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Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?

K
@ Kaetzchen

was die einschlägigen Portale angeht und was die "anderen" Portale" (Single- oder oder oder-Portale) angeht - die tun sich nicht viel. Das ist der gleiche Brei in unterschiedlichen Töpfchen.

Neugierig/"interessiert" wie ich nun mal war/bin, hatte ich mich über mehrere Monate in einem "Portal" angemeldet - zuerst als Mann zwinkern, später AUCH als "Frau"! NUR bei der Angabe des Geschlechts habe ich flunkern müssen...so viel vorweg!
Es war köstlich - der Vergleich! Überfallartig wurde das "Frau"-Profil überrannt. Und die Fragen und Anmachen...wie simpel Männer gestrickt sein können - vom kleinen "Malocher" bis zu beamteten Männern, von Verkäufern bis zu Polizeibeamten (ein "Profiler") - es war so "alles" dabei, was auch ein Nachbar hätte sein können. Als nicht mal der Profiler rausbekam, dass ich keine Frau bin, habe ich das Ganze abgebrochen....nach 4 Monaten. Permanent und auch sehr penetrant ging es NUR um "das Eine"...es war KEIN "das-Eine-Portal"!
Mit dem anderen Nick habe ich viele Frauen-Profile gelesen, Frauen angeschrieben - keine Sorge... Frauen sind NICHT die "Mauerblümchen", als die sie sich in der Ausgestaltung ihrer Profile geben. Da gab es regelrechte "Granaten", die NUR auf "das Eine" aus waren, wie es tatsächlich die Mauerblümchen gab...aber auch wirklich "Interessierte" an einem Kennenlernen.

Wie schon mal erwähnt - Internet der Beziehungskiller "allererster" Güte. Rauscht es in der Beziehung nicht mehr - das Bett lasse ich mal GANZ raus - wird das I-net zum "Austausch- und Gesprächspartner" mit Menschen, denen Gleiches widerfährt - in deren Partnerschaft. Dass das durchaus AUCH Vorteile haben kann, nur um etwas loszuwerden, weil "die/der Alte" zu Hause nichts mehr davon hören will - geschenkt! Dass "beste Freund/in/bester Freund" wegen immer dem gleichen Gesülze "den Kaffee auf" haben...geschenkt. Also...geht es weiter mit dem, was es "zu Hause" nicht mehr gibt - Spaß in der Kiste. Die gibt es NICHT, wenn Frau/Mann sich an der Straßenecke umsieht, der Kegelabend zu Ende geht, die Geburtstagsfeier langweilig wird - für einen kurzen "Zwischenstopp" vielleicht, aber NICHT für eine Affäre "ausreichend"! Mehr brauche ich an dieser Stelle nicht auszuführen.
Frau wie Mann haben ihre Bedürfnisse, was den "Spaß" für "das Eine" angeht. Dass Mann einen GROSSEN "Wert" darauf legt (rational "gesteuert"?), Frau das aus ganz anderen Erwägungen "haben" will, weil emotional/er geprägt - diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch die entsprechende Info-Quellen. Dass MANN weniger/kaum/gar nicht "bemüht" ist, bei einer AF zu bleiben, sich viel lieber wieder "reumütig" ins gewohnte Nest zurückbegibt, ist auch nichts Neues mehr. Dass Frau wegen ihrer viel emotionaleren Prägung viel eher etwas "gänzlich Neues" anstrebt - das hat mich schon sehr gewundert - anfangs, als ich für mich recherchierte.
Nutzen - benutzen...jeder möge sich selbst Gedanken dazu machen, wann es NOCH um benutzen geht und wann ein evtl. NUTZEN beginnt - aber bitte IMMER im Hinterkopf behalten, dass es jemand gibt, der betrogen und belogen werden MUSS...auf dem "Weg" in eine Affäre (und auch schon davor), und erst RECHT im Verlauf der Affäre!

