KPeter
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Um es mal (ausnahmsweise) kurz zu machen. Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. Du willst gern eine Zukunft mit ihr
2. Du kannst gut ohne sie, willst dir eine neue Partnerin suchen und lässt sie ihres Weges gehen.
Falls Punkt 1 zutrifft – und so scheint das – solltest du dich von dem Gedanken lösen, dass sie jetzt um dich kämpfen muss, dass sie sich klein machen muss, um Vergebung bitten und sich immer wieder an ihren Fehltritt erinnern lassen muss. Oder dass sie sich gar kontrollieren lassen muss. Denn wenn Punkt 1 zutrifft, ist es in DEINEM Interesse, dass sie bleibt. DU willst es und dann müsstest DU auch bereit sein, dafür etwas zu tun, Geschehenes geschehen sein zu lassen und sie bestenfalls mit anderen Augen anschauen als vorher. Das ist dann quasi der „Schuldenerlass“, der Cut, der beide wieder auf Augenhöhe bringen kann.
Du tust das dann nicht IHRETWEGEN, sondern du tust das DEINETWEGEN. Damit du mit ihr noch ein Zukunft hast und mit ihr noch mal neue Wege ausprobieren kannst. Nach 37 Jahren ist das sicher eine Herausforderung, aber die meisten gemeinsamen Projekte werden ausgelaufen sein, vor allem was die Kinder angeht. Also müsstet ihr euch neue gemeinsame Projekte suchen, sie gemeinsam angehen und dabei so oft wie möglich das Wörtchen WIR benutzen.
Dabei wird bestenfalls genau das geschehen, was dir der Psychologe gesagt hatte: Du lernst dich auch selber neu kennen und übst den Umgang mit dem Typen, der dabei heraus kommt. Das alles ist ein Experiment. Das kann scheitern, aber wenn DU Interesse daran hast, dass es nicht scheitert, dann spricht vieles für das Gelingen.
Du könntest es also mal mit einem Perspektivwechsel probieren. Und das verbunden mit einem scharfen Cut.