Zitat von Traurig82:
Zitat:Ich möchte lernen, mich wieder mehr auf mich zu konzentrieren. Muss aber auch gestehen, dass mir massiv momentan der Antrieb fehlt. Es ist immer leicht zu sagen, du musst dies und das tun. Nur erstmal soweit zu sein, den Hintern hoch zu bekommen, ist schwer.
Antwort von @Silence_
Zitat:Das kenne ich auch .
Habe länger gesucht und bin jetzt für mich darauf gekommen, den Umgang mit einer Trommel zu lernen . Trommeln, selbst wenn es erstmal nur einfache Rhythmen sind, fordert vollständige Konzentration auf das , was man gerade tut. Und es stärkt das Ich-Gefühl, denn Rhythmus ist etwas körperliches .
Beim Üben ist alles andere weg , weil einfach kein Platz dafür im Hirn ist. Sobald man nämlich anfängt zu denken, verknoten sich die Hände . Zusätzlich ist es ein schönes Gefühl, wenn man es schafft, in einer (Anfänger)Gruppe ein Klangbild hinzukriegen . Da entsteht , ganz ohne großes Quatschen , ganz von alleine ein Gefühl von Verbundenheit .
getrommelt habe ich auch - war anfangs gut, aber doch nicht so mein Ding. Was ich in einer Reha-Klinik gemacht habe - meditativen Tanz. Da kam ich mir anfangs total doof vor, ich kam mir behämmert vor - ein SOLCHES Rumgehopse. Dabei ging es gar nicht darum, im Takt der Musik
zu tanzen. Und NICHT-Tänzer/innen haben oft mehr Lockerheit, wenn diese sich so bewegen, WIE sie sich nun mal bewegen. Der KÖRPER bewegt sich - zu deutsch frei Schnauze.
Wie locker der Körper wird, ist phänomenal. Nein, nicht nach der 1. Tanzeinheit. Es braucht viel Zeit.
Was nur ein Versuch sein sollte, zeigte sich später als DAS Spektrum, was mir sehr half, wieder zu
mir zu finden. Zwischen den 1. Versuchen und der Teilnahme an Wochenend-Seminaren vergingen
3 Jahre, in denen ich nicht tanzte. Bei den Wochenend-Seminarren ging dann i-wann der Knopf auf. Wie lange ich das jetzt mache - von 2005 an 2 mal im Jahr ein WE, was rd. 10 Std. Tanz bedeutet - auf 2 Tage verteilt. Wegen Corona fiel in diesem Jahr alles aus....leider.
Was will ich damit sagen - ausprobiert zu haben, was für mich was sein könnte, habe ich gemacht. Nein... ein Tänzer war ich nie, werde ich nie werden. Aber meditativer Tanz ist es, was mir sehr viel gebracht hat - den Körper viel besser kennenzulernen, den Körper machen zu lassen, was er will - und nicht, was der Kopf zum Takt der Musik machen möchte.
Sie tanzt deinen Körper - die Musik! Und Gefühle und Emotionen bringen das zum Ausdruck - durch die Bewegung, die NICHT vom Kopf gesteuert wird, aber auch nicht mit Trance verbunden ist. Ich habe einfach gemacht - habe mitgemacht und NICHTS nachgemacht, was Andere machten. Darum geht es...eigenständig das zu ermöglichen, was Gefühle und Emotionen sagen, zeigen, leben wollen - egal wie das aussieht.
Mein Motto ist seit dem - MACHEN und zuvor nicht zu viel überlegen, ob das etwas für mich ist!