Was eine mögliche Aufarbeitung NACH einer Affäre angeht - DANN erst kommen die Erkenntnisse, wie
"Pusteblume 15" sie beschrieben hat - wobei "Pusteblume" damit schon sehr weit vorgegriffen hat - dazwischen ist ein WUST, der noch gar nicht "im Gespräch" war. Und DER Wust ist es, der entweder angegangen wird, verdrängt wird, oder auch nur teilweise in Betrachtung kommt.
Jeder muss für sich entscheiden, ob "Tabula Rasa" in Betracht kommt - mit allen Konsequenzen, oder ob es zu "Pseudo"-Maßnahmen kommt, oder ob NIX geschieht, sprich.. alles wie bisher mit dem "weiter so"!
Gibt es nach einer solchen "Aktion" des Fremdgehens überhaupt ein "weiter so"? Ist DAS trotz aller eigenen und den Bemühungen des EP zu einem "weiter so" überhaupt möglich? ICH behaupte - NEIN! JEDE gravierende Veränderung im Leben eines Menschen ...und Fremdgehen IST eine - der Vertrauensbruch die Lügen seien angeführt ... "macht" etwas mit beiden Partnern! Es ist illusorisch zu glauben/zu meinen, ein "alles wieder gut - weiter so" leben und praktizieren zu können. Spätestens im BETT...und wer jetzt tiefer in sich hinein geht, wird wissen, worum es geht...

Nein...eine grundsätzliche Trennung wäre dummes Zeug, wie ein "um jeden Preis" Zusammenbleiben. Wer die Stecknadel suchen will, wer sehr viel mehr Verbindendes als potenziell Trennendes bei der Aufarbeitung entdeckt, wird GUTES daran tun, "zu bleiben" - Voraussetzung allerdings ...BEIDE Partner stellen sich der Aufarbeitung - vor ALLEM der jeweils eigenen!

Für mich persönlich - NO WAY nach einem Vertrauensbruch...in Verbindung mit Fremdgehen! Ich war/bin so "gestrickt", dass von vornherein darauf hingewiesen wird - offene/ehrliche Kommunikation ist das "1. Gebot" ...ohne Vorbehalte! (Die "kleinen Geheimnisse" meine ich damit NICHT - die sind auch eher belebend, wenn sie ausgelebt werden - diese brauchen selten "Worte"!)
DER Vertrauensbruch bedeutet für mich, das mir WICHTIGSTES vorenthalten wird. Wenn das nicht mit dem Partner besprochen werden will - bei anderen hat das nichts zu suchen!

Kritisch mit all dem umzugehen...jeder Pol hat einen Gegenpol - Yin und Yang! Das betrifft eine Ehe, jede andere Partnerschaft, wie auch jedes Fremdgehen und jede Affäre...wie auch andere Menschen, die uns wohlgesonnen sind/bleiben, wie die, die uns "gegen den Strich" gehen - wir BRAUCHEN alle... wollen aber nur das "Wohlgesonnene"...

Nun bin ich auf Reaktionen gespannt - ob sie mir "passen" oder nicht! Andere Ansichten können den eigenen Horizont immens erweitern. Daher... schreibt, was das Zeug hält...

#166


K
Was das Internet angeht, Kuddel, gebe ich Dir recht. Tinder & Co haben definitiv das Beziehungsverhalten verändert, das bestätigen ja alle Soziologen. Und zwar in dem Sinne, den schon meine Oma kannte - damals freilich noch ohne Tinder: Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...

Wir leben in einer Ego-Gesellschaft. Jeder will für sich immer das Beste - und ja, mit weniger als dem Besten geben wir uns ungern zufrieden, denn das würde ja bedeuten, dass wir nur Durchschnitt sind geschockt Wie gruselig! Wo doch schon unsere Eltern uns beigebracht haben, wie besonders wir doch sind. (Wenn ich daran denke, wie viele "hochbegabte Kinder" meine Tochter angeblich in ihrer Grundschulklasse hatte ... Mr. Green wenn die alle wirklich hochbegabt wären ... oh weia).

Und dann macht das Internet es ja leicht ,zwischendurch während einer Beziehung einfach mal zu "schauen". Den Marktwert zu prüfen. Und vielleicht, wenn da jemand ist, der irgendwie etwas besser erscheint als der Partner/die Partnerin ... ja, dann prüfe ich doch mal ein bisschen genauer. Nur eine Affäre, passiert schon nix. Wird der/die andere niemals herausfinden. Aber wenigstens muss ich nicht mit dem Gedanken leben, etwas verpasst zu haben. Etwas "besseres".

