Abendläuten
Gast
Heraus kam, dass ich 12 Positive Punkte hatte und nur 2. negative.
Negativ: neben der Respektlosigkeit dann das nicht zu mir stehen....das Positive: Heimat (Haus, Garten, meine Tiere, eben alles was mir mein Herz jeden Tag öffnet) Dann halt die Gegend, wo ich jeden Tag bin, unser Verein, die gemeinsamen Bekannten, Freunde und Kameraden
12 positive Punkte versus 2 negative Punkte. (ich hätte evtl. noch mehr gefunden, mir haben aber diese wichtigsten Punkte gereicht um mich zu entscheiden, da zu bleiben wo ich bin.
Meine Geschichte: 2 Jahre nach der Heirat kam unser 1. Kind auf die Welt, ein Wunschkind. 2 Jahre später bin ich für 3 Wochen ausgezogen zu einer Tante. Er ging da schon seine eigenen Wege, Firma stand an 1. Stelle.
9 Jahre später dann die Trennung, 1 Jahr war ich mit den Kindern in einer anderen Stadt wohnhaft. Meine Trennungs-Gründe interessierten ihn nicht wirklich, das ewige nicht zu mir stehen, die ewigen provokativen Spitzen seiner Mutter mir ggü und die leidigen Kämpfe um Anerkennung und Akzeptanz, zermürbten mich, zudem unsere Tochter, die sehr fordernd war und ich verliebte mich in einen anderen Mann, platonisch, der mir zuhörte, mir Trost zusprach und mich ernst nahm. Ernstgenommen zu werden war für mich damals wie für einen Schwamm das Wasser. Der andere Mann besuchte mich nie, zu sehr ausgeprägt war seine Angst, was Andere im Ort dazu sagen würden, wenn...............so fiel ich dann nochmal in ein schwarzes Loch, hatte alles aufgegeben und wurde aufgegeben. Denn:
Mein Mann hatte nach 2 Monaten eine Freundin. Woher er diese gleich hatte kein Plan. Die lernte dann auch unsere Kinder kennen und diese ihre Kinder. Sie waren ein Jahr sozusagen eine Patchwork-Familie, sie standen schon kurz vor dem Einzug in eines der beiden Häuser, entweder in ihres oder in unseres. Da waren die beiden sich noch nicht ganz einig. Er wollte sie am Geburtstag unseres kleinen Sohnes seinen Eltern/Familie vorstellen...........und ich versaute ihm diese Gelegenheit, in dem ich dann vor der Haustüre stand und sagte: "ICH bin die Mama, ich feier mit euch den Geburtstag unseres Sohnes".
Unterhalt: Ich bekam in der Trennungszeit ein halbes Jahr normalen Unterhalt vom RA festgelegt, dann begann er mir den Unterhalt zu kürzen, Argument, seiner Firma geht's schlecht. .............er kam mit Ehe-Splitting, das ich unterschreiben sollte und bin dann zu meinem neutralen RA. Dann verweigerte er mir die Mitversicherung in der Krankenkasse. Vor unserer Trennung schleppte er mich zu einem Notar, der noch schnell einen Pflichtteilsverzicht bzgl. Firma aufsetzte, den ich nach eingehender Beratung (ich verstand nur Bahnhof) unterschrieb. Diese Urkunde gibts immer noch, sie beeinhaltet, das jegliches Vermögen aus und in der Firma bei einer Scheidung nicht in das private Vermögen fließt. Als Entschädigung bekam ich den Pflichtteil in Höhe von 20.000 Mark ausbezahlt......mein RA musste das Geld bei ihm eintreiben.
Ich hatte dann nach dem Geburtstag unseres Sohnes um meinem Mann gekämpft und ihn zurück erobert. Für die Kinder war es besser, für mich auch, nicht nur finanziell, ich hatte einfach gemerkt, dass wir uns noch lieben und gemeinsam die Zukunft gestalten wollen. Die andere Frau, war abgemeldet bzw. abserviert, das tat mir aber erst später sehr weh für sie.
(ich erfuhr aber 2 Jahre später, dass er doch noch ab und zu mal zu ihr fuhr, laut ihm, ließ sie nicht locker.........) gerade gewonnenes Vertrauen war dann wieder im Keller
Nach dieser Trennungsphase sind wir ununterbrochen wieder zusammen. Und bis vor ein paar Wochen sagte ich noch zu meinem Mann mit voller Inbrunst: "Ich freue mich auf unseren Lebensabend gemeinsam, jetzt fängt es erst richtig schön an"
Kinder sind erwachsen und aus dem Haus und leben ihr eigenständiges Leben. Uns geht's wirklich gut. Nach dem Desaster mit dem anderen Mann in den ich verliebt war von damals, einschließlich Nervenzusammenbruch als ich erfuhr, er hat eine Freundin und liebt diese und er stimmt einer Scheidung zu, hatte ich keinen anderen Mann mehr in meinem Leben, bei dem ich das suche, was ich bei meinem Mann nicht finden kann. Und dass mein Mann diese Freundin hatte, wir waren getrennt, betrogen hatte mein Mann mich damals nicht. Da kann ich ihm nichts anhängen oder ihn deswegen verurteilen. Wir hatten uns versöhnt und beiderseitig verziehen. Diese olle Geschichte ist vom Tisch und spielt auch nicht mehr in unsere Gegenwart hinein. Nur halt das mit den verdammten Finanzen, diese Papiere existieren immer noch.
Warum mein Mann jetzt auf einmal so reserviert, distanziert und gefühllos ist, keine Ahnung.
Aber eventuell haben wir uns auseinander gelebt und sind uns fremd geworden. Typisches klassisches Ehedrama.
Ich setze mich ein Zeitlimit. Ist es in einem Monat nicht besser oder noch schlimmer, werde ich mit ihm ein Gespräch führen. Wenn er so geartet ist wie seine Mutter, dann legt sich seine Übellaunigkeit auch wieder. Bei SchwiMu ist es meistens so, sie ist 2 Tage stinkig und führt sich auf wie ein Stunk und benutzt ihre Duftdrüse..........um am 3. Tag total freundlich, nett, liebenswürdig zu sein. ...........wenn er so wird wie seine Mutter, mein Mann, weiß ich ja, was noch auf mich zukommt.
Abendläuten
Das Hauptproblem ist und das ist es was mich hält, alle Versicherungen, Bankguthaben, alles läuft über die Firma. Ein privates Vermögen besteht nur in Form des Hauses und des Grundstücks und dem privaten Konto, dass er kürzlich bis auf den letzten Heller leer geräumt hat als er sich sein Spielzeug fürs Hobby gekauft hatte. (im 6-stelligen Bereich). Und dazu kommt, weil Haus und Grundstück auf ihn läuft, kann er unser gemeinsam finanziertes Haus verkaufen und mir nur einen Anteil ausbezahlen, das können 100 Euro sein oder 10.000 Euro. Wie ihm beliebt. Er kann z.B. das Haus verkaufen für ne halbe Million,