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Wenn man hier ein paar Dutzend Threads gelesen hat, kommt man zum Schluss, dass nur wenige Beziehungen kein Ablaufdatum haben. Das würde ja bedeuten, dass das normale Modell die serielle Monogamie wäre. Oder geben die Paare heute früher auf als früher? Und die, die schon sehr lange zusammen sind, bei denen weiß man ja auch nicht, ob die wirklich glücklich sind. Um eine Trennung durchzuziehen, wenn man merkt, es klappt gar nicht mehr, braucht man dann aber auch viel Mut. Was meint Ihr?
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#1
L
LonelyXmas Gast
Zitat von GehenBleiben:
Wenn man hier ein paar Dutzend Threads gelesen hat, kommt man zum Schluss, dass nur wenige Beziehungen kein Ablaufdatum haben.
Liegt auch daran, dass glückliche Paare nicht in einem Trennungsforum schreiben.
Zitat von GehenBleiben:
Das würde ja bedeuten, dass das normale Modell die serielle Monogamie wäre.
Jup.
Zitat von GehenBleiben:
Oder geben die Paare heute früher auf als früher?
Definitiv. Weil die Rahmenbedingungen dafür viel besser geworden sind.
Zitat von GehenBleiben:
Und die, die schon sehr lange zusammen sind, bei denen weiß man ja auch nicht, ob die wirklich glücklich sind.
Ne das weißte nicht.
Zitat von GehenBleiben:
Um eine Trennung durchzuziehen, wenn man merkt, es klappt gar nicht mehr, braucht man dann aber auch viel Mut.
Ja oder genug Leidensdruck.
Zitat von GehenBleiben:
Was meint Ihr?
siehe oben
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x 4#2
A
Ablauffrist für Beziehungen
x 3
tlell Mitglied
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Beziehungen haben kein Ablaufdatum. Wir verursachen selber das scheitern. Wer nicht gewillt ist sich im Leben immer wieder zu hinterfragen und neu zu positionieren, wird niemals eine dauerhafte Beziehung führen. Ich habe in jeder Beziehung vorher genau diesen Fehler gemacht. Liebe bedeutet Bewegung ein mit dem anderen mitgehen sozusagen. Gehen beide miteinander funktioniert das.
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x 14#3
Räubertochter00. Mitglied
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Zitat von LonelyXmas:
Liegt auch daran, dass glückliche Paare nicht in einem Trennungsforum schreiben.
weise Du bist, junger Padawan
Zitat von GehenBleiben:
Was meint Ihr?
das Leben ist bunt es gibt nix, was es nicht gibt ewige Treue und Glück, Frust und Liebesleid.... alles "Gewinne" im Spiel des Lebens.
übrigens: Regenbogen erlebt man nie bei Schönwetter
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x 6#4
P
Pinkstar Gast
Ich hätte gerne, wenn ich dann wieder soweit bin, eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe mit Empathie, Respekt und Leidenschaft und dann natürlich auch den Wunsch, dass es dauerhaft hält Aber eben nur auf gesunde Art und Weise!
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x 6#5
Unicorn68 Mitglied
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Zitat von LonelyXmas:
Liegt auch daran, dass glückliche Paare nicht in einem Trennungsforum schreiben. Jup. Definitiv. Weil die Rahmenbedingungen dafür viel besser geworden sind. Ne das weißte nicht. Ja oder genug Leidensdruck. siehe oben
Unterschreibe ich alles.
Man gibt nicht eher auf, sondern man kann eine Entscheidung fällen, die früher eher nicht oder nur sehr schwierig durchführbar war, weil sich die Rahmenbedingungen geändert haben, Unterhalt, Akzeptanz in der Gesellschaft etc.
Mut gehört definitiv dazu, denn auch wenn ein Leidensdruck extrem hoch ist, den Mut zu haben sich einzugestehen, dass die Ehe gescheitert ist, der muss schon da sein. Wer scheitert schon gerne?
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x 3#6
Unicorn68 Mitglied
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Zitat von Räubertochter007:
übrigens: Regenbogen erlebt man nie bei Schönwetter
Stimmt, die pupst das
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x 1#7
Räubertochter00. Mitglied
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Zitat von Unicorn68:
Stimmt, die pupst das
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x 1#8
R
Rheinfee Mitglied
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[quote="GehenBleiben"]Wenn man hier ein paar Dutzend Threads gelesen hat, kommt man zum Schluss, dass nur wenige Beziehungen kein Ablaufdatum haben. Das würde ja bedeuten, dass das normale Modell die serielle Monogamie wäre. Oder geben die Paare heute früher auf als früher? Und die,
Je nachdem wie weit man zurück geht wurde früher natürlich weniger schnell aufgegeben. Im Mittelalter warst du verheiratet bis du in die Grube gefallen bist oder dein Partner (oder einer von beiden nachgeholfen hat) für nicht erfüllte Wünsche gab es dann ja die entsprechenden Etablisements.... zudem keine Online Dating und nur begrenzte Möglichkeiten jemand außerhalb der eigenen Stadt kennenzulernen, das erhöht auch die Chancen dass man mit dem was man hat glücklich ist oder sich zumindest arrangieren kann, man kennt nix anderes. Meine Großeltern stammen auch aus einer Generation wo man zwar durchaus aus Liebe geheiratet hat aber natürlich auch immer aus Vernunft und da wurde sich auch nicht getrennt. Selbst bei meinen Eltern waren Trennungen noch ein eher tabuisiertes Thema, da gab es zwar die Nachbarin mit "dem Hausfreund" oder "den aus dem Nachbarort der ein Verhältnis mit der Sekretärin hat" - aber getrennt wurde sich nicht, gehörte sich nicht.