Früher, denke ich, war Liebe eine klare Entscheidung. Die Generation meiner Eltern z.B. - da wurde geheiratet, da kamen Kinder, da wurden gemeinsame Lebensgrundlagen geschaffen, ein gegenseitiges Geben und Nehmen, Verantwortung für den anderen übernommen. Eine Scheidung kam nur im absoluten Notfall in Frage, und selbst dann wurde sie vermieden wie die Pest.
Alte Werte?

Und heute? Mir passt was nicht mehr, also gehe ich. Mindestens erstmal fremd. Ist mir doch egal, ob Familie, Kinder, Haus, Hof und Hund dranhängen. Mein persönliches Glück ist mir wichtiger als das der anderen.

Kuddel, ich war auch mal als Mann unterwegs auf so einem Portal Glücklich und ich war mega-erfolgreich! Hatte mir die Identität eines Bekannten (Single und natürlich damit einverstanden zwinkern "geklaut". Ich war als er so viel erfolgreicher, dass er mich gefragt hat, ob ich das nicht als Dienstleistung anbieten wollte. Ich würde ihm die Frauen ja quasi "ins Bett schreiben" Mr. Green er hatte ein großartiges Date nach dem anderen, weil die Frauen schon als es zum ersten Treffen kam so positiv auf ihn gestimmt waren, dass er leichtes Spiel hatte. Da er zum Glück ein Netter ist und das nicht böse ausgenutzt hat, war es ok. Ich hab's dann nachher trotzdem wieder gelassen, war ja nur ein Versuch ...

#167


A


Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?

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338
Zitat von Kaetzchen:
Früher, denke ich, war Liebe eine klare Entscheidung. Die Generation meiner Eltern z.B. - da wurde geheiratet, da kamen Kinder, da wurden gemeinsame Lebensgrundlagen geschaffen, ein gegenseitiges Geben und Nehmen, Verantwortung für den anderen übernommen. Eine Scheidung kam nur im absoluten Notfall in Frage, und selbst dann wurde sie vermieden wie die Pest.
Alte Werte? ...


Das glaube ich nicht und klingt zu sehr nach verträumten Klischee. Die Oberfläche mag rückblickend so erscheinen, aber ob die Gefühlswelt der Menschen damals anders war? Warum sollte der Mensch heute anders Lieben als vor 50 oder 100 Jahren, evolutorisch gesehen? Und warum kam wohl eine Scheidung nur im absoluten Notfall in Frage? zwinkern
Es ist heute einfacher, sich zu trennen (und Frauen sind nicht mehr in dem Maß finanziell abhängig) , das stimmt und in einigen Fällen mag eine Trennung sogar besser so sein.

Und natürlich sind für Eltern die eigenen Kinder immer etwas besonderes Mr. Green

#168


K
Zitat von 338:
Warum sollte der Mensch heute anders Lieben als vor 50 oder 100 Jahren, evolutorisch gesehen? Und warum kam wohl eine Scheidung nur im absoluten Notfall in Frage? zwinkern
Es ist heute einfacher, sich zu trennen (und Frauen sind nicht mehr in dem Maß finanziell abhängig) , das stimmt und in einigen Fällen mag eine Trennung sogar besser so sein.

Und natürlich sind für Eltern die eigenen Kinder immer etwas besonderes Mr. Green


Entwicklungstechnisch gesehen ist doch das, was wir heute als Liebe bezeichnen, etwas total neues und modernes. Die Liebesbeziehung/Liebesehe gibt es doch erst seit gut 200 Jahren. Davor war das doch gar kein Thema, da war eine Ehe eine Wirtschaftsgemeinschaft, in der Regel auch aus rein wirtschaftlichen Gründen von der Verwandtschaft bzw. den Eltern "angezettelt". Natürlich "lieben" wir doch deshalb heute anders als vor 50 oder 100 Jahren. Die Digitalisierung hat für die größte Veränderung aller Zeiten bei uns Menschen gesorgt, viel viel stärker als die Industrialisierung. Selbstverständlich hat das doch auch Einfluss auf unsere Liebes- und Beziehungsfähigkeit.
Genauso wie die Emanzipation ja nun mal eben einen sehr starken Anteil an der hohen Scheidungsrate hat.

