Copperhead
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mir ist bewußt, dass ich mich verändert habe, aber ich glaube das allein ist es nicht, sondern auch die besondere Situation. Was die Bewerbungen angeht, ist das Alter eine echte Hürde. Ich habe auch fürs Bewerben einen Coach (Hat mir mein alter Arbeitgeber noch bezahlt), aber der weiß auch nicht mehr, was er mir raten soll. Ich bin auch bereit, bezüglich des Levels und Gehalts massive Abstriche in Kauf zu nehmen, funktioniert hat das leider auch nicht, sondern bei den potentiellen Arbeitgebern eher Fragen aufgeworfen.
Aktuell bin ich an allen meinen Fronten so wenig erfolgreich, dass ich mich eher auf ein Leben 0.2 als 2.0 einstellen muss. Und ich wehr mich dagegen, so gut ich es eben noch kann. Die Beziehungsversuche waren davon sicher auch geprägt. Die bewerte ich aber positiv, weil es mir gezeigt hat, dass da noch was geht (was ich nach der Trennung nicht glauben wollte). Natürlich war das einerseits zu früh und andererseits haben die Probleme, die mich eingeholt haben, meine Attraktivität nicht verbessert. Aber ich habe insbesondere zu der letzten Freundin noch einen sehr vertrauensvollen Kontakt (sie ist jetzt eher eine gute Freundin), was zeigt, dass das auch über die Zeit positiv zu bewerten ist.
Mir geht es sicher im Vergleich zu vielen anderen in dieser Corona-Krise wirtschaftlich noch gut, obwohl ich mich gegenüber früher stark einschränke. Das Hier und Jetzt ist aber emotional schwer zu ertragen und in Hinblick auf die Lebensperspektive erst recht.
Mein Ich wird eher aufgefressen von der großen Unsicherheit, wohin der Weg mich führt und ob ich wieder eine Lebenssituation erzeugen kann, an der ich mich überwiegend erfreuen kann oder zumindest einigermaßen zufrieden bin. Da dran zu glauben fällt mir dermaßen schwer, dass meine Seele täglich unter der Last ächzt.
Beste Grüße
Copperhead