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35 Jahre Ehe wird entsorgt wie ein Müllbeutel!

Träne71
Ja so geht es mir heute, als wenn mir jemand den Hals zudrücken würde. Kaum komme ich die Treppen hoch zu meiner Wohnung mußte ich wieder heulen. Die Wellen durchlaufen mich wie Stürmischer Ozean. Ab ich muss trotzdem weitermachen . Ich habe soviel Arbeit vor mir. Sie hat es sich leicht gemacht ist einfach abgehauen und mit den Scherben zurück gelassen. Das Problem ist ich schwelge immer noch viel zu viel in der Vergangenheit. Dann diese Tagträume, wo ich mir ausmale was ich ihr sagen würde wenn sie Anruft. Aber ich weiß sie wird mich nicht anrufen. Sie hat noch nicht mal gefragt wie es mir geht. Ich mus es eben kapieren daß da nichts mehr ist.

#76


A
Ach Träne71...bitte mache heute EINE schöne Sache für dich, sei es ein Steak in die Pfanne hauen,neue Schrauben kaufen...oder sonst was,was du irgendwie gut findest.
Heulen ist nicht schlecht.Das muss raus.
Glaub an dich 🙏🍀

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A


35 Jahre Ehe wird entsorgt wie ein Müllbeutel!

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B
Ich empfehle nach wie vor auch noch einmal dafür zu sorgen, dass medizinisch, psychologisch unterstützt wird, auch wenn jetzt sicher die Kraft dazu fehlt, denn er ist ja überall abgewiesen worden. Unmöglich, wie ich finde Wütendes Gesicht

Hinweis:Zur Not weise deine Ärztin darauf hin, dass du Suizidgedanken hast (auch wenn das nicht stimmt), dann MUSS sie handeln.

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Markus1977
Das ist eine ganz harte Zeit, die Du jetzt überstehen musst. Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du jetzt, kannst gerne mal bei mir im aThread vorbei schauen.
Ich habe für mich erkannt, das man auch den Weg nach ganz unten gehen muss um wieder nach oben zu kommen.
Sei froh das Sie Dich in Ruhe lässt, das ist kein ignorieren oder wegwerfen, das Ist nur der Schutz beider Seiten und das ist grundsätzlich auch ok. Es tut nur unglaublich weh und fühlt sich ungerecht an. Gerechtigkeit gibt es aber für Dich nicht, auch nicht für Sie. Ihr geht jetzt in völlig andere Richtungen, Sie aufwärts, Du noch abwärts. Aber auch das wird sich irgendwann ändern.

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Markus1977
Zitat von Markus1977:
Das ist eine ganz harte Zeit, die Du jetzt überstehen musst. Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du jetzt, kannst gerne mal bei mir im aThread ...

So wie das gelesen habe, habt ihr keine Kinder oder? Ich hab 3 mit der Ex und es war die Hölle, jetzt immer noch unschön. Sei froh das Du Dich nur um Dich kümmern musst und das bitte zu 100% und kein% weniger

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M
Zitat von Margerite:
Da liegt immer noch viel im Argen. Männer sollten lernen , dass sie auch fühlende Wesen sind und dass Emotionen wie gefühlte Schwachheit, Trostlosigkeit, Mutlosigkeit normal sind und zum Leben gehören.

Ich denke es bewegt sich so langsam in die richtige Richtung. Wenn ich bedenke, wie ich aufgewachsen bin (und ich hatte eine schöne Kindheit) und nun betrachte, wie ich meine Kinder grossziehe, dann ist das was völlig anderes.

Zitat von Margerite:
Glücksgefühle empinden sie gerne, weil sie ja für Erfolg stehen, aber wenn es in die andere Richtung geht, dann sind sie auf einmal "schwach" und meinen, diese nicht empfinden und schon gar nicht zeigen zu dürfen. Dann werden Gefühle unterdrückt und im Endeffekt abgespalten, weil man sie nicht spüren möchte.

Jeder empfindet am Liebsten Glücksgefühle und nur die Wenigsten schätzen Gefühle wie Trauer, Angst und Co. Der Umgang mit jenen Gefühlen muss natürlich gelernt werden. Da helfen eben die alten Gepflogenheiten der Boomer und der Generation X so gar nicht, wenn ich an die Sprüche meiner Kindheit denke wie z.b "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" oder "Weine nicht, bist Du etwa ein Mädchen?"