#169


K
Insgesamt hat sich ALLES dem "Lauf der Zeit" angeglichen´. Einiges wird intensiver empfunden, anderes nicht (mehr) in dem Umfang wahrgenommen, wie es "mal war"! Da bleibt der Umgang im menschlichen/zwischenmenschlichen Bereich NICHT außen vor.. Diese Entwicklung hat z. T. Züge angenommen, die alles andere als hilfreich erscheint - kurzfristig evtl., mittel- und langfristig sicher nicht. Es bleibt einiges auf der Strecke, worüber sich die Wenigsten im Klaren sind, welche Ausmaße das z. T. schon angenommen hat. Aber - diese Prozesse werden meist an "Anderen und Anderem" festgemacht - und selten bei sich selbst "nachgeschaut", ob die eigene Ideologie den Weg aufzeigt, oder die eigene Ideologie zu einer angepassten geworden ist, weil "Andere und Anderes" das vorgibt.
LEIDER... es gibt immer mehr "Angepasste" in allen Bereichen des Lebens. Wer sich nicht "anpasst", gilt gleich aus Außenseiter, Egomane, Egozentriker, Eigenbrötler, Introvertierter...wird abgestempelt und in eine Ecke geschoben - mit der/dem will ich nichts zu tun haben, weil "alle Anderen" auch nichts mit der/dem zu tun haben wollen...Quatsch ist das, angepasst ist das!

Die vorherigen Beiträge zeigen auf, dass es durchaus konträre Ansichten und Einstellungen gibt. Es kommt dabei zum Tragen, dass im Einheitsbrei des "Friede-Freude-Eierkuchen-Daseins" durchaus "gerührt" wird, um das Individuelle und auch das "Angepasste" zu verdeutlichen! Was ist denn letztlich sinnvoller, um der eigenen Entwicklung Rechnung zu tragen?

Die "Welt des WWW" hat einen raketenhaften Vorschub geleistet, immer mehr angeglichen zu erscheinen. Es wird viel zu oft bei "Anderen und Anderem" geschaut, was die "so machen"! Es wird - Kaetzchen...danke für den Begriff "Marktwert" - geschaut, ob sie/er noch "up to date" ist...in ALLEN Belangen. Und das weitet sich auf die privat-persönlichen-familiären Belange aus oder macht das doch HALT? NEIN....das macht nicht HALT vor Menschen, die empfänglicher sind für Einflüsse von außen.
Auswirkungen im persönlichen, privaten, intimen. familiären Bereich? Na klar! Vorteilhaft? In gewissen Bereichen der persönlichen Entwicklung ganz sicher. GANZ sicher bin ich mir, dass es neben den Vorteilen auch erhebliche Nachteile gibt, die sich schleichend infiltrieren...
...und AUCH zu dem führen, was in diesen oder ähnlichen Foren geschildert wird, weil es - machen wir und nichts vor - inzwischen "zur Tagesordnung" gehört, weil der "Marktwert" anders eingestuft wird - oft vollkommen über- und sicher auch oft vollkommen untertrieben.
Es gibt diese "Jahrmärkte der Eitelkeiten" nicht nur im Internet - die gibt es auch in Bereichen, wo "noch" menschliche Begegnungen stattfinden! Wer mal eine Rehabilitationsmaßnahme (Kur) gemacht hat, wird das beobachtet, ggf. sogar schon LIVE erlebt haben.
NEIN...ich will KEINEN Generalverdacht erheben für Frauen und Männer, die eine Reha-Maßnahme gemacht haben/machen. Es wird viel - viel ZU viel - in diese Thematik reininterpretiert, wodurch völlig falsche Vorstellungen aufkommen (können). Aber ganz lässt es sich nicht ausschließen...ich weiß, wovon ich rede.
Affären - sie kommen zustande, sie bleiben eine Weile "bestehen", führen zu "irgendwas" ...dieses Forum bietet die Möglichkeit, ein paar Facetten aufzuzeigen. Es ist ganz sicher noch längst nicht alles an Gründen und Ursachen zusammengetragen worden. was zum Aus einer Partnerschaft führt, was in eine Affäre führt, was eine Affäre "bringt" (bisherige Feststellung: einen GROSSTEIL Verlierer), und wie es nach einer Affäre weitergeht, weitergehen kann.

