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Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?

K
Ach, siehst Du, so weit sind wir gar nicht voneinander entfernt mit unseren Meinungen Glücklich

Was Du von Deiner Ehe und Deiner Affäre schreibst, könnte von mir kommen ... auch ich war schon immer mit "schwachen" Männern gesegnet, weil ich eben den Gegenpol dazu darstelle, also eine sehr (zu?) starke Frau. Das hat für die Männer auch immer ganz hervorragend funktioniert, für mich aber irgendwann nicht mehr geschockt Aber ich habe das so "gelernt" durch mein Elternhaus, denn die Konstellation bei meinen Eltern ist auch so, und natürlich bedingt die eigene Stärke auch ein stückweit die Schwäche des anderen. Stärke muss man ja auch zulassen können, und dazu gehört, dass man die eigene Schwäche auch zulassen kann. Das habe ich jetzt jedenfalls gelernt (besser spät als nie, ne?).
Also weitermachen mit dem Muster, oder endlich mal ändern? zwinkern Ich hab noch keine Ahnung, deshalb halte ich mich gerade von Männern erstmal komplett fern, bis ich mich selbst gefunden habe. In dem Wust von Mann und Frau sein, Emanzipation, Rollenmodellen und Individualität. Alles nicht so einfach ... Cool

Und auch mein Affärenmann war nach außen hin ein Paradebeispiel von einem starken Mann, schon beruflich (Uniform und so zwinkern. Innerlich aber war er tatsächlich sehr schwach. Es hat sich dann im Laufe der Affäre rausgestellt, wer von uns beiden wirklich stärker war, wir haben aber auch mit aller Leidenschaft um die Oberhand "gekämpft" Mr. Green

Ich bin allerdings erst nach dem Ende meiner Ehe eine Affäre eingegangen. Ich war also frei, er nicht. Wenn beide gebunden sind oder man selbst der gebundene Part ist, ist es ja noch mal wieder eine ganz andere Dynamik, denke ich. Dann "benutzt" man die Affäre allerdings genauso, um daran zu wachsen, weil man innerhalb der eigentlichen Beziehung zum Stillstand gekommen ist und daran nicht mehr wachsen kann.

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BlaueHortensie
@kuddel7591

Zitat:
Nutzen? Benutzen? Ausnutzen? Sicher noch differenzierter zu sehen, als unter "normalen" Umständen?


Entschuldigung Kuddel7591 was sind für dich Gründe eine Beziehung (Freunschaft oder auch Liebesbeziehung) einzugehen? Hast du nur altruistische Gründe? Du musst "dich wohl" dabei fühlen, oder? Das wäre das Minumum. Das wäre schon der erste "Nutzen" für dich. Für den Menschen als Organismus ist nur das gesund, was ihm wohl tut, sonst schädigt er sich auf längere Zeit. Natürlich haben wir einen Nutzen davon! Sonst könnten wir auch nix zurück geben. Was ist denn daran schlimm es sich gut gehen zu lassen? Völlig altruistische Menschen gibt es nicht.

Wir haben aber das Recht uns von den Beziehungen zu lösen, die uns nicht gut tun! Die uns ausnützen und gebrauchen.Die uns emotional, psychisch und physisch schädigen. Die Grenze muss im Lebens jeder selber ziehen.

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A


Affäre - ein Nutzen und ein benutzen!?

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K
@BlaueHortensie

Weil es gerade so schön zu "unserem" Thema passte - hier ist ein lustiger Test, bei dem man schauen kann, wie viele männliche und weibliche Anteile man in sich hat Glücklich

https://www.philognosie.net/liebe/maenn ... -denke-ich

(Ich bin demnach ein ziemliches Neutrum geschockt die meisten meiner Antworten waren aus der Kategorie "neutral" ... autsch)

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BlaueHortensie
Zitat:
Zitat von Kaetzchen:
Ach, siehst Du, so weit sind wir gar nicht voneinander entfernt mit unseren Meinungen Glücklich


Nein! Mr. Green

Zitat:
Also weitermachen mit dem Muster, oder endlich mal ändern?
Idee
Ich habe eine Verhaltenstherapie begonnen, mein Mann auch.
Ich weiß auch genau wo meine "starken" Anteile herühren (Elternhaus) und denke auch, dass ich jetzt mit fast 47 manches fallen lassen darf/will. Nicht stark sein, heißt anderen vertrauen, dass sie es hinbekommen. Heißt loslassen und nicht alles in der Hand halten (müssen).
Im Inneren ist trotzdem eingebrannt: über mich bestimmt keiner mehr! Und mein Mann hat erlebt, dass für ihn eine schwache Frau an der Seite schädlich ist. Jetzt gilt es Kindheitsmuster umzukrempeln. Das was geht.

