Zitat von *Sommerregen*:für mich wiederspricht sich das aber irgendwie...wenn ich Liebe gebe ,erwarte ich auch Liebe, damit es sich die Waage hält 🤔
Du darfst erwarten das deine Bedürfnisse und Grenzen geachtet werden und in der Beziehung vorkommen. Das ist aber nicht unbedingt ein Selbstläufer, sondern du bist selbst dafür verantwortlich diese aufzuzeigen und eine Verwirklichung anzustreben. Hier ist meines, da ist deines. Es ist beides gleichwertig und wie gehen wir damit um, wo schließen wir Kompromisse.
Und wenn das nicht klappt bzw. die Vorstellungen zu weit auseinanderliegen sollte man es lieber lassen, als anzufangen den anderen verbiegen zu wollen oder sich selbst zu verbiegen.
Diese „wenn ich Liebe (oder anderes) gebe erwarte ich auch Liebe“ ist meist eine „Fehlprogrammierung“ aus der Kindheit. Der klassische oder offensichtlichste Fall ist, wenn Kinder gelernt haben, wenn ich dies und dies tue oder so und so bin, werde ich geliebt. Solche Muster sind dann oft selbstverständlich und werden nicht hinterfragt.
Selten funktioniert das aber dann in der Realität. Dann trifft man auf Menschen die nur nehmen (du bietest es ja auch großzügig an) und meist geht auch die Achtung und die Liebe verloren.
Derjenige der es gewohnt ist von seinen Eltern anerkannt, gelobt oder geliebt zu werden (nur?) für Wohlverhalten, versteht die Welt nicht mehr. Früher war das doch das Rezept dafür Positives von den Eltern zu erhalten. Das funktioniert aber in Beziehungen meist nicht mehr.