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35 Jahre Ehe wird entsorgt wie ein Müllbeutel!

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Zitat von Taja1976:
. Ich kann mich sehr schwer ablenken, aber mir ist aufgefallen das Ich wieder mehr kleine Details wahrnehme.

Damit hast Du schon einen großen Schritt getan, denn Du merkst, es gibt auch Anderes als die enttäuschende Trennung. Damit leitest Du die emotionale Ablösung ein. Oh welch ein Wunder, ich sehe das erste Schneeglöcken. Wie schön es doch ist! Es ist sehr wertvoll, wenn es Dir gelingt, kleine Dinge wahrzunehmen. Die Seele hat dann schon mal wenigstens für kurze Zeit einen Überdruss an Leid und lässt Dich Kleinigkeiten wieder wahrnehmen. Das ist sooo hilfreich.
Schau Dich um und lerne, Dich über Kleinigkeiten zu freuen, ja sie überhaupt wieder zu bemerken.

Damit hilftst Du Dir und der geschundenen Seele sehr.

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M
Zitat von Träne71:
Die große Frage ist aber:
Wie realistisch ist es, dass man in vier Monaten schon wieder so stabil ist, dass man so eine Reise antreten kann?
Oder würdet ihr sagen, dass solche Reisen, die ursprünglich gemeinsam geplant waren, eher belasten als guttun?

Fahr, Du wirst es sicher nicht bereuen. Klar war die Reise zu zweit geplant, aber es ist ein super Signal an Dich selbst, wenn Du Dir sagst, ich mach es trotzdem. Und in vier Monaten sieht Deine Welt definitiv besser aus. Es wird nicht vorbei sein, aber schon wesentlich besser. Und Tapetenwechsel tut immer gut. Gerade in einer Trennungsphase.

Als ich eine Trennung hinter mir hatte, fand der alljährliche Kongress meiner Sparte in Berlin statt. Die Trennung lag zwar schon einige Monate zurück, aber ich wusste, ich war noch nicht über den Berg. Und die Wahrscheinlichkeit ihn dort sehen zu müssen, war groß.
Einige Wochen überlegte ich hin und her und schwankte zwischen Selbstvorwürfen (Du bist ein Angsthase, Du traust Dich nicht, typisch, dass Du jetzt wieder mal kneifst) und dem Wunsch, doch nach Berlin zu fahren. Es war eine Herausforderung. Und eines Tages buchte ich einfach und damit war es klar. ich würde hinfahren, egal wie es ausgehen würde.

Er war dann gar nicht da. Der Gedanke, dass er ein Wiedersehen mit mir vermeiden wollte, gefiel mir. Und dann war es so toll und ich hatte sehr viel Spaß. Später sagte ich mir, Berlin war wie ein Freischwimmer. Ich hatte es mir zugetraut und es war viel besser geworden als gedacht. Ich saß am Abend nicht heulend und verlassen im Hotelzimmer und ich hatte keine Angst mehr vor der großen unbekannten Stadt.

Trau Dich, liebe Träne, Du wirst davon profitieren.

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H
Hallo liebe Träne, ich habe deine Geschichte gerade überflogen, dich gerade erst entdeckt, da ich aktuell mit zusätzlichen anderen Themen beschäftigt bin.
Ich bin jetzt seit 14 Monaten nach 35 Jahren Beziehung getrennt und habe 2 erwachsene Kinder. Tränen habe ich länger keine mehr gehabt, aber Unsicherheiten und Ängstlichkeiten bezogen auf die weitere Zukunft.
In den meisten Bereichen meines Lebens geht es mir inzwischen gut, ich bin gewachsen und stark geworden. Hab Vertrauen und Zuversicht. Du schaffst das!

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