Zitat von Sascha123: Eine ihrer Freundin war der Meinung, ich habe wunderbar in ihr Leben gepasst. Guter Job, Haus, keinen Kinderwunsch, nicht ganz doof und wie sich dann heraus stellte immer da und geliebt. Sie warf die Frage in den Raum, was sie geliebt hat, meine Rolle oder mich.
Für mich liegt die Betonung ihrer Erkenntnis auf dem Teil, daß Du sie geliebt, ja, gesehen hast. Das wurde ja auch in dem Zusammenhang erwähnt, wo sie sich so betrunken hat, meine ich.
Du scheinst der erste Mensch in ihrem Leben zu sein, der s i e wahrgenommen und auch noch geliebt hat, sie nicht nur funktionieren mußte. Und dann warst Du immer für sie da wie ein Fels in der Brandung. Nebenbei passen auch die anderen Eckpunkte gut.
Daß sie jetzt ebenfalls in einem riesigen emotionalen Chaos steckt und die Frage der Freundin genau das bei ihr bewirkt hat, was hier viele Seiten lang gefordert wird, nämlich daß sie sich sich selber mal stellen sollte - das ist jetzt passiert. Die erste Tür zu ihrer Selbsterkenntnis hat sie zugelassen, daß diese sich öffnet. Ab jetzt wird sie noch mehr Zeit brauchen und noch mehr durcheinander sein, bis sie die vielen Teile ihres ansonsten zu funktionierenden Lebens neu bzw aussortiert bekommen wird.
Das ist nicht gegen Dich gerichtet. Es ist, wie es ist, nämlich ihr wirklich nicht klar.
Du darfst auch nicht vergessen, daß sie nicht nur dein Geständnis sondern auch die monatelangen Lügen, das missachten ihres Gefühls, daß da etwas nicht stimmt, erst einmal mit verkraften durfte.
Jetzt gerät alles richtig durcheinander. Das braucht nun viel Zeit, Kraft, Geduld und ganz viel Ehrlichkeit von beiden Seiten um jeweils heilen zu können - ohne Garantie für euch als Paar.
Es ist auf jeden Fall ein großer Schritt von ihr, daß sie die Frage der Freundin doch für sich zugelassen hat.