch auffiel, um so entspannte und mit weniger Erwartung ich in eine Bewerbungsphase kam, um so höher war die Chance eine Zusage zu erhalten. Mein Fehler war das ich mich auf Stellen beworben hatte die ich nur anschrieb aus Verzweiflung.

Erst durch das akzeptieren, annehmen lebe ich entspannter. Ich trete nun morgen eine befristete Vakanz an, bin hierzu zwar überqualifiziert, doch ich wollte diese Stelle unbedingt. Den Grund dafür kann ich nicht genau benennen, vielleicht ist es das ich damit wieder zaghaft in das Berufsleben damit einsteigen werde.

Ich möchte Dir mit meinem geschreibsel einfach nur mitteilen, auch wenn es noch so schwer fällt, nicht zur sehr den Fokus auf das außen zu legen, schau auf Dich, mach Dein Glück nicht von anderen abhängig. Lauf nicht Gefahr verbittert zu werden. Ich finde @Tieftraurig2020 trifft es auch immer sehr genau.

Ich wünsche Dir alles gute.

P.S. An alle, ich wünsche Euch ein schönes , friedvolles, gesundes und zuversichtliches neues Jahr.

03.01.2021 08:56 • x 5 #131


Hoffnungsvoll20

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Liebe @NochEine

Ohne das ich deine Geschichte kenne, möchte ich dir recht herzlich dafür danken, dass du jetzt auch das Gute mit uns teilst.
Das macht Mut und gibt Zuversicht.

Aller Anfang ist schwer, dessen sind wir uns hier alle bewusst. Ich drücke dir die Daumen und alles was ich noch drücken kann, damit dein Lebensweg weiter so positiv verläuft. Auch ohne oder mit Mann - hauptsache glücklich und zufrieden in diesem oder den nächsten Job.

03.01.2021 09:07 • x 2 #132


NochEine

NochEine


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Zitat von Tieftraurig2020:
Liebe @NochEine

Ohne das ich deine Geschichte kenne, möchte ich dir recht herzlich dafür danken, dass du jetzt auch das Gute mit uns teilst.
Das macht Mut und gibt Zuversicht.

Aller Anfang ist schwer, dessen sind wir uns hier alle bewusst. Ich drücke dir die Daumen und alles was ich noch drücken kann, damit dein Lebensweg weiter so positiv verläuft. Auch ohne oder mit Mann - hauptsache glücklich und zufrieden in diesem oder den nächsten Job.


So ist es. Es ist und war bei Gott nicht leicht, sich mit sich selbst auseinander zusetzen. Ich wusste nicht das ein Mensch so viele Tränen hat. Doch dieser harte Weg war es bis jetzt wert, meinet wegen. Habe noch eine Sache, die mir in den Tagen schmerzlich bewusst wurde, annehmen und genauer hinsehen.

Ich weiß genau, wie wir alle, nicht wo mein/Euer Weg hin führt, mache mir nun auch nicht mehr den Kopf darum, einfach mehr im hier und jetzt bleiben. Was ich ändern kann, ändern, was nicht, annehmen und damit leben.
Keine Angst haben und wenn sie sich doch mal wieder von hinten anschleicht fragen ob sie berechtigt ist, ist sie dann beim genaueren hinsehen nicht.

Dankeschön für das drücken der Daumen, es wird kommen wie es soll

03.01.2021 09:44 • x 1 #133


Jane_1

Jane_1


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Zitat von Copperhead:
Der Gedanke, dass es noch ewig dauern kann, bis ich mich wieder verlieben darf,

Du schreibst, dass dieser Gedanke weh tut. Dann denke ihn nicht! Nicht jeder Gedanke, der in unserem Kopf auftaucht stimmt und muss in Stein geritzt werden. Wir denken auch viel Schrott. Also ich schon, und ich gehe mal davon aus, dass ich damit nicht alleine bin.

Das Interessante beim Verlieben (oder anderen Dingen, die einen glücklich machen) ist ja oft, dass sich an den äußeren Gegebenheiten sonst nichts verändert hat. Man hat trotzdem keinen oder einen Schei-ss Job, man hat trotzdem die Krankheiten/Schmerzen was auch immer wie vorher, die Scheidung steht immer noch an, etc etc.
Unser Blick darauf ist nur ein anderer.
Auf einmal schauen wir wohlwollender, optimistischer auf alles.
Wieso ist das so?
Sind wir bessere, wertvollere Menschen, wenn wir geliebt werden? Oder wenigstens das Gefühl haben, wir sind begehrenswert und könnten geliebt werden?
Sind wir völlig andere Menschen, wenn es ein solches Gegenüber nicht gibt? Weniger wert? Natürlich nicht.
Ich glaube, sehr viele Menschen (ich auch) sind mit solchen selbstlimitierenden Glaubenssätzen unterwegs. Es hilft, sich darüber klar zu werden.

Bezüglich deines Plans in den nächsten 3 Monaten einen Job zu finden: Da wurden schon kluge Sachen geschrieben. Setz dir lieber ein Ziel, an dessen Erreichen du arbeiten kannst. Z.B. Haldmarathon laufen oder so.

Zitat von NochEine:
Ich trete nun morgen eine befristete Vakanz an,

Alles Gute für deinen neuen Job!

03.01.2021 11:10 • x 3 #134


Copperhead

Copperhead


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Hallo ihr Lieben,
das mit den selbstlimitierenden Glaubenssätzen trifft sicher zu. In den wenigen und leider zu kurzen Beziehungen nach der Trennung fiel es mir viel leichter, an ein gutes Ende zu glauben. Ich war auch gegenüber meiner Partnerin völlig offen, in welcher Situation ich stecke und habe Unterstützung erfahren. Mein Leben hatte auch Struktur, ich konnte für jemanden da sein. Man hat sich gegenseitig gestützt und gut getan.
Aber ob meines Seelenzustands war das nicht von langer Dauer. Und bei meiner letzten Freundin habe ich völlig irrational die Beziehung beendet, weil ich in meiner eigenen Unzufriedenheit nicht erkannt habe, wie gut sie mir tut. Deswegen will ich im reinen mit mir sein, bevor ich jemanden wieder so dicht an mich ranlasse.
Der Gedanke allein zu sein tut weh, aber ich kann ihn nicht nicht denken. Dazu ist mir meine Situation jede Sekunde zu bewusst.
Eine Job ist für mich nicht nur Mittel zum Zweck, ich weiß, ich kann mich da so reinsteigern, dass ich die Welt um mich herum weniger wahrnehme. So eine Phase bräuchte ich jetzt. Und mit dem Erfolg kommt die Selbstzufriedenheit. Und damit kann ich auch wieder mein Herz öffnen.
Eins nach dem Anderen. Schritt für Schritt.
LG
Copperhead
PS Liebe Noch Eine: viel Erfolg morgen

03.01.2021 14:28 • x 1 #135



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