671

Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?

M
Kuddel,
Ich kenne das durch meine Frau.Sie hat schon eine Aufstellung gemacht.
Aöso,ich hab einen Schauer über den Rücken laufen gehabt,allein vom zuhören

#136


BlaueHortensie
Zitat von Dummda:
blauehortensie, ich kann dich beruhigen, in der Psychologie kommt man zunehmend zur Erkenntnis, dass es keinen Altruismus gibt. Macht auch Sinn, denn unser Handeln liegt immer eine Motivation zu Grunde und sei es das Motiv, dass man sich gut fühlt, wenn man anderen etwas Gutes tut zwinkern

Aber klar, das eigene Motiv zu hinterfragen ist immer spannend.


Danke, genau das meine ich. Menschen, die sich altruistisch geben und sich manchmal auch noch moralisch auf eine vermeintlich höhere Stufe stellen oder auch von anderen stellen lassen, habe nämlich eine Motivation (psychologisch). Vom Nutzen spricht man in der Ökonomie, meint aber "ähnliches".

Deshab sehe ich an dem "Nutzen" oder der Motivation nichts schlechtes.

Komisch finde ich es, wenn Moralsvorstellungen mit Latte höher legen oder niedriger legen verknüpft werden. Das impliziert, dass es bessere und schlechtere Menschen gibt. Wer beurteilt das?

#137


A


Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?

x 3


K
@ BlaueHortensie
mit keiner Silbe ist hier eine persönliche Wertung in Bezug auf "moralische Messlatte" erfolgt.
Jeder mag die Messlatte so legen, wie er will - und wenn jemand für bestimmte Dinge eine
andere Wertigkeit hat - niedriger, gleich hoch, höher, gar nicht existent - als ich z. B., so sei es!
Es gibt Menschen, die haben NULL moralische Bezüge, egal worum es geht. Wie diese Menschen
ihr Leben leben...ist und bleibt deren Sache - mit allen Konsequenzen.

Moral kann meiner Meinung nach auch bewusst "aus-/eingeschaltet" werden - wer ohne moralische Aspekte mit etwas klarkommt. soll das machen. Andere haben für gleiche Bereiche eine moralische Einstellung, die diese NICHT "ausschalten" wollen, weil bei DEN Menschen evtl. höhere Wertigkeit damit verbunden ist - bitte NICHT falsch verstehen!

Es gibt da kein "falsch/richtig"...aus meiner Sicht gibt es da ein "machen/nicht machen", ein "ein-/ oder ausschalten"!

Höhere/niedere moralische Messlatte - das hat NIX mit Wertigkeit eines Menschen zu tun, NIX mit bessere/schlechtere....bitte lasst diese persönlich motivierten Bezüge weg... und dieses reininterpretieren von etwas, was nicht gesagt/geschrieben wurde. Alles andere sind Spekulationen, die nichts bringen...

#138


K
Zitat von maenneken:
Kuddel,
Ich kenne das durch meine Frau.Sie hat schon eine Aufstellung gemacht.
Aöso,ich hab einen Schauer über den Rücken laufen gehabt,allein vom zuhören


@maenneken

es gibt Familienstellungen, da kommt wesentlich mehr zu Tage, als in "gewöhnlichen" Gesprächs-Therapien, die ich NICHT geringschätzen will, um ALLEN Gedanken vorwegzugreifen, Gesprächs-Therapien seien "nix"! Ich weiß, dass Gesprächs-Therapien etwas "sind"... zwinkern

Familienstellungen können den Probanden derart zu schaffen machen, diesen derart zusetzen, dass diese Menschen über die Familienstellung hinaus eine weitere psychologische Betreuung brauchen - sinnvoll ist diese Betreuung durch den Familien"Steller", der ja weiß, was in der Familien-Stellung gewesen ist - an Aktion und an Reaktion.
Bei einer Familienstellung kann es AUCH um andere Menschen gehen - Freunde, Bekannte, Arbeits-kollegen - die einem ein "Dorn" im Auge waren/sind, die dann durch den "Aufsteller" entsprechend "gestellt" werden.
Wer sich einer Familienstellung stellt...Hut ab! Der "Aufsteller" sollte einen gewissen Ruf mitbringen, um sich von ihm "aufstellen" zu lassen....

