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Abschiedsbrief an meinen Geliebten

Traumzuende


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Schwer zu sagen. Du hast ihn damals geliebt, er hat sich jedoch gegen dich entschieden. Nun möchte er dich nach der langen Zeit und vermutlich liebst du ihn auch noch.
Du hast dich für deinen Mann entschieden - innerlich wirklich auch? Du hast ihn wieder getroffen und die alten Gefühle Flammen auf. Was möchtest du wirklich ? Es ist nicht einfach für dich was ich nachvollziehen kann.
Jedoch solltest du jeglichen Kontakt abbrechen wenn du in deiner Ehe bleiben möchtest. Sonst leidest du ...

16.07.2020 08:44 • #16


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Zitat von Traumzuende:
Du hast dich für deinen Mann entschieden - innerlich wirklich auch


Zitat von Beatrizza:
Heute fühle ich mich verantwortlich für das was ich damals getan habe


Ich würde den Brief nicht abschicken.

Ich würde mich endlich mit meinem Mann an einen Tisch setzen und offen und ehrlich reden.

16.07.2020 08:51 • #17



Abschiedsbrief an meinen Geliebten

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Hase2222


Ich würde den Brief auch nicht abschicken, rede mit deinem Mann und hör auch in dich rein, was du willst. Stell dich selber nicht schlecht dar, das bist du nicht. Ihr hab viel durchgemacht, du hast furchtbar gelitten, ihr habt nur das eine Leben und jeder hat Recht auf persönliches Glück, dein Mann aber auch du.
Ob dein ehemaliger Geliebter dich geliebt hat oder nicht, ist das jetzt noch wichtig?
Du bist wichtig, du für dich alleine. Ihr beide, dein Mann und du,
ihr habt eine innere Verbundenheit, eine Vergangenheit, die wird immer bestehen. Frage dich, reicht dir das wirklich?
Ich kann deine Zerrissenheit nachfühlen, deine Trauer aber auch deine Sehnsüchte. Warum willst du dein restliches Leben Buße tun? Wem hilft das? Dir? Deinen Mann?
Sei zu dir ehrlich, habe keine Angst, habe Mut, sei ehrlich zu deinem Mann!
Alles alles Liebe für Euch!

16.07.2020 09:32 • #18


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Zitat von Hase2222:
Buße tun



Danke, das war die Formulierung, die mir nicht eingefallen ist, als ich die Beiträge der TE gelesen habe.

16.07.2020 09:37 • #19


Beatrizza


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Vielen Dank euch allen für eure Antworten! Ich bin zwar nicht mit allen Aussagen einverstanden aber sie bringen mich zum Nachdenken und geben mir ein sichereres Gefühl für meine Entscheidung. Natürlich bin ich meinem Geliebten nichts schuldig, ebensowenig meinem Mann. Aber für mich selbst ist es mir wichtig, klare Verhältnisse zu schaffen und meinem Geliebten die Beweggründe mitzuteilen. Mein Mann hat für sich die Entscheidung getroffen, nicht nach der Zeit der Affäre zu fragen. Natürlich muss er etwas geahnt haben. Ich habe mir wenig Mühe gegeben, mein Verhalten zu verstecken. Ich war ja fest entschlossen damals, meinen Mann für den anderen zu verlassen. Erst als dieser sich zurück gezogen hat und keinen Zweifel daran ließ das er bei seiner Frau bleiben wird, bin ich umgeschwenkt. Damals in erster Linie der Kinder wegen. Angst vor dem Alleinesein hatte ich nicht. Aber mein Mann fing damals auch an zu kränkeln und so blieb ich auch wegen meinem Verantwortungsgefühl ihm gegenüber. Das ist bis heute so geblieben. Heute denke ich aber anders über meine Entscheidung. Ich habe oben geschrieben, ich hätte meinen Mann nie wieder in gleicher Weise lieben können wie vor meiner Affäre. Das stimmt auch so. Allerdings heißt das nicht das ich ihn nicht mehr liebe. Die Liebe hat sich einfach verändert. Es ist natürlich sehr viel Verbundenheit und Vertrautheit in all den Jahren und durch die vielen großen und kleinen Katastrophen entstanden. Die Liebe hat sich verändert und nach der Affäre war sie lange Zeit nicht mehr spürbar aber sie war nie weg. Ich liebe meinen Mann. Ihn zu verlieren, wäre nicht auszuhalten. Ich fühle mich für ihn verantwortlich - ja, aber ich weiß auch das ich mich immer auf ihn verlassen kann. Wir sind ein eingeschworenes Team wir beide und das will und werde ich nicht aufgeben. DIese Entscheidung ist glasklar!