Zitat:
Wenn beide gebunden sind oder man selbst der gebundene Part ist, ist es ja noch mal wieder eine ganz andere Dynamik, denke ich. Dann "benutzt" man die Affäre allerdings genauso, um daran zu wachsen, weil man innerhalb der eigentlichen Beziehung zum Stillstand gekommen ist und daran nicht mehr wachsen kann.

Danke, genauso habe ich es erlebt. Es ist bestimmt keine Patentlösung für zerfahrene Ehen oder Beziehungen, das nicht. Aber ich würde Affären auch nicht einfach verdammen. Dazu sind Menschen und Situationen zu unterschiedlich.

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K
Zitat von BlaueHortensie:
@kuddel7591

Zitat:
Nutzen? Benutzen? Ausnutzen? Sicher noch differenzierter zu sehen, als unter "normalen" Umständen?


Entschuldigung Kuddel7591 was sind für dich Gründe eine Beziehung (Freunschaft oder auch Liebesbeziehung) einzugehen? Hast du nur altruistische Gründe? Du musst "dich wohl" dabei fühlen, oder? Das wäre das Minumum. Das wäre schon der erste "Nutzen" für dich. Für den Menschen als Organismus ist nur das gesund, was ihm wohl tut, sonst schädigt er sich auf längere Zeit. Natürlich haben wir einen Nutzen davon! Sonst könnten wir auch nix zurück geben. Was ist denn daran schlimm es sich gut gehen zu lassen? Völlig altruistische Menschen gibt es nicht.

Wir haben aber das Recht uns von den Beziehungen zu lösen, die uns nicht gut tun! Die uns ausnützen und gebrauchen.Die uns emotional, psychisch und physisch schädigen. Die Grenze muss im Lebens jeder selber ziehen.


@ BlaueHortensie

unter ganz normalen Umständen stimme ich Dir "so was" von zu! "Was nicht (mehr) geht, geht dann eben nicht mehr"... und dann ist eine Trennung quasi ein "muss", eine logische Folge, um sich nicht selbst zu verlieren, sich selbst und den "Anderen" sich selbst weiter entwickeln zu lassen.

In den von mir geschilderten Situationen, ist das anders - da bringt mich auch nichts von ab, weil selbst erlebt und ich wäre niemals darauf gekommen, das in der Form zu schreiben, wenn "meins" ein Einzelfall gewesen wäre.
So RICHTIG "drin" zu sein/gewesen zu sein - als Betroffener und als Versorger - lässt das alles unter einem ganz anderen Aspekt erscheinen. Wie schon erwähnt - von außen betrachtet fehlen ganz einfach die Erfahrungen und Erkenntnisse. Bevor ich "mitten drin" war, habe ich wie "die breite Masse" agiert und reagiert.

Ein Vergleich - wer noch nie eine Affäre hatte, kein/e Betrogene/r war, kein/e Geliebte/r war...was juckt es die/den, wenn sich Menschen darüber austauschen, was mit Affären einhergeht/einhergehen kann - NICHTS!

Wer mitten in einer Affäre ist - die/der ignoriert (weitestgehend) ALLES, was mit einer Affäre einhergeht/einhergehen kann...weil der "Himmel voller Geigen"...oder, oder, oder...ist! Auf mich bezogen - MIR war alles egal....wie schon mal beschrieben...

Wer eine Affäre hinter sich hat - als Betrogene/r, als Betrüger/in, als AF/AM...der weiß schon, worum es wirklich geht. Als ehem. AM weiß ich JETZT, worum es (mir) ging und (jetzt) geht...

Also...wer in einer "Materie" steckt, sieht das mit ganz anderen Augen, weil viel differenzierter...und das meine ich generell!

