Zitat von paulaner: So blöd das klingt: wenn ich mich heute deswegen trennen würde...das würde ja niemand wirklich verstehen (siehe hier das Forum).
Aber ich würde mich eben NICHT wegen der Affäre an sich trennen, sondern eben wegen dieser besch... gelaufenen Aufarbeitung.
Ich glaube, da irrst du dich. Also darin, dass das niemand verstehen würde, wenn du dich jetzt noch deswegen trennst. Ich zum Beispiel würde es verstehen.
Ich würde es auch verstehen, wenn du sagst, dass du dich nicht wegen der Affäre an sich trennen würdest, sondern wegen der mangelnden, bzw. beschissen gelaufenen Aufarbeitung.
Auch ich gehöre zu denen, denen es hier im Forum immer wieder auffällt, dass du da noch ein schweres Päckchen mit dir herumschleppst von etwas, das du nie überwunden hast. Und auch ich habe sehr oft den Eindruck, dass du dich hier stellvertretend oft an anderen abarbeitest, die eigentlich nichts damit zu tun haben, außer dass sie eben auch irgendwann einmal in einer Affäre gesteckt haben.
Das wird dir aber meines Erachtens nicht so viel nützen. Denn die eigentliche Aufarbeitung musst du mit deiner Frau - oder notfalls mit dir selbst - machen, nicht mit anderen.
Natürlich ist Trennung nicht die einzige mögliche Lösung. Aber du erweckst den Eindruck, dass du für dich bislang überhaupt keine zufriedenstellende Lösung gefunden hast. Also eine, mit der du wirklich gut leben kannst.
Du kannst nicht abschließen (also nicht richtig verzeihen) und trennen möchtest du dich auch nicht.
Übrigens: Du hast ein paar Seiten zuvor mal einige Reaktionen deiner Frau hier beschrieben.
Unter uns gesagt: Wenn das so war, wie du es schilderst, finde ich das ziemlich mies, wie sie sich dir gegenüber verhalten und geäußert hat.
Mir scheint es da ein ziemliches "Machtgefälle" zwischen euch zu geben und sie scheint sich sehr sicher zu sein, dass du sie nicht verlässt. Mir scheint, euch ist es nie richtig gelungen, die Augenhöhe wieder herzustellen.
Ist natürlich nur mein Eindruck. Aber wie gesagt: Wie sie sich deiner Beschreibung nach dir gegenüber geäußert hat, das würde mir an deiner Stelle auch echt querliegen.
Zitat von paulaner: Ich wollte das glauben, aber tief in mir drin wusste ich, dass da mehr hinter steckte. Dann ===> Verdrängung par excellence
Interessant, was du da sagst.
Du wusstest es also irgendwie, hast es aber verdrängt.
Kann es sein, dass du es immer noch so halb verdrängst, dass da etwas in eurer Beziehung sehr in Schieflage ist? Dass du dir das selbst immer wieder schönredest, um weiterhin mit ihr auf dieser schrägen Basis zusammensein zu können?
Vielleicht machst du ja echt mal einen eigenen Thread auf und schreibst deine Gedanken dazu nieder. Allein schon, um dich besser zu sortieren und mal auszusprechen, was dir alles auf der Leber liegt. Oft finden sich dabei tatsächlich auch Lösungsansätze.
Edit:
Noch zu den Aussagen oben: Es ist ziemlich wurscht, ob andere dein Handeln verstehen oder nachvollziehen können. Wichtig wäre, dass du eine Lösung findest, mit der du selbst zufrieden bist.