Zitat von Isely: Ich glaube dein Problem ist, du teilst dein Leben mit ihr in … vor der Affäre und nach der Affäre auf… davor hatte war alles gut, danach eben nichts mehr, oder nicht mehr viel…
Du müsstest diese Gewaltenteilung weg bekommen, vor und nach… dass ist auch ne Kopfsache…
Nee, so einfach ist das nicht. Vielleicht schreibe ich das alles irgendwann mal (geordnet) in einen eigenen Thread

Zitat von ElGatoRojo: Was ungeklärt ist kann man zu klären versuchen oder - ist dies nicht möglich - dann möglichst gedanklich zu umgrenzen. Wenn auch das nicht geht ist die Frage, wieso es ein Problem ist. Dann allerdings wird es schwierig.
Ich versuche es mal an einem Beispiel. Wenn ich darf...
...so, habe mir selbst eben die Erlaubnis gegeben

Mein Vater ist gestorben, da war ich 21. Bei einer OP ca 100 km von zu Hause. Ich war ein eher schwieriger Jugendlicher. Ziemlich aufmüpfig ;-(
Ich wollte ihn fahren, er wollte aber lieber mit der Bahn fahren. Das war also das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe.
Diese Streitereien und das alles wurden deshalb zwischen uns nie ausgeräumt. Ich weiß, dass das vielen Menschen so geht, die Angehörige verlieren.
Aber das ist eben so ein Beispiel für eine "unfertige" Vergangenheit. Das ist NICHT traumatisch. Nur dass das klar ist.
Aber es ist eine, ja, "Schwingung", die mich bis ans Lebensende begleiten wird (er ist in Gedanken oft neben mir und wir "reden").
Jetzt hat er mir durch seinen Tod ja nicht direkt etwas angetan. Anders ist das aber bei einer Affäre (auch wenn das meistens natürlich nicht die Intention dahinter ist, das weiß ich auch).
Und...es besteht die Möglichkeit diese Vergangenheit aufzuarbeiten.
Und noch etwas...auch diese Affären-Geschichte beschäftigt mich ja nicht rund um die Uhr. Schwingung trifft es mMn ganz gut. Also nicht bei jeder Programm-Zeile, oder bei jedem Aufschlag oder bei jedem Ton im Proberaum, oder was weiß ich wo, bin ich total verzweifelt. Nein!
Aber es ist halt immer irgendwie da.
Verständlich?