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R
Ein Mann wird den Nutzen schon bemerken, wenn er Unterhalt zahlen darf und seine Familie verliert.
Seine Kinder kaum noch sieht.
Kuddel beschrieb gradeben etwas, was derjenige nicht sieht.
Oder die Frau wird schon den Nutzen bemerken, wenn sie laufend Affären hat, wenn ihre Kinder am Schluss lieber beim Vater bleiben!

#66


K
Zitat von kuddel7591:
Also...wer in einer "Materie" steckt, sieht das mit ganz anderen Augen, weil viel differenzierter...und das meine ich generell!


Da gebe ich Dir unbedingt Recht! Ich hatte bis vor etwa zwei Jahren auch eine ganz eigene Meinung zum Thema Affären. Ich kannte diese aber nur "von außen". Und erst jetzt sehe ich ganz viele Dinge ganz anders. Und ich verstehe vor allem plötzlich die Mechanismen dahinter. Daher glaube ich aber z.B. auch, dass ich in einer zukünftigen Beziehung ganz anders mit einer Affäre umgehen würde, als wenn mir dies während meiner vergangenen Ehe, ohne meine persönliche Erfahrung, passiert wäre. Ich hätte vermutlich genauso reagiert wie viele hier und meinen Mann eiskalt vor die Tür gesetzt.

Mit meinem jetzigen Wissen würde ich das nicht mehr so rigoros tun, sondern erstmal schauen, was genau da eigentlich in der Beziehung gelaufen ist, dass es dazu kommen konnte. Ja, ich sehe es wohl sehr viel differenzierter heute, nachdem ich die Erfahrung selbst gemacht habe. Und könnte einem künftigen Partner womöglich sogar dabei helfen, sich von seiner Affäre zu lösen, weil ich die Mechanismen kenne und weiß, wie man da rauskommt. Wenn man will.

x 2 #67


BlaueHortensie
Zitat von Rapture44:
Ein Mann wird den Nutzen schon bemerken, wenn er Unterhalt zahlen darf und seine Familie verliert.
Seine Kinder kaum noch sieht.
Kuddel beschrieb gradeben etwas, was derjenige nicht sieht.
Oder die Frau wird schon den Nutzen bemerken, wenn sie laufend Affären hat, wenn ihre Kinder am Schluss lieber beim Vater bleiben!


?
Jeder sollte wissen was er aufs Spiel setzt, wenn er eine Affäre eingeht. Das steht in der Verantwortung eines jeden selbst und die Verantwortung hat er zu tragen.

Warum sieht man seine Kinder dann nicht mehr?!
Warum zahlen nur Männer Unterhalt? Und warum bleiben Kinder, der Mutter eine Affäre hat lieber beim Vater? Das sind dermaßen pauschale Ansichten ...
Hier sind wir beim Thema Trennung, nicht Affäre. Wenn die Affäre zu einer neuen Beziehung führt, dann war es wohl die richtige Entscheidung!

x 1 #68


K
Zitat von BlaueHortensie:

(...)

Um Klarheit zu schaffen, die eine Affäre war vor 18 Jahren, die andere war 2015/16. Mit meinem Mann bin ich 23 Jahre zusammen, 14 verheiratet.


@ BlaueHortensie

"Um Klarheit zu schaffen"?
Sorry - dass damit KEINE Klarheit geschaffen scheint, wenn einer 1. Affäre eine 2. Affäre folgt - auch mit "ein paar Jahren" Abstand - hat die 1. Affäre offensichtlich als "Rohrkrepierer" erscheinen lassen.

2. Affäre - gleicher "Grund" oder anderer? Eine weitere Affäre "folgen zu lassen", bzw. einzugehen - was hat die denn bewirkt, wenn sie etwas bewirken sollte, was die 1. Affäre offenbar NICHT geschafft hat?
Oder war die 2. Affäre "nötig", weil sich ein weiteres menschliches Defizit einstellte, was nur über eine Affäre "auszuräumen" war, statt sich vor der 2. Affäre selbst mal WIRKLICH zu hinterfragen, wo die persönlichen Defizite lagen/liegen?

