Zitat von Sandwich:Der Sinn des Lebens ist....Leben
Aber wenn du nur auf der Couch liegst verpasst du das Leben.
Es läuft an dir vorbei.
Es kriecht durch die Sanduhr, bewegt sich, nur du bewegst dich nicht.
Ich habe auch viel negatives erlebt, aber genau das hat mich stärker und bewusster gemacht.
Ich weiß, dass es unendlich schwer ist.
Man kann auf der Couch beim fern sehen nicht verletzt werden.
Man kann aber auch keine wundervollen Dinge erleben und liebe Menschen kennen lernen.
Ich hoffe, dass du erkennst, der Sinn liegt nicht darin einfach aufzugeben, sondern aufzustehen und zu leben.
Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, halte die Augen offen, suche Gespräche.
Die Menschen sind nicht alle schlecht, nur dieses Online-Dating hat ihr Verhalten negativ beeinflusst.
Ich hoffe, du fasst wieder Mut und kommst wieder in deine Männlichkeit zurück

Na, ich hoffe doch, dass meine Männlichkeit keinen Schaden davongetragen hat.

Mit dem Spazierengehen mit dem Hund - das wird nichts werden - ich habe nämlich einen Kater.

Und der ist mit nunmehr 16 Jahren auch nicht mehr der jüngste, aber total lieb und mein bester "Buddy".
Du beschreibst da einen interessanten Punkt - ich verpasse das Leben, wenn ich daheim bin. Was verpasse ich denn? Ich bin durch meine persönliche Situation (vor allem wegen den Finanzen) doch sehr eingeengt. Urlaub machen, Kurztrips oder so sind nicht möglich für mich. Ich habe keinen PKW (angesichts der immens teuren Kosten für Unterhalt und Co. aber auch ein Segen

). Ich fahre mit den Bussen der Stadt, was monatlich auch über 50,00 Euro kostet. Und ich erledige viele Wege zu Fuss, wohne im 5. Stock (ohne Fahrstuhl) - also da kommen schon ein paar Kilometer jeden Tag zusammen.
Mein letztes medizinisches "Wundermittel" - ein Medikament zur Erhöhung des Stoffwechsels - hat bei mir zu fast totalen Haarausfall geführt. Abgenommen habe ich nichts. Was andere hier schrieben mit der Intervalldiät - da mache ich mich mal schlau, danke für den Tip. Von einer Intervalldiät habe ich noch nie gehört.
Ich denke, mein Rückzug aus dem Leben hat viele Gründe: Die beschränkten Möglichkeiten, die Enttäuschungen, die Vergangenheit, die gesundheitlichen Probleme, die erfolglose diskriminierende Suche nach einem Job, die Aufgabe meines geliebten Sports, um nur ein paar zu nennen. Die Angst, wieder zu versagen, alles zu verlieren. Wieder betrogen zu werden. Und dazu eine große Müdigkeit. Kopf und Muskeln sind leer, keine Kapazitäten mehr.
@Dattel hat es gut formuliert: " Resignation, Verbitterung, Rückzug und die Akzeptanz eines kleineren Lebens sind zwar keine schönen Dinge (zumindest in der ersten Phase), aber sie haben eine Daseinsberechtigung.
Wer mag, darf sie bekämpfen, aber wer das nicht mag, ist kein schlechter oder schwacher Mensch.
Entscheidend ist immer der persönliche Leidensdruck.
Ein anderes Leben muss kein schlechteres Leben sein. "
Ja, es ist ein kleines Leben. Manchmal braucht ein Mensch das. Vielleicht bedarf es eines Katalysators, aber der muss von außen kommen. Von innen wird der bei mir nicht gezündet werden, soviel ist sicher.
Manchmal ist es eben Schicksal, klein zu bleiben und sich zurück zu ziehen. Ist es deshalb soo viel schlechter? Oder ist es eine Alternative gegenüber der heutigen Zeit, die so schnellebig und brutal geworden ist? Die Zeit wird es zeigen. .....