Liebe Jully,
vielen lieben Dank für deinen Beitrag, er war sehr aufbauend für mich.
Liebeskummer kennt halt keinen Alter
Nachts schlafe ich tatsächlich durch, nur morgens wache ich immer mit Herzrasen auf und denke mir: Mist. Er ist WIRKLICH nicht da. Ich werde nie wieder mich an ihn kuscheln können und mich an ihm wärmen können. Nie wieder werde ich ihn küssen und knuddeln können. Bäh, der Gedanke raubt mir die Luft zum Atmen. Andererseits: Er hat mich am Ende immer von sich gestoßen. Als wäre ich etwas ekeliges. Das kann ja auch nicht das wahre sein!
Die Verhaltenstherapie habe ich quasi schon im Februar angefangen. Wie gesagt, keinerlei Unterstützung seinerseits.
Hat mich im Endeffekt nur angeschmunzelt.
Du kannst entweder über einen Hausarzt dorthin oder direkt beim Verhaltenstherapeuten anrufen. Ich habe direkt angerufen.
Man hat dann 5 Probesitzungen, damit man sich gegenseitig "angucken" kann, ob man sich symphatisch ist oder nicht.
Danach, wenn es passt, wird bei der Krankenkasse der Antrag gestellt.
Ich habe zum Beispiel jetzt meine erste "richtige" Sitzung von 12 genehmigten. Danach kann man ohne Probleme einmal um 12 wieder verlängern.
Da mein Therapeut ziemlich voll ist, habe ich momentan nur alle 2 Wochen etwa eine Sitzung. Er ist halt sehr praktisch veranlagt und führt dir vor Augen, wie der Mensch ist, den du so "anhimmelst".
Bei mir wusste er schon in der zweiten Stunde, dass mein Hauptproblem nicht ich selbst, sondern mein (damaliger) Partner ist. Er hat mir sofort gesagt, dass er teilweise narzisstische Züge hat und ich sowas nicht verdient habe, da ich sehr quirlig und emotional bin.
Tja.... der Mann hat über 30 Jahre Therapieerfahrung. Ich hätte früher auf ihn hören sollen.
Auf jeden Fall kann ich sowas nur empfehlen!
Er hat mir auch gesagt, dass es nichts bringen würde, wenn er mich jetzt mit Antidepressiva oder sowas zuschütten würde.
Ich muss den "Schmerz" richtig verarbeiten. Sonst wird das nichts.
Heute nachmittag bin ich wieder dort und hoffe, ich gehe mit einem klareren Kopf raus
Meine Überlegung war, ob ich ihm am 25., wenn er seine Sachen holt, einen "Abschiedsbrief" mitgebe.
Aber wozu?
Er hat doch längst abgeschlossen.
Oder ich werde den Brief schreiben und ihn verbrennen.
Oder soll ich es in seine "Erinnerungskiste" werfen ohne Kommentar? Die Kiste liegt noch bei mir und die muss er noch mitnehmen....
Was meint ihr?