Was waren die jeweiligen Erkenntnisse...und vor allem - was war der WIRKLICH Grund, eine 1. und später eine 2. Affäre einzugehen? Lagen die WAHREN Gründe etwa beim "Anderen" und hat es nicht gereicht, diese mit demjenigen zu besprechen.

Folgt einer 1. Affäre eine 2. Affäre, hat die 1. Affäre zu NULL Erkenntnissen geführt?
Hat die 2. Affäre zu Erkenntnissen geführt? Oder folgt dann noch eine 3. Affäre....um dann mit "Stolz" zu behaupten, dann 20, 25, 30 oder mehr Jahre verheiratet zu sein...mit dem gleichen Mann!?

Reflektieren einer Affäre? Der Spiegel sollte schon blitzblank geputzt sein, um sich VOLLSTÄNDIG zu sehen....*beep* bis auf die Haut vom Scheitel bis zu Sohle... zwinkern
Wenn schon "Hosen runterlassen" - dann auch ganz ausziehen...wie vor einem Duschen....
Alles andere ist "Pseudo-indiziert" oder gar "infiziert".... zwinkern

Ja... wieder bewusst provokant geschrieben

x 1 #69


BlaueHortensie
@kuddel7591
Wir hatten vor 18 Jahren eine WE-Beziehung für zwei Jahre, weil ich 600 km weit weg gearbeitet habe. Am Anfang haben wir uns alle 14 Tage gesehen, dann aufgrund beruflicher Anforderungen nur noch alle 3-4 oder auch fünf Wochen (mal weil er nicht konnte, mal weil ich zuviel Arbeit hatte). Das alles war nicht schön. Dann wurde mein Mann, damaliger Freund psychisch krank. Es kam schleichend und er wurde immer "seltsamer". Im Sommer '98 sind wir dann wieder ganz zusammengezogen, ich dachte, dann kommt das auch wieder ins Lot. Aber das ging erst los. Diagnose: manisch-depressiv. Das lief ca. 1-2 Jahre. Depressiv: ich kam mittags um fünf von der Arbeit und habe ihn überredet aufzustehen.Die manischen Phasen gingen noch und waren längst nicht so extrem, wie bei anderen Patienten. In der Anfangszeit der Krankheitsphase hatte ich eine Freundschaft aus der dann noch etwas mehr wurde (die Affäre). Ja, der Mann hat mich damals aufgefangen. Er wohnte dann aber über 800 km entfernt.
Damals gab es Wochen, da wußte ich nicht was wird mit meinem Freund/Mann, ob er je wird halbwegs klar im Kopf wird! Es gab genug Freunde, die gesagt haben: trenn dich von dem Freund, das wird nichts. Seine Eltern waren komplett destruktiv und haben mich/uns auflaufen lassen. Gekümmert und unterstützt haben sie uns nicht. Ich war mit allem Kram alleine. Ärzte, Klinik, Geld, Steuern,etc. Irgendwann habe ich mir gesagt, ich kann jetzt die Beziehung nicht beenden, er ist jetzt krank, dass kann ich tun, wenn er wieder auf den Beinen ist. Er kam wieder auf die Beine, aber danach dreht sich die Welt anders. Für alle.
Aus dieser Zeit schleppen wir zahlreiche ungelöste Probleme mit. Mein Mann war in der Psychatrie, Tagesklinik und hat eine Umschulung gemacht. Irgendwie habe ich in der Zeit auch noch meine Promotion fertig geschrieben. Machmal frag ich mich wie ich das gemacht habe. Er nimmt seit dieser Zeit Medikamente und ist stabil. Was er nie machen wollte war eine Psychotherapie. Er hat sich immer geweigert und ich habe es in den Jahren nicht geschafft ihn dazu zu überreden, zu zwingen oder was auch immer. Er wollte nicht.
In den Jahren 14/15 hatten wir anstrengende Zeiten, weil mein Vater krebskrank wurde und schließlich gestorben ist, dann seine Mutter wochenlang im Koma lag, bis geregelt war, dass sie sterben durfte. Auch davor hatten wir uns auch den Augen verloren; Beruf, Kinder, Alltag, Trägheit hatten dazu geführt, dass wir zu zweit zu wenig Inhalte hatten. Wir wussten es beide. Ich habe versucht ein halbes Jahr lang darüber zu reden. Mein Mann hat nicht reagiert. Dann habe ich jemanden kennengelernt und nach einem dreiviertel Jahr hatten wir was miteinander. Es hat komplett eingeschlagen. Es sollte keine Affäre bleiben. Ich habe mich getrennt. Dieser Mensch (Affäre) war eine Illusion. Ich bin hart aufgeschlagen.
Ein Jahr später haben mein Mann und ich mich so zusammengerauft, dass jeder eine Therapie angefangen hat. Ich habe Bedingungen gestellt. Wir waren in einer Paarberatung. Auch eine Bedingung. Ich weiß was ich an ihm habe. Und was nicht.

