Zitat von MissNextDoor: Du denkst es war ein ernst gemeinter Heiratsantrag..?
oach Liebes.
Ein "und dann heiraten wir" halte ich wie oben ausgeführt für eine "und dann"-Frage/Aussage, deren Zweck ich doch schon erklärt habe. Es geht darum wohlwollen darzustellen, daß das eine Träume bzw Wünsche sind und das andere die Realität.
Das ist so wie wenn ich immer mal wieder sage, ich kaufe mir jetzt einen Pinguin. Dann sagt die Thera, super, was braucht denn so ein Pinguin und ich fange an, darüber nachzudenken, ob meine Badewanne für den Pinguin ausreicht und daß es nur ein Jackass sein kann, weil die anderen zu groß werden oder ein völlig anderes Klima brauchen. Und dann überlege ich woher ich den Fisch bekomme, den ich brauche für den Pinguin und dann sagt die Thera und dann lebten E-claire und der Pinguin glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das ist keine Entwertung. Es mag humoristisch sein, aber es ist eine Brücke zwischen Wunsch (warum will ich denn unbedingt einen Pinguin, warum will ich unbedingt jetzt einen Pinguin) und der Realität, E-Claire wird bei lebensnaher Betrachtung wohl nie einen Pinguin kaufen. Aber meinem Wunsch und dem Zeitpunkt kann uU Bedeutung zukommen.
Mein Ding ist halt, daß wir hier im Forum oft Beschreibungen von Therapiegesprächen bekommen und oft genug kommt es dann zu den üblichen Empörungen, also ein "echter Therapeut" würde nie/immer etc. Dabei übersehen wir, daß Schilderungen solcher Gespräche immer massiv subjektiv sind, denn es ist Aufgabe des Therapeuten den Klienten an bestimmte Ziele zu führen und diese Wege sind nicht immer gradlinig sondern an die bis dahin etablierte Beziehung und die Bedürfnisse des Klienten angepasst. Genauso hörst Du als Nutznießer einer Therapie in manchen Stunden etwas bzw interpretierst die Reaktion oder Worte des Thera auf eine Art und Weise, die wenig mit dem, was der Thera gesagt oder gemeint hat, zu tun haben sondern ganz viel mit dem, wo Du selbst gerade stehst.