@ Maus 89
Deine Hinweise sind wirklich immer auf das ausgerichtet, worauf es aus meiner Sicht ankommt - zielgerichtet, auch wenn ein "Ergebnis" nie abzusehen ist. Es wird auf etwas "hingearbeitet", was aus einer IST-Situation hervor geht...und für DICH im Blickpunkt steht...
Es wird jeder den Weg finden, der zu gehen ist - mit oder ohne Rücksichtnahme auf Dinge, Situationen und Menschen. Je auswegloser eine Situation erscheint, um so "einfacher" ist es, einen Weg zu finden - es muss ja zu einer Veränderung kommen...egal wie. Da die auswegloseste Situation meist über gesundheitliche Einschnitte führt, bleibt oft keine andere Wahl, als sich den kleinsten Anzeichen eines Weges zu stellen, wo dann auch Entscheidungen zu treffen sind.
Wer trotz aller Brisanz in einer Krise um Ehe, Affäre, Partnerschaft doch noch Wahlmöglichkeiten hat, wird die Option treffen, die am einfachsten erscheint. Das liegt in der Natur des Menschen. Ob die einfachste Option die sinnvollere ist, weiß vorher niemand....ob die schwierigere Option die sinnvollere ist, weiß auch niemand. Für den einen ist die einfachere Option die schwierigste...und umgekehrt gilt das auch. Gibt es keine Wahlmöglichkeiten, wird die genommen, die "übrig" bleibt - bei heftigen gesundheitlichen Einschnitten sind diese Möglichkeiten oft begrenzt.
Es gibt viele Faktoren im Leben eines Menschen, die von außen NICHT gesehen werden können. Es kann noch so viel "Inhalt" aus dem Leben preisgegeben werden...wie derjenige wirklich damit umgeht, kann von außen niemand einschätzen. Zwar gibt es für Außenstehende eine Wahrnehmung, die "falsch" oder "richtig" gedeutet sein kann - mehr aber auch nicht.
Daher bleibe ich dabei, dass es von meiner Seite niemals zu einem "Du solltest (dies oder das machen)", niemals zu einem "Du musst/Du müsstest (dies oder das machen)" kommen wird. Hinweise geben ja....Entscheidungen hat jede/r für sich selbst zu treffen.
Gefühle und Emotionen lasse ich mal ganz außen vor...denn die spielen eine weitere "Hauptrolle"... und zwar bei allen Beteiligten. Das betrifft auch die Beteiligung in einem Forum wie diesem.
JEDER hat seinen Weg zu gehen. JEDER ist irgendwie betroffen von dem, was ihn in dieses Forum geführt hat...um so schwieriger ist es, weitestgehend neutral zu sein...das ist beim "schreiben", ebenso schwierig, wie auch beim "lesen"...es entstehen sehr schnell "Bindungen", weil es zu Überschneidungen mit der eigenen "Geschichte" kommen kann....und doch ist jede "Geschichte" (bitte den Ausdruck "Geschichte" nicht falsch verstehen) eine andere, weil sehr individuell. Das alles klingt "kalkulatorisch"...
....und dass jeder SEINES zu bedenken hat, mit SEINEM umgehen (lernen) muss, die EIGENEN Schlüsse zu ziehen hat, EIGENE Maßnahmen ergreifen wird/muss/kann/soll, steht außer Frage. Noch wichtiger ist aus meiner Sicht - sich NICHTS von dem persönlich annehmen, was es "zu lesen" gibt. Auf mich bezogen - niemand kennt mich persönlich! Nur von dem, was ich von mir berichte, ist es unmöglich, sich ein reales Bild von mir zu machen...genau so sehe ich das umgekehrt.
Immer mal wieder gerührt zu sein, immer mal wieder geschockt zu sein, immer mal wieder etwas zu lesen, was mir nicht "passt"...damit gilt es umzugehen und klarzukommen. Und wenn mir etwas "nicht passt", wenn ich "geschockt" bin, wenn ich etwas (an Sachverhalten, an Inhaltlichem) nicht verstehe, eine persönliche Einstellung nicht nachvollziehen kann, so ist das allein MEIN "Ding", wie ich damit umgehe - ob "kritisch", "egal", oder gar nicht darauf eingehe.
Affären - Nutzen, benutzen, benutzt worden sein...auch das eigene Verhalten NACH einer Affäre sind Überlegungen wert, in wie weit ein größtmöglicher Nutzen für einen selbst erfolgen kann...