Zitat von BlaueHortensie:Zitat von Kaetzchen:Dass Frauen passiv sind und vom Mann Aktivität erwartet wird, liegt aber doch in unserer Biologie, oder?
Deine Erklärungen scheinen mir etwas simpel. Die meisten Frauen trennen sehr wohl zwischen Bett und Alltag. Sie können sich im Bett einem Mann hingeben, das ist S. Im Alltag möchten sie selten von dem Gutverdiener bevormundet werden und das Haushäschen spielen das gehorcht; abhängig sein.
Das Modell Patriarch war für Frauen selten von Vorteil.
Affären: nein da wir das Modell nicht unbedingt gelebt. Viele Männer finden es toll endlich mal eine aktive oder starke Frau zu haben, statt so ein Püppi, gesellschaftlich, s., äußerlich.
Im Übrigen gab es in der Welt ja nicht nur Partiarchate sondern auch Matriachate.
Und zum Glück sind weder alle Männer gleich noch alle Frauen.
Es gibt noch ein paar sehr wenige Matriarchate, ja. Die meisten allerdings sind schon vor vielen vielen Jahren ausgestorben. Sind wir vielleicht auf dem Weg in ein neues?

Wer weiß ... vielleicht ist die weibliche Weichheit der genau fehlende Gegenpol zum männlichen Kapitalismus. Vielleicht braucht die Welt mehr Weiblichkeit im Moment. Aber das führt jetzt hier wirklich zu weit
Meine Erklärungen sind simpel, ja, weil es ja hier gerade nur um einen einzigen Aspekt geht - die männlich-weibliche Polarität. Die Grundthese stammt ja auch nicht von mir, so schlau bin ich leider nicht

, sondern von der erwähnten Soziologin oben.
Was die "starke Affärenfrau" angeht - zeig mir doch mal eine

Ich lese immer wieder nur von Frauen, die ihre Affäre in einer Zeit der Schwäche eingegangen sind. Welcher Mann möchte denn wirklich eine starke, dominante Geliebte? Würde so eine Frau, die sich ihrer selbst bewusst ist, emotional stabil ist und ein starkes Rückgrat hat, eine Affäre eingehen? Wohl eher nicht. Und wenn, dann wohl nur für kurze Zeit. Die meisten Affärenmänner sehnen sich doch nach Zuneigung, Aufmerksamkeit, Bewunderung. Und suchen entsprechend auch eher nach einer Frau, die sie anhimmelt. Oder?
Außerdem finde ich, dass Weiblichkeit nicht bedeutet, ein
Püppi zu sein. Die Kunst ist es doch eher, weiblich und trotzdem stark zu sein, ohne dabei aber zu vermännlichen. Genauso wie es für Männer eben die Herausforderung ist, männlich zu sein, aber nicht gefühlskalt oder empathielos. Uns fehlen heutzutage für Beziehungen auch die Rollenmodelle, fürchte ich. Das ist so ein Stochern im Nebel, keiner weiß mehr so recht, was von ihm/ihr erwartet wird in einer Beziehung ... das war "früher" natürlich viel einfacher, da war alles klar und eindeutig. Und deshalb verlaufen Affären auch oft so, wie sie verlaufen, weil da auch noch alles "klar und einfach" ist. Der Mann gibt, die Frau nimmt (und wartet auf ihn, die Affärenfrau ist ja in der Regel zur Passivität verdammt).
Aber Du siehst schon, ich gehöre nicht zu den hartgesottenen Emanzen, die glauben, dass eine Frau keinen Lippenstift und keine High Heels tragen darf. Für mich ist das nämlich kein Widerspruch (und ja, ich habe viele Jahre meines Lebens beruflich in sehr harten Verhandlungen über Filmrechte gesessen, mit Lippenstift und High Heels

).
Ich habe mich in meiner Affäre eine Zeitlang sehr weiblich gefühlt, aber das ist bei mir dann nach wenigen Monaten gekippt und ich fühlte mich total unwohl in dieser Rolle. Ich bin nämlich eine eher männliche Frau, geprägt durch die Rollenmodelle meines Elternhauses, auch wenn ich sehr weiblich aussehe

(nicht wie ein Püppi, allerdings). Und mein Ex-AM war ein sehr weiblicher Mann, optisch ein ganzer Kerl, aber innerlich sehr weiblich. Von daher hat das eigentlich super gepasst, wir haben unsere Polaritäten prima ergänzt, in jeder Hinsicht. Nur passte der Rahmen einer Affäre leider nicht für uns. Deshalb ging das für mich auch nicht lange gut, ich tauge nicht zur Affärenfrau, die Rolle ist mir einfach zu passiv.