Jeder sollte sich im Klaren sein was er aufs Spiel setzt, wenn er in einer Ehe eine Affäre beginnt. Eine Absicherung gibt es nicht. Weder für mich noch für meinen Mann. Ich kann nichts garantieren. Aber dran arbeiten und mich bemühen.
Wie heißt es so schön: wer möge den ersten Stein werfen? Nein, ich verurteile niemanden und möchte auch nicht moralisch be- oder abgewertet werden. Und ich nehme für mich in Anspruch, nicht leichtfertig mit meinen Entscheidungen umgegangen zu sein. Ich will hier kein Mitleid, aber sei dir versichert ich war nicht die jenige, die sich da mal irgendwo leichtfertig ein wenig Spaß holen wollte.

#70


K
@ BlaueHortensie

Niemand muss sich für sein Verhalten vor/innerhalb/nach einer Affäre Anderen gegenüber rechtfertigen.

Dass ich eine langjährige Affäre hatte - dafür rechtfertige ich mich nicht...warum auch.
Mir selbst habe ich "verziehen", habe vollständig losgelassen - obwohl die Zeit innerhalb
der Affäre zu großen Teilen KLASSE war.

MEIN Nutzen - nie mehr eine Affäre.

Wer etwas sagt, bzw. etwas nicht sagt, wer etwas macht, bzw. etwas unterlässt, muss sich
dafür verantworten. Wer eine Affäre eingeht, wird das auch zu verantworten haben - dem Partner gegenüber (auch wenn sie "geheim" bleibt) und sich selbst gegenüber auch ...und sich selbst
gegenüber erst recht.

Frau/Mann mag eine Affäre "schön reden", sie mag "hilfreich" gewesen sein - aber mehr als ein
Mittel zum Zweck ist eine Affäre nicht, um die eigenen Missstände vor Augen geführt zu bekommen - durch die Flucht in eine Affäre!

NUR an den EIGENNUTZ zu denken...das IST doch die "Trieb"-Feder, die in eine Affäre mündet. Bei einer Affäre ist doch viel vorausgegangen...und DAS ist doch der Knackpunkt - und NICHT das, was innerhalb einer Affäre "läuft" ...oder auch nicht!

Es geht um die URSACHEN. die in der Partnerschaft/Ehe/Beziehung liegen - und um die WIRKUNG der Ursache, die doch erst in eine Affäre mündet.

Das "Geschwür" (die Ursache) ist doch VOR einer Affäre längst existent, sonst käme es nicht zu einer Affäre! Und wer das "Geschwür" belässt - was ändert sich denn dann - NIX!

"Reicht" denn eine Affäre aus, wenn eine manifeste URSACHE vorliegt, wie Du sie von Deinem Mann beschrieben hast? "Reicht" die 2. Affäre aus, um der neuerlichen URSACHE auf den Grund zu gehen? Was werden denn für Hoffnungen in eine Affäre gesetzt, um solch manifester Ursachen WIRKLICH Herr zu werden? Dass ist doch FLUCHT - in eine Affäre, mit der Hoffnung verbunden, jener AP könne die WAHREN Ursachen helfen zu "beseitigen".

Innerhalb "meiner" Affäre habe ich es sogar abgelehnt, den WAHREN Ursachen der Probleme der verh. Frau auf den Grund zu gehen....allerdings NICHT in der "Schärfe" abgelehnt, wie ich es hier beschrieben habe. Eine Therapie hat sie begonnen - und "durchgezogen"! Dennoch...sie hatte "verstanden" und es wurde auch deshalb eine langjährige Affäre...