Reflektion - als Maßnahme geeignet? Wie weit geht sie? Mit WEM "geht" sie? Wie offen findet eine Reflektion statt - für sich selbst, mit dem EP - ggf. mit der/dem, die/der ja auch irgendwie auf der Strecke bleibt - die/der AP/in.

Können Nutzen erschlossen werden? Oder bleibt es beim "benutzt haben" - wen oder was auch immer - oder bleibt es beim "benutzt worden sein"...von wem oder mit was auch immer!? Sollte ein "Tabula Rasa" erfolgen oder reicht ein "bisschen hier, ein bisschen da" aus?

Es scheinen sich die Geister zu scheiden, die individuellen Eindrücke mitzuteilen! Es bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone, sich zu dem zu bekennen, was "Sache" war/ist - auch wenn WAHRHEIT sehr schmerzhaft sein kann.

"Entwicklungstechnisch" kann Einiges dafür herhalten, dass es Veränderungen gab/gibt - aber diese Zeiträume sind für das, worum es in DIESEM Forum drum geht, nicht relevant...weil der "Turbo Internet" und die daraus folgenden Entwicklungen (auch die Globalisierung?) "entwicklungstechnisch" ja erst "gestern" begann... zwinkern

Und klar...Frauen wie Männer haben einen gleich hohen Anteil an den Entwicklungen - der Emanzipation der Frauen "sei Dank/Undank"...der "E(frau)zipation der Männer ´"sei Dank/Undank"? zwinkern

#170


338
Zitat von Kaetzchen:
... Natürlich "lieben" wir doch deshalb heute anders als vor 50 oder 100 Jahren. Die Digitalisierung hat für die größte Veränderung aller Zeiten bei uns Menschen gesorgt, viel viel stärker als die Industrialisierung...


Wir lieben nicht anders, leben es nur anders aus.

Und dass die Emapzipation u.a. die Scheidungsrate erhöht (hat), zeigt doch, dass man nicht mehr willens ist, alles zu dulden. Ist dass nun gut oder schlecht?

x 1 #171


K
Zitat von 338:
Zitat von Kaetzchen:
... Natürlich "lieben" wir doch deshalb heute anders als vor 50 oder 100 Jahren. Die Digitalisierung hat für die größte Veränderung aller Zeiten bei uns Menschen gesorgt, viel viel stärker als die Industrialisierung...


Wir lieben nicht anders, leben es nur anders aus.


Der Einfachheit halber (bin heute schreibfaul zwinkern zitiere ich mal Wikipedia

"Kulturgeschichtlich und historisch ist „Liebe“ ein schillernder Begriff, der nicht nur in der deutschen Sprache in vielfältigen Kontexten und in den unterschiedlichsten Konnotationen verwendet wird. Das Phänomen wurde in den verschiedenen Epochen, Kulturen und Gesellschaften unterschiedlich aufgefasst und erlebt. Jede Zeit und jeder soziale Verband setzt je eigene Verhaltensregeln für den Umgang mit der Liebe. Daher können die Bedeutungsebenen zwischen der sinnlichen Empfindung, dem Gefühl und der ethischen Grundhaltung Liebe wechseln."

#172


338
Natürlich kann man nun den Bergiff Liebe jetzt per geschichtlicher Definition dreiteilen und feststellen, das jede Zeit und Kultur diese einzelnen Teile jeweils anders bewerten oder einrahmen/eingrenzen.
Das ändert aber für mich nichts daran, dass die Ehen vor 100 oder 50 Jahren nicht tiefgründiger/ehrlicher oder intensiver waren als heute. Es wurde lediglich der Schein erzeugt, es sei so.

