Zitat von Lilalaune123: das war in der Sitzung nachdem ich ihm den Brief mit meinen Gefühlen zukommen lassen habe. In der Sitzung haben wir dann darüber gesprochen. Ich habe ihm erklärt das ich eine tiefe Zuneigung für ihn empfinde und ihm gerne näher kommen möchte. Auf seine Frage wie ich das meine antwortete ich dann wahrheitsgemäß.
Ich würde gerne mit ihm schlafen.
Dann kam von ihm halt dieses und dann? Und das mit dem Heiraten. War wahrscheinlich nur so * daher* gesagt von ihm.
Das war sicher nicht nur so daher gesagt, aber es war aller Wahrscheinlichkeit deutlich anders gemeint, als Du es verstanden hast.
Meine Therapeutin benutz auch häufig die "und dann"-Frage, nämlich um bestimmte Vorstellungen, gute oder weniger gute, im Laufe eines solchen Gesprächs weiter zu denken, so daß ich diese in den realen Kontext einbetten kann. Malen meine sozialen Ängste mal wieder den Teufel an die Wand und ich komme über etwas Gesagtes nicht hinweg, weil es vielleicht beleidigend oder was auch immer aufgefasst werden könnte, geht meine Thera hin und sagt, mal angenommen dem wäre jetzt so und es ist genauso wie sie befürchten, "und dann?, wie geht es dann weiter?".
Ebenso würde ich das und "dann heiraten wir" verstehen. Das mag in Märchen ein glückliches Ende der Geschichte darstellen, alle, die schon mal verheiratet waren, wissen aber sehr genau, daß die Hochzeit der Beginn einer Reise ist und nicht ihr Ende und das erst dann viele Herausforderungen warten, die alle gemeistert werden wollen.
Für Dich wäre wichtig, mal zu schauen, ob es im Februar einen bestimmten Auslöser für die Übertragung gegeben hat. Hast Du dich damals besonders mißverstanden, besonders wenig gesehen, besonders verunsichert gefühlt? Gab es Lebensumstände, die nicht so ideal waren, so daß eine Beziehung zu ihm als stabilisierend und des Habenswert erschienen?
Mein Rat an Dich wäre, versuch zu akzeptieren, daß Du Dich da ein bissl verguckt hast, aber lern auch darunter nicht zu leiden. Nimm es einfach hin (oder an) und konzentriere Dich ansonsten einfach auf Dein eigenes Leben. Dann wird das Ganze auch wieder vorbei gehen.
Alles Gute!