...für die ich mich NICHT rechtfertigen werde.... zwinkern

#71


BlaueHortensie
Zitat von kuddel7591:

Zitat:
"Reicht" die 2. Affäre aus, um der neuerlichen URSACHE auf den Grund zu gehen?


Die zweite Affäre, war ja mehr als eine heimliche Beziehung. Wir wollten zusammen leben. Ich habe mich getrennt und mehr als ein halbes Jahr alleine gelebt. Die neue Beziehung war eine Illusion. Dieser Mann hatte zwei Gesichter. Er hat begonnen mich zurechtzuweisen und mich zu demütigen etc. kaum dass wir fest zusammen waren. D.h. wir haben immer noch verhandelt, aber es kam nichts bei rum.
In der ganzen Zeit hatte ich mit meinem Mann nun unsere zwei Kindern noch "zu organisieren". Interessanterweise hat das bestens geklappt. Wir haben uns wg. der Kinder nicht in die Haare bekommen und sie auch nicht als Druckmittel benutzt. Ich dachte oft: ach das geht?!
Im Nachhinein denke ich, dass die räumliche Trennung von mir richtig war. Es hat im Nachhinein meinem Mann und mir die Chance gegeben zu schauen was wir voneinander wollen. Und ob wir den Faden nochmal aufnehmen. Wir haben es gewagt.

Aber mit beiden Affärenmännern habe ich darüber gesprochen was sie dazu bewegt ausserhalb der Ehe sich eine vertraute Frau zu suchen und habe auch erklärt was in mir vorgeht. Das war immer ausführliches Thema bei beiden. Und es war nicht so, dass ich es war, die das unbedingt ausgesprochen haben wollte, sondern die Männer haben das mir und sich selbst auch erkärt. Das macht man, um sich vor sich selbst zu rechtfertigen und bestenfalls zu reflektieren. Damit war auch beiden Beteiligten klar, was der andere erwartete. Affäre auf Zeit, Trennung und neues Leben ...

#72


K
Zitat von BlaueHortensie:

(...)

Jeder sollte wissen was er aufs Spiel setzt, wenn er eine Affäre eingeht. Das steht in der Verantwortung eines jeden selbst und die Verantwortung hat er zu tragen.

(...)



@ All

Wer in einer Affäre ist - einige meinen sogar, hinein "geschliddert" zu sein - der stört sich doch
nicht an mögliche Konsequenzen! Wer sich über die möglichen Konsequenzen WIRKLICH bewusst ist, lässt die Pfoten davon...
...und wer es dennoch wagt, handelt vorsätzlich mit dem Wissen, willentlich und wissentlich zu betrügen und zu belügen und dabei billigend in Kauf nimmt, jemanden zu verletzen - das sind nun mal die Fakten, die mit einer Affäre einhergehen...
...und die auch Teil der Aufarbeitung/Verarbeitung sind/sein sollten, sonst hilft es NIX, seine eigenen Baustellen zu "sanieren", bzw. "fertig" zu stellen!

Gibt es wirklich Frauen/Männer, die sich der möglichen Konsequenzen VOR einer Affäre bewusst sind?
Ist das die WIRKLICH "Denke" oder doch eher Wunschdenken?

#73


G
Zitat:
Gibt es wirklich Frauen/Männer, die sich der möglichen Konsequenzen VOR einer Affäre bewusst sind?
Ist das die WIRKLICH "Denke" oder doch eher Wunschdenken?

Jo hier Smile

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BlaueHortensie
@kuddel7591

Keine Ahnung was du erlebt hast. Aber ich glaube, es gibt schon Momente da ist ein Partner physisch und psychisch so erschöpft, dass er zusammenklappt. Wenn er dann in der Lage ist sich vorher das zu holen was er benötigt, ist das der berühmte Eigennutz von dir. Aber ich kann das beim besten Willen nicht verurteilen. Denn Freunde, Familiemitglieder oder sonst wer kann soviel Nähe doch garnicht geben.

Das Wort AM finde ich auch schrecklich. Denn ich habe für diese beiden Männer trotz allem noch gute Gefühle übrig und Respekt. Und könnte mit beiden reden. Über sehr private Dinge. Sie sind Bausteine in meinem Leben und keine Fehltritte.

#75


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