Zitat von Margerite:
Wer keinen Zugang zu seinen Gefühlen hat und findet oder diese sogar ablehnt, weil "unmännlich", kastriert sich sozusagen selbst und verliert den Bezug zu sich selbst.

Und dass ist die Quintessenz, wenn Jungen von kleinauf von Müttern und Vätern eingeredet wird, nicht fühlen zu dürfen was man fühlt. Von daher, die Gesellschaft ist zwar im Wandel, aber es gibt für Mann und Frau noch furchtbar viel zu tun in diesem Bereich.

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Wulf
Zitat von Träne71:
Mir ging es ähnlich: Krankenhaus angerufen, mit dem Hausarzt gesprochen, sogar nach einer Tagesklinik gefragt. Aber weil keine akute Depression festgestellt wurde, hieß es, das sei „eine normale Reaktion“ und würde vorübergehen.

Zitat von Träne71:
Ich sitze auch jetzt noch oft da und weine und frage mich, wie es weitergehen soll.

Psychosoziale Beratung, Anlaufstellen sind Caritas/Diakonie
Nimm auch die Telefonseelsorge in Anspruch.
Wichtig ist, daß du darüber sprichst.

35Jahre, puuuuh. Sehr lange Zeit. Du wirst du (leider) erstmal reinweg funktionieren müssen.

Zitat von Träne71:
Ab ich muss trotzdem weitermachen . Ich habe soviel Arbeit vor mir. Sie hat es sich leicht gemacht ist einfach abgehauen und mit den Scherben zurück gelassen.

Zitat von Träne71:
Kaum komme ich die Treppen hoch zu meiner Wohnung mußte ich wieder heulen.

Ihre Sachen sind raus? Stell erstmal die Möbel um, so das du den sichtbaren Effekt bekommst, daß sich etwas geändert hat.
Lass die Tränen raus, ist besser so.

Zitat von Träne71:
nein gibt überhaupt keine Kontakt mehr. Sie will nur noch über Anwalt, obwohl sie vorher gesagt hat wir wollen uns in guten trennen. Ich weiß nicht mit wem ich die ganzen Jahre zusammen gelebt habe?

Sie war schon länger auf der Abreise.
Und kein Kontakt, ja ist auch besser für dich. Jetzt geht es ans eingemachte = Finanzen.

x 2 #82


M
Zitat von Wulf:
Und kein Kontakt, ja ist auch besser für dich. Jetzt geht es ans eingemachte = Finanzen.

Das ist eine fiese und sehr unerfreuliche Sache. Auch in dieser Hinsicht könnte es sein, dass Du Dich fragst, mit wem Du all die Jahre zusammen warst. Aber es gibt immerhin Anwälte-

x 1 #83


Träne71
Hallo liebe Community,

ich wollte euch mal wieder ein Update geben.

Wenn ich meine Psyche im Moment beobachte, habe ich das Gefühl, dass sich einiges stabilisiert hat. Die Trauerwellen kommen zwar noch, aber sie dauern nicht mehr so lange. Zeitlich kann ich es schwer einordnen, aber es gibt inzwischen Abende, an denen ich sechs oder sieben Stunden wirklich Ruhe habe. Dann denke ich weder an meine Ex-Partnerin noch an Anwälte oder die ganze Situation.

Gestern zum Beispiel hatte ich einen Abend, an dem ich mich wirklich mal wieder gut gefühlt habe. Dieses Gefühl habe ich lange vermisst. Mir war alles egal im positiven Sinne, und ich konnte mich sogar konzentriert auf einen Film einlassen. Das ging in den letzten Wochen überhaupt nicht, weil mich sonst nichts interessiert hat.

Ein weiterer Schritt: Ich habe gestern meinen neuen Mietvertrag unterschrieben. In zwei Monaten bin ich hier aus der gemeinsamen Wohnung raus.

Heute habe ich nochmal den Schrank aus dem ehemaligen Schlafzimmer abgebaut und abgegeben. Als ich in die Wohnung kam, hat mich kurz eine starke Welle erwischt und ich musste weinen. Aber auch das war anders als früher: Die Welle war heftig, aber sie ging relativ schnell vorbei, und ich konnte mich wieder stabilisieren.

Ich habe das Gefühl, dass ich auf einem guten Weg bin. Natürlich habe ich auch Zweifel, ob ich mich vielleicht falsch einschätze – aber irgendetwas verändert sich gerade. Manchmal kommen sogar ganz kleine Gedanken an die Zukunft.