Die Schmetterlinge die C. in mir zum Fliegen brachte waren eine wunderbare Erfahrung. Ich möchte diese Zeit nicht missen. Ich bin ihm trotz allem sehr dankbar für die kostabaren Erlebnisse die wir gemeinsam hatten. Diese Erinnerungen trage ich in mir wie einen Schatz. Aber wir hatten nie einen gemeinsamen Alltag. Ich glaube nicht das wir in irgendeinem Alltag zusammen gepasst hätten. Insofern glaube ich wirklich, er sollte sich eine bessere, d.h. für ihn passendere Frau suchen. Ich habe keinen Zweifel das er das schafft. Er ist ein sehr intelligenter, warmherziger und gutaussehender Mann. Ihm müssten die Frauenherzen zufliegen. Auch das Alter konnte daran bisher nichts ändern. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute und ich bin ihm nicht mehr böse das er sich damals für seine Frau entschied. Er hat sie geliebt. Er hat wahrscheinlich auch mich lieb gehabt. Liebe ist ja so vielseitig und wandelbar. Ich denke nicht das er mich leichtherzig im Stich ließ damals. Er vertraute einfach darauf das ich mein Leben besser ohne ihn weiter führen würde und damit hatte er absolut Recht. Heute muss ich ihn nur wieder daran erinnern und ihm Mut machen das er ebenfalls ein wunderbares Leben haben kann und wird. Auch ohne mich. Ich denke schon das ich ihm das schulde! Für mich ist das eine Frage des Anstands und der Wertschätzung dem anderen gegenüber.

Liebe und Verliebtheit ist eben das eine, Entscheidungen das andere. Heute fühle ich mich gefestigt und erwachsen genug, meine Entscheidung zu treffen. Schuld spielt dabei keine Rolle. Schuld ist ein Begriff, mit dem ich nicht viel anfangen kann. Ich trage keine Schuld. Ich trage Verantwortung und die bringt mich nun zu der Entscheidung, die ich mit eurer Hilfe getroffen habe. Ich werde den Brief noch einmal leicht verändern und ihm dann schicken. Er wird mich verstehen.

Meinem Mann gehört mein restliches Leben und sein Leben gehört zu mir. Das haben wir vor 35 Jahren so entschieden und es gilt bis heute. Ich freue mich auf unsere gemeinsam Zukunft - Trotz allem!

16.07.2020 14:43 • x 1 #20


unbel Leberwurs.


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Zitat von Beatrizza:
Das haben wir vor 35 Jahren so entschieden und es gilt bis heute. .


Räusper.
Wenn C sich damals getrennt hätte, wäre Dir Dein Versprechen auch egal gewesen...

Mich würde interessieren, warum C nun Single ist.

16.07.2020 15:00 • x 1 #21


Alex2020

Alex2020


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Was du im Brief vermittelst klingt irgendwie anderes als was du in deinem letzten Beitrag hier geschrieben hast. Der Anfang klingt schon wie ein Vorwurf und wenn man bis zu Ende gelesen hat, könnte man zusammen fassen: "Erst hast du mich sitzen lassen, jetzt bin ich dran".

Zitat von Beatrizza:
Ich habe bei euch schon viel mitgelesen und mitgelitten. Jetzt habe ich eine Bitte. Könntet ihr den folgenden Brief lesen und mir Tips zur Verbesserung geben? Bitte verurteilt uns nicht! Danke! Lieber C.! Wir kennen uns schon sehr lange. Vor einigen Jahren funkte es zwischen uns doch wir waren beide gebunden. Ich hätte damals alles für dich getan. Ich war drauf und dran meinen Mann für dich zu verlassen aber du bekamst kalte Füße. Du wolltest deine Ehe nicht aufgeben und gingst auf Abstand. Ich war sehr verletzt doch ich hatte Verständnis.


Wenn du auf jeden Fall ihm schreiben willst (wartet er überhaupt auf eine Antwort von dir?), schreibe ihm lieber den Brief so, wie du deinen letzten Beitrag hier geschrieben hast -- frei von Vorwürfen, einfach "Danke für die schöne Zeit und wünsche dir alles Gute".

PS: Liebst du den anderen Mann immer noch? Hat er sich von seiner Frau getrennt oder seine Frau sich von ihm?

16.07.2020 15:09 • x 1 #22


unbel Leberwurs.


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Zitat von Bones:
Schön geschrieben,aber jetzt erstmal in die Schublade legen und nochmal einpaar Nächte drüber schlafen.


Genau.
Am besten in eine Schublade, in die ihr Mann regelmässig reinschaut...

16.07.2020 15:16 • x 1 #23


hafe


Die Entscheidung für deine Familie kommt in dem Brief heraus, jedoch mit ganz viel Wenn und aber. Stehe doch einfach mal 100% zu deinem Mann. Schmäler das nicht, in dem du den andern wehmütig Honig ums Maul schmierst.
Der kommt schon auf die Beine.
Stelle dir vor, ob du deinem Mann diesen Brief "als stiller Mitleser" zumuten würdest. Wenn nicht, so schicke ihn nicht ab.

16.07.2020 15:16 • #24


Alex2020

Alex2020


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Wenn Menschen vor einer Entscheidung stehen, etwas Neues anzufangen und etwas Altes aufzugeben, da schaltet sich der irrationaler Part des Gehirns ein und das Gehirn fängt an, alle Vorteile aufzulisten, die du bei deinem alten Zustand hast. Die Vorteile von dem Neuen Zustand sind die aber noch gar nicht wirklich bekannt. Verlustaversion heißt der Begriff dafür.