#173


Ricky
Zitat von 338:
Natürlich kann man nun den Bergiff Liebe jetzt per geschichtlicher Definition dreiteilen und feststellen, das jede Zeit und Kultur diese einzelnen Teile jeweils anders bewerten oder einrahmen/eingrenzen.
Das ändert aber für mich nichts daran, dass die Ehen vor 100 oder 50 Jahren nicht tiefgründiger/ehrlicher oder intensiver waren als heute. Es wurde lediglich der Schein erzeugt, es sei so.


Liebe geht halt bei vielen aufgrund der zeitlichen Abgrenzung des mittelalterlichen Schriftstellertums mit einer literarischen Romantik einher, die der Liebe mal den Schein der Exklusivität aufdrückte und das wurde in den Köpfen manifestiert, u.a. auch durch die Kirche, die so natürlich ihre Ansichten um "Gebote" etc. weiterführen konnte.

Der Schein wurde dann bei vielen erzeugt, ja, allein schon deshalb weil man das große Gericht fürchtete oder weil sie es als Richtlinie sahen, die sie eventuell gar nicht erfüllen konnten.

x 1 #174


K
...und damit bitte wieder zurück zum Thema des Threads....

"Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?"

#175


Ricky
Zitat von kuddel7591:
...und damit bitte wieder zurück zum Thema des Threads....

"Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?"


Das ist doch zum Thema. Liebe wird als Exklusivität vermarktet... und deshalb entsteht überhaupt das Wort "Affäre".

x 2 #176


K
Und auch in der Liebe wird ja benutzt und genutzt. Deshalb gibt es sie ja überhaupt. Ein Mensch, der sich WIRKLICH selbst völlig genug ist, der keinen Mangel hat im Leben, also so rein gar keinen (das viel gepreiste "Ideal", angeblich zwinkern der wird sich doch schwerlich auf Liebe und erst recht nicht auf eine Beziehung einlassen. Denn wozu? Für so jemanden würde doch Liebe und Beziehung nur Kompromisse, Einschränkungen etc. bedeuten, dem ginge es ja mit sich allein besser.

Ein bisschen brauchen, und damit auch benutzen/nutzen, gehört für mich zur Liebe also schon auch dazu. Irgendeinen Mangel muss mein Partner mir doch stillen, damit ich ihn lieben kann. Oder?

Von daher kann man doch eigentlich auch sagen, dass JEDE Liebe/Beziehung eine Mangelbeziehung ist. Wenn mein Partner mir so gar nichts geben kann, mich und mein Leben so gar nicht bereichert, dann - ja, warum sollte er dann mein Partner sein? Was und warum sollte ich ihn denn dann lieben?

Und deshalb sind vielleicht Affären manchmal so heftig, weil sie eben eine Beziehung sind zwischen zwei Menschen, die aktuell eine Menge "Mängel" haben, die sie sich eben gegenseitig stillen. Und das wird dann eben oft als "die ganz große Liebe" bezeichnet bzw. damit verwechselt.

Und in Beziehungen ist es vielleicht auch häufig so, dass man sich in jemanden verliebt hat, weil der einen aktuellen Mangel in einem stillt. Im Laufe der Beziehung aber tun sich auf einmal andere, neue Mängel in mir auf, denn man lebt ja weiter, dafür sind die früheren, die der Partner gestillt hat, nun nicht mehr da, weil ich an mir gearbeitet habe oder weil sie anderweitig befriedigt werden. Und dann stelle ich die Beziehung in Frage, oder gar die Liebe, und wenn dann ein potenzieller neuer Partner aufkreuzt, der genau diese akuten Mängel beheben kann, die der Partner gerade nicht für mich befriedigt ... dann ist die neue Liebe auch nicht mehr fern.

#177


BlaueHortensie
Zitat von 338:
Zitat von Kaetzchen:
... Natürlich "lieben" wir doch deshalb heute anders als vor 50 oder 100 Jahren. Die Digitalisierung hat für die größte Veränderung aller Zeiten bei uns Menschen gesorgt, viel viel stärker als die Industrialisierung...


Wir lieben nicht anders, leben es nur anders aus.