Jetzt stehe ich allerdings vor einer schwierigen Entscheidung und würde gerne eure Erfahrungen hören:

Für Juni hatte ich eine gemeinsame Reise nach Kroatien gebucht. Die Reise wurde damals natürlich zusammen mit meiner Frau geplant. Jetzt frage ich mich, ob ich sie stornieren soll. Ich habe eine Reiserücktrittsversicherung, und mein Arzt würde mir vermutlich auch bescheinigen, dass ich aktuell psychisch nicht reisefähig bin.

Die große Frage ist aber:
Wie realistisch ist es, dass man in vier Monaten schon wieder so stabil ist, dass man so eine Reise antreten kann?
Oder würdet ihr sagen, dass solche Reisen, die ursprünglich gemeinsam geplant waren, eher belasten als guttun?

Hat jemand von euch Erfahrungen damit gemacht?
Seid ihr gefahren – oder habt ihr bewusst storniert?
Und was war im Nachhinein die bessere Entscheidung für euch?

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Stella31
Zitat von Träne71:
Hat jemand von euch Erfahrungen damit gemacht?
Seid ihr gefahren – oder habt ihr bewusst storniert?
Und was war im Nachhinein die bessere Entscheidung für euch?

Also für mich wäre eine gemeinsam geplante Reise nicht das Richtige, um dort dann alleine hinzufahren.
Aber das kann für dich auch ganz anders sein.
Wenn das ein Ort ist, wo du bisher nie warst, kann es auch eine gute, neue Erfahrung werden, solange deine Einstellung dazu passt.
Mir hat mein Ex ein Land, was ich liebe, derart versa.ut, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann, dort wieder hinzufahren.
Aber das ist echt individuell

x 4 #85


C
Zitat von Träne71:
Die Welle war heftig, aber sie ging relativ schnell vorbei, und ich konnte mich wieder stabilisieren.

Ja. Und das wird (in der Tendenz, ab und an wird auch nochmals ein tieferer Absturz passieren) auch weiterhin so sein. Und in diesem Wissen kann man auch die Downs leichter ertragen, finde ich.
Zitat von Träne71:
Oder würdet ihr sagen, dass solche Reisen, die ursprünglich gemeinsam geplant waren, eher belasten als guttun?

Ich glaube, ich würde stornieren, wenn das über die RRV möglich ist. Dann würde ich ganz in Ruhe schauen, wie ich mich bis Sommer fühle und dann ggf. spontan eine andere Reise buchen.
Hier war eine Reise für sechs Wochen nach der Trennung geplant, an ein Ziel, an dem wir früher auch schon öfters waren. Hier war die "Lösung" die, dass Next mit dem Ex hingefahren ist - d.h. sie hat sich sechs Wochen nach Trennung und Warmwechsel in das gleiche Bett gelegt, in dem ein Jahr vorher noch der Ex und ich lagen. Muss man mögen.😁

x 2 #86


Träne71
@Stella31 ja es würde mein Sohn mit fahren, und ein Kumpel. Darf ich fragen um welches Land es sich handelt?

#87


Stella31
@Träne71 dann wäre es ein anderer Urlaub als geplant. Vielleicht ist es für dich das Richtige.

Norwegen war es

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M
Zitat von Träne71:
ja es würde mein Sohn mit fahren, und ein Kumpel.

Wenn ich Dir einen Rat geben darf. Ich würde die Reise unbedingt antreten mit deinem Sohn und dem Kumpel.

Bis ihr reist geht es noch eine Weile und so wie Du jetzt Fortschritte machst, bin ich guter Dinge, dass bis dahin das problemlos möglich ist. Es ist immer gut, wenn man sich überwinden kann, etwas zu tun, was einem Angst macht oder auch leicht triggert. Das kann Dir sehr gut beim Heilen helfen, macht Dich stark und vor allem unabhängig.

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Wasabix
Zitat von Schnuddel74:
Nur mit der Kirche habe ich so meine Probleme... ...vor allem wegen des miserablen aufarbeiten der Missbrauchsfällen und wegen den golden Wasserhähnen im Bistum Limburg - wobei das eine Mär ist, der Prachtbau hat trotzdem 31 Millionen gekostet.

Kirche, vorallem die katholische von Gott gedanklich und emotional, am besten trennen.
Gott ist in jedem, die Kirche hingegen ist eine Institution.

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A


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