Deswegen werde ich immer skeptisch, wenn Leute in diesem Forum schreiben: "Ich habe mich verliebt, aber ich liebe immer noch meinen Mann / meine Frau". Und dann versucht man sich noch davon zu überzeugen, dass man immer noch seine Frau / seinen Mann liebt. Hättet ihr diese, aktuelle Liebe für eure Partner am Anfang eurer Beziehung gehabt, würdet ihr sie heiraten?

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Als ich meinen Führerschein gemacht habe, war ich bei einem Fahrlehrer -- der war cool, gelassen, Spaß gemacht, hat nie seine Stimme erhöht, wenn man einen Fehler machte. Das waren die positiven Punkte. Aber ich spürte, dass es nicht passt -- viel zu viele Stunden schon mit ihm gefahren und ich sah kein Ende, der Lerneffekt von einer Fahrstunde war zu klein. Und das wurde ans Talent vom Lehrling geschoben (ich habe ihm schon gesagt, dass es auch vom Talent des Lehrers auch abhängt). Ich dachte, ich wechsle die Fahrschule. Und dann hatte ich alle die Nachtteile vom Wechsel vor den Augen: "Oh, ich muss die Aufnahmegebühr nochmal zahlen", "Was wenn es mit dem nächsten Fahrlehrer auch nicht so passt", "Und mein aktueller Fahrlehrer, dies und jenes macht er ja gut". Die Hürde war da und ich wusste, dass ich einfach die Augen zu und wechseln sollte. Habe ich gemacht und dachte: "Krass! So viel besser ist es bei diesem Fahrlehrer und so viel schneller bin ich für die Prüfung bereit".

Verlustaversion -- seid euch darüber bewusst bitte.

16.07.2020 15:28 • x 1 #25


Butterblume63


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Liebe Te!
Für mich hast du mit diesem C. emotional nicht abgeschlossen,denn ansonsten wäre nicht erneut was zwischen euch vorgefallen. Es ist nur mein Eindruck ( Gefühl),dass du mit dem Brief mehr bezweckst.
Bei euren Treffen und aufgeflammten Gefühlen ist doch alles gesagt worden.
Dein Mann tut mir leid mit einer Frau zu leben die ihn nicht liebt. Statt damals einen sauberen Cut zu machen auch ohne Affären-Mann bliebst du. Und das "wegen der Kinder" ist nur ein vor sich schön reden .
Denn du hättest keine Probleme damit gehabt zu gehen,wenn dein Geliebter sich nicht für seine Ehe entschieden hätte.
Mir fehlt bei dir dich 100% jetzt zu deinem Mann zu bekennen.

16.07.2020 15:32 • x 1 #26


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Mir tun Menschen leid, die aufgrund von falsch verstandenem Verantwortungsgefühl ihr Leben aufgeben. In dem Fall sind es beide, die TE und ihr Ehemann.

16.07.2020 15:39 • x 1 #27


darkenrahl

darkenrahl


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Zitat von Butterblume63:
Liebe Te!
Für mich hast du mit diesem C. emotional nicht abgeschlossen,denn ansonsten wäre nicht erneut was zwischen euch vorgefallen. Es ist nur mein Eindruck ( Gefühl),dass du mit dem Brief mehr bezweckst.
Bei euren Treffen und aufgeflammten Gefühlen ist doch alles gesagt worden.
Dein Mann tut mir leid mit einer Frau zu leben die ihn nicht liebt. Statt damals einen sauberen Cut zu machen auch ohne Affären-Mann bliebst du. Und das "wegen der Kinder" ist nur ein vor sich schön reden .
Denn du hättest keine Probleme damit gehabt zu gehen,wenn dein Geliebter sich nicht für seine Ehe entschieden hätte.
Mir fehlt bei dir dich 100% jetzt zu deinem Mann zu bekennen.


Genau das wollte ich auch gerade schreiben.
Diesen post unterschreibe ich zu 100&.

Ich an Stelle deines Mannes möchte nicht mit jemandem zusammenleben, der mich als Bruder oder Freund anschaut und wenn die Gelegenheit kommt, wieder betrügt.

Und das hast du doch unbekümmert, als du den AM nochmals trafst.

Ja, zeige den Brief deinem Mann und schmeisse ihn dann in den Müll.

16.07.2020 17:32 • x 1 #28


darkenrahl

darkenrahl


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Ich habe da noch eine Frage.
An was ist dein EM erkrankt und ist es noch, dass er keinen 6 mehr haben kann?

16.07.2020 17:59 • #29


Butterblume63


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Jetzt was sehr persönliches. Mein Mann und ich hatten auf Grund seiner Krebserkrankung keinen S e x mehr. Er musste Medikamente nehmen die ein Liebesleben im gewohnten Sinn unmöglich machten. Es gab eine neue Form von Nähe und Zärtlichkeit.

16.07.2020 18:19 • #30



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