Zitat von GehenBleiben:Wenn man hier ein paar Dutzend Threads gelesen hat, kommt man zum Schluss, dass nur wenige Beziehungen kein Ablaufdatum haben.
Das würde ja bedeuten, dass das normale Modell die serielle Monogamie wäre.
Oder geben die Paare heute früher auf als früher?
Und die, die schon sehr lange zusammen sind, bei denen weiß man ja auch nicht, ob die wirklich glücklich sind.
Um eine Trennung durchzuziehen, wenn man merkt, es klappt gar nicht mehr, braucht man dann aber auch viel Mut.
Was meint Ihr?
Ich denke für das Leben und für die Liebe gibt es kein Patentrezept, sondern erfordert eine gewisse Selbstreflektion und natürlich auch einen gewissen Mut.
Es gibt Paare, welche lange Jahre auch in Monogamie funktionieren. Wie diese das schaffen, ist meiner Ansicht nach vielen Dingen geschuldet. Als erstes muss schon mal die Grundchemie (nicht nur die sexuelle Anziehungskraft) stimmen. Seinen besten Freund zu heiraten, auf den man aber auch scharf ist, ist ein guter Ansatz. Ein gesundes Nähe-Distanz Verhalten und Vertrauen sind weitere wichtige Bestandteile. So wollten Paare nicht unbedingt alles gemeinsam machen, sondern auch ein paar soziale Kontakte für sich haben. So wird es nicht zu schnell langweilig, was die sexuelle Spannung länger aufrecht erhält als zuviel Nähe, oder gar Klammerverhalten. Über die Jahre der für mich wichtigste Punkt ist die Kommunikation... wenn man diese verliert, verliert man sich als Paar aus den Augen. Man ändert sich als Mensch ständig. Sei es durch die Umwelt, Stress, andere Menschen oder Umstände. Wenn man da nicht in kommunikativen Kontakt bleibt, entwickelt man sich schnell auseinander. Genau so betrifft das auch das 6-Leben. Wenn man viele Jahre zusammen ist, kann Routine im Bett schnell zu Frust führen. Gespräche darüber Kompromissbereitschaft und Veränderungsbereitschaft kann da diese Routine durchbrechen. Was ich nicht mag, das man an der Liebe arbeiten muss.... Liebe erarbeitet man nicht, sie besteht. Um sie bestehen zu lassen, darf man nur eben den anderen nicht vernachlässigen. Fehlende Aufmerksamkeit ist in meinen Augen der häuftigste Grund für das Fremdgehen und für das Ende von Bezieungen.
Serielle Monogamie ist etwas für die, wo eben das Konzept nicht mehr aufging, was zugegebener Maßen im Alltag leider schnell passieren kann. Auch glaube ich, Menschen die sich zu früh an einen anderen Partner gebunden haben, irgendwann die Monogamie aufgrund fehlender Erfahrung in Frage stellen könnten.
Also glaube ich... es gibt alles.... langjährige Partnerschaften die nicht nur funktionieren, sondern glücklich sind. Langjährige Partnerschaften die auf freundschaftlicher Basis funktionieren, langjährigen Partnerschaften, die auf materiellen Dingen basieren, welchselnde Partnerschaften im laufe des Lebens und Menschen die eben locker lässig durchs Leben schlendern, ohne Bindung.
Wie jeder lebt, entscheidet er selbst und dazu gehört oft ne Menge Mut. Mal muss man auf Dinge verzichten, da man nun mal nicht alles vereinbaren kann und manchmal muss man Dinge loslassen, die lange gut waren, aber aufgrund der eigenen Weiterentwicklung irgendwann nicht mehr zu einem passen. Aber so ist das Leben.