#139


K
Moral ist, wenn man so lebt, dass es gar keinen Spaß macht, so zu leben Glücklich
(Edith Piaf)

Wollte ich nur mal kurz für kuddel einwerfen ... zwinkern

x 1 #140


K
Zitat von Kaetzchen:
Moral ist, wenn man so lebt, dass es gar keinen Spaß macht, so zu leben Glücklich
(Edith Piaf)

Wollte ich nur mal kurz für kuddel einwerfen ... zwinkern


@ Kaetzchen

Wer sein Leben von Moral anhängig macht.... - Mache ich das?
Kennst Du mich? Haben wir schon im Sandkasten gespielt? zwinkern

Auch ohne den Hinweis, dass "EdithPiaf´s" These zur Moral für mich bestimmt war... zwinkern

Jetzt möchte ich nicht Konfuzius bemühen... zwinkern

@ all
Ja...Wahrheit kann sehr schmerzhaft sein, wenn sie einem vor Augen geführt wird - das
braucht keine Moral, keine Ethik, keine Werte-Skala...
...und wer noch nie so RICHTIG tief (lebensbedrohlich) unten war, hat das OBEN noch nie
"so wirklich" zu wertschätzen gelernt... zwinkern
...daher erwähnte ich eben meine Mokassins, die ich Niemanden zu tragen hinstelle...

#141


D
Eine Affäre zu verarbeiten ist wohl so oder so nicht einfach. Moral hilft da wenig, sondern nur die selbstreflexion. Ich nehme mir die Freiheit, das zu tun, was ich für richtig halte. Bleiben oder gehen kann genauso richtig wie falsch sein. Vielleicht kann ich mir ein Urteil darüber erlauben. Ein Außenstehender gewiss nicht. Ich finde diesen Thread gut

x 2 #142


BlaueHortensie
@kuddel7591

Das kam von dir:

Zitat:
Wir reden in einem Forum miteinander, indem es um Dinge geht, denen "Moral" ein Stellenwert beigemessen werden kann...oder auch nicht! Die Messlatte hat jeder für sich anzulegen! Wer sie niedrig legt... okay! Wer DURCH eine Affäre als Betrogene/r "das Nachsehen" hatte, geht mit "Moral" sicher ganz anders um, als jemand, der in eine Partnerschaft als Geliebte/r "einbricht", bzw. als Geliebte/r als "Rettungsanker" gesucht wird.

Die Messlatten "niedriger" zu legen, gewährt (sich) weitere Alibis, um bei einem weiteren möglichen "Luftzug" innerhalb einer Partnerschaft erneut eine Affäre zur "Lösung" der eigenen Probleme heranzuziehen.

Affäre ist mit Betrug und Lüge verbunden...und es gibt keine Legitimation für eine Affäre!

#143


D
Lügen falsch zu finden, hat nichts mit Moral zu tun. Ich muss mich auf meinen Partner blind verlassen können. Die Affäre war ein Angriff im inneren Kreis und das hat nichts mit Moral zu tun. Es ist falsch gewesen und es geht nicht darum es sich schön zu reden. Um einschätzen zu können, ob ich noch mal wagen möchte, meinem Mann "blind" vertrauen zu können, muss ich die Dynamik verstehen. Man kann den Partner auf viele Wege verraten. Gewiss gibt es da Abstufungen, vielleicht auch No-Go's. Aber das muss jeder für sich beurteilen. Wertungen von außen oder "Moral" sind da wenig hilfreich.

x 3 #144


S
Kuddel, wenn eine Familienaufstellung jemanden so fertig macht (Entdeckung ungeahnter Familiengeheimnisse ect.), dass er eine Therapie dch. den anleitenden Therapeuten braucht, ist etwas schiefgelaufen! Da wird viel Schindluder und Effekthascherei getrieben und eine "Mode" bedient(gibt es in der Psychoszene eben auch).

#145


K
@ BlaueHortensie

Stimmt - dazu stehe ich! Meine Meinung dazu habe ich dazu geäußert. Das
heißt doch nicht, dass die übertragbar sein muss. Wer sich davon etwas
annimmt, kann doch dann nicht meine Sache sein! Wer sich in dem wiederfindet,
kann auch nicht meine Sache sein. Und wer nen Haken dran macht, weil es
für denjenigen dummes Zeug ist, dann ist da eben so.