Inzwischen glaube ich trennt man sich schneller weil es zum einen deutlich weniger um Sicherung der Versorgung geht - zum anderen sind die Optionen "was besseres zu finden" einfach größer geworden und ich denke auch dass die Wertschätzung nachgelassen hat. Vergleich es mal mit dem Berufsleben:früher waren Menschen 40 Jahre in der gleichen Firma und hatten eine gewisse Loyalität zu ihrem Arbeitgeber, heute wird alle paar Jahre gewechselt. Das läuft in Beziehungen nicht anders. Ich denke einfach das ein gewisser Wertewandel stattgefunden hat der sich natürlich auch in Beziehungen zeigt. Nicht bei allen, ich gehöre ja auch eher zur "loyalen" Gruppe (bin aber auch so aufgewachsen), im Bekanntenkreis oder auf der Arbeit bekommt man aber doch mit das Trennungen leichtfertiger ausgesprochen werden.
Das liegt wohl auch am Geist der heute schnelllebigen, konsumorientierten Wegwerfgesellschaft...
Früher wurden Dinge für eine lange Zeit hergestellt, angeschafft und vor allem repariert!
Wie lange wird heute noch ein Auto gefahren / Handy benutzt?
Dank Leasing und Vertrag will jeder das Neuste vom Neuen haben.
Beziehungen sind wohl für viele auch zu einem Konsumprodukt verkommen.
Wenn Sie nicht mehr funktioniert, gibt es dank Online Dating ja auch gleich wieder unkompliziert und schnell "problemloseren" Ersatz...
Denke auch die Leidensfähigkeit war früher wesentlich höher, als das heute der Fall ist. (Nicht falsch verstehen, wenn jemand Grenzen überschreitet, es trotz mehreren Versuchen nicht gelingt, eine Besserung des Wohlbefindens einer der beiden Partner herzustellen, ist es gerechtfertigt / von Nöten irgendwann die Reißleine zu ziehen...)
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x 8#11
Räubertochter00. Mitglied
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Zitat von NatureBoy:
Wie lange wird heute noch ein Auto gefahren / Handy benutzt?
Auto1 aktuell 18,5 Jahre, Auto2 12 Jahre... davor 6 Jahre und 11 Jahre
Handy ist 6 Jahre alt
Zitat von NatureBoy:
Dank Leasing und Vertrag will jeder das Neuste vom Neuen haben.
Leasing ist doof
Zitat von NatureBoy:
Beziehungen sind wohl für viele auch zu einem Konsumprodukt verkommen.
für viele?
Zitat von NatureBoy:
Wenn Sie nicht mehr funktioniert, gibt es dank Online Dating ja auch gleich wieder unkompliziert und schnell "problemloseren" Ersatz...
ist ne Methode, aber nicht meine
Zitat von NatureBoy:
Denke auch die Leidensfähigkeit war früher wesentlich höher, als das heute der Fall ist.
eher die Abhängigkeit
Fazit: ich bin nicht "viele" aber ich bin mit meiner Einstellung auch nicht alleine
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x 7#12
O
Offspring78 Mitglied
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Heute sind die Leute auch nicht glücklicher als früher. Früher litten sie eben in ihrer unauflöslichen Ehe, heute leiden sie an ständigen Trennungen.
Das würde ja bedeuten, dass das normale Modell die serielle Monogamie wäre.
Was heißt schon "normal"? Die eine große Liebe, die das ganze Leben hält... ja, das ist ein schöner Gedanke. Bei manchen klappt es auch. Aber das liegt eben nicht nur in der eigenen Hand. Man kann verlassen werden, eine Person in der Beziehung stirbt, o.ä. Daher denke ich, dass serielle Monogamie kein schlechtes Modell ist. Das heißt ja nicht automatisch, dass man von Anfang an plant eine Beziehung sowieso irgendwann wieder zu beenden. Man ist viel mehr in der Lage, sich realistisch auf das Leben einzustellen.
Zitat von GehenBleiben:
Und die, die schon sehr lange zusammen sind, bei denen weiß man ja auch nicht, ob die wirklich glücklich sind.
Die haben vielleicht auch verstanden, dass niemand im Leben rund um die Uhr glücklich ist Es liegt in einem selber, abschätzen zu können, ob das Unglück in der Partnerschaft liegt und wenn ja, ob die Probleme gemeinsam bearbeitet werden können.
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x 2#14
F
fitzgerald71 Mitglied
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Vielleicht liegt es ja an einem gewissen "Besitzanspruch". Nach dem Motto "ich liebe doch, dann muss der Andere das ja auch tun". Wenn die Gemeinsamkeiten groß genug sind geht ma eine Beziehung ein, wenn nicht mehr, löst man sie. Ob das was mit aufgeben zu tun hat, weiss ich nicht. Aber soll man in einer Beziehung verhaftet sein? Wem bringt das was?