Und dass die Emapzipation u.a. die Scheidungsrate erhöht (hat), zeigt doch, dass man nicht mehr willens ist, alles zu dulden. Ist dass nun gut oder schlecht?


Das ist für das Individum erstmal gut. Nur weil ich früher 40 und mehr Jahre verheiratet war und es bleiben musste aufgrund gesellschaftlich-moralischer Vorstellungen und ökonomischen Abhängigkeiten, heißt das nicht, dass es gut war. Ich denke es gab viele unglückliche Ehen und noch mehr in denen man sich arrangiert hatte.
Solange die Ehe eine Wirtschaftsgemeinschaft war, gab es kaum Raum, andere Bedürfnisse wie Liebe groß in den Raum zu stellen. Die Menschen waren froh ein Dach über dem Kopf zu haben und was zu essen zu haben. Ihr Lebenswerk war davon bestimmt sich das Tag für Tag zu erarbeiten. Da tritt, wenn ich mich richtig an die menschlichen Bedürfnisse erinnere, eine romatische Liebe in der Hintergrund.

Dating Plattformen: Jeder Mensch der annähernd seine Gefühle und andere Gefühle ernst nimmt, sollte die Finger davon lassen. Es sei denn ich lege darauf keinen Wert und spiele und lasse spielen. Alleine die Aussage von zweien hier, sie hätten mal als das andere Geschlecht ihr Wirkung ausprobiert, zeigt doch, dass nur gespielt wird.

Warum gehen eigentlich Singles, die frei sind, eine Affäre mit einem verheirateten/liierten Partner ein? Da wäre man doch so frei ... Ist es Angst vor zuviel Nähe und Verbindlichkeit? Aber selbst das könnte man ja anders haben mit einem Single-Partner.

#178


BlaueHortensie
Zitat von Kaetzchen:
Und auch in der Liebe wird ja benutzt und genutzt. Deshalb gibt es sie ja überhaupt. Ein Mensch, der sich WIRKLICH selbst völlig genug ist, der keinen Mangel hat im Leben, also so rein gar keinen (das viel gepreiste "Ideal", angeblich zwinkern der wird sich doch schwerlich auf Liebe und erst recht nicht auf eine Beziehung einlassen. Denn wozu? Für so jemanden würde doch Liebe und Beziehung nur Kompromisse, Einschränkungen etc. bedeuten, dem ginge es ja mit sich allein besser.

Ein bisschen brauchen, und damit auch benutzen/nutzen, gehört für mich zur Liebe also schon auch dazu. Irgendeinen Mangel muss mein Partner mir doch stillen, damit ich ihn lieben kann. Oder?


Ja, der Mensch ist psychologisch ein Mängelwesen. Glücklich
Wir haben physiologische Bedürfnisse: Hunger, Durst, Schlaf, Sexualität usw.
Der Mensch hat auch laut Psychologie ein Bedürfnis nach Geborgenheit und Liebe. Das ist für den Menschen was Normales, gehört zum biologischen Programm dazu. Hätten wir das nicht, wären wir nicht "normal". Mr. Green
Der Mensch ist ein soziales Wesen (wir haben das Bedürfnis in unserem sozialen Umfeld anerkannt zu sein, sonst fühlen wir uns auch nicht wohl). Es mag zwar Eremiten geben, aber in ihrer Persönlichkeit sind die nicht wirklich gesund.

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P
@kätzchen aber genau das ist Liebe nicht. Liebe hat nichts mit Mangel zu tun.

Zum Beispiel die Dunkelheit. Diese gibt es nicht. Es ist lediglich die Abwesenheit von Licht. Es ist kein seinzustand. Es hat keine Energie.

Liebe, die wohl jeder für sich definieren sollte, hat nichts mit Abwesenheit zu tun. Sie ist wie das Licht. Wenn Sie nicht da ist, bei einem selbst,
was sieht man dann? Dunkelheit, Schattenseiten tc.

Deswegen ist es so wichtig sich selbst zu lieben, anzunehmen und eben nicht zu bewerten, zu verurteilen.

Sondern nur feststellen und im Raum lassen damit man damit arbeiten kann.

#180


A


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