Wer auf Moral und Ethik und andere menschliche Wert legt oder auf diese
Dinge "pfeift"...das kann doch dann nicht "meins" sein. Wenn etwas "meins" ist,
stehe ich dazu. Wenn etwas nicht" meins" ist, auch...

Was es der Aufarbeitung einer Affäre auf sich hat....das kann ein wahrer KLOTZ werden.
Dass nicht alles auf einmal möglich erscheint, ist nun mal so! Wer es "peu a peu" macht,
für den ist es okay...wer es gar nicht macht, für den ist es okay...wer Teile nicht wissen
will, für den ist es okay...wer Teile bewusst verdrängt, für den ist es auch okay.
Jeder muss den eigenen Weg finden, um "seins" geregelt zu bekommen...ob mit oder
ohne "Moral, Ethik, Werte"....ob GANZ oder "gar nicht", ob ein "bisschen" oder "darf es
ein bisschen mehr sein"!

Es geht darum - aufkommende Gedanken, irgendetwas "Gelesenes/Gehörtes", irgendetwas
"aufgeschnapptes"...das von vornherein zu "streichen", sich NICHT näher damit zu befassen,
...auch das entscheidet jeder für sich.
Wer meint, schon alles zu wissen, was für eine mögliche Verarbeitung relevant ist - nur zu!
Ich habe andere Wege gesucht...habe mir ALLES angehört, habe viel gelesen, habe viel
abgeglichen...habe viele Wahrheiten über mich erfahren, die ich besser nicht erfahren hätte -
und kann JETZT sagen...GUT, dass ich genau DIE Wahrheiten um die Ohren gehauen bekam!

#146


K
Zitat von Dummda:
Lügen falsch zu finden, hat nichts mit Moral zu tun. Ich muss mich auf meinen Partner blind verlassen können. Die Affäre war ein Angriff im inneren Kreis und das hat nichts mit Moral zu tun. Es ist falsch gewesen und es geht nicht darum es sich schön zu reden. Um einschätzen zu können, ob ich noch mal wagen möchte, meinem Mann "blind" vertrauen zu können, muss ich die Dynamik verstehen. Man kann den Partner auf viele Wege verraten. Gewiss gibt es da Abstufungen, vielleicht auch No-Go's. Aber das muss jeder für sich beurteilen. Wertungen von außen oder "Moral" sind da wenig hilfreich.


Doch, hat es schon, finde ich. Es gibt ja Menschen, die Lügen mit ihren eigenen Moralvorstellungen ganz prima vereinbaren können und auch gar kein großes Problem damit haben, angelogen zu werden. Lügen "gehört sich nicht" im Rahmen der christlichen Werteprägung, aber wer andere Werte lebt, kann durchaus unter Umständen damit gut leben können. Und so hat ja auch jeder Mensch eigene Werte, wenn es um Liebe und Beziehung geht. Der eine kann daher eine Affäre locker wegstecken, weil ihm andere Dinge wichtiger sind als Treue und Ehrlichkeit, für einen anderen ist das so ein Bruch mit dem eigenen Wertesystem, dass er sich sofort "entliebt". Deshalb reagiert wohl auch jeder anders auf so etwas.

Für mich z.B. ist Liebe gleichbedeutend mit drei Werten - Vertrauen, Respekt und Loyalität. Das ist MEIN Liebeskonzept. Und das verträgt sich halt nicht so wirklich gut mit Fremdgehen, denn mir wäre in dem Moment klar, dass ich gar nicht geliebt werde. Jedenfalls nicht so, wie ich geliebt werden möchte. Und wenn das so ist, dann gehe ich.

Aber das gilt ja eben nicht für jeden, deshalb ist auch nicht für jeden eine Beziehung durch einen Betrug per se beendet. Der eine kann das verzeihen, weil es wichtigeres gibt, der andere nicht. Und ja, manche können so etwas vielleicht deshalb auch "blind" tolerieren (also bewusst wegsehen), weil ihnen z.B. die Sicherheit und der Komfort der Beziehung wichtiger sind, und sie diese nicht aufs Spiel setzen möchten.
Also nach dem Motto: lieber teile ich den Mann mit einer anderen, habe dafür aber das sichere Nest, bin versorgt und weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann, wenn ich ihn brauche, als ihn ganz zu verlieren.

Ja, es gibt Menschen, die so leben, und das ist weder besser noch schlechter, es ist einfach eben anders. Und das kann man, finde ich, dann auch akzeptieren. MEINE Werte gelten nicht automatisch auch für alle anderen. Und Moral sind Werte, die mir von außen aufgedrückt werden. Stichwort: "das macht MAN nicht". Mir ist aber egal, was MAN macht, ich will, dass gemacht wird, was ICH will Mr. Green

#147


K
Zitat von Snape:
Kuddel, wenn eine Familienaufstellung jemanden so fertig macht (Entdeckung ungeahnter Familiengeheimnisse ect.), dass er eine Therapie dch. den anleitenden Therapeuten braucht, ist etwas schiefgelaufen! Da wird viel Schindluder und Effekthascherei getrieben und eine "Mode" bedient(gibt es in der Psychoszene eben auch).


@ Snape

nichts davon möchte ich absprechen - da ist etwas dran!

Es ist aber auch etwas "dran", dass GUTE "Aufsteller" eine weitere Betreuung unbedingt nahelegen.
E kann so viel bewegt werden, was ein Aufsteller während der Aufstellung gar nicht wahrnehmen kann, weil es der Proband nicht mal selbst empfindet.
Es gibt namhafte Aufsteller, die haben "aufgestellt" und "aufgestellt" und die Probanden später allein gelassen.... im wahrsten Sinne des Wortes.

Eine seriöse Aufstellung hat NIX mit "Szene" zu tun. Wer eine Aufstellung in die "Szene" drängt -
meins wäre es nicht. Eine seriöse Aufstellung "kostet" auch...und es ist gesichert, dass es eine
weitere Betreuung bei Bedarf gibt.

#148


BlaueHortensie
Was ist Loyalität?
Meine Affäre hat zu Beginn gesagt er brauche Loyalität. Da dachte ich, alles klar. Ich konnte es für mich einsortieren. Dann stellt sich aber raus, dass er es schon nicht ertragen konnte, wenn ich in einer Diskussion eine andere Meinung hatte. Das hatte für mich aber nix mit Loyalität zu tun. Für ihn war Loyalität, dass die Partnerin wie eine Plattform ist, von der er aus starten konnte und jederzeit zurückkehren konnte, egal was er getrieben hatte. Damit kam ich gar nicht klar. So eine "Loyalität" konnte bzw. wollte ich nicht bieten.
An dem Beispiel will ich nur zeigen, dass die Bedeutung von Worten oft nicht so eindeutig ist und doch immens zur Verwirrung beitragen.

Auch Dummda sprach von "blind vertrauen". Was ist das? Ich würde so weit nämlich garnicht gehen. Es hat für mich nämlich fast schon sowas wie jemanden an die Leine nehmen. Aber evt. interpretieren wir hier auch unterschiedlich.

#149


K
Loyalität - im Grunde ein Begriff, der "klar" sein sollte! Aber... wer Loyalität erwartet, aber nicht mal
weiß, was es bedeutet? hmmmm...schon recht ungewöhnlich! Wäre nicht "meins"...von vornherein nicht.

"Blind vertrauen" - das beziehe ich mal auf mich! Das bedarf schon einer etwas weiteren Entwicklung im Umgang miteinander - bitte OHNE Wertung auf sich selbst bezogen sehen! Ich muss auch "blind vertrauen" können. Jeder mag seine "kleinen Geheimnisse" haben und behalten....aber in Grundsätzlichem MUSS volles Vertrauen da sein....das erwarte ich einfach.
Loyalität sehe ich auch als sehr wichtig an...jemand "hinter, vor sich, neben sich" zu haben...und das auch zu bieten...unbedingt. Kommunikation im Austausch - zuhören (ist eh wichtiger, als reden, im wechselseitigen Umgang miteinander). Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit, Wahrheit...

... und dennoch kommt es zu Diskrepanzen im Miteinander innerhalb einer Partnerschaft. DORT liegen die Ursachen für eine Affäre...und interessant wäre es zu erfahren, wie es zu einer Affäre kommt...

#150


A


x 4